Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere?

Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Weiter  
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Sonstiges zu Alkoholsucht und Selbsthilfe im Alkoholiker Forum -> Seite 26
@Whitewolf   •    Verabredungen für unseren Chatraum hier!  
Autor Nachricht
Never31
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 17:25    Titel: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo, ich bin 31 Jahre alt und trinke seit 7 Jahren eigentlich täglich Alkohol - die Menge variiert und wurde sicherlich mit der Zeit mehr. Wenn ich emotional beruhigt bin, ist es vielleicht nur 1 Bier, wenn es mir nicht gut geht, trinke ich auch 2 Flaschen Wein oder noch einwenig Schnaps, der besser betäubt. Ich beschäftige mich täglich mit der Frage warum ich trinke und das ich gerne aufhören möchte, da ich selbst weiß, dass das nicht mehr normal ist, da mich Alkohol ständig beschäftigt (ist welcher vorhanden - ist ausreichend vorhanden....) Alkohol ist für mich ein Filter - ich bin ein sehr sensibler Mensch und anfangs half der Alkohohl etwas die Probleme zu vergessen. Inzwischen nutze ich ihn dafür, mich in einen Nebel zu packen, da vergessen gar nicht mehr möglich ist. Oft trinke ich nur noch, dass ich müde werden und einfach schlafen kann. Aber auch das funktioniert nicht mehr, da ich im allgemeinen ein Schlafproblem besitze. Das ich beim Alkohol "hängen" geblieben bin, wundert mich, da ich auch andere "Drogen" probiert habe, aber mir immer sehr schnell klar war, das ich nichts mit diesen Rauschzuständen und der damit einhergehenden Dummheit anfangen kann. Ich bin im "alkohol-freien Leben" ein sehr disziplinierter und unabhängiger Mensch, sowohl was den Job angeht (war in einem großem Unternehmen als "Jüngste" in einer eigenverantwortlichen Stellung tätig - orientiere mich im Moment aber um), bin sehr sportlich und ziehe meinen Trainingsplan (min. 4 die Woche 10km Laufen) konsequent durch, überhaupt bin ich auch für meine Familie immer diejenige gewesen, die am wenigsten Probleme macht und selbständig ist. Ich habe hier einwenig gelesen und wenn ich ehrlich bin, kommen mir die Ratschläge so vor, als müßte man nur mit dem Trinken aufhören und alle "Lebensprobleme" würden sich lösen. Ich habe diese klassischen "Lebensprobleme" nicht, ich habe berufliche Ziele und bin ansonsten sehr unabhängig. Mein Problem ist wohl eher, dass ich was meine Emotionen betrifft, eher verschlossen bin und oftmals das Gefühl habe, ich spiele eine Rolle anderen gegenüber. Was es schwierig macht, dass ich in keine Schublade passe: ich bin ein Mensch, der weiß, was er will und andererseits doch sehr anlehnungsbedürftig, ich bin ein autonomer Mensch und doch verliere ich mich in Beziehungen, die nicht gut für mich sind, ich wirke nach außen vielleicht manchmal sogar arrogant und bin es überhaupt nicht, sondern es ist eher der Eigenschutz und meine Angst verletzt zu werden. Ich weiß, ich habe ein Alkoholproblem, aber ich weiß nicht, ob der Alkohol oder eher ich, das Problem sind.... Mein emotionales Hauptproblem ist wohl, dass ich den Menschen nicht mehr wirklich traue. Ich möchte gerne dieser ewigen Spirale entkommen, es nutzt weder mit noch ohne etwas. Soll ich mich in eine Therapie für emotionale Probleme begeben oder einen Entzug machen? Wo liegt überhaupt die Ursache. Da ich zudem ein sehr verkopfter Mensch bin, würden vielleicht auch Informationen helfen, welche Schäden, ich meinem Körper zufüge oder bereits schon zugefügt habe. Gibt es vielleicht hier jemanden, der ähnliches erlebt und vielleicht einen Ratschlag hat?
Ich danke vielmals für eine mögliche Antwort.
Viele Grüße an die Forumsteilnehmer
Never31
Nach oben
Never31 hat zum Thema: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? geschrieben
Tabaluga
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.11.2005
Beiträge: 947

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 17:58    Titel: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Never und herzlich Willkommen hier!

