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Sunshine_33
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BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 11:38    Titel: Re: Und noch einmal von vorne. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Joro,

Zitat:
Danach war ich auf jeden Fall total aufgewühlt und trotzdem gleichzeitig völlig erledigt.
Kaum draussen, überkam mich ein recht starker Drang nach einer Zigarette, obschon ich nicht mehr rauche und auch das Verlangen nach Alkohol.
Wenn ich etwas davon zur Hand gehabt hätte, ich weiss nicht ob ich hätte widerstehen können.


Ich kann mir diese Situation sehr gut vorstellen! Solche belastenden Ereignisse aufzuarbeiten ist schwer und auch belastend.
Da kann es ganz leicht passieren, das man sich danach betäuben möchte, um nichts mehr von dem zu spüren,
was da alles hochgekommen ist.
Und was läge da näher, als sich mit Alk oder Nikotin oder auch beidem "abzuschiessen"?
Darum rate ich persönlich immer dazu, sich erstmal eine STABILE TROCKENHEIT aufzubauen, ehe man diese anderen Sachen angeht.
Denn was nützt Dir eine Aufarbeitung, wenn Du dabei nicht trocken bleiben kannst?
Ich kann verstehen, das man Erlebtes aufarbeiten möchte, aber ich halte eine so frische Abstinenz für noch zu wackelig, um sich mit so schwierigen Themen zu beschäftigen.
Das Ergebnis hast Du hautnah zu spüren bekommen, gut das Du trotzdem trocken bleiben konntest.
Vielleicht solltest Du jetzt die Sache aber noch etwas ruhen lassen?
Wenn es irgendwie möglich ist, ich weiß es nicht, ob Dir das möglich ist?
Es ist ja nichts, was wegläuft... um es mal etwas ungeschickt auszudrücken.

Ich habe STABILE TROCKENHEIT nicht umsonst so groß geschrieben Winken
Denn ich denke, das ist momentan das Thema bei Dir, was im Vordergrund stehen sollte.
Eine stabile Trockenheit baut sich weder in Tagen, Wochen noch Monaten auf (meine Meinung).
Gebe Dir mal lieber ein Jahr oder auch 2 Jahre dafür. Oder auch noch länger.
Ich persönlich habe mich so ca. ab 4 Jahren Trockenheit wirklich stabil gefühlt.
Bei einigen mag das sicher schneller gehen, andere brauchen vielleicht auch noch länger.
Ich hatte damals keine SHG, darum war ich vielleicht auch ein "Spätentwickler" Winken

Ich möchte Dir also aten, Dir erst einmal eine stabile Trockenheit aufzubauen, danach kommt alles andere.
Denn das ist es, worauf Du später bauen kannst (und teilweise auch musst).

Das bringt mich auch gleich zum nächsten Thema: Ein Skiurlaub.
(Und ich fühle mich gerade wieder wie ein Spielverderber, aufgrunddessen, was gleich von mir folgen wird.
Früher gab es hier allerdings viel mehr Leute, die da Klartext schrieben und ich bin nach wie vor der Meinung, das niemald trocken gesteichelt wird.
Leider sind diese Leute nicht mehr da und bei anderen habe ich mitunter das Gefühl,
das sie hier bei niemanden in Ungnade fallen möchten.
Mir ist das allerdings ziemlich egal, ich bin nicht hier, um allen zu gefallen, das brauch ich nicht.
Und zwei bis drei andere Schreiber gibt es ja doch noch, die auch mal klare Worte finden Winken )

Also: Ich bin keine Skiläuferin, kann also nur von den Berichten anderer ausgehen, die selbst Ski laufen, ich kenne da so einige.
Da habe ich sehr oft von Skihütten gehört, wo man anhält, um "Jagatee" zu trinken (ich weiß nicht genau, was das ist, aber ich glaube, da ist sehr viel Alk drin, Ja? )
Oder um andere alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Und dann mitunter sogar recht angeschossen die Pisten runter zu fahren.

Die meissten langjährig Trockenen (hier und auch in realen Gruppen) warnen vor solchen Urlauben.
Ich persönlich würde sogar ganz abraten von einem Skiurlaub bei Deiner noch so frischen Abstinenz.
Sowas läuft ja auch nicht weg, und im nächsten bzw. übernächsten Jahr sieht es vielleicht auch schon anders aus.
Warum rate ich ab:
Erstmal hast Du wahrscheinlich früher in Skiurlauben Alk konsumiert, richtig?
Diese Erinnerungen können (und werden wahrscheinlich auch) rasch hochkommen... dann siehst Du die anderen was trinken, sich amüsieren,
und Du stehst da und denkst, warum die und ich nicht?
Was meinst Du wohl, wie schnell Du n Glühwein oder was auch immer in der Hand hast, allein wegen der übermächtig werdenen Verzichtsgedanken? Traurig
Ich rate Dir deshalb davon ab. Mache es Dir bitte nicht schwerer, als es ist.
Wie Martin hier oft schreibt: Man kann dem Alkohol nicht überall ausweichen, aber man muss ihm nicht auch noch entgegen gehen.
So einen Skiurlaub würde ich momentan als Entgegengehen einstufen.

