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Ich will mit dem Trinken aufhören.

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Autor Nachricht
Annika
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 3847
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 24.08.2006, 14:23    Titel: re Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Markus,

also mich kannst du zutexten ohne Ende, es nervt nicht.

Wenn es dir bei deinem trockenen Weg hilft und das wird es, immer heraus mit der Sprache.

Wir sind hier alle gerne für dich da.

Gruß Annika
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Annika hat zum Thema: re geschrieben
paula06
Gast






BeitragVerfasst am: 24.08.2006, 14:42    Titel: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Markus!
Wir haben auch immer gemeinsam gekocht und dabei schonmal den Wein probiert. Ich hab jetzt keinen Wein mehr gekauft, um mich nicht in Versuchung zu führen. Mein Freund hat damit kein Problem, ihm ist es Gott sei Dank egal ob Wein da ist oder nicht. Als ich mit Rauchen aufgehört habe, wußte ich auch erst nicht wohin mit meinen Händen. Hab dann gestrickt Mit den Augen rollen
Jetzt arbeite ich an meiner Nüchternheit......

LG und noch nen schönen Tag
Paula
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paula06 hat zum Thema: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. geschrieben
Dante
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 05.08.2006
Beiträge: 2113
Alter: 50
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24.08.2006, 15:49    Titel: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Markus & Willkommen im Forum,

mach dir doch mal die Mühe & rechne deine Tagesdosis an Alkohol in ml reinen Alkohol aus, sagen wir mal, an einem typischen WE-Tag, an einem gewöhnlichen Wochentag & am besagten Donnerstag. Beschönige nichts & sei ehrlich. Du wirst staunen, welche Mengen da zusammen kommen.
Mit deiner Frau würde ich mir nicht allzuviel Zeit lassen; ihr käme die Rolle als wichtigste Stütze auf deinem Weg zur Abstinenz zu. Ich schreibe käme weil sie nach dem, was ich aus deinen Beiträgen heraus lese, deine Alkoholsucht entweder als Schock empfinden oder als Schwäche verächtlich finden würde, so sie nicht vielleicht Angst hat, ihr eigenes Verhältnis zum Alkohol zu überdenken. Wenn es heute Abend ein so komplett alkoholloses Mahl gibt, obendrein ohne den angeblich dazu gehörenden "guten Tropfen", müsste es ihr allerdings schon ziemlich klar sein, wie ernst dir die Sache ist.
Ich empfehle euch zum allgemeinen Verständnis über das Thema Alkohol das in diesem Forum angeführte Buch "Lieber schlau als blau" von J. Lindenmeyer, wo alle Aspekte des Alkoholismus klar in übersichtliche Kapitel aufgeteilt erläutert werden.
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Dante hat zum Thema: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. geschrieben
MarkusM
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 23.08.2006
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 04:54    Titel: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Leute
Irgendwie muss ich mich an das ganze erst noch gewöhnen. Ursprünglich wollte ich ja nur den Konsum reduzieren. Ich habe deshalb im Internet danach gesucht, wo die Grenze liegt Verlegen. Da bin ich hier gelandet. Nach dem lesen etlicher Beiträge - in denen ich Parallelen zu meinem Verhalten verstellen musste - kam ich ja zur Erkenntnis, dass es kein "nur ein bisschen" gibt.
Das hatte ich ja auch schon x-mal versucht und bin daran gescheitert.

Es ist so! Ich werde nie wieder Alkohol trinken (können). Ist schon ein Schock.

Es ist mir sehr schwer gefallen, mir selbst einzugestehen, dass ich Alkoholiker bin (auch jetzt beim schreiben habe ich kurz innegehalten). Ich mag Fehler nicht, besonders nicht an mir selbst. Und dann die Erkenntnis, dass ich mir jahrelang selber belogen habe!

Gestern Abend (Donnerstag) war es gar nicht so schwer, durchzuhalten. Aber was sind schon 4 Tage? Unglaublich, dass ich überhaupt ein paar lächerliche Tage ohne Alk einzeln zählen muss.

