| Ist es schon so weit? • Einsamkeit |
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Annika sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.12.2005 Beiträge: 3847 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 05.09.2006, 19:32 Titel: re |
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Hallo,
ich bitte nicht zu vergessen, dass auch wir hier alle Alkoholiker sind.
Wir Moderatoren z.B. müssen manchmal 10 mal am Tag das gleiche schreiben. Auf jeden einzelnen bezogen zwar, aber es sind auch immer wieder Standard Antworten. Hausarzt, Entzug etc.
Wir tun das gerne und in der Hoffnung, dass von den vielen vielen Menschen die sich hier anmelden einer wirklich Hilfe sucht und dauerhaft trocken bleibt.
Wir geben uns Mühe zu Erkennen wann Zuspruch nötig ist und wann mal ein verbaler Tritt in den Allerwertesten.
Ein künstlicher Tonfall fällt mir nicht auf.
Ich bitte zu bedenken dass das nur geschriebene Wort anders rüber kommen mag, weil die Gestiken und dass sich in die Augen sehen dabei fehlt.
Eine Kritik am Stil des Forums kann ich daher nicht verstehen.
Lieben Gruß Annika |
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| Annika hat zum Thema: re geschrieben
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sophia Gast
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Verfasst am: 05.09.2006, 19:35 Titel: Re: Trockenrausch |
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| Hallo Hexe, wann warst Du bei einer selbsthilfegruppe? |
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| sophia hat zum Thema: Re: Trockenrausch geschrieben
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marie_on45 Gast
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Verfasst am: 05.09.2006, 20:49 Titel: Re: Trockenrausch |
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hallo annika
aus welchen meiner worte - die da lauten
| Zitat: | | ich meine nicht den inhalt - der ist genau richtig und es gibt nunmal nur einen weg aus der sucht - nein was mir sehr "künstlich" vorkommt ist die art hier wie einige nach kurzer zeit in den selben tonfall übergehen. das fällt mir auf - das nehm ich hin - und gut is - denn es hilft ja anscheinend einigen. |
liest du kritik am forumsstil ??
ich bin in einigen foren aktiv und habe lediglich geschrieben was mir hier auffällt - darin steckt weder eine wertung noch eine kritik meinerseits.
lg.
marie |
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| marie_on45 hat zum Thema: Re: Trockenrausch geschrieben
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0prozent neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 19.07.2006 Beiträge: 41
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Verfasst am: 06.09.2006, 11:22 Titel: Re: Trockenrausch |
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Hallo Hexe,
ich kann deinen Missmut verstehen, die Isolation, die Einsamkeit, die offenen Fragen, bester Freund Alk weg etc etc. das zermürbt einen am Anfang - wobei noch nicht einmal am Anfang, denn da ist ja der Entschluss vorhanden und die Euphorie noch groß. Die richtig fiesen Gefühle und Gedanken kommen erst so nach 14 Tagen.
Karsten ist einfach 'straight' und er sagt auch keinem "so und so läuft es, oder du kippst wieder um", ganz im Gegenteil, da müsstest du mal in Gruppen gehen, da würdest du mal erleben was es wirklich für Prediger gibt die zB sagen, ohne Therapie und 2 x die Woche Gruppe kommt man die raus etc. sowas trifft zB nicht auf Karsten zu, er hat es ohne Gruppen geschafft und er "predigt" zB, dass jeder seinen eigenen Weg hat. Das müsstest du eigenlich gelesen haben.
Und was deine Einsamkeit angeht, so frage ich mich wirklich, was sind denn schon 4-8 Monate Einsamkeit, in denen man vielleicht nach der Arbeit nur zuhause rumhockt, mal grübelt, viele Notizen macht, sich jeden morgen freut, wieder einen Tag geschafft zu haben und sich nach und nach fragt, welche Alternativen bestehen? Klar nervt das irgendwann, man fühlt sich eingeschlossen, würde am WE lieber mal wieder weggehen. Man denkt, das wird einem verboten. Und ich kann es nur allzugut nachvollziehen wenn der Ärger innerlich immer größer wird.