Ich denke, dass kein Mensch in eine Schublade passt. Winken

Bei mir haben sich durch meine Abstinenz nicht alle Probleme in Luft aufgelöst.

Nur habe ich aus den Problemen, die ich mit Alkohol nicht zu lösen vermochte, Herausforderungen gemacht, die ich nun, nüchtern, annehme und angehe.
Und es geht mir gut, obwohl nicht alles gut ist!
Weil ich das erste Glas stehen lasse.

Einen Ratschlag habe ich nicht für Dich.
Auch bin ich kein Arzt, der Dir eine Empfehlung aussprechen kann.
Ich bin trockene Alkoholikerin.
Und als diese teile ich Dir meine Gedanken mit, die ich beim Lesen Deine Postings hatte:
Sehr viele Dinge beschäftigen Dich. Könntest Du Dir vorstellen, Dir einen Schritt zu überlegen, den Du als nächstes gehen möchtest?
Was steht im Vordergrund Deiner Gedanken, was beschäftigt Dich am meisten?
Der Alkohol?

Ob der Alkohol das Problem ist, wirst Du feststellen können, wenn Du ihn nicht mehr trinkst.

Heute, trocken, kann ich ein wenig besser unterscheiden, welche „Probleme“ alkoholbedingt waren und welche nicht.
Und so kann ich nüchtern die Herausforderungen angehen, die bleiben!

Wünsche Dir gute Gedanken für Deinen ersten Schritt

Tabaluga
Nach oben
Tabaluga hat zum Thema: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? geschrieben
Never31
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 19:10    Titel: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Tabaluga,
ich danke Dir sehr für Deine Nachricht und kann mich in den Dingen, die Du mir auf den Weg geben möchtest, durchaus wiederfinden. Vorallem beschäftigt mich der von Dir genannte Aspekt, dass ich erst herausfinden kann, ob der Alkohol das Problem ist, wenn ich ihn nicht mehr trinke. Ich freue mich für Dich, dass Du Dich der Herausforderung des Lebens wieder nüchtern stellen kannst und wünsche Dir hierbei weiterhin viel Kraft und Mut! Interessieren würde mich auch, wie sich Dein Weg mit dem "Alkohol" gestaltet hat? Wie wurdest Du trocken und kannst Du konkret sagen, was Dich zu Alkoholikerin gemacht hat?
Es ist eben diese Spirale, die ich versucht habe zu beschreiben - diese unendlich vielen Dinge, die mich beschäftigen. Ich denke in vieler Hinsicht zu viel und hinterfrage zuviel, das sagen mir auch Freunde immer wieder und das läßt mich wohl an vielem verzweifeln - aber wie soll ich meine Persönlichkeit ändern? Gerne möchte ich Deine Anregungen und Fragen aufgreifen, auch wenn dies gar nicht so einfach ist. Denn ansich gebe es viele "erste Schritte". Hinsichtlich meines übermäßigen Alkoholkonsum habe ich überlegt, ob ich mich an eine Beratungsstelle oder Selbsthilfegruppe hier vor Ort wende oder doch lieber an meinen Hausarzt (obwohl es dann ja schon sehr "öffentlich" ist). Da ich ja schon lange keinen Tag mehr ohne Alkohol hatte und hier immer wieder lese, wie "gefährlich" der Entzug sein kann, bin ich nun etwas verunsichert. Wenn ich aufhöre zu trinken nach so langer Zeit, was wird passieren (ich habe keine Entzugssymptome wenn ich morgends aufstehe, außer dass ich chronisch Magen- und Kopfschmerzen habe). Da ich doch davon ausgehe, auch ein "emotionales" Problem zu besitzen bzw. das mich erst dieses im Alkohol hat verharren lassen, bin ich hier aber ratlos. Welchen Schritt soll man mit diesen "Problemen" gehen. Ich habe einfach Bedenken, dass die "Therapie gegen Alkoholsucht" einfach zu einseitig an der ausschließlich gewünschten Abstinenz "herumdoktert" und dabei die eigentlichen Ursachen, vergessen werden. Fragen über Fragen... es ist für mich das erste Mal, dass ich über diese Probleme überhaupt spreche.

