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Kann mir jemand weiterhelfen?

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Arzt morgen...   •    Freundin  
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O.S.
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 13.09.2006
Beiträge: 93

BeitragVerfasst am: 13.09.2006, 23:10    Titel: Kann mir jemand weiterhelfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich weiß schon, dass ich ein Alkoholproblem habe.
Aber, wer kann mir helfen?
Was passiert, wenn ich es meinem Hausarzt sage?
Kann er mir helfen? Eine Einweisung in eine Klinik will ich nicht!!!!!!
Ich trinke nicht jeden Tag, kann auch tage- oder wochenlang trocken sein.
Desshalb fürchte ich den "kalten" Entzug auch nicht.
Eine Selbsthilfegruppe hier am Ort - ich schäme mich doch so.
Was würde mein Arzt machen? Kann er mir Medikamente verordnen, die mir helfen?

Was soll ich tun????

O.S.
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O.S. hat zum Thema: Kann mir jemand weiterhelfen? geschrieben
henri
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 1618

BeitragVerfasst am: 13.09.2006, 23:35    Titel: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo O.S. und herzlich willkommen

Eine Einweisung in eine Klinik setzt immer dein Einverständnis voraus. Wenn du wochenlang nüchtern bleiben kannst, dann ist sicher nicht notwendig, dass du in eine Klinik zum Entgiften gehst. Gegen Entzugserscheinungen gibt es Mittel. Da du aber damit keine Probleme hast, wirst du davon keine brauchen. Es gibt auch Mittel, die den Saufdruck vermindern helfen. Davon könnte dein Hausarzt dir verschreiben, aber irgendwann wirst du die absetzen müssen und es ohne sie schaffen.

Warum schämst du dich vor der Selbsthilfegruppe. Jeder, dem du da begegnest, hat das gleiche Problem wie du, vielleicht sogar ein noch größeres. Geh einfach mal hin, du hast nur solange Angst, bis du zum ersten Mal die Tür hinter dir zugemacht hast und im Gespräch mit denen bist. Es ist neben dem Forum, eine weitere große Hilfe, die du annehmen solltest.

LG Henri
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henri hat zum Thema: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? geschrieben
O.S.
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 13.09.2006
Beiträge: 93

BeitragVerfasst am: 13.09.2006, 23:55    Titel: Hilfe - Danke Henri Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke Henri,

für Deine schnelle Antwort.
Es beruhigt mich schon mal, dass ich nicht unbedingt in eine Klinik muß!
Wir wohnen in einem kleinen Ort.
Wenn ich zur SHG gehe, kriegen das auch andere Leute mit.
Das will ich nicht.
Ich hoffe darauf, dass ich hier Hilfe finde.Ich will es wirklich!

L.G.
O.S.
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O.S. hat zum Thema: Hilfe - Danke Henri geschrieben
Micha
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 18.07.2006
Beiträge: 4416

BeitragVerfasst am: 14.09.2006, 06:21    Titel: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo und willkommen O.S.,

ich konnte auch noch tage- und wochenlang ohne Alkohol auskommen. Dadurch täuschte ich mich über meine Abhängigkeit noch lange Zeit. Man denkt dann, dass es dann ja nicht so schlimm ist und zögert seine endgültige Entscheidzng hinaus, sich ganz von Alkohol zu befreien.

Aber das scheint ja gar nicht dein Problem zu sein. Du willst es wirklich, nur nicht in einer Klinik den Entzug machen.

Hier wird dir niemand zu einem kalten Entzug zu Hause raten, weil es zu gefährlich wäre. Wer soll für einen solchen Rat die Verantwortung übernehmen wenn etwas passiert. Und ich erlebe trockene Alkoholiker durchweg als verantwortungsbewusste Menschen.

Ich persönlich war nicht in einer Klinik zum Entzug. ich war schon körperlich clean, als ich hier auftauschte. Ich wusste von mir selbst, dass ich im Wesentlichen drei Tage nachts schwitzen würde und die nerven gelinde gesagt nicht zum besten stehen würden. Und so war es auch, vielleicht hatte ich nur Glück.

Aber gerade wenn du meinst, es wäre nicht so schlimm, würde ich auch auf Medikamente verzichten. Ich halte von Selbstmedikation überhaupt nichts. dann schau dir ruhig an, was der austretende Alkohol mit dir macht, ohne Linderung.

Aber das ist wirklich nur meine persönliche Meinung.

Was kannst du tun?
Pack' es schnell an. Heute. Und bleib' hier im Forum um zu berichten wie es dir geht. Mach' einen eigenen Thread auf, wo du weiter fragen kannst und berichten. Hier findest du kompetente Ansprechpartner.

Was deine Scham anbelangt: die wirst du überwinden müssen. Aber nicht am ersten Tag. Aber du wirst lernen müssen, zu deiner Krankheit zu stehen. Das braucht Zeit.

Ich bin jetzt drei Monate trocken und bin gerade dabei. Es ist ein Prozess, den man durchmacht und es ist möglich.


Ich wünsch' dir weiterhin alles Gute. Pack' es an, es lohnt wirklich. Hier bist du richtig ...


Micha
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Micha hat zum Thema: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? geschrieben
Lilly12
Gast






BeitragVerfasst am: 14.09.2006, 07:08    Titel: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

O.S. hat Folgendes geschrieben:
Ich weiß schon, dass ich ein Alkoholproblem habe.
Aber, wer kann mir helfen?
Was passiert, wenn ich es meinem Hausarzt sage?
Kann er mir helfen? Eine Einweisung in eine Klinik will ich nicht!!!!!!