@Dante
Zitat:
... nach dem, was ich aus deinen Beiträgen heraus lese, deine Alkoholsucht entweder als Schock empfinden oder als Schwäche verächtlich finden würde, so sie nicht vielleicht Angst hat, ihr eigenes Verhältnis zum Alkohol zu überdenken.

Bei diesen Zeilen bin ich schon erschrocken. Denn genau so wird es wohl sein. Ich bin ziemlich sicher, dass meine Frau es als Schwäche anschauen wird. Auch der letzte Teil Deines Satzes könnte durchaus stimmen.

Wie dem auch sei, ich werde es ihr bald sagen müssen.
Gestern Abend kam das Gespräch auf den Samstag. Sie möchte mit mir den Hochzeitstag in einer Kneipe bei einem gute Glas Wein "nachfeiern".
Ich habe gesagt, dass ich "zur Zeit" eigentlich keinen Alkohol trinken möchte. Darauf sie: eine Flasche Wein wird ja nicht so schlimm sein.

Heute werde ich mir auf alle Fälle einen Vorrat an Fruchtsäften kaufen.

Eigentlich dachte ich, dass es mir besser gehen würde, wenn ich mit dem Trinken aufhöre. Aber gestern war ich total nervös, hatte Herzklopfen und zitternde Hände. Erst nach dem Abendessen wurde ich ruhiger. Ich hoffe, diese Phase geht schnell vorbei.

Grüsse, Markus

PS: Es ist schön, von Euch zu hören. Man ist dann nicht ganz so allein mit seinen Gedanken.
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MarkusM hat zum Thema: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. geschrieben
Teufelchen
Gast






BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 05:21    Titel: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Markus,

Zitat:
gestern war ich total nervös, hatte Herzklopfen und zitternde Hände. Erst nach dem Abendessen wurde ich ruhiger. Ich hoffe, diese Phase geht schnell vorbei.


Das sind typische Entzugserscheinungen, die nach etwa 10 Tagen vorbei sein werden.

Wir raten hier niemanden, selbst zu entziehen, sondern zu einem Arzt zu gehen, der den Entzug begleiten kann. Entzugserscheinungen können sehr gefährlich werden.

Du bist Alkoholiker, zu dieser Erkenntnis bist Du selbst gekommen. Das ist ein sehr wichtiger Schritt für Dich in die richtige Richtung.

Für mich war diese Erkenntnis damals auch ein Schock. Auch ich steckte voller Vorurteile gegenüber Alkoholiker und hielt Alkoholabhängigkeit für eine charakterliche Schwäche. Mit dem trocken werden, kam dann aber die Erkenntnis, es ist eine Suchterkrankung, die nichts mit Willensschwäche zu tun hat.

Arbeite daran, dass Du für Dich verinnerlichst, dass Du keinen Alkohol mehr trinken willst. Dann wirst Du eines Tages feststellen, dass Du den Alkohol nicht mehr brauchst in Deinem Leben. Bist dann endlich frei. Ein sehr schönes Gefühl, sein Leben selbst zu bestimmen und nicht vom Alkohol bestimmen zu lassen.

Habe Geduld mit Dir und sei nicht so streng mit Dir selbst. Das ist sehr, sehr wichtig, wenn man nüchtern leben willst.

Viel Mut und Kraft wünscht Dir

Teufelchen[/b]
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Teufelchen hat zum Thema: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. geschrieben
MarkusM
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 23.08.2006
Beiträge: 13

BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 06:53    Titel: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Leute,
hallo Teufelchen

Danke für Deine unterstützenden Worte.

Das Problem ist eben auch, dass bei mir und meiner Frau alle schönen Erinnerungen immer auch mit Alkohol zusammenhängen. Die erste Verabredung, die Verlobung, die Hochzeit: immer war der "Freund" Wein dabei. Ich denke, dass dies auch ein Grund ist, weshalb sie nicht ganz auf das Gläschen Wein verzichten will (geht mir ja auch so, deshalb ist es ja auch nicht leicht).