Ich danke Dir zunächst für Deine freundliche "Anteilnahme" und bin doch irgendwie froh, dass ich diesen Austausch heute gesucht habe. Alles Liebe
Never
Nach oben
Never31 hat zum Thema: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? geschrieben
dorothea
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.08.2006
Beiträge: 7472
Alter: 48
Wohnort: Salzgitter

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 19:29    Titel: re: ist alkohol das problem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo never

an meiner schublade steht dorothea Sehr glücklich

es gibt probleme die nicht zu lösen sind, das muß man lernen, ein kopf-mensch zu sein macht es nicht grade einfacher diese erkenntniss zu erlangen. man kann nicht allem und jedem mir logik beikommen, unserer krankheit schon gar nicht, wenn das so einfach wäre.
du solltest dich beim artzt durchchecken lassen, ob eine therapie sinn macht hängt vom einzelnen ab, mir hat sie geholfen.
lies dich ins forum ein und stell fragen, ich denke dann wird vieles klarer.

schön das du hierher gefunden hast.

gruß doro
Nach oben
dorothea hat zum Thema: re: ist alkohol das problem geschrieben
Tabaluga
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 11.11.2005
Beiträge: 947

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 20:01    Titel: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo never,

schön, dass Du Dich öffnest!

Ich möchte ich Dich bitten, ein wenig „Absätze“ in Deinen Text zu bringen?
Es macht mir sonst unheimlich Mühe, Dir zu folgen. Verlegen Winken

Danke für Deine guten Wünsche! Smilie

Mein Weg...ja, der steht in meinem Tagebuch. Der steht da, weil ich nicht alles offen schreiben möchte und lieber in einem „geschützteren“ Raum schreibe....

Ich habe lange Therapie gemacht, meine Alkoholsucht aber dort ausgeklammert.
Meine Probleme haben nicht alle mit Alkohol zu tun, aber der Alkohol hat mir zusätzlich welche gemacht.
Zur Alkoholikerin gemacht hat mich die Tatsache, dass ich meinen Konsum nicht mehr unter Kontrolle hatte. Ich konnte eben nicht nach dem ersten Glas aufhören und werde das nie mehr können! Deswegen trinke ich keinen Alkohol mehr. Ich möchte nicht und brauche nicht!

Mein erster Schritt war dies Forum, dann die Suchtberatung und der Hausarzt.
Und eine SHG vor Ort. Alle Hilfe, die ich bekommen konnte, habe ich mir geholt.

Der Hausarzt ist nicht öffentlich, der hat „Schweigepflicht“.
Und es hat mir sehr geholfen, mich erstmalig zu öffnen, gerade beim Hausarzt.

Entzugserscheinungen habe ich gehabt, deswegen möchte ich Dich bitten, Dich einem Arzt anzuvertrauen.

Eine Therapie ist eventuell sinnvoll. Aber ohne die Nüchternheit war es mir schwer möglich, die gelernten Dinge um zu setzten.

Die Therapie bei Sucht ist nicht einseitig. Sucht betrifft mich als ganzen Menschen.
Und ohne mich als ganzen Menschen zu sehen, schaffe ich es nicht, mit der Sucht leben zu können, abstinent leben zu können.
Es ist eben nicht einfach „nicht“ trinken. Es gehört mehr dazu.

