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den rückfall "petzen" ?

 
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mein Bruder auf Entzug, was tun?   •    ich habe ein problem undbrauch eure hilfe. DRINGEND  
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ilandrah
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.12.2005
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 30.08.2006, 20:04    Titel: den rückfall "petzen" ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo

Ich bin momentan ein bißchen ratlos, vielleicht habt ihr ja eine Anregung für mich.

Ich wohne seit ca 2 Monaten wieder bei meinen Eltern, nachdem ich vor über 4 Jahren, mit 17, wegen meinem Vater hier ausgezogen bin.
Im Frühjahr werde ich in meine eigene Wohnung ziehen, die wird aber leider gerade erst gebaut.

Mein Vater ist Alkoholkrank und hat vor über einem Jahr mit dem Auto meiner Mutter einen Unfall gehabt.
Danach konnte auch sie nicht mehr die Augen davor verschließen, weil er für ein Jahr den Führerschein verlor.
Er mußte in eine Therapie und damit er den Führerschein wieder bekommt regelmäßig seine Werte abgeben.

Jetzt vor ein paar Wochen hat er offenbar das letzte Mal seine Werte abgeben müssen und sein Führerschein wird jetzt wieder unbefristet.
Beim Abendesssen hat er in einem ganz eigenartigen Ton verkündet, dass seine Werte ja immer in Ordnung waren, also dass es ja gar keine Grudn gäbe ihm zu misstrauen (was mir ein bißchen komisch vorkam....)
Ich habe die ganze Zeit nicht im geringsten darauf vertraut, dass er trocken ist.... ich möchte ihm auch gar nicht vertrauen, wenn ich ehrlich bin, ich möchte mit ihm und dem allem so wenig wie möglich zu tun haben.
Bis jetzt hat das ja auch ganz gut funktioniert, weil ich nicht zuhause war, und meine Mutter hat mir versichert, als ich hier wieder eingezogen bin, dass er ja soooo "brav" sei.
Das ist ihre Ausdrucksweise; sie stellt ihn auf ein Podest, wenn etwas gut war wird er gelobt wie ein kleines Kind und was er falsch macht wird unter den Tisch gekehrt...
Aber das kennen wohl viele von euch
Ahja da muß ich noch dazufügen, dass er die ganze zeit "alkoholfreies" Bier trinkt und meine Mutter ihm zu besonderen Anlässen sogar Sekt gegeben hat (das auch der Grund, warum er in meinen Augen soweiso nie trocken war),

Jetzt weiß ich seit letzter Woche definitiv, dass er wieder trinkt. Ich wollte mir sein Auto ausleihen und bevor ich es haben konnte, ist er schnell rausgelaufen, hat etwas aus dem Kofferraum geholt und in sein Zimmer gestellt.
Nachdem mir dieses Verhalten sehr bekannt vorkam von früher, bin ich dann reingegangen und hab nachgesehen und in der Papiertüte war eine fast leere Flasche Gin.
Jetzt gerade bin ich in sein Zimmer gekommen, um ihm eine Cd zu geben und da hat er gerade eine Flasche zugeschraubt und schnell in seiner Tasche versteckt.
Ich glaube, dass er weiß, dass ich es mitbekommen habe.
Meine Mutter... ja da kommt nun endlich meine Frage.
Ich glaube nicht, dass sie es wirklich weiß, ich hab es nur deshalb mitbekomen, weil mein Zimmer gleich gegenüber von seinem ist.
Ok, das Verhalten ist schon sehr auffällig, aber sie redet sich bestimmt ein, dass er trocken ist und will es deshalb nicht merken.

Ich weiß jetzt nicht genau, ob ich sie drauf ansprechen soll.
Eigentlich möchte ich mich wie gesagt heraushalten. Ich weiß, dass ich ihn nicht ändern kann, ich will ihn auch nicht ändern, ich finde, dass das nicht meine Aufgabe ist.
Meine Mutter würde ihn vielleicht darauf ansprechen, dann würde er sicher irgendwelche Versprechungen machen und damit lässt sie sich abspeisen.
Also sehe ich es irgendwie so, dass es eigentlich keinen Unterschied macht, ob ich es ihr sage oder nicht, weil von ihr aus sowieso nichts passiert.
Außer dass ich mich irgendiwe "einbringe" - meinen neutralen Standpunkt verliere.
Auf der anderen Seite muzß ich noch bis April hier leben und möchte ihn nicht ertragen müssen, wenn es wieder so wird wie früher.
Meint ihr soll ich mich einmischen, was gleichzeitig bedeutet, dass ich auch "mitlebe" oder versuchen irgendwie draußen zu bleiben, weil meine Mutter es eigentlich bemerkt haben muss..... und ich weder ihr noch ihm helfen kann.
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ilandrah hat zum Thema: den rückfall "petzen" ? geschrieben
henri
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 1618

BeitragVerfasst am: 30.08.2006, 22:05    Titel: Re: den rückfall "petzen" ? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ilandrah

Wenn etwas passiert, machst du dir Vorwürfe, dass du nichts gesagt hast. Das scheint mir der einzige Grund für dich zu sein, etwas zu deiner Mutter zu sagen. Ändern wird sich dein Vater dadurch nicht, denn beide sind noch weit davon entfernt, den Ernst der Situation zu erkennen. Sie hat nie begriffen, dass er nichts mehr trinken kann und er hat nur so wenig getrunken, um seinen Führerschein zurückzubekommen und nicht wegen seiner Gesundheit. Nachdem er den Führerschein zurück hat, gibt es für ihn keinen Grund, nicht so wie früher zu trinken.

Lieben Gruß
Henri
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henri hat zum Thema: Re: den rückfall "petzen" ? geschrieben

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