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Hätte es nicht gedacht

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Diesmal wird es klappen   •    Und noch einmal von vorne.  
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Ernest
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 21.11.2017
Beiträge: 32
Alter: 59

BeitragVerfasst am: 24.11.2017, 20:47    Titel: Hätte es nicht gedacht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Tag zusammen
Am 21.11. durfte ich mich bei Einigen von Euch vorstellen und nun bin ich "freigeschaltet". Ich darf mich nochmals vorstellen und erlaube mir das bereits Geschriebene reinzukopieren:


Hätte es nicht gedacht, dass ich hier mal schreibe. Nächstes Jahr werde ich 60 und ich will was ändern.
Bin seit knapp 10 Jahren geschieden, arbeite seit 20 Jahren am gleichen Arbeitsplatz (Verwaltung), lebe in einer recht großen Villa mit der 95 jährigen Mutter, kümmere mich um den Garten und habe keinen großen Kontakt zur "Aussenwelt".
Und trinke seit 6 Jahren regelmäßig 2 Flaschen Wein (1.5 Liter) zw. 18 und 22 Uhr. Am Samstag und Sonntag manchmal auch das Doppelte/Dreifache. Aber dann über den ganzen Tag verteilt.
Vor 3 Jahren besuchte ich eine Therapie, trank ca 2 Monate nichts und diesen Frühling war ich wieder in einer Therapie "kontrolliertes Trinken". Mein Ziel war, nie mehr allein zu trinken. Also bis heute hat sich nichts geändert. Der Grund meines Alkoholismus ist schlicht und einfach die Langeweile. Den Job habe ich im Griff und ich freue mich schon am Nachmittag, zu Hause in meiner eigenen Stube eine Flasche zu öffnen. Dann das wohlige Gefühl des Nichtstun und des Zudröhnen.

Die damaligen Therapeuten meinten: Such dir ein Hobby. Mache Bekanntschaften etc. Aber als übergewichtiger Langweiler, ohne große Phantasie, als Mann ohne Eigenschaften, ist dies leichter gesagt als getan.

Und jetzt will ich nicht mehr trinken. Ich gehe daran zugrunde und je mehr ich trinke desto lethargischer werde ich.

In diesem Forum stöberte ich schon lange. Und jedesmal, denke ich, jetzt reichts. Die Anderen haben es auch erreicht.


Soweit meine Vorstellung. Auf Anraten von Martin besuchte ich heute (24.11.) einen Arzt. Führten ein gutes und intensives Gespräch. Treffen uns jetzt alle 2 Wochen.
Seit fünf Tagen trinke ich keinen Alkohol mehr und versuche dies durch zuziehen. Obwohl ich enorm mit mir kämpfe, ob dies der richtige Weg sei. Meine Überheblichkeit gegenüber dem Alkohol ist noch lange nicht vorbei. Rausch versus Vernunft. Konsum versus Aktivismus. Lethargie versus Interessen/Neugierde.

Körperlich nahm ich den bisherigen Entzug nicht groß wahr. Der Schlaf hatte keine große Qualität und die Gedanken drehen sich in den letzten Tagen fast ausschließlich um den Alkoholverzicht.

Euer Forum, Eure Beiträge beschleunigten meinen Beschluss und ich danke Euch allen, dass es soweit kam.
Liebe Grüsse
Ernest
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Ernest hat zum Thema: Hätte es nicht gedacht geschrieben
Dante
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 05.08.2006
Beiträge: 3095
Alter: 55
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 24.11.2017, 22:38    Titel: Re: Hätte es nicht gedacht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ernest & Willkommen im Forum! Sehr glücklich

Du hast ein ähnliches Trinkmuster wie ich damals. Ich war auch nicht so der Gesellschaftstrinker.

& auch mein Sozialleben wurde von sämtlichen Therapeuten bemängelt.

Ich weiß ja nicht, wie abseits du wohnst, aber so aus dem Bauch heraus denke ich auch, du musst unter Menschen.
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Dante hat zum Thema: Re: Hätte es nicht gedacht geschrieben
Ernest
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 21.11.2017
Beiträge: 32
Alter: 59

