| Viele Fragen - Chaos im Kopf • sooo viele Gedanken.... |
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Ayki79 Gast
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Verfasst am: 28.09.2006, 08:53 Titel: Re: Alkohol, Ehe, Kinder |
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Hallo,
für alle, die es interessiert:
Ich habe meinem Mann vor ca. 1 Woche ein Ultimatum gestellt, weil ich einfach nicht mehr so leben will! Entweder ein Leben mit seiner Familie ohne den Alkohol oder ein Leben mit Alkkohol ohne seine Familie. Er hätte bis zum 30. Oktober Zeit, sich darum zu kümmern, etwas zu unternehmen oder halt nicht. Seit 4 Tagen ist komplette Funkstille. Er hat sich nicht verabschiedet, er meldet sich nicht... kein Zeichen! Wie immer: Er rennt weg. Vor allen und auch vor sich selbst!! Und um sein Gewerbe kümmert er sich auch nicht! Seine Kinder ruft er auch nicht an, um ihnen wenigstens mal eine gute Nacht zu wünschen. Ich sage ihnen dann immer, der Papa ist am Arbeiten... Ich melde mich nicht bei ihm. Das steht 100%ig fest. Irgendwann wird er eh kommen, denn seine ganzen Sachen sind ja schließlich noch bei uns, und er braucht ja auch mal Wechselklamotten.
Denke, er wohnt zur Zeit "vorübergehen" (genauso wie letztes Jahr auch schon mal) bei seinem Bruder. Seine Schwester weiß bescheid, sie wollte mal mit ihren Eltern reden, denn die wissen gar nichts! Die wissen noch nicht einmal, dass er gekündigt hat! Ich weiß nicht, was er sich denkt - wahrscheinlich gar nichts!
Die Kündigung war meiner Meinung nach ein totaler Schnellschuss, um sich nicht seiner Alkohol-Problematik zu stellen, sondern sich schön in die Arbeit stürzen zu können. Für mich ist das alles nur noch reine Doofheit, denn er verbaut sich alle Chancen, die er hätte - ob privat oder beruflich! |
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| Ayki79 hat zum Thema: Re: Alkohol, Ehe, Kinder geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 28.09.2006, 23:10 Titel: Re: Alkohol, Ehe, Kinder |
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Hallo Ayki
Die jetzige Situation sehe ich genauso wie du und dein Ultimatum halte ich auch für angebracht. Deshalb von mir nur ein Rat, weiche nicht von deiner Vorgehensweise ab, sonst hast du gegen den Alkohol verloren.
Lieben Gruß
Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: Alkohol, Ehe, Kinder geschrieben
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Ayki79 Gast
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Verfasst am: 29.09.2006, 09:15 Titel: Re: Alkohol, Ehe, Kinder |
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Hallo Henri,
ich habe gestern mit meinem Mann telefoniert. Da er nach 4 Tagen doch wahrscheinlich auch mal Sehnsucht nach seinen Kindern hatte, hat er sich dann doch mal gemeldet... Das Gespräch war nicht gut - wie immer - ich hab geredet, gefragt etc. Ich musste ihm wie sonst auch - alles aus der Nase ziehen. Ich habe versucht, ihm keine Vorwürfe zu machen - was mir ehrlich sehr schwer fällt, weil ich so wütend bin!
Er hat mit der Diakonie telefoniert und denen sein Problem geschildert: Seine Frau und er hätten 2 unterschiedliche Meinungen über seinen Alkoholkonsum, und deshalb wäre die Ehe am Ende... Die haben ihn an die Caritas verwiesen, sagten, diese wären eher dafür zuständig. Die Frau von der Diakonie hat ihm einen Namen und eine Telefonnummer genannt, die er heute morgen anrufen solle - die wüßten dort schon bescheid... Hab mal gefragt, warum er denn überhaupt bei der Diakonie angerufen hätte. Er meinte, er wolle sich das doch mal anhören... Hab mir nur gedacht: Das kling ja sehr überzeugend... So kann er es auch direkt sein lassen.
Gestern Abend habe ich ihm dann noch eine Mail geschickt, in der ich geschrieben habe, dass eine Alkohol-Therapie, ein Entzug oder was auch immer unsere letzte Chance für diese Ehe sei. Und dass ich auch keine Kompromisse mehr eingehen würde. Er sagt immer: Wenn ich darauf eingehe, dann kommt die nächste „Bedingung“ und die nächste usw. Ich habe ihm geschrieben, dass er wissen würde, dass das Blödsinn ist! Das ist wie eine kindliche Reaktion, so vonwegen „Erpressen lasse ich mich nicht – ihr könnt mich alle mal – und tschüss!“ Ich würde ihn nicht erpressen und ich würde auch keine Bedingungen stellen. Es wäre seine Entscheidung! ICH möchte FÜR MICH normale familiäre Voraussetzungen schaffen, die hier einfach nicht herrschen, ICH möchte ein normales Leben führen, das nicht vom Alkohol regiert wird! Und für den Weg in ein trockenes Leben würde ich ihm hiermit das letzte Mal meine Hilfe, meine totale Rückendeckung und Unterstützung anbieten. Wenn er sich gegen eine Therapie entscheiden würde, dann wäre ich nicht mehr für ihn da, dann würde ich ihn fallen lassen - aus Liebe. Ich hätte Jahre gebraucht, um dies einzusehen. Aber es gäbe keine andere Möglichkeit.