Ich erzähle mal von mir... auch damit Du vielleicht verstehst, warum ich so eine Schwarz-Weiß-Denkerin bin ich Sachen Trockenheit.
Ich habe mich beinahe totgesoffen und landete im letzten Moment auf der Intensivstation.
Falls Du jetzt denkst, ach herrjeh, die muss ja ne Pennerin gewesen sein, irrst Du Dich.
Ich ging bis zuletzt meinem Beruf nach, hatte eine liebe Tochter und Partner (meinen heutigen Ehemann), Haus mit Garten, Auto etc.pp.
und trotzdem habe ich mich beinahe totgesoffen.
Auf der Intensiv wurde mir geholfen und ich hätte die Entgiftung beinahe nicht überlebt, war sogar einmal klinisch tot.
Ein Rückfall nach dieser Entgiftung wäre für mich das absolute Aus gewesen, ich wäre wohl dran gestorben.
Ich brauchte viele Monate der Rehabilitation, bis ich wieder einigermaßen fit war. Und ich habe leider auch eine Folgeerkrankung.
Vielleicht verstehst Du jetzt, wie viel mir meine Trockenheit bedeutete und auch jetzt noch bedeutet?
Ohne sie wäre ich gestorben.

In den Urlaub sind wir in dem Jahr meiner Entgiftung nicht gefahren.
Ich kam Anfang Mai auf die Intensiv und erst im Juni wieder raus.
Da war es ja schon kurz vorm Urlaub und ich war ja auch noch gar nicht fit genug für einen Urlaub. Also blieben wir in diesem Jahr zuhause.
Im Folgejahr überlegten wir gut, wo wir hinfahren können, ohne das ich in irgendeine Gefahr geraten würde.
(Mein Mann stand mir immer zur Seite, auch beim Trockenwerden).
Wir entschieden uns für einen Campingurlaub, aber auf einen Platz, auf dem wir noch nie waren.
Denn auch da gab es bereits Sauferinnerungen bei mir. Also mieden wir Plätze, wo ich gesoffen hatte.
Das war eine gute Entscheidung udn wir verlebten einen herrlichen Urlaub in den Dolomiten auf einem tollen Campingplatz.
Wie waren später noch oft dort und ich bin dort auch nie in Gefahr geraten.
Und Erinnerungen, die triggern könnten, kamen gar nicht erst auf.

Zitat:
so langsam begreife ich schon, dass ich nicht einfach im bisherigen Fahrwasser bleiben kann einfach ohne zu trinken. Auch wenn ich mir momentan überhaupt nicht vorstellen kann wie, so muss ich wohl mein Leben komplett neu gestalten. Vielleicht ist es am besten, wenn ich das einfach mal loslasse, auf mich zukommen lasse und einmal schaue was sich von selbst ergibt.


Joro, das ist die WICHTIGSTE ERKENNIS überhaupt!
Und ich denke, da hat es bei Dir auch klick gemacht Smilie
Es ist die eine Sache, das hier zu lesen...und zu denken, ja... hmmm...vielleicht haben die ja recht...
Es ist aber nochmal ne andere Sache, wenn da tatsächlich der Groschen bei einem selbst fällt. Winken
Also: Glückwunsch zu dieser Erkenntnis, von "Silberkralle" würdest Du dafür sicher nen ganzen Korb voller Erkenntnis-Äpfel bekommen Winken

Etwas loszulassen kann ja auch befreiend sein... auch wenn es erst noch Angst oder zumindest Unbehagen bereitet.
Das alte Leben loszulassen, wird nötig sein, denke ich. Das heißt aber nicht, das das neue schlechter wäre.
Außerdem, was kann schon schlimmer sein als das alte Säuferelend?
Mein Leben ist wieder wunderschön geworden... bunt, und lustig und ich bin sehr zufrieden damit, oft auch wirklich glücklich.
Ich bin wieder frei... und genieße das auch noch genau so wie am Anfang meiner Trockenheit.

