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ich weiß einfach nicht weiter....

 
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War das der richtige Weg?   •    wie führe ich ein Gespräch?  
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Windgeflüster
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 25.08.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 08:15    Titel: ich weiß einfach nicht weiter.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

..... ich weiß es nicht was ich machen soll, ich fühl mich richtig hilflos und möchte ihr gerne helfen und ich weiß nicht was ich machen soll. es verletzt mich wenn ich sie so sehe und es macht mich sowas von wütend!!!!! und auch wieder traurig, wieso trinkt sie nur soviel immer???? ich versteh das einfach nicht.....

am besten ich erzähle es euch von anfang an... vielleicht könnt ihr mir helfen wie ich weiter mache....

es geht um meine Mutter (46 jahre alt), sie trinkt und trinkt und trinkt. Jetzt ist sie gerade wieder in so einer Phase....
Meine Mutter war früher meine beste Freundin, bis die scheidung kam und dann BOOOMMMM kam der knall und sie hatte sich absolutnicht mehr im Griff.... Wir (ich war damals 14 meine schwester 11) mussten natürlich umziehen und sie ging dann auch öffters abends weg, was kein Problem gewesen wäre, wenn sie nicht dann wieder betrunken nach hause gekommen wäre. Ihr könnt euch echt nicht vorstellen was ich da dann alles machen musste, oft war sie so betrunken das sie noch nicht einmal das Klo beim Stuhlgang traff Traurig. Ich war damals schon mit meinem jetzigen Mann zusammen, wenn wir in meinem Zimmer waren, ist es auch schonmal passiert das sie aufeimal oben ohne dastand... sie hat es ja nicht kapiert weil sie ja davor gesoffen hatte. Mein Mann war damals schon 18 und wir mussten oft ihr Auto dann von der nächsten Stadt holen, weil wir dachten sie müsse am nächsten Tag arbeiten (was wir im nachhinein erfahren haben, das sie zu dem Zeitpunkt dort gar nicht mehr gearbeitet hat) usw

ich bin mit 16-17 von daheim weg, ich konnte das nicht mehr. die ewigen vorwürfe, beleidigungen und auch richtige demütigungen.... Sie macht uns vorwürfe wir wären nicht für sie dagewesen, was absolut blödsinnig ist 1. bin ich wirklich oft bis in die nacht bei ihr gesessen und hab mir das ganze scheidungstheater reingezogen und 2. wir waren kinder!!!!!

Naja ich hatte dann lange keinen kontakt und es tat mir wirklich gut! Heute sag ich, es war das beste dasich machen konnte. Seid ca. 3 Jahren hab ich nun wieder Kontakt zu ihr. Ich muß auch sagen das mit dem Trinken ist wirklich viel besser geworden. Aber immernoch da!

So 1-2mal im Monat sauft sie sich 4-5 Tage lang richtig weg, sie geht nicht raus, läßt keinen an sich ran und fährt sogar betrunken auto!
Erst vorgestern sagte sie zu mir sie fährt jetzt zu einer Freundin .... ich wollte sie natürlich abhalten, aber was sollte ich machen??? ich hab nen kleinen sohn daheim (1 Jahr nun alt) ich will nicht das er sie so sieht, ich will nicht das er es überhaupt nur mitbekommt....

Vorgestern abend hat sie sich dann nicht gemeldet und auch nicht auf meine Anrufe geantwortet, ich machte mir wirklich sorgen, hab sie schon im Straßengraben gesehn. Am nächsten tag meldete sie sich immernoch nicht, ich hatte richtig angst, also packte ich mich und Sohnemann zusammen und wir gingen runter.... sie war daheim, das auto stand da, aber sie machte nicht die türe auf. ich weiß das sie mich klingeln gehört hatte, denn ich hörte sie in der küche.

Sie hat mich dann zurück gerufen, mir ist wirklich die hutschnurr durchgegangen! Ich hab sie angeschrien, wieso, weshalb, warum.... klar sie sagt immer sie trinkt doch nichts ect pp es war 11:30 und sie hatte schon wieder was getrunken.

Sie macht aus einer mücke ein Problem, so das sie einen grund zum saufen hat, so kommt es mir vor! Sorry wenn ich es jetzt einmal so schreibe aber es kotzt mich einfach nur an, sie mahct mich so wütend mit ihrem Verhalten traurig und enttäuscht!

Sie hätte hilfe, ich würde ihr helfen, meine tante, meine schwester (evtl). Aber sie will keine hilfe, sie will keine therapie, sie lebt wirklich in ihrer welt, dreht sich die dinge so hin wie es ihr gerade passt

ich weiß nichtw as ich machen soll. Ich will den Kontakt nicht wieder abrechen. Ich will das mein Sohn eine Oma hat, selbst als ich ihr sagte ich will nicht das JOnas das mitbekommt, das er sie so sieht oder das er irgendwann mal kommt und frägt "mama wieso ist die oma so" hat sie nichts darauf gesagt! Sie sagt nie was dazu wenn man sie damit richtig konfrontiert

ich weiß nicht ob ich sie nun heute anrufen soll und fragen soll wie es ihr geht.... jeder Mensch hat Probleme und jeder geht anderst damit um aber doch nicht so! Und meiner Mutter könnte es echt gut gehn! Sie hat ein kleines häuschen für sich, ich geh fast jedne tag mit dem zwerg (wenn sie nicht gerade ihre depri hat) runter .... was soll ich denn machen?

reden ist ja noch nicht einmal mit ihr, da sie wirklich nur das glauben will was schlecht für sie ist... auch wenn es nicht stimmt... Ich denke manchmal selbst eine Therapie würde nicht viel bringen, da sie dem dann auch nur Lügen auftischen würde....

