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Der Alkohol, mein Mann und ich

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MamaB
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 30.08.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 30.08.2006, 22:41    Titel: Der Alkohol, mein Mann und ich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo und guten Abend alle zusammen. Ich bin heute auf dieses Forum gestoßen und habe mir schon sehr viele Beiträge von Euch durchgelesen.
In vielen erkenne ich mich, bzw. uns, wieder.
Ich würde Euch gerne auch meine Geschichte erzählen und hoffe jetzt schon auf Antworten von Euch.

Ich komme aus einer sehr intakten, liebevollen Familie und bin 28 Jahre alt.
Mit alkoholkranken Menschen bin ich eigentlich aufgewachsen -teils, ohne es zu wissen, aber zu ahnen.

Meine Oma ist ein sehr agressiver Alkoholtyp. Sie wird ausfällig und beleidigend, gemein und rücksichtslos. Seit 2 Jahren, nachdem sie mich, meinen Mann, meinen Vater und dessen neue Lebensgefährtin auf's böseste beschimpft hat, ist von meiner Seite aus Funkstille.
Sie hat uns in der Kindheit und Jugend sogar fast jedes Weihnachten versaut! Ich vermisse sie nichtmal, mir ist es egal, wie's ihr geht.

Vor ca. 15 Jahren habe ich meinen Vater mal auf meine Mutter angesprochen, ob er nicht meint, dass sie zu viel trinkt. Er ist auf dieses Gespräch damals eigentlich gar nicht eingegangen.
Ich habe mich mit diesem Leben arangiert. Wenn ich gemerkt habe, dass sie zu viel hat und gemein wird, hab ich mich zurückgezogen.
Im Lauf der Jahre hab ich bei meinem Dad noch einen Versuch gestartet, aber es kam nur ein: "So ist sie halt" und Punkt.
Auf die Frage von mir: "Ja, willst Du ihr denn nicht helfen? Unsere Ma hat ein Problem!" kam nur, ich solle das nicht dramatisieren!
Tja, vor 4 Jahren ist sie im Alter von 49 Jahren gestorben, ihr Körper wollte nicht mehr.
Im nachhinein habe ich noch ein Gespräch mit Dad geführt. Er hat mich um Verzeihung gebeten und sie auch. Er wollte nicht, dass schlecht von ihr geredet oder gedacht wurde.
Trotz allem, sie war die beste Mutter, die man sich wünschen konnte!

Meinen Mann lernte ich vor 10 Jahren kennen und auch lieben. Nur damals schon haben wir regelmäßig gestritten, wenn's um das Thema Bier ging. (Immer im Hinterkopf Mama und Oma!)
10, 15 Weizen am Tag, kein Problem.
In der Arbeit (wir haben im gleichen Hotel gearbeitet) war er natülich der große Macker.
Ich hab ihn damals vor die Wahl gestellt: Bier oder ich.
Wir haben uns auf 1 Weizen pro Tag geeinigt. Bis auf ein paar wenige Ausrutscher (Weihnachten, Sylvester, Geburtstage, Familienfeste,...) hat das wunderbar geklappt.
Wir sind dann auch zusammengezogen und haben vor 5 Jahren geheiratet.
Vor 4 1/2 Jahren kam unser Sohn auf die Welt.
Eines Tages fand ich in der Garage einen Kasten Bier - leer.
Ich weiß, dass ich aufgrund von meiner Ma und meiner Oma ein etwas komisches Verhältnis zu Alkohol habe, sage mir aber, alles in einem gewissen Rahmen. Ich trinke nicht regelmäßig, aber manchmal schmeckt ein Bier oder ein Wein oder ein Cocktail oder auch zwei recht gut.
Aber dieser Kasten kam mir komisch vor.
Ich habe ihn direkt darauf angesprochen, die Antwort war ausweichend und ich habe keine weiteren Kästen mehr gefunden.
Nach dem Tod meiner Ma ging es irgendwie los, keine Ahnung.
Wir haben ein Familienunternehmen mit 30 Mitarbeitern (nicht mehr im Hotel). Da meine Ma als Chefin ja nun nicht mehr ist, leite ich zusammen mit meinem Dad die Firma. Mein Mann arbeitet auch nicht mehr im Hotel und ist nun seit 8 Jahren mit im Betrieb.
Nur da ich aus einer Arbeitgeberfamilie komme, habe ich von Kindheit an gelernt, Arbeit und Beruf zu trennen, um nicht kaputt zu gehen.
Ich muß sagen, trotz dem Streß klappt das bei mir immer noch ganz gut.
Ich denke aber, dass er mit meinem Streß nicht leben kann.