Was DAS bedeutet „aus Liebe fallen lassen“ das würde er – wenn er jetzt nichts tut - erst hinterher verstehen (wenn überhaupt)! Wenn er irgendwann mal aufgewacht ist aus seiner eigenen Illusion, aus seinem Wunschbild, dass es auch mit Einschränken des Alkoholkonsums geht – doch dann wäre ich schon längst weg...
Nachher sehe ich ihn, weil er die Kinder abholt. Ich bin gespannt, aber ich weiß, ich werde hart bleiben... |
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| Ayki79 hat zum Thema: Re: Alkohol, Ehe, Kinder geschrieben
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funnie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.09.2006 Beiträge: 138 Wohnort: berlin
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Verfasst am: 29.09.2006, 10:04 Titel: Re: Alkohol, Ehe, Kinder |
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Hallo
Habe einen Mann der nach dem Trinken,wenn er einschläft 2-3 Std später immer aufsteht und fantasiert so ähnlich wie schlafwandeln und wenn er aufwacht nachdem ich ihn irgentwo in oder außerhalb der Wohnung gefunden habe nichts davon mitbekommen hat. Wer kann mir sagen was das für ein Zustand ist |
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| funnie hat zum Thema: Re: Alkohol, Ehe, Kinder geschrieben
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Diandra sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.03.2006 Beiträge: 2156 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: 29.09.2006, 10:19 Titel: Re: Alkohol, Ehe, Kinder |
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Hallo funnie,
es wäre besser, wenn Du einen eigenen Thread aufmachst, weil Deine Frage sonst ein wenig untergehen wird.
Leider kann ich Dir zu diesem Thema nichts sagen - ich habe so etwas noch nie miterleben müssen.
Hallo Ayki,
Du gehst sehr zielstrebig Deinen Weg *lächel* und dafür wünsche ich Dir alles Gute.
LG
Diandra |
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| Diandra hat zum Thema: Re: Alkohol, Ehe, Kinder geschrieben
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Ayki79 Gast
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Verfasst am: 29.09.2006, 21:58 Titel: Re: Alkohol, Ehe, Kinder |
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Hi Diandra,
zielstrebig gehe ich deshalb vor, weil es mir wegen seiner Krankheit schon viel zu schlecht ging/geht. Zu viele Jahre habe ich damit verbracht, unter dem Alkohol gelitten ohne Ende...
Jetzt, wo mein Mann nicht in unserer Wohnung wohnt, geht es mir eigentlich nicht schlecht - im Gegenteil. Ich atme abends tief durch und genieße die Ruhe, die Stille! Ich komme tagsüber mit meinen Kindern besser zurecht, ich bin ruhiger geworden und nicht mehr so nervös (hab vor 2 Wochen jeden Tag Baldrian genommen). Und hier zu Hause ist allgemein mehr Ruhe eingekehrt, denn mein Mann hat einfach Chaos in das Familienleben gebracht durch Unregelmäßigkeiten u. a.! Ich genieße es, im Wohnzimmer zu sitzen und seine stinkende Fahne nicht riechen zu müssen! Ich schaue mir Filme an, an denen ich mich einfach nur erfreue! Ich trinke Tee und ich bin zufrieden mit mir selbst - stehe voll hinter meiner Entscheidung! Es ist einfach zu viel passiert in den letzten Jahren - der Alkohol hat alles zwischen uns zerstört. Und ich bin nicht sicher, ob man das überhaupt jemals wieder gut machen kann - auch mit Therapie wird das sehr schwierig werden...
Heute war er hier und morgen sehe ich ihn auch wieder, weil er mit den Kindern etwas unternehmen möchte. Aber DAS REDEN, das hier wirklich mal dringend angebracht wäre - denn man kann doch nicht einfach immer wegrennen und mal hier, mal da die Kinder zum Spielen abholen - das verschiebt er immer schön auf "Morgen". Er möchte erst den Termin nächste Woche bei den Caritas abwarten (den hat er heute morgen vereinbart), denn jetzt wüßten "WIR" ja eh nicht, wie wir aus der ganzen Situation wieder rauskämen. Dazu habe ich nur gesagt, dass ICH es wüßte... und das ich das Gefühl hätte, er wüßte auch ganz genau, was er will: nämlich so weitermachen wie immer.... Mich hinhalten, mich mit Beratungsterminen "vertrösten" und den Alkoholkonsum "einschränken"... halt die selbe Leier wie immer! Da meinte er nur, das würde nicht stimmen! Aber ich glaube ihm kein Wort! Wie auch - zu oft hat er mich belogen!!!