LG Nicole
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Windgeflüster hat zum Thema: ich weiß einfach nicht weiter.... geschrieben
Yorkie
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 27.06.2006
Beiträge: 498

BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 11:05    Titel: Abgrenzen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Windgeflüster,

herzlich willkommen im Forum.

Du hast Dir die Antworten teilweise schon selbst gegeben.


Du schreibst:
Zitat:
Naja ich hatte dann lange keinen kontakt und es tat mir wirklich gut! Heute sag ich, es war das beste dasich machen konnte


Ja, das ist leider so. Ich bin mit 20 aus dem Haus, weit weg. Bin dann nach meinem Studioum zurückgegangen, und habe die Situation 3 Monate ausgehalten und bin dann wieder weg. Heute lebe ich 4 Autostunden von zu Hause weg. Ich habe die Alkoholkrankheit meiner Eltern akzeptiert, schaue mir das Elend aber nur sehr selten an. Ich weiß, das ich ohne Einsicht ihrerseits nichts bewegen kann, und dann muß man loslassen.

Das tut weh, wird mit der Zeit aber immer besser.

Mein Merksatz: "Ich bin für das Leben meiner Eltern nicht verantwortlich""
Schließlich habe ich sie nicht zur Welt gebracht.

Dann kome ich zur Verantwortlichkeit für Deinen Sohn.

Du schreibst:

Zitat:
Ich will das mein Sohn eine Oma hat, selbst als ich ihr sagte ich will nicht das JOnas das mitbekommt, das er sie so sieht oder das er irgendwann mal kommt und frägt "mama wieso ist die oma so" hat sie nichts darauf gesagt!


Ich habe damals eine klare Vereinbarung mit meiner Mutter getroffen und klar gesagt "Entweder das Kind oder der Alkohohol" Dazwischen gibt es nichts.

Wenn sie die Vereinbarung nicht akzeptiert, dann kannst Du deinen Sohn nicht zu Deiner Mutter lassen, so sehr es auch schmerzt. Mir hat es sehr weh getan, da meine Tochter ihre Großeltern sehr selten gesehen hat.
Jetzt ist meine Tochter 14, und heute kann ich mit ihr offen darüber reden, und sie ist mir dankbar, das ich sie geschützt habe.

Ich selbst habe in meiner Zeit ganz selten, (nur auf Feierlichkeiten) getrunken, wenn ich meine Tochter bei mir hatte.

Du wirst die richtigen Schritte gehen. Winken

Gruß
Yorkie
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Yorkie hat zum Thema: Abgrenzen geschrieben
lavendel
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.05.2006
Beiträge: 2869

BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 12:54    Titel: Re: ich weiß einfach nicht weiter.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo windgeflüster,

ich kann yorkie nur zustimmen. ich habe auch mit 18 zugesehen, zuhause rauszukommen, und trotzdem hat meine mutter mich ihrem terror über 200 km weiter verfolgt. ich bin oft auf dem zahnfleisch gegangen und habe irgendwann den kontakt abgebrochen. und was war ich erleichtert! klar, immer auch ein bisschen ein schlechtes gewissen, aber trotzdem war fest in meinem kopf: sie ist erwachsen, sie kann (und muss) sich selbst hilfe holen, es ist ihr leben. anders hätte ich den psychoterror und auch die ständigen sorgen nicht mehr ausgehalten (sie meldet sich nicht, sie geht nicht ans telefon, was ist denn jetzt schon wieder ?) oder: nachts klingelt das telefon, und ich stehe senkrecht im bett "es ist etws passiert!".

wir haben jetzt regelmäßigen telefonischen kontakt, aber wenn ich auch nur einen anflug von alkohol in ihrer stimme höre sage ich ihr "wir können wieder miteinender reden, wenn du nüchtern bist" und lege auf. das ist mittlerweile angekommen.

und für den zwerg? lieber keine oma, als eine, die unberechenbar ist. ein kind kann das nicht sortieren und nicht verstehen, dass die oma mal so und mal so ist. lieber abstand.

wünsche dir viel kraft.

lavendel
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lavendel hat zum Thema: Re: ich weiß einfach nicht weiter.... geschrieben
crasy
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 08.08.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 27.08.2006, 12:35    Titel: Re: ich weiß einfach nicht weiter.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Windgeflüster hat Folgendes geschrieben:
..... ich weiß es nicht was ich machen soll, ich fühl mich richtig hilflos und möchte ihr gerne helfen und ich weiß nicht was ich machen soll. es verletzt mich wenn ich sie so sehe und es macht mich sowas von wütend!!!!! und auch wieder traurig, wieso trinkt sie nur soviel immer???? ich versteh das einfach nicht.....


