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mit 16 einen entzug -.-

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Einsicht
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.10.2006
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 18.10.2006, 18:55    Titel: Re: mit 16 einen entzug -.- Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Blood feast,

Bin lange lesend und nachdenkend vor deinem Thread gesessen und hab mir überlegt was ich Dir mitgeben kann.

Kurze Zusammenfassung: ich bin Borderlinerin, diagnostiziert vor ca 6 Jahren und habe mir mit Alkohol so ziemlich jede Chance verbaut damit irgendwie klar zu kommen oder mein leben mit (!) dieser Krankheit in den Griff zu bekommen.

1. Ich habe geritzt.......es hat nichts genützt auf lange Sicht (das Gefühl der Erleichterung beim Ritzen kenn ich nur zu Gute....das sind 3 Sekunden; die damit verbundenen Erklärungen, die Scham über das Ritzen und das Unverständnis derer die nicht Wissen was da eigentlich abgeht..........das sind immer Wochen gewesen, bis ich anderen danach wieder in die augen schauen konnte). !!!destruktiv!!!
2. Ich habe 3 Suizidversuche hinter mir (die ich aus heutiger Sicht Gott sei Dank überlebt habe), die mich aber auch nicht wirklich weiter gebracht haben. !!!destruktiv!!!
3. Ich habe öfters meine gesammte Wohnung auseinander genommen...und wirklich in Einzelteile zerlegt.....es gab in der entsprechenden Sitauation für mich nichts anderes, so wie ich dort unter Strom stand. Wieviel Arbeit, Geld, Erklärungen etc. hat das gebraucht um wieder auf dem Stand von davor zu sein (bin ich gar nicht...vieles ist nicht ersetzbar Verlegen ) !!!destruktiv!!!
4. Schliesslich bin ich dann, um meine gefühle nicht mehr zu spüren, zum Alkohol übergegangen......mann, da ging der Schuss total nach hinten los. Das was sowieso durch die Borderliner Erkrankung an Sch.....Gefühlen vorhanden war, hat sich mit dem Alkohol total verstärkt.......ich bin immer aggressiver und depressiver geworden....na Glückwunsch.....noch ein grund mehr zu saufen.....und es ging mir dann noch beschissener....aber hallo noch ein grund zu saufen......und je weiter das ging, desto weniger hat mich irgendjemand verstanden....und wieder ein Grund (keiner versteht mich)......und die Scham vor meiner Umgebung ist immer grösser geworden....allso verstecken, isolieren und weitersaufen..........(ganz toll, wenn ich das selber hier so lese). Nachdem ich vor 2 Jahren meine Borderliner Therapie abgebrochen hatte (weil der Therapeut mich nicht verstanden hat Winken ), hatte ich dann vor ca einem halben Jahr beschlossen doch nochmal einen Anlauf bei ihm zu nehmen um auf die reihe zu kommen. Fragt der mich was meine Ziele sind, hab ich gemeint Ziel Nummer 1: weg vom Alkohol; woraufhin er meinte; unter den Umständen (mit den Alkoholmengen an Bord) gibt es keine Therapie, wenn ich ein halbes jahr lang trocken bin nimmt er mich auf, früher nicht!!! Na, und was soll ich sagen; Ich hab mir ein Herz gefasst und gefunden o.k. dann mach ich das halt für den.....ging komplett schief und ich hab nach 4 Wochen wieder angefangen....weil mir ja doch keiner hilft (kennst Du diese worte....hab ich auch bei Dir gelesen).

Na, lange Rede kurzer Sinn also hab ich wieder weitergemacht wie bisher, bis ich gemerkt habe,..............das hier, weg vom Alkohol muss ich ganz alleine für mich tun, egal was die anderen denken...ich brauch einen Arzt, ich brauch einen Therapeuten, ich brauche eine Entgiftung und ich muss für mich (und mein eigenes Kind Winken ) weg von diesen destruktiven Handlungen.

Ich bin noch nicht lange hier dabei und kann auch sicherlich keine Ratschläge geben wie man trocken wird, ich kann Dir nur sagen:
Tu´s für Dich, Du bist diejenige die ihr ganzes Leben mit Dir verbringen wird, Du musst mit Dir klarkommen, Du must Dich mögen und Du must mit Dir zufrieden sein.....und das geht unter Garantie nicht mit Alkohol.

Du hast jetzt eine Riesen Chance, auch wenn Du das jetzt vielleicht nicht so siehst, Du kannst jetz anfangen Dich auf die Reihe zu bekommen, etwas was viele hier, einschliesslich mir, erst mit 30, 40 oder 50 Jahren erkannt haben...es liegt noch alles vor Dir (mein gott wie altklug Mit den Augen rollen , ich lösch es aber trotzdem nicht, weil ich dahinter steh).

Ich habe Dir meine geschichte geschrieben, damit Du siehst, wie es schief gehen kann.....also ergreif die Chance....ich nehm sie mit 42.......nimm Du sie mit 16!