Ich habe ihm ein Buch "Ich höre auf, ehrlich! Ein praktischer Ratgeber für Betroffene und Angehörige"
http://www.amazon.de/ehrlich-praktischer-Ratgeber-Betroffene-Angeh%f6rige/dp/3923614101/ref=sr_11_1/303-0656238-6524218?ie=UTF8
mitgegeben, dass ICH vor einem Jahr für ihn besorgen "SOLLTE" (wahrscheinlich so von wegen: wenn sie mir das Buch kauft, dann denkt sie, ich lese ist - und dann ist sie wenigstens still) eingepackt und ein paar Zeilen hinzugefügt:
"Vor einem Jahr hast du auch 4 Wochen nicht zu Hause gewohnt - und wofür? Damals hast du totalen Mist gebaut und obendrauf noch eine Affaire angefangen. Jetzt - ein Jahr später - stehen wir genau am gleichen Punkt, an dem wir vor einem Jahr waren. Vielleicht findest du ja dieses Mal eine besser Lösung, deine Probleme zu bewältigen, anstatt wegzurennen und sie zu betränken. Und vielleicht hilft dir das Buch ja bei deiner Entscheidung..."
Wenn es ihm wichtig ist, dann liest er es - wenn nicht, dann soll er es in den Papierkorb werfen. Er hat nicht mehr viel Zeit, um etwas zu unternehmen. Mein Ultimatum läuft am 31. Oktober ab...
Es könnte alles so einfach sein, wir hätten so viele Möglichkeiten - privat und auch beruflich - wieso macht er das alles kaputt und setzt alles aufs Spiel? Ich sehe, dass es ihm schlecht geht, schlechter als mir glaube ich. Sein Hautausschlag ist wieder aufgetreten - der kommt immer heraus, wenn er sich nicht wohlfühlt... Er muss einfach etwas tun!
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir das Forum sehr weiterhilft! Es unterstützt mich sehr dabei, stark zu bleiben und hinter meiner Entscheidung zu stehen. Und ich bin froh darüber, dass ich nicht ganz alleine mit meinen Sorgen und Problemen dastehe! Es gibt mir Kraft, das alles durchzustehen!
So, jetzt hab ich schon wieder viel zu viel geschrieben und mir fallen hier vor dem Bildschirm schon fast die Augen zu. Ich wünsche allen eine gute Nacht Bis morgen mal. |
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| Ayki79 hat zum Thema: Re: Alkohol, Ehe, Kinder geschrieben
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mimi neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.06.2006 Beiträge: 5
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Verfasst am: 29.09.2006, 23:33 Titel: Re: Alkohol, Ehe, Kinder |
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Liebe Ayki,
Dein Beitrag hat mich gerade sehr an meine Partnerschaft erinnert.
Ich glaube ich kenne Deine Situation sehr gut. Versprechen, Lügen, Versprechen, LÜGEN!
Wir haben auch zwei Kinder (1 Jahr und 4 Jahre). Im Mai diesen Jahres habe ich meinen Lebensgefährten vor die Tür gesetzt. Mir geht es seit dem von Woche zu
Woche besser, viel besser! Ich wollte Dir hier einfach mal ein bischen Mut
zusprechen das Du das richtige für Dich und Deine Kinder tust. Und
troztdem, ich wünsche euch auch von ganzem Herzen das er die Therapie doch noch macht, und Ihr dann "vielleicht wieder" ein Familie sein könnt.
Für mich wird es kein Zurück mehr geben. Manchmal geht einfach zu viel kaputt, manchmal werden Dinge gesagt und getan für die es keine Entschuldigung mehr gibt!
Alles Liebe,
Mimi |
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| mimi hat zum Thema: Re: Alkohol, Ehe, Kinder geschrieben
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Ayki79 Gast
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Verfasst am: 30.09.2006, 07:52 Titel: Re: Alkohol, Ehe, Kinder |
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Danke Mimi, für deine Antwort!
Ich weiß, dass ich für mich die richtige Entscheidung getroffen habe. Meine Kinder sind 2 und 4 Jahre alt, und ich denke jetzt nur noch an mich und an sie! Was er tut, ist ihm selbst überlassen, und dann wird man weitersehen.
Natürlich habe ich auch Angst, weil ich zur Zeit ja auch finanziell nicht auf eigenen Beinen stehe. Aber die Elternzeit ist im März rum, und dann werde ich hoffentlich schnell wieder arbeiten gehen können. Eine Festanstellung habe ich ja noch, trotzdem wird im Betrieb ganz schön abgebaut. Ich bin gespannt... Trotzdem bleibe ich nicht aus finanziellen Gründen sowie aus Angst vor Veränderung 50 Jahr mit einem Alkoholiker verheiratet! Das hält NIEMAND lange aus! |
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| Ayki79 hat zum Thema: Re: Alkohol, Ehe, Kinder geschrieben
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