BeitragVerfasst am: 25.11.2017, 05:07    Titel: Re: Hätte es nicht gedacht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Dante. Danke für deine Rückmeldung.
Nein, es ist die Langeweile. Ich habe immer Alkohol getrunken. In den jungen Jahren mit Freunden, später noch mit Kollegen, viel gelacht und geblödet. Aber immer begleitet von einen unsichtbaren Schutzengel: bevor ich die Kontrolle über mich komplett verlor, verschwand ich. Mit dem Alter und Familie beruhigte sich das Ganze, aber der Alkoholkonsum verschob sich von der Kneipe nach Hause.Zuerst ein Glas, dann zwei etc etc Jetzt sind es 2 Flaschen an den Wochentagen. Die 3. Flasche habe ich noch nicht im Griff: Am nächsten Tag kann ich nicht mehr ordentlich arbeiten. Und dass es nicht soweit kommt, bin ich hier.
Ja Dante, du hast recht: ich wohne auf dem Lande. Musste schon zwei mal den Führerschein wegen Alkohol am Steuer abgeben, das letzte Mal vor 13 Jahren. Und da ich nicht in der Lage bin nur ein Glas Wein zu trinken, vermeide ich manchmal Feste oder ähnliches. Ich vermisse das aber auch nicht.
Lieber Gruss
Ernest
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Ernest hat zum Thema: Re: Hätte es nicht gedacht geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3388
Alter: 56
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 25.11.2017, 07:33    Titel: Re: Hätte es nicht gedacht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ernest!
Gut, dass du hier angekommen bist!
Ich habe deine Geschichte mal gelesen, weil ich doch noch immer wieder versuche, meinen Mann zu verstehen. Vergeben habe ich schon. Oder zumindest eben versucht.
Aus meiner langjährigen Mitleidenschaft würde ich spontan behaupten, dass du dringend eine richtige Therapie, sprich Entzug ,brauchst, in der nicht nur deine Sucht, sondern auch dein Leben neu angedacht wird. Mit großem Abstand von Zuhause und superguten Therapeuten, die dir auch richtige Pläne für deine Zukunft aufzeigen. Leider hat mein Mann dafür immer "Ausreden" gehabt.
O.k. die hatte ich lange Jahre für mich auch ( Haus mit alten Eltern, Garten, Kinder...) aber dann GsD eingesehen, dass es nicht anders möglich war, als mein Leben komplett zu verändern.
Und siehe da! Es geht auch so weiter!
Lies dich hier ruhig durch. Du wirst viele Antworten finden, viele neue Wege.
Herzlich Willkommen! Gotti.
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Gotti hat zum Thema: Re: Hätte es nicht gedacht geschrieben
Ernest
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 21.11.2017
Beiträge: 32
Alter: 59

BeitragVerfasst am: 25.11.2017, 11:13    Titel: Re: Hätte es nicht gedacht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke Gotti für die Hinweise. Ich muss mir dies alles überlegen.
Heute Vormittag erledigte ich meine Einkäufe in "meinem" Einkaufsladen. Da kam der Händler: Ciao Ernest. Konnte wieder von deinem Lieblingswein einkaufen Zum Vorzugspreis. Wenn du willst, stelle ich dir ein paar Flaschen auf die Seite". Ich: Ähhh, ehhhh, ja, nein, habe noch ein paar Flaschen zu hause. Danke. Melde mich." Und ab.
Sch.....
Heute Abend feiert meine Tochter ihren Dreißigsten bei sich zu Hause. Selbstverständlich bin ich auch anwesend. Klar wird im normalen Rahmen auch Wein getrunken. Da ich mir vor-/gestern den Schnupfen geholt habe, denke ich, dass es nicht groß auffällt, wenn ich Tee trinke. So muss ich mich auch nicht erklären. Alle Anwesenden sind ja gewöhnt, dass ich nicht "in ein Glas spucke".
Gleichwohl bin ich im Moment gereizt. Der Händler, die Geburtstagsfeier..... wie geht schon wieder der blöde Spruch: Man hats nicht leicht, aber leicht hats ihn.
Lese jetzt noch eine Weile im Forum und wappne mich.
Wird wohl schiefgehen.
Ist ein solcher Entzug planbar? Hätte ich meinen Entscheid vor dem Urlaub gefasst und wäre dann 2-3 Wochen in einem Kurhotel verschwunden, niemand hätte was gemerkt. Aber ich denke nicht, dass ich so einen Schritt planen könnte. Der Moment muss stimmen.
Liebe Grüsse
Ernest
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Ernest hat zum Thema: Re: Hätte es nicht gedacht geschrieben
Carl Friedrich
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 06.07.2015
Beiträge: 1128

BeitragVerfasst am: 25.11.2017, 12:08    Titel: Re: Hätte es nicht gedacht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo!


Der Händler wird wieder fragen. Mein Rat: Mach die Einkäufe demnächst woanders.

30. der Tochter: "Da genügt heute erst mal der Hinweis: "Danke, ich nehme Medis wegen der Erkältung, die vertragen sich nicht mit Alk, auch nicht mit einem kleinen Gläschen."