Also nur Mut zu Veränderungen und zum Loslassen des Alten. Du bekommst dafür was Neues.
Und das ist ganz sicher besser als das alte. Denn ALLES ist besser als wieder saufen zu müssen !

LG Sunshine
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Sunshine_33 hat zum Thema: Re: Und noch einmal von vorne. geschrieben
Dante
sehr aktiver Teilnehmer


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BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 13:33    Titel: Re: Und noch einmal von vorne. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich!
Ich wurde trocken gestreichelt, myn lütt Lillieken. &

Mit dem Ski fahren ist das wirklich so eine Sache. Was steht, oder besser, was stand damals beim Ski fahren im Vordergrund: Die Abfahrt oder der Jagertee?

Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es bei dir ja nicht um Skiurlaub, denn du wohnst ja in den Bergen. Du würdest also nach dem Ablauf einfach wieder deine Sachen greifen & nach Hause fahren, das ja trocken sein sollte.

Wenn du das machst, solltest du dich schon sehr gründlich beobachten & vor allem keinen Durst haben.
Umgekehrt ist die Idee gar nicht schlecht, kommst du so wenigstens aus dem Haus & unter Menschen. Bloß sollten das dann natürlich nicht die falschen sein.

Das lässt sich sogar ausbauen. Vielleicht ergeben sich Kontaktmöglichkeiten mit anderen Menschen deines Alters, denen auch der Sinn nach Ski fahren & nicht nach der Saufbude danach steht.
Mehr noch. Meine Erfahrungen in solchen Geselligkeitsfragen belegen, dass nach sauffreiem Freizeitverhalten ein sehr hoher Bedarf besteht.
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Dante hat zum Thema: Re: Und noch einmal von vorne. geschrieben
Calida78
sehr aktiver Teilnehmer


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BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 13:39    Titel: Re: Und noch einmal von vorne. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Joro!
Nein, man kann sich nicht auf alles vorbereiten.
Ich habe bei allen erdenklichen Konflikten getrunken - und auch solche Situationen können Druck erzeugen.
Ich bin heute noch dran, mir anzuschauen, was genau in meinem Inneren passiert, wenn ich enttäuscht bin oder traurig bin. Ich schaue wa sich dann wirklich brauche - alkohol ist das, was einem frischen Abstinenzler zuerst in den sinn kommt - aber mit der Zeit kannst Du spüren lernen, was Du wirklich brauchst.
Wäre nicht auch der geschlossene Bereich etwas für Dich? Da tauschen wir uns sehr intensiv auch über diese Themen aus.
Viele Grüße
Calida
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Calida78 hat zum Thema: Re: Und noch einmal von vorne. geschrieben
Sunshine_33
sehr aktiver Teilnehmer


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BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 14:01    Titel: Re: Und noch einmal von vorne. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Dante,
ich kann mich gar nicht daran erinnern das Du trocken gestreichelt wurdest.
Von wem denn?
Naja... in unserem Alter wird man ja mitunter schon vergesslich...entweder
Du oder ich Auf den Arm nehmen

LG Sunshine
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Sunshine_33 hat zum Thema: Re: Und noch einmal von vorne. geschrieben
Dante
sehr aktiver Teilnehmer


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Beiträge: 3133
Alter: 55
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 14:30    Titel: Re: Und noch einmal von vorne. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Du.
Du hast mich trocken gestreichelt. & im Chat über ... ach, lassen wir das mal.
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Dante hat zum Thema: Re: Und noch einmal von vorne. geschrieben
Sunshine_33
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
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Beiträge: 3661
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Wohnort: Trocken seit 2001

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 16:03    Titel: Re: Und noch einmal von vorne. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Zitat:
Du.
Du hast mich trocken gestreichelt. & im Chat über ... ach, lassen wir das mal.

Naaaa juuut, das kann ich so durchgehen lassen Lachen
Ja, damals im Chat haben wir uns schon mitunter gegenseitig trocken gestreichelt. Smilie
Und sehr viel Spaß gehabt, ich zumindest Lachen

Hmmm... ich bin tatsächlich von einem Skiurlaub ausgegangen, Joro, aber das hattest Du nicht geschrieben.
Skiurlaub verbinde ich gedanklich mit einem Hotelaufenthalt (mit evtl. prall gefüller Minibar),
diesem besagten Tee an den Buden, wo man Halt macht und Abends lockt evtl. auch noch der Apres Ski.
Davon würde ich wirklich abraten.

Dante schrieb:
Zitat:
Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es bei dir ja nicht um Skiurlaub, denn du wohnst ja in den Bergen. Du würdest also nach dem Ablauf einfach wieder deine Sachen greifen & nach Hause fahren, das ja trocken sein sollte.