Du schreibst hier in einem Co-Abhängigem Forum, alleine das sollte dir bei deinen Gedanken schon helfen Winken

Windgeflüster hat Folgendes geschrieben:
am besten ich erzähle es euch von anfang an... vielleicht könnt ihr mir helfen wie ich weiter mache....


Du schreibst sehr offene, sehr ehrliche Worte!
Danke dafür!
Das könnte für dich ein Weg sein, DIR zu helfen....

Windgeflüster hat Folgendes geschrieben:
sie mahct mich so wütend mit ihrem Verhalten traurig und enttäuscht!


Du alleine bist für deine Gefühle verantwortlich, NICHT deine Mutter!


Windgeflüster hat Folgendes geschrieben:
Sie hätte hilfe, ich würde ihr helfen, meine tante, meine schwester (evtl). Aber sie will keine hilfe, sie will keine therapie, sie lebt wirklich in ihrer welt, dreht sich die dinge so hin wie es ihr gerade passt


Sie ist eine Abhängige! Sie hat eine Sucht!
Wenn du verstehst, warum, dann wirst du auch verstehen warum es so ist wie es ist.....
Siehst du dabei nicht, das du dich damit kaputt machst?
Du hast einen Sohn!
Du bist mittlerweile selbst Mutter!


Windgeflüster hat Folgendes geschrieben:
ich weiß nichtw as ich machen soll. Ich will den Kontakt nicht wieder abrechen. Ich will das mein Sohn eine Oma hat, selbst als ich ihr sagte ich will nicht das JOnas das mitbekommt, das er sie so sieht oder das er irgendwann mal kommt und frägt "mama wieso ist die oma so" hat sie nichts darauf gesagt! Sie sagt nie was dazu wenn man sie damit richtig konfrontiert

ich weiß nicht ob ich sie nun heute anrufen soll und fragen soll wie es ihr geht.... jeder Mensch hat Probleme und jeder geht anderst damit um aber doch nicht so! Und meiner Mutter könnte es echt gut gehn! Sie hat ein kleines häuschen für sich, ich geh fast jedne tag mit dem zwerg (wenn sie nicht gerade ihre depri hat) runter .... was soll ich denn machen?

reden ist ja noch nicht einmal mit ihr, da sie wirklich nur das glauben will was schlecht für sie ist... auch wenn es nicht stimmt... Ich denke manchmal selbst eine Therapie würde nicht viel bringen, da sie dem dann auch nur Lügen auftischen würde....

LG Nicole


Nicole....
deine Worte sind die Worte eines Co-Abhängigen...
Es geht in erster Linie um DICH!
Ich verstehe durchaus, das du dir Sorgen um deine Mutter machst.
Du solltest DICH dabei nicht vergessen, denn du bist die Abhängige deiner Mutter geworden.
Wenn du diesen "Knoten" lösen möchtest, dann solltest DU bei DIR beginnen.....

DU fühlst dich verantwortlich für deine Mutter, WARUM?

DU bist selbst Mutter, du hast einen Sohn, denkst du, hast neben dir und deinem Sohn, deiner eigenen Familie die Kraft, die Energie und das Wissen, was nötig ist, um deiner Mutter zu helfen?
Du lässt dich aufgrund der Gefühle und Verhaltensweisen deiner Mutter "runterziehen"!
Denkst du, du bist dann, wenn du von der Gefühlswelt einer Mutter abhängig bist eine gute Mutter?

lg
crasy
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crasy hat zum Thema: Re: ich weiß einfach nicht weiter.... geschrieben
Windgeflüster
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 25.08.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 29.08.2006, 08:27    Titel: Re: ich weiß einfach nicht weiter.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

danke... ich weiß ja das ihr recht habt, aber ich kann sie ja nicht im stich lassen.

sie hat mich ja einen tag später angerufen und war wieder nüchtern. also seidem hat sie nun wieder nichts getrunken. Sie trinkt nicht jeden tag, aber so 2mal im monat hat sie so 4-5 tage eine phase wo sie sich zurück zieht und nur noch trinkt! Früher war das schlimmer, da hat sie das jeden tag gemacht, heute ist das nicht mehr so!

ich weiß halt nicht wie ich damit umgehen soll. Soll ich sie einfach ignorieren (was ich jetzt auch schon teilweise mache) wenn sie getrunken hat? soll ich versuchen ihr zu helfen? ist sie überhaupt richtig abhängig wenn sie nicht jeden tag trinkt?

es sind so viele gedanken in meinem kopf fragen auch zweifel

was ich noch dazu schreiben wollte: wenn ich merke sie hat getrunken gehe ich natürlich nicht runter zu ihr mit meinem sohn ist ja ganz klar, das muß er nicht mitbekommen Winken

LG nicole
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Windgeflüster hat zum Thema: Re: ich weiß einfach nicht weiter.... geschrieben

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