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exydoz
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 08.09.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 08.09.2006, 10:19    Titel: Brauche Hilfe und Informationen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo

Eine sehr gute Freundin hat ein großes Problem mit ihren Eltern, welche seit 30 Jahren Alkoholiker sind.

Sie selber wohnt bereits bei ihrer älteren Schwester, die Mutter ist seit über einem Jahr wieder halbwegs "clean", das Problem liegt jedoch bei ihrem Vater.

Auf Grund des starken Alkoholmissbrauchs, leidet er unter starker Unzuverlässigkeit bzw. Amnestesie! Ein Therapieplatz war bereits für ihn in Sicht, welchen er jedoch nicht genutzt hat, da er sich einen Tag später, nachdem man mit ihm drüber geredet hat, an nichts mehr erinnern konnte.

Da meine Freundin selber erst 14 (ich 15), wissen wir nicht was auf dem Gebiet möglich ist, was von Krankenkassen oder ähnlichem übernommen wird usw.

Sie will ihrem Vater jedoch unbedingt helfen, da sie weiss das er sich auf kurz oder lang mit seiner Sucht den tot holt.. Weinen



Deshalb wollte ich mich informieren, was für möglichkeiten es gibt, wer wobei die Kosten übernimmt und wie es aussieht, ob es eine Art "Zwangsentzugsklinik" gibt, wo er auch ohne sein Einverständniss hin MUSS (!), da wir wissen, das er es selber nicht schaffen kann.
Wir waren bereits mehrfach bei der Caritas in unserer Nähe um uns zu informieren, jedoch konnte/hat man uns dort nicht wirklich weitergeholfen.


Ich würde mich sehr über Informationen und Hilfe freuen.
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exydoz hat zum Thema: Brauche Hilfe und Informationen geschrieben
Whitewolf
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 03.09.2006
Beiträge: 1204
Alter: 44
Wohnort: Homburg/Saar

BeitragVerfasst am: 09.09.2006, 08:59    Titel: Re: Brauche Hilfe und Informationen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Exydoz,



Es ist natürlich gut und auch verständlich, das Du Dir über Deine Freundin Sorgen machst. Du musst Dir allerdings , trotz Deines Dranges danach Ihr zu helfen, darüber klar sein, das Du als Nichtfamilienmitglied höchstens eine unterstützende Rolle einnehmen kannst. Du kannst ihr helfen indem Du dabei mitwirkst ,das Sie das Verhaltensmuster Ihrer Eltern nicht übernimmt, und selber anfängt zu trinken.


Deine Freundin ist diejenige die sich darüber informieren kann, was Sie zu Ihrem Schutz unternehmen kann. Ich könnte mir vorstellen das Sie die falschen Fragen gestellt hat, denn ich denke schon das es in den Beratungsstellen ein offenes Ohr für eine 14jährige gibt, deren Eltern schon so lange trinken. Die Geschichte mit der Zwangsentzugsklinik könnt ihr Euch aus dem Kopf schlagen, in erster Linie liegt es an jedem selber ob er sich in Behandlung begibt. Wenn Sie mit diesem Anliegen in eine Beratungsstelle geht erntet Sie wahrscheinlich nur Kopfschütteln.


Also Deine Freundin ist diejenige die sich als direkt Betroffene ( dazu gehörst Du nicht) um eine Beratung bemühen sollte. Ich hoffe das hilft Dir etwas weiter....Gruss
Whitewolf
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Whitewolf hat zum Thema: Re: Brauche Hilfe und Informationen geschrieben
henri
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 1618

BeitragVerfasst am: 10.09.2006, 16:19    Titel: Re: Brauche Hilfe und Informationen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo exydoz

Zur Kostenübernahme: Die Entgiftung übernimmt die Krankenkasse und die anschließende Therapie die Deutsche Rentenversicherung (vormals BfA, LVA usw.). In Sonderfällen kann auch die Sozialhilfe die Kosten übernehmen. Der Antrag für die Therapie wird bei der Caritas gestellt. Die klären auch, wer die Kosten übernimmt. Deshalb ist mir nicht klar, warum deine Freundin dort keine Auskunft bekommen hat. Entweder gibt es Schwierigkeiten, weil ihr Vater keinen Versicherungsschutz mehr hat oder sie hat nur mit einem Vertreter und nicht mit dem Sachbearbeiter bei der Caritas gesprochen.

Ein Zwangsentzug direkt gibt es nicht. Wenn er auf Grund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen kann, dann kann ein Betreuer für ihn bestellt werden. Ganz einfach ist es auch dann nicht, aber gibt es doch die Möglichkeit ihn in eine Klinik einzuweisen. Solange er aber nicht selbst mit trinken aufhören will, wird keine Maßnahme etwas bringen, da er danach doch wieder mit seiner alten Verhaltensweise weitermachen wird.

Lieben Gruß
Henri
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henri hat zum Thema: Re: Brauche Hilfe und Informationen geschrieben

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