Fakt ist aber, dass wir krank sind und ich hoffe sehr, dass du standhaft bleibst und hier im Forum einfach nur das rausziehst was für dich am wichtigsten ist, keiner hat hier ein Patentrezept.
Ich bin oft an der Einsamkeit gescheitert, aber irgendwie lernt man auch von Rückfall zu Rückfall daraus, dass es gar keine Einsamkeit gibt. Ich finde, die entsteht erst, wenn man sich mit Verboten zukleistert. Es ist doch eher eine Neuordnung. |
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| 0prozent hat zum Thema: Re: Trockenrausch geschrieben
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ABC Gast
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Verfasst am: 06.09.2006, 13:57 Titel: Re: Trockenrausch |
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Als Co-alkoholikerin bin ich unendlich dankbar, daß es dieses Forum gibt. Es hat mir in der kurzer Zeit , wo ich hier mitlese, die Augen geöffnet und mich sensibilisiert.
Nicht jeder Stil ist jedem angenehm; aber ich bin dankbar für die Offenheit mit der Karsten seine persönlichen Überzeugungen und Erkenntnissen darstellt; keine Weichspülerei, kein Kleinreden und Beschönigen von Problemen, sondern KLARTEXT.
Das ist nötig, da es zum Nachdenken anregt und vielleicht doch am Wesentlichsten dazu beiträgt, den Weg in eine bessere Zukunft zu ermöglichen.
Bezüglich des Problems "Einsamkeit". Jeder Mensch, auch der Kontaktfreudigste, ist in gewisser Weise einsam, muß mit sich allein zurecht kommen, mit seinen guten und schlechten Seiten; erst dann würde ich meinen ist er gemeinschaft- und partnerfähig.
Ich denke, daß der Alkohol nur zum Schein und nur kurze Zeit dazu taugt ein Gefühl der Gemeinschaft und des gegenseitigen Verständnis hervorzurufen. Der Fall ins tiefe Loch der als Qual empfundenen Einsamkeit ist dann umso größer.
So wie ich als Co-alkoholikerin mich mehr oder weniger freiwillig (eher weniger freiwillig) in die Isolation begeben habe und diese nun gezielt aufbreche, alte Kontakte wieder aufleben lassen und Unternehmungen, die MIR etwas bedeuten, durchführe, so muß wohl jeder ehemaliger Alkoholkranke sich wieder sehr bewußt um den Aufbau eines Bekannten- und Freundeskreises bemühen. Das bedeutet nicht nur Nehmen, sondern auch Geben; nicht nur Reden, Schwadronieren, sondern auch Zuhören, nicht nur von anderen etwas Fordern, sondern auch bereit zu sein, auf andere und auf ihre Probleme einzugehen.
Etwas was ich aus meinen Erfahrungen mit meinem alkoholkranken Mann als Resümee für mich jetzt klar erkenne nie seine Stärke war, auch nicht in den Jahren vor seinem nun krankhaften Alkoholkonsum, und in seinem jetzigen Zustand eine absolute Unmöglichkeit. Der Alkoliker liebt seinen Alkohol und nicht die ihn umgebenden Menschen; er liebt die Anwesenheit von Menschen, die ihm das trügerische Gefühl geben, nicht allein zu sein; aber von einer echten Kommunikation kann meiner Erfahrung nach nicht die Rede sein.
Aber, wie gesagt, jeder Mensch, ob krank oder gesund, muß in Beziehungen und Freundschaften Zeit und Bemühen investieren. Ohne das wird es nicht gehen. Ob das nun virtuelle Kommunikationen über Foren sind oder reale Begegnungen - beide haben ihre Berechtigung und vermögen sehr befriedigend erfolgen oder eben unbefriedigend - Hier ist der einzelne Mensch schon selbst dafür verantwortlich. |
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| ABC hat zum Thema: Re: Trockenrausch geschrieben
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