Angefangen hat es mit Aussetzern, wie kleine Anfälle. Ich habe meinen Mann gefragt, ob er was getrunken hat, immer wieder, aber es kam immer wieder ein nein.

Ich bin vor 2 3/4 Jahren wieder schwanger geworden. Wie ich's ihm gesagt habe, war er aber ganz seltsam, heute weiß ich, dass er damals betrunken war.
Im April 2004 kam der Zusammenbruch. Zum Glück war unser bester Freund da. Mein Mann M. ist beim gemeinsamen Abendessen auf einmal zusammengesackt.
Wir haben natürlich den Notarzt gerufen. Unser Freund hat auf unseren Erstgeborenen (damals 2) aufgepasst, ich bin ins Klinikum gefahren.
Die Diagnose: Epilepsie!
Was zwar in diesem Alter (also bei ihm mit 30) ungewöhnlich sei, aber es ist halt so!
Er war dann in neurologischer Behandlung, er durfte ein Jahr lang nicht Autofahren und ab da keinen Alkohol mehr trinken, wegen Epil. !!
Also bin ich im Juni hochschwanger mit Mann und Kind nach Italien 7 Stunden in den Urlaub gefahren.
Seine Tabletten gegen Epil. hat er auch täglich genommen. (War Zeuge!)

Unser 2. Sohn kam im August zu Welt. Na bravo, dachte ich mir, 2 kleine Kinder und nen epil. Mann.
Aber gemeinsam sind wir stark und schaffen dass.

Weit gefehlt .......

Vor ca. 1 1/2 Jahren kamen die "Aussetzer" wieder.
Ich muß dazu sagen, mein Mann ist ein Scheidungskind, sein Onkel hat sich zu Tode getrunken, sein Opa ist auch kurz vorm Alk-tod, seine Mutter vergleichbar mit meiner Oma, also kurz und gut, fürchterlich!

Ich bin auf die Suche gegangen. 15 Flaschen Wodka habe ich gefunden.

Jedes Mal, wenn ich wieder fündig geworden bin, und ihn darauf angesprochen habe, war ca. 3-4 Monate nichts. Keine Aussetzer, keine leeren Flaschen.

Wir haben lange Gespräche geführt, noch sagte er aber, er hat kein Problem.

Im letzten halben Jahr allerdings ist es immer extremer geworden. Vor 3 Ende Mai hab ich ihn mit 2,4%° mit dem Sanka ins Klinikum geschickt.
Er hat geheult wie ein kleines Kind.
Es gab nie eine Epilipsie! Damals war's auch Alkohol! Warum hat das kein Arzt gemerkt?
Am nächsten Tag allerdings ist er wieder heim. Wir wollten zu den AA, die haben aber erst ab 19 Uhr auf. Er wollte allein nochmal hin.
Psychologen haben Termine erst in 4 Wochen.

Ich denke, dass Alkoholismus eine Krankheit ist, die man zwar nicht heilen kann, aber mit der man leben kann, auch als Partner.
Ich würde meinem Mann nicht verlassen oder mit der Situation alleine lassen.

3 Wochen war es trocken, seit dem trinkt er täglich ca 1 Flasche Wodka, teilweise noch mehr. Das komische daran aber ist, dass wir zwischenzeitlich 2 Wochen im Urlaub waren, da hat er keinen Schluck getrunken! Er war auch nicht mal gereizt! Wie kann denn das nun wieder sein?