Übrigens: Einige Herrschaften hier im Forum, gingen heute abend nicht dort hin, weil ihnen ihre Trockenheit wichtiger ist. Auch ich habe Zweifel, ob eine Feier der richtige Ort für einen frisch Abstinenten ist.

Du wärst gut beraten, mal darüber nachzudenken, wer in deinem Umfeld eingeweiht werden soll.

Das wird hier im Forum unterschiedlich gehandhabt. Ich habe genau diejenigen informiert, die ich auch sonst von einer ernsten Erkrankung unterrichten würde. Die Alkoholkrankheit ist eine solche lebensbedrohliche Krankheit.Andere hier im Forum ziehen den Kreis weiter. Jeder so, wie er/sie es für richtig hält.

Abschließend: Sich klammheimlich aus der Sucht schleichen zu wollen, erscheint mir nahezu unmöglich.

Gruß Carl Friedrich
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Carl Friedrich hat zum Thema: Re: Hätte es nicht gedacht geschrieben
Ernest
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 21.11.2017
Beiträge: 32
Alter: 59

BeitragVerfasst am: 25.11.2017, 13:26    Titel: Re: Hätte es nicht gedacht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke Carl Friedrich für Deine Meinung.

Zitat:
Auch ich habe Zweifel, ob eine Feier der richtige Ort für einen frisch Abstinenten ist.

Was hat denn meine Tochter dafür, dass sich der Papa spontan entschlossen hat nicht mehr zu saufen? Nein, dieser Geburtstag ist mir sehr sehr wichtig.

Zitat:
Abschließend: Sich klammheimlich aus der Sucht schleichen zu wollen, erscheint mir nahezu unmöglich.

Ich habe ja auch klammheimlich gesoffen. Niemand weiß, welche Mengen ich in mich einschüttete (Mit Ausnahme des Arztes und Euch)

Nein, das benötigt noch seine Zeit. Kommt noch dazu, dass ich "quasi alleine" wohne. Meine Kinder (30 und 28 jährig) sehe ich ca. 2 x monatlich. Sie leben in anderen Gegenden und sind beruflich stark engagiert. Und wenn wir uns treffen, so bin ich nüchtern. Was soll ich sie da schocken? OK, wenn ich STERBENSkrank wäre, so sähe die Sache anders aus.

Lieber Gruss
Ernest
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Ernest hat zum Thema: Re: Hätte es nicht gedacht geschrieben
Sunshine_33
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 3552
Alter: 56
Wohnort: Trocken seit 2001

BeitragVerfasst am: 25.11.2017, 14:59    Titel: Re: Hätte es nicht gedacht Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ernest,

erstmal ein Herzliches Willkommen hier im Forum.
Gut, das Du hergefunden hast.

Ich möchte mich Carl Friedrich`s Worten zu 100 % anschließen !
Die meissten Langzeittrockenen hier handhaben es nach den "Grundbausteinen", die Du unter "Zu den Informationen" hier im Forum leicht abrufen kannst.
Ich möchte dringend dazu raten, sich an die Grundbausteine zu halten, denn die wurden hier erarbeitet von Leuten, die wissen, wo es lang geht.

Ich habe hier das für Dich momentan relevante herauskopiert:
Zitat:
Unterstützung durch Familie und Umfeld

Die Unterstützung durch sein enges Umfeld, von Familie über Freunde, Bekannte und Arbeit, ist ein wichtiger Faktor.
Man sollte sich daher wirklich nur in einem Umfeld bewegen, das einem die Trockenheit sichert und sie schätzt.

Leider kommt es immer wieder vor, dass selbst die enge Familie bei z.B. Familienfeierlichkeiten nicht auf den Alkohol selbst verzichten möchte, akzeptieren und verstehen sie nicht, dass es für einen nicht selbst reicht, nur nichts zu trinken.

Liegt da aber meist diese Krankheit schon über Generationen in der Familie.

Selbst in solchen Situationen heißt es wirklich, seine eigene Trockenheit an höchste Priorität zu setzen und ggf. solchen Treffen fern zu bleiben, egal welche Erwartungshaltung dieser „Verständnislosen“ damit „enttäuscht“ wird.


Ich erzähle mal von mir:
Ich bin mittlerweile über 15 Jahre trocken.
Die ersten 1,5 Jahre bin ich auf gar keine Feier gegangen, das war mir viel zu riskant.
Die erste Feier, die ich überhaupt wieder besuchte, war der Nachmittagskaffee auf meinem Bruders Geburtstag.
Ich habe nichts verpasst in der Zeit, wo ich gar keine Feier besuchte!
Die Welt hat sich trotzdem weiter gedreht, und ich habe mir erst einmal eine halbwegs stabile Trockenheit aufgebaut.
Das war mir nämlich viel wichtiger als alles andere.