Wenn du das machst, solltest du dich schon sehr gründlich beobachten & vor allem keinen Durst haben.
Umgekehrt ist die Idee gar nicht schlecht, kommst du so wenigstens aus dem Haus & unter Menschen. Bloß sollten das dann natürlich nicht die falschen sein.

Das lässt sich sogar ausbauen. Vielleicht ergeben sich Kontaktmöglichkeiten mit anderen Menschen deines Alters, denen auch der Sinn nach Ski fahren & nicht nach der Saufbude danach steht.


Sollte es sich so verhalten, wie von Dante beschrieben, also eher um einen Tagesausflug mit Skilaufen
und danach wieder Richtung Heimat, sieht auch für mich die Sachlage anders aus.
Da sehe ich nicht so große Gefahren... wenn man ein paar Kleinigkeiten beachtet.
Ich erinnere diesbezüglich, das ich ja doch mal ne Skiläuferin war Lachen allerdings "nur" Langlauf im Harz gemacht habe, zusammen mit meinem Mann.
Ich bin also noch nie eine Abfahrt hinunter gefahren.
Wir haben es uns damals gemütlich gemacht, hatten ne Thermoskanne mit Kaffee mit und belegte Brote,
machten uns morgens auf Richtung Harz,
liefen gemütlich Ski, ließen es uns danach schmecken und irgendwann ging es dann wieder heim.
Da bestand also nie eine Gefahr für mich.

Dante spricht auch einen anderen Punkt an, nämlich, das es wichtig ist, auch neue Leute kennenzulernen, die keinen Alk konsumieren.
Sport ist da nicht die schlechteste Anlaufstelle. Da tummeln sich mitunter schon gesundheitsbewußte Leute, die nix mit Alk am Hut haben.
Muss man halt genau hinschauen, wie die drauf sind und sich dann entsprechenden Leuten anschließen, die nicht danach inne Kneipe wollen.
Und aus Bekanntschaften, die aus einem gemeinsamen Hobby heraus entstehen, können sich auch sehr gute Freundschaften entwickeln.
Diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht.

Zitat:
Mehr noch. Meine Erfahrungen in solchen Geselligkeitsfragen belegen, dass nach sauffreiem Freizeitverhalten ein sehr hoher Bedarf besteht.


Das deckt sich mit meinen Erfahrungen Smilie

Man macht es sich zu einfach, wenn man sagt, das ja überall Alkohol konsumiert wird und man das somit gar nicht umgehen kann.
Das stimmt so einfach nicht.
Das ist nur ne bequeme Ausrede, um ja nix am bisherigen Leben ändern zu müssen. Winken
Es ist immer das gleiche:
Wer nicht will, findet Gründe, und wer will, findet Wege.
Hier ist es daran, Wege zu finden, und sich von den lahmen Ausreden zu verabschieden.

Ich für meinen Teil habe mir einen guten Freundeskreis aufbauen können mit Menschen, die nicht trinken wollen und es auch nicht müssen in meiner Gegenwart.
Und wenn einer denkt, och, was soll n das fürn lahmer Zock sein, der irrt sich ganz gewaltig.
Wir haben es schon so oft derart lustig gehabt, das wir Tränen gelacht haben.
Und es ist eine andere Art "Lustigsein", die ich als "purer" empfinde, weil sie durch keine chemische Droge entstanden ist.

Und in diesem Zusammenhang und weil ich Dante hier gerade lese, erinnere ich gerade folgendes:
Wir trafen uns mit unseren Partnern in Berlin und saßen an einem schönen Nachmittag am Schloß Charlottenburg und es war einfach nur schöööön.
Wir tranken Kaffee, aßen ein Eis oder Kuchen und hatten einfach eine gute
und schöne Zeit zusammen.
Wer braucht dabei noch Alkohol ? Wir brauchten es jedenfalls nicht, es war alles gut so wie es war.
Und das sind die Situationen, in denen ich sehr zufrieden bis glücklich bin, das es genau so sein kann Smilie
Vermisst hat keiner von uns den Alkohol, da darf ich wohl für Dante mitsprechen. Winken

Calida schrieb:
Zitat:
Wäre nicht auch der geschlossene Bereich etwas für Dich? Da tauschen wir uns sehr intensiv auch über diese Themen aus.