Sicher, ich weiß, wenn bei ihm die Einsicht nicht kommt, passiert der große "Knall", aber dazu kann ich ihn nicht zwingen. Ich verlange nur Ehrlichkeit, also, wenn ich frag, ob er war getrunken hat, dann auch ein JA, wenn's so ist. Ich kann's ihm ja nachweisen, hab inzwischen ja einen Alko-tester.

Am letzten Samstag wollte er mit mir reden. Er hat gesagt, dass er ein Problem mit Alkohol hat. Er will das nicht mehr.
Heute hat er gebeichtet, dass er mittlerweile täglich trinkt.
Ich denke aber, dass er sich schämt. Die Termine bei den Psychologen hat er nie wahrgenommen, bei den AA war er auch nicht. Er will das alleine schaffen.
Er ist noch kurz in den Keller gegangen.....

Einen Hoffnungsschimmer habe ich nun: Ich fragte ihn, ob er im Keller nochmal was getrunken hat, darauf kam ein zögerliches Ja.
Ich habe zuerst meine zwei kleinen Kinder und dann M. ins Bett gebracht, er konnte nicht mal mehr gerade schauen.....

Das Leben ist hart, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich habe gelernt, mit Alkoholikern zu leben, und er wird es schaffen. Wann, ist fraglich ......

Vielen Dank für's Zuhören,

MamaB


"Und wenn Du glaubst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her!"
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MamaB hat zum Thema: Der Alkohol, mein Mann und ich geschrieben
Diandra
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.03.2006
Beiträge: 2177
Wohnort: Düsseldorf

BeitragVerfasst am: 30.08.2006, 23:33    Titel: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo MamaB,

erst mal ein herzliches Willkommen hier.


Zitat:
Einen Hoffnungsschimmer habe ich nun: Ich fragte ihn, ob er im Keller nochmal was getrunken hat, darauf kam ein zögerliches Ja.
Ich habe zuerst meine zwei kleinen Kinder und dann M. ins Bett gebracht, er konnte nicht mal mehr gerade schauen.....

Das Leben ist hart, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich habe gelernt, mit Alkoholikern zu leben, und er wird es schaffen. Wann, ist fraglich ......


Welchen Hoffnungsschimmer siehst Du ? Das er zum 1. Mal zugegeben hat, dass er noch was getrunken hat ? Das er ehrlich zu dir war ?
Ich kann Dir nur von meiner Erfahrung dahingehend erzählen. Als mein Partner es vor mir zugab, hat das nichts an seinem Trinkverhalten geändert. Im Gegenteil, er schien zwar erleichtert zu sein, dass ich es weiß, hat dies aber dann auch schamlos ausgenutzt und sowohl in meinem Beisein, als einige Zeit später dann auch noch heimlich getrunken. Es wurde eher immer extremer.

Du hast gelernt mit Alkoholikern zu leben - und er wird es schaffen ? Haben die anderen es geschafft vom Alkohol wegzukommen ? Oder hast Du es akzeptiert und wirst es bei Deinem Partner nun auch akzeptieren ?

Bitte denke vor allem an Deine Kinder und natürlich auch an Dich selber - irgendwann hält man die ganze Belastung nicht mehr aus. Du leitest einen Betrieb mit, hast Verantwortung zu tragen - wie willst Du das auf Dauer alles schaffen ?

Mein Partner hat das immer als Ausrede benutzt - sich vor anderen zu schämen usw. - das war ein guter Grund für ihn, nichts gegen seine Sucht zu unternehmen. Vor mir und meinen Mädels hat er sich aber nicht geschämt Geschockt

Grüßle
Diandra
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Diandra hat zum Thema: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich geschrieben
Hoffnungslos
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 14.08.2005
Beiträge: 18

BeitragVerfasst am: 31.08.2006, 00:05    Titel: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo MamaB,

MamaB hat Folgendes geschrieben:

Das Leben ist hart, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.

Das Leben ist hart, warum machst du es dir noch härter?