Und Du weißt auch im Grunde, das der Geb. Deiner Tochter momentan ganz sicher nicht der richtige Ort für Dich ist.
Denn Du schriebst:
Zitat:
Gleichwohl bin ich im Moment gereizt. Der Händler, die Geburtstagsfeier..... wie geht schon wieder der blöde Spruch: Man hats nicht leicht, aber leicht hats ihn.

Die Gereiztheit könnte auch was mit Unwohlsein zu tun haben... denn Du weißt innerlich, das Du dort nicht hingehörst.

Ernest, ich möchte Dir wirklich ganz dringend die Grundbausteine ans Herz legen, sonst hast Du die Pulle schnell wieder in der Hand.
Schau mal... so eine Geb. Feier, wo getrunken wird:
Da stehen Gläser mit Alk auf dem Tisch... beschlagene Bierflaschen, Weingläser evtl... das kann das Suchtgedächtnis extrem triggern!
Dann wird evtl. angestoßen und schwupps, stehst Du schon mit einem Glas Sekt oder was auch immer in der Hand da...
Was meinst Du wohl, wie weit denn auch innerlich der Alk noch von Dir entfernt ist??
Geh bitte nicht so ein unnützes und dummes Risiko ein !
Es geht hier um DICH und nicht um andere... was die denken könnten !
Denn wenn DU wieder säufst, ist das anderen egal... aber DU steckst dann wieder im elenden Saufschlamassel !
Und nur DU kannst da raus, das kann kein anderer für Dich tun.

Zitat:
Ich habe ja auch klammheimlich gesoffen. Niemand weiß, welche Mengen ich in mich einschüttete

Sehr niedlich Winken
Glaubst Du wirklich, das es niemand wußte, oder zumindest ahnte?
Auch wenn andere nicht Deine genauen Trinkmengen kannten... sie ahnten sicher doch, was los ist.

Zitat:
Alle Anwesenden sind ja gewöhnt, dass ich nicht "in ein Glas spucke".

Genau ! Und sie wußten oder ahnten sicher noch viel mehr.
Ich weiß, eine unangenehme Vorstellung, aber is meist trotzdem so.

Dann mal noch zu dem "klammheimlich trocken werden wollen..."
Das taugt nix und wird auch nicht funktionieren.
Und warum auch? Du hast eine KRANKHEIT und Dir steht darum auch Hilfe zu.
Da ist nix dabei.
Und möchtest Du denn wirklich Deine lieben Menschen um Dich herum weiterhin anlügen?
Waren denn die Lügen für den Alk noch nicht genug? Denn um die Alkoholsucht geheim zu halten, muss man ja auch lügen, oder?
Hast Du das nie getan?
Ich habe es oft getan.

Ich für meinen Teil habe mich ganz bewußt für Ehrlichkeit bezüglich meiner Krankheit entschieden.
Das heißt aber noch lange nicht, das ich n Brett vorm Kopf habe, wo "trockene Alkoholikerin" drauf steht.
Die Menschen, mit denen ich engen Umgang habe, wissen es allerdings alle.
Das ist auch wichtig für mich selbst.
Ich für meinen Teil habe mich dafür entschieden, nicht mehr lügen zu wollen für den Alk. Und ebenso wenig lüge ich bezüglich meiner Krankheit.
Ich möchte doch auch nicht von meinen Angehörigen und engsten Freunden belogen werden über gravierende Dinge.
Im Gegenzug biete ich das Gleiche an.

Ernest, Du steht noch ganz am Anfang Deiner Abstinenz.
Da kannst Du vieles einfach noch nicht wissen.
Niemand weiß von Anfang an, wie man es am besten macht, sich ein trockenes Leben aufzubauen.
Wir alle standen mal an dem Punkt, wo Du gerade stehst.
Aber hier sind Menschen (Langzeittrockene), die den Weg bereits kennen.
Höre besser auf sie... hier meint es ja niemand böse mit Dir, ganz im Gegenteil.
Wir sind hier, um uns auszutauschen und so auch anderen Wege aufzuzeigen, wie ein trockenes Leben möglich werden kann.
Und da gibt es nicht allzu viele Alternativen, das ist zumindest meine Meinung.
Hier sind Menschen, die gern helfen wollen, die Dir die Hand reichen.
Du musst nur zugreifen... und manchmal auch einfach nur machen, auch wenn Du den Sinn dahinter noch nicht 100% versteht.
Das wirst Du aber, wenn Du am Ball bleibst Winken

LG Sunshine
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Sunshine_33 hat zum Thema: Re: Hätte es nicht gedacht geschrieben

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