Das gleiche habe ich heute auch gedacht Winken
Glaube auch, das der Erweiterte Bereich auch für Dich eine gute Adresse wäre zwecks intensiveren Austauschs.
Du würdest da gut mit reinpassen, würde ich mal sagen Smilie
Will aber auch niemanden dazu drängeln, ist also nur n kleiner Tipp

LG Sunshine
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Sunshine_33 hat zum Thema: Re: Und noch einmal von vorne. geschrieben
Thalia1913
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.06.2014
Beiträge: 3856
Alter: 48

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 18:50    Titel: Re: Und noch einmal von vorne. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Joro,
also ich kenne dich noch aus dem geschlossenen Bereich.
Viele Grüße mal zwischendurch von mir.

Für mich ist die beste „Vorbereitung“ für alles mögliche, was das Leben so bietet, eine gute Verbindung zu mir selbst. Und das Schreiben von mir, zum Beispiel hier im Forum, so wie du es jetzt ja auch (wieder) hier tust, hat mir dabei geholfen.

Thalia
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Thalia1913 hat zum Thema: Re: Und noch einmal von vorne. geschrieben
Joro
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 31.08.2014
Beiträge: 109
Alter: 59
Wohnort: In den Bergen

BeitragVerfasst am: 06.12.2017, 23:19    Titel: Re: Und noch einmal von vorne. Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo alle
schön, die rege Beteiligung von Euch, da gibt es ja richtig viel zu lesen und auch zu beantworten. Jedenfalls danke allen die hier geschrieben haben.

Zitat:
ist doch toll. dass Du es heute geschafft hast direkt nach Hause zu fahren! Stricke

Ja, so kann man das auch sehen Winken aber das war verdammt knapp, das muss ich nicht haben.

Zitat:
Darum rate ich persönlich immer dazu, sich erstmal eine STABILE TROCKENHEIT aufzubauen, ehe man diese anderen Sachen angeht.
Denn was nützt Dir eine Aufarbeitung, wenn Du dabei nicht trocken bleiben kannst?
Ich kann verstehen, das man Erlebtes aufarbeiten möchte, aber ich halte eine so frische Abstinenz für noch zu wackelig, um sich mit so schwierigen Themen zu beschäftigen.

Hallo Sunshine, die Situation ist die, dass meine Frau, die ich über alles geliebt habe, anfangs Oktober nach schwerer Krankheit aber auf dem Weg zur Genesung plötzlich und überraschend gestorben ist. Es geht hier also nicht um Vergangenheitsbewältigung oder Aufarbeitung sondern schlicht darum mit der jetzigen, aktuellen und sehr schweren Situation klar zu kommen.

Zitat:
Hab nur auf dem Schirm, dass sich Suchtdruck einstellen kann, falls Du früher dort gebechert hast.

Ich habe mir für den Anfang (für morgen) ein Skigebiet ausgesucht in dem ich noch sehr selten war und zu dem ich absolut keine Suchterinnerung habe.

Zitat:
Was steht, oder besser, was stand damals beim Ski fahren im Vordergrund: Die Abfahrt oder der Jagertee?

Beim Skifahren stand immer das Ski fahren im Vordergrund, selbst bei Pausen an der Sonne, bei der Skihütte habe ich, wenn überhaupt, nur sehr wenig Alkohol konsumiert. Weiche Knie und Skifahren geht für mich nicht zusammen.

Zitat:
Du würdest also nach dem Ablauf einfach wieder deine Sachen greifen & nach Hause fahren, das ja trocken sein sollte.

Ja, genau so ist das geplant und ja, das Zuhause ist trocken. Da ist restlos alles weggeräumt.

Zitat:
Ich hab hier mal gelesen, dass man dann das „was wäre wenn“ zu Ende denken sollte. Das hab ich getan. Ich hab weiter gedacht. Wenn ich jetzt auch Wein trinken würde, dann würde es abends weiter gehen und vermutlich auch nächsten Morgen gegen den Kater. Ich würde kein Ende finden. Hab an Situationen gedacht, die mir unter Alkoholeinfluss passiert sind.
Und schon war ich glücklich über meinen Kaffee zur Torte.

Danke Cadda, das ist sehr hilfreich. Das gehört in meinen virtuellen Notfallkoffer! Übrigens ich liebe Kaffee und Torte, das ist für mich schon fast Ersatzdroge. Lachen Lachen

Zitat:
Wäre nicht auch der geschlossene Bereich etwas für Dich? Da tauschen wir uns sehr intensiv auch über diese Themen aus.

Der Antrag läuft und Überweisung ist gemacht, ich erwarte eigentlich baldige Freischaltung, vielleicht dauert es noch etwas wegen Auslandüberweisung.

Hallo Thalia, danke für die Grüsse, auch ich erinnere mich noch.

L. G. Joro
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Joro hat zum Thema: Re: Und noch einmal von vorne. geschrieben

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