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was soll ich machen?

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mein erster besuch in der selbsthilfegruppe   •    6 Wochen ohne Alkohol  
Autor Nachricht
Anja33
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 12.09.2006, 21:45    Titel: was soll ich machen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo! war schon ewig nicht mehr auf dieser seite...dachte ich brauch das nicht mehr...haha.
Ich hab alles gemacht SHG. Beratung und hab doch wieder alles abgebrochen....
Ich war vielleicht grad mal 4 Wochen trocken...
hatte allen alles "gebeichtet" und um Hilfe gebeten und doch schauen alle in der Familie weg. Mein Mann schleppt wieder Alkohol an...ich trink es heimlich weg...und er sagt nichts...ich bin bei Feiern betrunken und Niemand sagt was...ich brauche Hilfe und Niemand hilft mir...jeden Tag bin ich allein und Niemand fragt danach wie es mir geht.
Ich weiß, ich brauche Hilfe, aber ich weiß einfach nicht wie ich das bewerkstelligen soll mit den Kindern usw.....
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Anja33 hat zum Thema: was soll ich machen? geschrieben
Gabriele
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 02.09.2006
Beiträge: 10

BeitragVerfasst am: 12.09.2006, 22:04    Titel: Re: was soll ich machen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Anja,
das was du schreibst haut mich ja fast um. Ich selber bin Anfang August zum Entzug gegangen und seit her habe ich nichts mehr getrunken. Ich warte jetzt auf eine Langzeitteraphie. Auch ich habe davor meine Familie und meine besten Freunde informiert, weil ich mir dachte, dass die Chance dann größer ist durchzuhalten. Bei dir scheint aber das nicht gerade der Fall zu sein. Du musst deiner Familie, vor allem deinem Mann klar machen, das du sie als Unterstützung brauchst und nicht jemanden, der nur wegschaut oder sogar dir den Alk noch besorgt. Du brauchst die Hilfe von deiner Familie und du brauchst professionelle Hilfe. Denke doch auch mal über eine Langzeit nach.
Du hast auch Kinder? Wie ist es denn für dich wenn du beim trinken an sie denkst?? Was für eine Mutter möchtest du ihnen bieten? Ich selber habe eine 9 jährige Tochter. Und erst nach vielen Jahren Alkoholmißbrauch habe ich angefangen darüber nach zudenken, dass meine Tochter mich noch lange brauchen wird und dass nüchtern.
Nimm jede Hilfe an die dir geboten wird.
Ich wünsch dir alles Gute und vor allem einen starken Willen
Liebe Grüße Gabi
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Gabriele hat zum Thema: Re: was soll ich machen? geschrieben
Anja33
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 12.09.2006, 22:29    Titel: Re: was soll ich machen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hey gabriele...
leider ist es bei mir etwas problematisch...
mein problem hat mit depressionen angefangen...die hab ich ertränkt..mein mann ist fernfahrer..meine tochter (5 jahre) autistisch..und wir haben noch einen kleinen sohn (3jahre)...gerade ein haus gekauft usw.
Ich kann aus meiner Verantwortung nicht raus...wer soll sich kümmern? Familie die helfen würde, gibt es nicht, dann wäre es vielleicht nicht so weit gekommen....
Ich mag es auch nicht eingestehen, dass ich versagt habe...so wie die meisten sagen "ander Frauen schaffen das doch auch"...Ich schäme mich. dass ich so schrecklich schwach bin...Ich kann auch nicht mal eben so weg...
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Anja33 hat zum Thema: Re: was soll ich machen? geschrieben
henri
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 1618

BeitragVerfasst am: 12.09.2006, 23:09    Titel: Re: was soll ich machen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Anja

Als erstes machst du deinem Mann in aller Deutlichkeit klar, dass der Alkohol aus dem Haus bleibt. Entweder will er Alkohol im Haus haben, muss aber dann damit rechnen, dass du ständig betrunken bist oder er lässt ihn aus dem Haus und gibt dir dadurch eine Chance, trocken zu werden. Beides kann er nicht haben.

Als zweites erwarte keine Hilfe von anderen Leuten. Du bist die Einzige, die dir helfen kann und andere Leute können auch keine Verantwortung für dich übernehmen.

Als drittes, du hast vier Wochen geschafft, hast also bewiesen, dass du es kannst. Warum hast du es abgebrochen? Versuche es doch noch einmal, trau dir das zu, du kannst es schaffen.

Wenn du es nicht alleine schaffst, dann hol dir Hilfe. Selbst wenn du eine stationäre Therapie machst, wird für die Kinder gesorgt werden. Mach dir einfach bewusst, solange du trinkst, haben die Kinder nichts von ihrer Mutter. Also ist es besser, einmalig einige Wochen weg zu sein, als dass die Kinder die nächsten Jahre kaum etwas von ihrer Mutter haben. Aber letztlich tust du es nicht für die Kinder, sondern für dich und dir wird es danach besser gehen.