Eine Selbsthilfegruppe hier am Ort - ich schäme mich doch so.
Was würde mein Arzt machen? Kann er mir Medikamente verordnen, die mir helfen?

Was soll ich tun????

O.S.


Hallo O.S.
Wenn Du es Deinem Hausarzt sagst, wird er versuchen, Dir weiterzuhelfen. Da vielleicht eine Entgiftung im KH nicht nötig sein wird, kannst Du eventuell eine ambulante Entgiftung mit Unterstützung Deines Hausarztes machen.
Du solltest auch einen Termin mit der Suchtberatung machen, sich dort zu besprechen, wie es weitergehen soll, kann nur von Vorteil sein.
Viele hier besuchen auch eine SHG und es hilft ihnen sehr, trocken zu bleiben. Zum Trockenbleiben braucht man einen festen Willen und man wird immer daran arbeiten müssen. Es wird auch schlechte Tage geben, die man aushalten muss, dann kann eine Gruppe von Vorteil sein, wo man hingehen kann und reden. Denn dort sind Betroffene, die alle das gleiche Problem haben, sie können Dich am besten verstehen.

Das Du Dich schämst, ist für mich verständlich. Mir ging es auch so, aber das kann man überwinden, lies Dich doch hier mal durchs Forum, besonders die Threads von helinak und lucky finde ich sehr gut, weil sie aufzeigen, wie man seinen Weg gehen kann, da war auch Anfangs Scham im Spiel. Angst, sich jemanden anzuvertauen. Auch sonst kannst Du hier im Forum viel darüber lesen, die beiden sind nur 2 Beispiele für einen Weg.
Es gibt allerdings grundsätzlich keinen Grund, sich für unsere Krankheit zu schämen, Alkoholismus ist eine weitverbreitete Suchterkrankung, für die man sich nicht zu schämen braucht. Es kann jeden treffen, ich denke, niemand ist vollkommen davor gefeit. Das hat nichts mit Schwäche zu tun.
Ich bin der Meinung, sich keine Hilfe zu holen, ist viel eher ein Zeichen von Schwäche, aber sich mit dieser Krankheit NICHT abzufinden, das ist für mich ein Zeichen von Stärke und Mut.
Ich habe viele Jahre verloren, weil ich mich zu sehr geschämt habe, mir helfen zu lassen, das bereue ich heute sehr. Darum kann ich Dir nur raten, warte nicht zu lange, Du verschenkst wertvolle Lebenszeit an den Alkohol, die gibt Dir niemand zurück.

Magst Du mal Dein Trinkverhalten schildern? Wann Du trinkt, welche Mengen etc. Dann könnte man vielleicht besser beurteilen, wie tief Du da drin steckst und ob eine ambulante Therapie noch gehen würde.

Lieben Gruß
Die Lilly
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Lilly12 hat zum Thema: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? geschrieben
O.S.
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 13.09.2006
Beiträge: 93

BeitragVerfasst am: 14.09.2006, 22:38    Titel: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Henry, Micha und Lilly!

Vielen Dank für Eure ermutigenden Antworten! Ihr nehmt mich ernst, danke.

Zunächst halte ich fest:
Ich werde in keine Klinik gehen
Ich werde keine Medikamente brauchen.
Deshalb brauche ich mich auch nicht meinem Hausarzt zu offenbaren!
In eine SHG möchte ich auch nicht gehen, weil ich fürchte, dass das in meinem Wohnort nicht unentdeckt bleibt.

Ihr möchtet mehr von mir wissen - mein Trinkverhalten etc.
Ist schon klar, nur so kann es gehen. Will ich ja auch!
Nur möchte ich mich nicht im öffentlichen Bereich dieses Forums so äußern.
Deshalb habe ich heute einen erweiterten Zugang beantragt.

Ich möchte mich ein bißchen durchlesen durch's Forum, wahrscheinlich erhalte ich schon auf diesem Weg viele Antworten.

Und ich werde mich wieder melden und fragen. Weil - es muß ein Ende damit haben!!!! Bitte, helft mir.

L.G.
O.S.
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O.S. hat zum Thema: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? geschrieben
maria44
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.03.2006
Beiträge: 2106
Alter: 48

BeitragVerfasst am: 15.09.2006, 05:22    Titel: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo O.S.

den Weg den Du gehen willst, gehe ich seit über sechs Monten mit Hilfe von diesem Forum, wenn Du den starken Willen hast und das liest man, kannst auch Du durch ständige Arbeit an Dir es schaffen.

Dazu wünsche ich Dir viel Kraft und liebe Grüße!!!!
Maria
____

Achte auf Deine Gedanken! Sie sind der Anfang Deiner Taten.
Chinesische Weisheit
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maria44 hat zum Thema: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? geschrieben
paula06
Gast






BeitragVerfasst am: 15.09.2006, 08:25    Titel: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo O.S.!
Ich versuche auf die gleiche Art trocken zu werden, wie Du.
Ich muß allerdings sagen, dass ich vor ca. 2 Wochen auch eien Rückfall hatte.
Wenn man nicht mit schwerwiegenden körperlichen Entzugserscheinungen kämpfen muß hat man immer noch genug damit zu tun sich abzulenken, zu beschäftigen und manchmal hart mit sich ins Gericht zu gehen. Bin erst bei Tag 12, aber es ist toll, wenn man jede Minute des Tages "mit sich rechnen" kann und nicht benebelt ist!
VERSUCH ES!!!!! Sehr glücklich
LG
paula
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paula06 hat zum Thema: Re: Kann mir jemand weiterhelfen? geschrieben

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