MamaB hat Folgendes geschrieben:

Ich habe gelernt, mit Alkoholikern zu leben, und er wird es schaffen. Wann, ist fraglich ......

Das Leben ist zu kurz. Wann beginnst du endlich für DICH zu leben?

Gruß
Hoffnungslos
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Hoffnungslos hat zum Thema: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich geschrieben
Freund
Gast






BeitragVerfasst am: 31.08.2006, 07:07    Titel: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Moin MamaB,

dein Bericht endete mit Resignation.
Mit deinem Verhalten und deiner "Zufriedenheit", dass sich dein Mann zu seinem Alkoholproblem bekannt hat, und das ist okay für dich, unterstützt du nur mehr seine Sucht.
So wünscht sich jeder Alkoholiker seinen Co.

WERDE WACH ! ! !

Gruß, Freund.
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Freund hat zum Thema: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich geschrieben
janny1479
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 30.08.2006
Beiträge: 12
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 31.08.2006, 10:21    Titel: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo MamaB,

ich weiß nicht ob das wirklich hoffen lassen kann, wenn er jetzt anfängt offen zuzugeben, dass er trinkt. Auch wenn es nur zögerlich ist.

Mein Schwiegervater gibt offen zu, dass er Alkoholiker ist (siehe "Schwiegervater: Ich bin Alkoholiker, na und?!") und brüstet sich damit teilweise sogar ("in der Kur durfte ich zum Frühstück immer meinen Sekt trinken und hab dafür sogar noch ein richtiges Sektglas bekommen!").

Aber aufhören wird er damit trotzdem nicht. Die Erkenntnis alleine, dass man Alkoholiker ist, reicht nicht. Man muss damit aufhören WOLLEN!!! Und wer das nicht für SICH SELBST will, sondern nur anderen zum Gefallen tut, hört nicht wirklich auf oder wird schnell wieder rückfällig.

Bitte klammer dich nicht so an ihn. Es fällt uns schon bei Schwiegervater sehr schwer uns von ihm zu distanzieren, weil ja auch noch seine Frau dran hängt, die sehr lieb ist (eigentlich). Aber auch sie will den Ernst der Lage nicht wirklich erkennen und versucht immer Ausflüchte und Gründe zu finden, warum ihr Mann so ausrastet. "Seine Knochen tun ihm so weh." "Es macht ihn so fertig, dass kein Geld vorhanden ist, um die 2 noch fehlenden Wohnungen zur Vermietung fertig zu bekommen." "Ihm macht das Wetter hier zu schaffen. Er müsste wieder nach Australien. Dort geht es ihm gut." "Er wurde so oft enttäuscht, dass er keine Nähe mehr zulassen kann."
All solche Antworten bekommen wir zu hören, wenn wir uns über sein Verhalten uns und anderen gegenüber beschweren.
Und wenn er selbst nicht mehr weiß, was vor einer Woche besprochen wurde, dann schiebt er es auf beginnendes Alzheimer!!! Seine Mutter hat dies nähmlich und wird von seiner Frau bei ihnen zu Hause gepflegt.
Dann hat sich seine Tochter auch noch vor 2 Jahren mit einem Paukenschlag von ihm und seiner Familie distanziert und schießt nur noch per Anwalt und Gericht gegen Schwiegereltern. Das macht ihm angeblich auch total zu schaffen.

Alles keine Gründe um zur Flasche zu greifen. Bei ihm ist es ja sogar ein 50l-Fass Bier in ca. 14 Tagen. Dazu noch Whisky oder Weinbrand (ca. 1/2 Flasche pro Tag). Der Alkohol steht bei Schwiegereltern offen herum und niemand macht einen Hehl draus, dass Schwiegervater so viel Bier trinkt.

Helfen tut ihm das aber mit Sicherheit nicht. Wir versuchen uns jetzt soweit es geht von Schwiegervater zu distanzieren. Werden in nächster Zeit nur noch die Mieter besuchen, nicht aber Schwiegereltern. Was mir im Grunde sehr weh tut. Aber nach dem letzten Eklat mit Schwiegervater mir gegenüber ist auch mein Mann nicht mehr bereit über die Trinkerei hinweg zu sehen, da das Verhalten von Schwiegervater nicht aus beginnender Alzheimer resultiert, sondern daraus, dass er einfach zuviel trinkt.