Du kannst jetzt noch ganz lange überlegen, welcher von den vielen ersten Schritten wohl der richtige ist.....es gibt nicht „den“ richtigen, viele Wege führen in die „Trockenheit“....aber verschenke nicht zu viel Zeit beim Überlegen!

Ich wünsche Dir einen einzigen ersten Schritt!

Tabaluga,
die hofft Dir Deine Fragen beantwortet zu haben
Nach oben
Tabaluga hat zum Thema: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? geschrieben
Lilly12
Gast






BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 20:09    Titel: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Never31 hat Folgendes geschrieben:
Ich habe hier einwenig gelesen und wenn ich ehrlich bin, kommen mir die Ratschläge so vor, als müßte man nur mit dem Trinken aufhören und alle "Lebensprobleme" würden sich lösen.

Ich weiß, ich habe ein Alkoholproblem, aber ich weiß nicht, ob der Alkohol oder eher ich, das Problem sind.... Mein emotionales Hauptproblem ist wohl, dass ich den Menschen nicht mehr wirklich traue. Ich möchte gerne dieser ewigen Spirale entkommen, es nutzt weder mit noch ohne etwas. Soll ich mich in eine Therapie für emotionale Probleme begeben oder einen Entzug machen?

Wo liegt überhaupt die Ursache. Gibt es vielleicht hier jemanden, der ähnliches erlebt und vielleicht einen Ratschlag hat?
Ich danke vielmals für eine mögliche Antwort.
Viele Grüße an die Forumsteilnehmer
Never31


Hallo never,

Herzlich Willkommen auch von mir hier im Forum.

Tja, mit dem Trinken aufzuhören ist sicher nicht einfach, wäre es so, wären wir nicht alle hier. Es ist schwer, aber wenn man es ganz fest will, kann man es schaffen. Es lösen sich sicher nicht alle Probleme damit, aber mit Alkohol werden sie immer größer. Ich fing auch an, Schnaps zu trinken,vorher trank ich auch Wein. Aber Schnaps betäubt wohl besser und schneller, schient mein Ziel gewesen zu sein.

Ob du eine Therapie für emotionale Probleme machen sollst, kann ich nicht beurteilen, warum nicht erstmal mit dem Alkohol aufhören? Ohne Stoff sieht man vieles klarer. Emotionale Kälte oder Schwierigkeiten entstehen oft erst duch Trinken, das hab ich gerade hier im Forum schon öfters festgestellt. Man isoliert sich immer mehr, auch, weil man ja das Trinken verbergen will. Je länger man in diesem Kreislauf verharrt, desto schlimmer wird es.

Du fragst nach der Ursache, die weiß ich auch nicht. Aber ich kann sagen, das ich viele Dinge ähnlich wie Du erlebt habe. Ich war und bin auch ein selbstständiger Mensch, hab auch einen schönen Beruf, wollte auch nie Probleme machen, passte auch in keine Schublade. Vielleicht kommt alles zusammen, keiner soll eine Schwäche bemerken, ich kann es selber nicht genau sagen.

Am besten wäre es selbstverständlich, sich einem Arzt anzuvertrauen, auch um evtl. bereits vorhandene Schädigungen zu klären. Wenn Du weiter so trinkst, kommen die sicher. Ich habe meinen Körper sehr mit Alk geschädigt und ich wünsche Dir wirklich von Herzen, das Dir das erspart bleibt. Mach eher Schluss damit, als ich es konnte.
Ich hab übrigens ne Entgiftung gemacht und konnte bis heute trocken bleiben. Ich denke oft, eine Entgiftung ist die beste Grundlage zum trocken
werden, sonst ist es sehr schwierig und auch gefährlich, ich meine jetzt damit, einen kalten Entzug zu machen.

Hoffe, das ich Dir ien wenig weiterhelfen konnte.