Nun, nachdem ich mir jetzt alle "Hintertürchen" geschlossen habe, bin ich fest entschlossen, es durchzuziehen. Dies ist auch der entscheidende Unterschied zu allen vorher gehenden Versuchen, einfach nur den Konsum einzuschränken.

Grüsse, Markus
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MarkusM hat zum Thema: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. geschrieben
Teufelchen
Gast






BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 07:01    Titel: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Markus,

dieses "Problem" ist mir auch vertraut. War auch Weintrinkerin.

Denke mal darüber nach, was Dein "Freund" sonst noch so an Erinnerungen für Dich parat hält. Z.b. das selbstzerstörerische Potential.

Durch ihn wurdest Du abhängig, kämpfst mit körperlichen und bald vorrangig psychischen Entzugserscheingen. Rücke das in den Mittelpunkt Deiner Betrachtungen.

Konzentriere Dich immer auf das Hier und Jetzt. Lebe im 24 h Rythmus. Sage Dir: Heute werde ich nicht trinken und sorge dafür, dass es Dir in diesen 24 h auch richtig gut geht.

Schön, dass Du diese sinnlosen Versuche aufgibts, kontrolliert trinken zu wollen.

Mit dieser Einstellung bist Du auf dem richtigen Weg.

Denk bitte darüber nach, noch heute zum Arzt zu gehen.

lg
Teufelchen
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Teufelchen hat zum Thema: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. geschrieben
Esli
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.08.2006
Beiträge: 19

BeitragVerfasst am: 25.08.2006, 07:39    Titel: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Markus,

deine Situation liest sich fast so wie meine. Auch von der konsumieretn Alkoholmenge her war es ähnlich, auch, dass es ein nettes Ritual war mit dem Partner gemeinsam am Abend zu tirnken, dass der Tag gelaufen ist weil man sich zu nichts mehr aufraffen kann....kommt mir alles sehr bekannt vor.

Ich schäme mich dermassen, dass ich mich als Alkoholiker bezeichnen muss, dass auch ich mir noch nicht mal vorstellen kann mit dem Arzt darüber zu reden. Genauso ging es mir bei meinem Mann...zuerst.

Heute ist für mich der 9. Tag ohne Alkohol. Die ersten Tage waren grässlich. Zittern, Schweißausbrüche, Lust auf Alkohol wie blöde...alles hat mir noch mehr gezeigt, dass ich was tun MUSS. Normal sind ja solche Erscheinungen nicht.

Bis vorgestern hatte ich auch noch täglich Kopfschmerzen, ansonsten ging es mir körperlich von Tag zu Tag besser. Ich sehe sogar viel besser aus. Nicht mehr so aufgedunsen, obwohl mir das früher nie auffiel.

Am 4. Tag kam dann aus einer Situation heraus endlich das Gespräch mit meinem Mann. Er fragte mich, ob er von einer Geschäftsreise von unserem Stammweingut Wein mitbringen soll. Da habe ich ihm einfach von meinen Problemen erzählt, davon, dass ich gesundheitliche Schäden habe, davon, wie meine Entzugserscheinungen aussehen.

Er war sehr erschrocken weil auch er mich nicht als Alkoholikerin gesehen hat und hat mir alle Unterstützung zugesagt und tut das auch.

Es ist eine grosse Erleichterung das endlich mal ausgesprochen zu haben. Ich habe hier das erste mal drüber geredet, dann endlich mit meinem Mann. Das tut sehr, sehr gut.

Halte durch, ich bin davon überzeugt, täglich mehr, dass das Leben ohne Alk viel intensiver ist und angenehmer.

Liebe Grüsse
Esli
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Esli hat zum Thema: Re: Ich will mit dem Trinken aufhören. geschrieben

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