Denk darüber nach, ob du wirklich mit jemandem zusammen leben möchtet, für den du dich dein Leben lang verantwortlich fühlen wirst - NEBEN deinen Kindern, die dich VOR ALLEM brauchen!!!! Was ist dir wichtiger? Ein Leben mit einem alkoholkranken Menschen, der irgendwann offensichtlich trinken wird, weil du nichts dagegen unternehmen wirst oder ein Leben ohne alkoholkranken Menschen, in dem du dich auch auf dich und vor allem auf deine Kinder konzentrieren kannst.

LG
Janet
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janny1479 hat zum Thema: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich geschrieben
violetta
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 11.06.2006
Beiträge: 12

BeitragVerfasst am: 31.08.2006, 13:02    Titel: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

MamaB hat Folgendes geschrieben:

Ich komme aus einer sehr intakten, liebevollen Familie und bin 28 Jahre alt.
Mit alkoholkranken Menschen bin ich eigentlich aufgewachsen -teils, ohne es zu wissen, aber zu ahnen.


Das Leben ist hart, aber ich gebe die Hoffnung nicht auf. Ich habe gelernt, mit Alkoholikern zu leben, und er wird es schaffen. Wann, ist fraglich ......



Hallo,
ich musste wirklich 3mal lesen, ob ich das auch richtig gelesen habe. Ich für mich könnte niemals sagen, dass ich aus einer intakten liebevollen Familie komme und dann weiter über die Geschichte mit meiner Oma und Mutter schreiben.

Es kommt mir so vor, als hättest du auch diesen Überlebensmechanismus: "soooo schlimm ist es ja gar nicht!" Als Kind hat er dir sehr geholfen, aber jetzt ist er dir sicher sehr im Weg.

Weiß nicht, ob ich damit richtig liege, es ist mir aber wirklich direkt vom Bildschirm ins Auge gesprungen.....

Denk vielleicht mal drüber nach.

Viel Kraft für dich
violetta
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violetta hat zum Thema: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich geschrieben
Pauletta
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 29.07.2006
Beiträge: 74
Wohnort: bei Hamburg

BeitragVerfasst am: 31.08.2006, 13:42    Titel: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo MamaB,

ich bin die Freundin eines Alkoholikers, und er ist die Liebe meines Lebens. Er hat gerade einen schlimmen Rückfall. Ich gebe ihn nicht auf. Aber ich habe mir Hilfe geholt, bei den AA´s und werde dort weiterhin Hilfe holen. Ich beherzige einen Rat von dort, ich lass ihn links liegen, wenn er was getrunken hat, helfe ihm dann überhaupt nicht. Wenn er aber aufhört, trocken werden will, dann bin ich da.
In Liebe loslassen. Und es hilft auch, das Haus trocken zu halten und selber nicht zu trinken.

Dir und deiner Familie alle Kraft die ihr braucht.
Gruß Pauletta
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Pauletta hat zum Thema: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich geschrieben
lavendel
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.05.2006
Beiträge: 2869

BeitragVerfasst am: 31.08.2006, 22:32    Titel: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo mamab,

sorry, aber bei deinem letzten satz fällt mir die kinnlade runter: du kannst mit alkoholikern leben????? hast du nicht genug davon? willst du das dein ganzes weiteres leben mitmachen? und was meinst du, wie deine kinder das finden?

ich komme aus einer alkoholikerfamilie, und ich weiß, wie viel auch kleine kinder mitbekommen und wie sie das bis ins erwachsenenleben hinein beeinträchtigt. werden/sollen deine kinder auch lernen, mit einem (nassen) alkoholikervater zu leben? au weia... ich hoffe, du weißt, was du da tust.

gruß

lavendel
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lavendel hat zum Thema: Re: Der Alkohol, mein Mann und ich geschrieben

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