Lieben Gruß von der Lilly
Nach oben
Lilly12 hat zum Thema: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? geschrieben
Never31
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 20:12    Titel: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

@ dorothea:
Ich danke Dir für Deine Zeilen und bin auch irgendwie froh, dass ich hierher gefunden habe. Was daraus werden kann, wird sich vielleicht zeigen. Ich werde auf jeden Fall hier im Forum viel lesen, dabei kommt mir wohl wieder entgegen, dass ich so ein Kopf-Mensch bin und ständig irgendwelche Informationen in mich aufsauge. Vielleicht sollte ich es jetzt eben einmal um "Meinetwillen" tun. Alles Liebe und viele grüsse Never
Nach oben
Never31 hat zum Thema: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? geschrieben
Never31
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.09.2006
Beiträge: 11

BeitragVerfasst am: 19.09.2006, 20:34    Titel: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

@tabaluga:
ich weiß nicht, ob ich mich wirklich öffne, aber ich möchte es versuchen, danke für Deine guten Worte! Und ich werde mich bemühen, meine Gedanken etwas strukturierter zu vermitteln.

Ich denke ich bin Alkoholikerin, da ich nach einem kleinem bisschen doch diesen Drang nach mehr Alkohol nicht mehr kontrollieren kann. Entweder gar keinen oder ganz viel. Das geht mir aber auch bei anderen Dingen auch so. Entweder gar kein Sport oder extrem. Entweder diszipliniert nichts mehr essen oder sich gehen lassen, entweder ganz viel leisten oder gar nichts tun können. Vielleicht bin ich insgesamt eine Suchtpersönlichkeit, heißt es nicht: Jene Dinge nicht lassen zu können, von denen man weiß, das sie nicht gut für einen sind. Wie oft tue ich Dinge, die nicht gut für mich sind.

Nun, vielleicht ist mein "öffentlich" machen hier im Forum ein erster Schritt. Ich hoffe, dass dieses bewusste Auseinandersetzen Blickwinkel und Türen öffnet, die man mit Alkohol einfach verdrängt. Wie Du sagst, es gehört einfach mehr dazu - eben der ganze Mensch. Jedoch habe ich hier schon etwas Angst vor der "Einseitigkeit" der Therapie oder den ersten Gespräche. Ich komme aus dem sozialen Bereich und habe schon oft erlebt - zwar eher im psychischen Bereich - wie einseitig und sinnlos behandelt wurde, eben nur an den Symptomen. Ich muss es wohl einfach riskieren.

Ein einziger erster Schritt - das wäre schön. Mich macht es unendlich traurig, dass ich dazu irgendwie nicht imstande bin. Ich werde es einfach versuchen.

Mich beeindruckt hier im Forum sehr, welche äußerst schwierigen Situationen doch von Euch gemeistert wurden und wieviel Lebensmut jeder von Euch beweist in seinem eigenen kleinen Kampf jeden Tag. Es ist sehr bedeutsam, dass es diesen Austausch gibt. Danke Tabaluga für Deine Mühen und dafür, dass Du mich an Deinem Weg etwas teilnehmen läßt. Viele Grüsse
Never
Nach oben
Never31 hat zum Thema: Re: Ist Alkohol das Problem - oder sind die Ursachen andere? geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Sonstiges zu Alkoholsucht und Selbsthilfe im Alkoholiker Forum Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3, 4  Weiter
Seite 1 von 4


Ähnliche Beiträge
Thema Forum
Keine neuen Beiträge Feierlichkeiten und Alkohol Erwachsene Kinder von Alkoholikern
Keine neuen Beiträge Türen öffnen, andere schließen Lebensgeschichten - Erfahrungsberichte - Das Leben nach dem Alkohol

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Meine gefähr. Liebe
Meine gefähr. Liebe
Alkoholdiagnostik
Alkoholdiagnostik
Soziale Phobie
Soziale Phobie
Alkohol
Alkohol
Alkoholkrankheit
Alkoholkrankheit


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Sitemap
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weihnachtsgeschenke

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de