Lieben Gruß
Henri
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henri hat zum Thema: Re: was soll ich machen? geschrieben
Anja33
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 12.09.2006, 23:25    Titel: Re: was soll ich machen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

danke henri,
das sind alles Sachen, die mir vollkommen bewusst sind.
Das letzte, was ich für meine Kinder will. ist das sie eine Mutter haben, die ständig betrunken ist. Das habe ich selbst erlebt.
Bloß leider hab ich nicht gewußt, was auf mich zukommt...mit einem kranken Kind...einem Mann der nie da ist..mit dem ganzen Theater hier..mit dem ewigen allein sein...mit dem Gefühl Du musst immer nur funktioniern und bist nicht mehr Du selbst...keine Ahnung ob das überhaupt Jemand verstehen kann.
Ich weiß ja auch genau was mein Problem ist...aber ich weiß auch ich kann das unter den Umständen hier nicht schaffen. Ich muss dann leider wirklich weg..nicht erst wochenlang auf eine Therpie warten...sondern sofort...Ich weiß auch irgendwann verliere ich die Kontrolle und dann wird es so sein. Ich bin schon ein paar Mal abgestürzt, deshalb verstehe ich auch nicht das das keiner sieht, was hier abgeht...
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Anja33 hat zum Thema: Re: was soll ich machen? geschrieben
Inseläffchen
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.03.2006
Beiträge: 2225
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 13.09.2006, 12:08    Titel: Re: was soll ich machen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Anja,

Zitat:
mit dem Gefühl Du musst immer nur funktioniern und bist nicht mehr Du selbst


Ja, das Gefühl kenne ich. Ich habe zwar nur einen Sohn und er ist zum Glück auch gesund, aber Tatsache ist nun mal, dass ich ihm jetzt wo ich trocken bin, eine bessere Mutter bin.
Ich bin auch alleine...gehe arbeiten....kümmere mich um meinen Sohn und fühle mich oft einsam.
Allerdings kann ich jetzt langsam aber sicher aus meinem Schneckenhaus herauskommen. Nüchtern geht alles besser.

Du findest Ausreden, um nicht aufzuhören. Ja, Du hast es nicht leicht, aber glaube mir bitte, dass Du's nicht bereuen wirst, von dem Sehr böse Alkohol wegzukommen. Du hast es schon mal 4 Wochen geschafft. Erinnerst Du Dich, wie gut es Dir da ging? Wie klar Du warst und wieviel besser Du für Deine Kinder da sein konntest.
Geh' zum Arzt und nimm alle Hilfe an, die angeboten wird. Du und Deine Kinder werden es Dir danken.

Andere haben es sicher schon gemerkt, aber sie sagen halt nichts (nur hinter Deinem Rücken). Deinem Mann musst Du in aller Deutlichkeit sagen, dass das Haus alkoholfrei bleiben muss!!!!

Ich wünsche Dir viel Kraft.

LG
Inseläffchen
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Inseläffchen hat zum Thema: Re: was soll ich machen? geschrieben
hexe
Gast






BeitragVerfasst am: 13.09.2006, 12:44    Titel: Re: was soll ich machen? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Anja,
wenn Du an Deine Kinder denkst, dann müßte Dir eigentlich der Absprung gelingen. Sie sind das schönste und wertvollste was Du hast.
Ich habe das erst gemerkt als meine Tochter mir gesagt hat, dass sie viel zu früh (bereits mit 8 Jahren) Verantwortung übernehmen musste-sich für mich und mein Wohlergehen zuständig fühlte- Angst hatte, dass es an ihr liegen würde, etc.

Trotzdem habe ich munter weiter gemacht bis sie sich und die ganze Familie endgültig von mir abgewandt haben.
Auf mein besoffenes Elend reagierten sie nur noch mit Achselzucken-sie redeten nicht mehr wie früher geduldig auf mich ein- die mitleidigen Sorgenfalten auf ihrer Stirn, die ich so dringend brauchte um weitersaufen zu können sind verschwunden-was bleibt sind Wut,Agression und Ablehnung.

Als sie gingen stieß ich gewaltsam auf den Punkt der Entscheidung, an dem ich meine Süchtigkeit nicht mehr wie bisher beliebig laufenlassen konnte.

Seitdem lebe ich ohne Alkohol mit allen Aufs und Abs.

Geht es Dir wirklich um Dich und die Kinder, so wirst auch Du zu der Erkenntnis kommen, dass etwas passieren muss.

Schaffe Dir eine alkoholfreie Umgebung und beschäftige Dich täglich mit dem Thema: Ohne den Alkohol geht alles viel besser.

LG
Claudi
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hexe hat zum Thema: Re: was soll ich machen? geschrieben
Anja33
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.01.2006
Beiträge: 23

BeitragVerfasst am: 21.09.2006, 12:24    Titel: hallo Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke für Euro Antworten.
Habe erstmal ein paar Tage gebraucht um nachzudenken, geht in nüchternem Zustand doch besser.

Ihr habt natürlich Recht mit dem was ihr sagt, ich muss in erster Linie an mich und meine Kinder denken.
Das werde ich jetzt auch tun.
Hab jetzt den dritten Tag ohne und bin entschlossen nichts mehr zu trinken.
Mein Mann ist noch unterwegs, habe aber erstmal mit meiner Schwester gesprochen, die mir sehr nahe steht und auch das Problem kennt. D.h. ich hab ihr gesagt, dass ich wieder so viel trinke, was sie auch nicht wusste.
Überlege noch ob ich zum Arzt gehe und eventuell nochmal eine andere Beratungsstelle aufsuche, bei der Beratung im Frühjahr war ich eher abgeschreckt.
Es muss ja auch noch andere geben....
Wenn die Entzugserscheinungen zu schlimm werden, gehe ich sofort zum Arzt, habe auch meiner Schwester gesagt, dass ich sie notfalls anrufe, wegen den Kinder usw.
Eure Berichte, die ich in letzter Zeit gelesen habe, wegen dem kalten Entzug und den Gefahren, haben wir ganz schön Angst gemacht.
Bis auf die innere Unruhe, habe ich aber bisher noch nichts gemerkt, ich hoffe es bleibt so.
Schwierig wird das Wochenende, ich werde versuchen, nochmal mit meinem Mann zu sprechen.
Lieben Gruß
Anja
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Anja33 hat zum Thema: hallo geschrieben

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