Lieben Gruss Lilli
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Einsicht hat zum Thema: Re: mit 16 einen entzug -.- geschrieben
blood feast
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 17.09.2006
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 18.10.2006, 22:19    Titel: Re: mit 16 einen entzug -.- Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi...

@annika: natürlich nehme ich mir eure worte zu herzen... ansonsten wär ich nicht hier! was würde es mir sonst bringen?! und ich denke, dass hast du mich schon mal gefragt! soll ich nun in jedem post schreiben, ich weiß, dass es euch auch Sche*** geht aber...
ich weiß, dass ich nicht die einzige person bin die es schwer im leben hat... aber ich habe diesen thread erstellt um mich hier etwas auszuschreiben... wenn ich so denken würde und mir immer sagen würde "ach, es gibt auch leute denen es noch schlechter geht" wo wär ich denn dann?! dann wär ich noch nicht mal auf die idee gekommen mir hilfe zu holen! dass es euch auch Sche*** geht tut mir ja auch leid, wenn ich aber in soeiner phase bin in der ich die gefühle nicht aushalte hilft mir das recht wenig ^^
und wenn ich mir eure worte noch nicht zu herzen genommen hätte, dann wär ich hier schon längst weg und wäre mich auch nicht um den entzug kümmern denke ich!

@Einsicht: bin dir sehr dankbar dafür, dass du dir die mühe gemacht hast mir das hier zu schreiben!!!
wow... davon trifft soviel auf mich zu und ich finde mich darin total wieder!
punkt 1 trifft vollkommen zu und der anfang von punkt 4 auch... es ist dann halt schwer in der nächsten scheiß situation nicht wieder zum alk zu greifen... so wie du es da geschrieben hast ist es bei mit auch...

ich weiß, dass ich jetzt eine riesen chance habe... und ich hoffe ich werd sie auch richtig nutzen.
ich schwanke halt immer zwischen "ja, ich nehme das alles jetzt in die hand und werde evt eine etwas normale zukunft haben" und "naja, was solls... leben will ich sowieso nicht mehr und da ich zu dumm bin mir das leben zu nehmen... erleb ichs halt in diesem zustand, so lässt es sich vielleicht leichter ertragen" ... aber ich denke, dass das an borderline liegt ^^ aber wie man sieht, schein der erste gedanke etwas stärker zu sein, denn ich kümmere mich ja schon darum und achte auch mehr aufs trinken als früher!
also... ich werde die chance auf jeden fall nutzen... nur macht mir diese borderlinestörung manchmal mit diesen gefühlen und so das alles dann nicht ganz so leicht und verwirrt mich etwas Winken

lg
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blood feast hat zum Thema: Re: mit 16 einen entzug -.- geschrieben
Einsicht
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.10.2006
Beiträge: 132

BeitragVerfasst am: 22.10.2006, 07:36    Titel: Re: mit 16 einen entzug -.- Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo blood feast,

Wie geht es Dir? Gibt es Neuigkeiten von deiner geplanten Therapie?

LG Lilli
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Einsicht hat zum Thema: Re: mit 16 einen entzug -.- geschrieben
blood feast
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 17.09.2006
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 23.10.2006, 12:38    Titel: Re: mit 16 einen entzug -.- Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

nein, leider nicht =/

mein thera ist nun erstmal weg... mal sehn wie die zeit so übersteh. bisher ist das noch nie gutgelaufen wenn wer weg war ^^ naja...

aber kommt es nicht komisch, wenn ich in eine psychiatrie für erwachsene borderlier geh?! ich mein ich bin erst 16...
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blood feast hat zum Thema: Re: mit 16 einen entzug -.- geschrieben
blood feast
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 17.09.2006
Beiträge: 38

BeitragVerfasst am: 26.10.2006, 11:41    Titel: Re: mit 16 einen entzug -.- Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Alkohol
ist ein hervorragendes
Lösungsmittel.

Er löst
Familien, Ehen,
Freundschaften,
Arbeitsverhältnisse,
Bankkonten,
Leber- und Gallezellen auf.

Er löst nur keine Probleme !

tja.... so ist es wohl.

ich glaub mehr wollt ich auch grad nicht sagen ^^ mir gehts letzte zeit ziemlich gut Smilie
ich trinke zwar noch regelmäßig, aber nicht soviel bis ich total zu bin... es ist schon etwas kontrollierter... ich denke, dass ist schon mal gut fürn anfang... und so geht es mir auch besser wies aussieht Smilie
lg
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blood feast hat zum Thema: Re: mit 16 einen entzug -.- geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 31612
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 26.10.2006, 12:46    Titel: Re: mit 16 einen entzug -.- Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo blood feast,

wir helfen Dir gern, wenn Du einen Weg aus dem Alkoholkonsum suchst, aber über kontrolliertes Trinken wollen wir hier nichts wissen.
Wir streben die Abstinenz an.

Das es in Deinem Alter noch andere Überlegungen gibt, kann ich verstehen. Ich war ja auch nicht anders, aber hier bitte nicht.
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Karsten hat zum Thema: Re: mit 16 einen entzug -.- geschrieben

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