| Ex-Freund versucht mich zu erpressen? • den rückfall "petzen" ? |
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Leguan1983 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 29.08.2006 Beiträge: 2 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 29.08.2006, 22:31 Titel: mein Bruder auf Entzug, was tun? |
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Hallo,
ich bin neu hier...
das mein Bruder ein Alkoholproblem hat, wissen eigentlich alle schon länger...
vor drei Tagen hatte er aber einen Total-Absturz, und nachdem er keine Hilfe bekommen hat, hat er einem stationären Entzug zugestimmt.
Also haben wir ihn mit 3 Promille in die Klinik gefahren.
Wir haben eigentlich nie einen sehr engen Kontakt gehabt, und nachdem ich mich letztes Jahr von ihm beschimpfen lassen musste, als er total voll war, war unser Verhältnis sehr unterkült.
Aber was mich so irritiert an der Sache ist: Er hat darauf bestanden, dass ich mitfahre und hat sich die ganze Fahrt an mich geklammert... Ich habe ihm gesagt, dass ich stolz auf Ihn bin. Aber ob das der richtige Weg ist, weiß ich nicht.
Ich weiß auch nicht, wie es weitergehen soll. Er ist jetzt mit seinen 20 Jahren schon ziemlich am Ende.
Ich will nichts "falsch" machen, aber weiß eigentlich nicht, wie ich ihm jetzt in dieser Phase eigentlich am besten helfen kann...
Vielleicht kann mir jemand einen guten Tipp geben?
Danke im Voraus,
Gruß Leguan |
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| Leguan1983 hat zum Thema: mein Bruder auf Entzug, was tun? geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 29.08.2006, 23:43 Titel: Re: mein Bruder auf Entzug, was tun? |
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Hallo Leguan
Eine normale Entgiftung dauert zirka eine Woche bis 10 Tage. Nach ein paar Tagen wird er sich schon wieder besser fühlen. Du kannst in dieser Phase mit ihm reden, dass er bis zum Ende der Entgiftung im KH bleibt. Es ist damit zu rechnen, dass dein Bruder Anfang bis Mitte nächster Woche aus dem KH entlassen wird.
Zu diesem Zeitpunkt ist er zwar frei von Alkohol, aber wenn er nüchtern bleiben will, wird das nicht genügen, denn dafür muss er auch einiges in seinem Leben ändern. Wenn er dafür nicht bereit ist, wird es nicht lange dauern und er wird wieder trinken wie früher. Für ihn ist es ratsam, zur Suchtberatung zu gehen und möglichst eine Therapie mitzumachen. Ob es eine stationäre oder ambulante sein soll, kann dort geklärt werden. Das ist für ihn ein schwerer Schritt, denn damit gibt er endgültig zu, ein Alkoholproblem zu haben, mit dem er allein nicht fertig wird. Wenn du ihm helfen willst, dann überrede ihn, zur Suchtberatung zu gehen und sich dort beraten zu lassen.
Es war für ihn sicher nicht leicht, sich ins KH bringen zu lassen. Ihm zu sagen, dass du deshalb stolz auf ihn bist, war ganz in Ordnung. Du kannst in dieser Art auch weiter mit ihm reden und es wird ihm nicht ganz so schwer fallen, weiterhin professionelle Hilfe anzunehmen.
Gruß Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: mein Bruder auf Entzug, was tun? geschrieben
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Leguan1983 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 29.08.2006 Beiträge: 2 Wohnort: Nürnberg
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Verfasst am: 30.08.2006, 13:47 Titel: Re: mein Bruder auf Entzug, was tun? |
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Hallo Henri,
danke für Deine schnelle Antwort.
Ich denke, er wird so lange dort bleiben, wie er darf. Zumindest hört es sich so an. Was anderes wird ihm auch kaum übrig bleiben. Denn seine "Wohnung" wird grade zwangsgeräumt. Ich besuche ihn fast jeden Tag, aber ich habe Angst, dass er wegen so viel Hilfe nichts grundlegend ändern will. Aber ich denke halt auch, dass er vielleicht die Unterstützung braucht um eben einen neuen Weg einzuschlagen.
Ich weiß es einfach nicht. Er hat sich die letzten Monate sehr zurückgezogen. Das ist ein klein wenig viel für mich im Moment...
Leguan |
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| Leguan1983 hat zum Thema: Re: mein Bruder auf Entzug, was tun? geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 30.08.2006, 19:41 Titel: Re: mein Bruder auf Entzug, was tun? |
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Hallo Leguan
Deine Befürchtungen sind vielleicht nicht aus der Luft gegriffen. Die Gefahr besteht, dass er sich nach der Entgiftung gut fühlt und nicht daran denkt, etwas gegen seine Abhängigkeit zu tun. So gesehen, kommt die Zwangsräumung gerade recht, denn es wird ihm vor Augen gehalten, wozu seine Trinkerei geführt hat.
Ihr könnt ihm zwar helfen, aber sein Leben, seine Zukunft muss er selbst in den Griff bekommen. Dazu gehört auch, dass er seine Probleme selbst löst. Wie weit ihr ihm da helfen könnt, lässt sich von hier schwer beurteilen. Es wird sicher in mancher Situation euer Bauchgefühl entscheiden müssen, aber je weniger Hilfe, desto besser für ihn.
Gruß Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: mein Bruder auf Entzug, was tun? geschrieben
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