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sausebraus
neuer Teilnehmer


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BeitragVerfasst am: 11.10.2017, 07:17    Titel: ein blinder Passagier Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

vor 10 Jahren bin ich schon einmal bei einer Suchtberatung für Alkoholiker gewesen, weil ich dachte, daß diese mir helfen können aber ich wurde abgewiesen. Warum, weil nicht der Alkohol mein Problem ist,.sondern der Zucker. Warum bin ich also dorthin gegangen ?
Meine Mutter ist Alkoholikerin und ich kenne all die damit zusammenhängen Probleme, vom Verstecken, Leugnen, den gesundheitlichen Schäden etc. aus erster Hand und ich kann das 1:1 auf meine Sucht übertragen.

Damals hieß es bei der Beratung, "wir sind nicht zuständig, geh zur Ernährungsberatung", was ich auch tat, merhfach, aber die Ratschläge alleine helfen mir nicht. Die Sucht ist so stark, daß ich einfach nicht alleine davon loskomme.
So schaue ich etwas neidisch auf all die Angebote für Alkoholiker und denke mir, wenn ich auch so einer starken Sucht verfallen bin, auch meine Vorräte vor den Verwandten verstecke, mir etwas in die Tasche lüge und gesundheitliche Schäden erleide, mir zunehmend Schwierigkeiten im Job und in der Partnerschaft mache, kann ich nicht einfach ein Programm für Alkoholiker mitmachen und das Wort Alkohol gegen Zucker austauschen?

Ich habe das Gefühl und die Hoffnung, daß ich dadurch Hilfe finden könnte, denn für Abhängige wie mich gibt es nicht viel im Netz. Jetzt bin ich gespannt, ob ich wieder eine Abfuhr erhalte. Jedenfalls habe ich beim ersten Lesen hier im Forum viel an Ideen gefunden, die sich vielleicht auf meine Situation anwenden lassen.

Irgendwo las ich hier, es sei alles eine Frage des Wollens, man muß sich entscheiden, wirklich aufhören zu wollen. Ja, wenn es denn so leicht wäre.
Ich war bei einem Psychologen, der sagte das auch. Sie müssen sich entscheiden! Danke. Aber was, wenn man zwar möchte aber die Sucht so stark ist, daß es am Ehrgeiz zur Umsetzung mangelt ?

Wie fängt man am besten zu Hause an ? Es ist soviel Stoff überall in der Wohnung verteilt. Es fällt mir schwer, das alles wegzuschmeißen und wenn tatsächlich mal ein Vorrat zur Neige geht, finde ich doch irgendwas und ärgere mich danach.

Viele Grüße
Euer Sausebraus
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sausebraus hat zum Thema: ein blinder Passagier geschrieben
Correns
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 09.01.2010
Beiträge: 2405
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BeitragVerfasst am: 11.10.2017, 22:20    Titel: Re: ein blinder Passagier Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Du blinder Passagier,

es wird vermutlich schwierig sein,
die Strategien, die bei Alkohol greifen,
auch auf Zucker anzuwenden.

Alkohol kann man (relativ einfach) aus seinem Leben verbannen.
Zucker ist praktisch überall (okay fast überall) drin.
D.h. das Ganz-Weglassen-von-Zucker ist vermutlich nicht möglich.

Seitdem ich trocken bin, ist meine Lust nach Süßigkeiten sehr gestiegen.
Meine Ernährung kann ich deshalb derzeit nicht als gesund bezeichnen.
Was mir aktuell hilft: Ich habe den Einkauf von Süßigkeiten unterbunden.
Die Süßigkeiten, die ich über andere Kanäle bekomme, sind voll ausreichend.
Aber ich bin mir nicht sicher, wie lange ich die Süßigkeiten
noch vom Einkaufswagen fern halten kann.

Was vielleicht konkret helfen könnte,
wäre ein Buch über Alkoholsucht und wie man davon wegkommt.
Vielleicht auch ein Buch um Nichtraucher zu werden.
Da ich selbst kein solches Buch besitze, kann ich auch keines empfehlen.
Hier kann vielleicht die eine oder der andere aus dem Forum weiterhelfen.

Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen,
dass Du hier vielleicht den einen oder anderen Impuls erhältst.

Viele Grüße
Correns
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Correns hat zum Thema: Re: ein blinder Passagier geschrieben
sausebraus
neuer Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 08.10.2017
Beiträge: 8
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Wohnort: Urberach

BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 09:10    Titel: Re: ein blinder Passagier Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich danke Dir Correns!
das was die Themen verbindet ist glaube ich die nötige Willensstärke, gegen die Sucht anzukommen.
Gestern war wieder ein sehr typischer Tag. Bis nachmittags habe ich alles im Griff und dann drehen sich die Gedanken nur noch darum an entsprechenden Stoff zu kommen. Ich gehe in Gedanken den Haushalt durch, ist das noch was, ja gefunden, genommen, dann unterwegs der Drang noch mehr zu kaufen. Die ganzen Nachteile inkl der schlechten Leberwerte hatte ich vor Augen und dennoch habe ich mir was gekauft.

Was muss passieren, damit man den Ehrgeiz und die Willensstärke entwickelt, die die Kraft hat gegen die Sucht anzukommen ?

Viele Grüße
Sausebraus
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sausebraus hat zum Thema: Re: ein blinder Passagier geschrieben
sausebraus
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.10.2017
Beiträge: 8
Alter: 50
Wohnort: Urberach

BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 09:17    Titel: Re: ein blinder Passagier Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke bezüglich der Buchidee! Weiss auch nicht, wieso ich da nicht mal geschaut habe. Es gibt tatsächlich ein paar vielversprechende klingende Bücher zu dem Thema.
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sausebraus hat zum Thema: Re: ein blinder Passagier geschrieben
Katrienchen
neuer Teilnehmer


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Beiträge: 120
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BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 18:08    Titel: Re: ein blinder Passagier Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

mal ne frage eines unwissenden: schlimme leberwerte durch zu viel zucker?
wusste ich noch gar nicht. Geschockt

meine erfahrungen zum thema sucht/zucker/abnehmen sind im übrigen (bin auch betroffen): ich nehme nur dann ab, bzw ernähre mich gesünder, bewege mich mehr, wenn ich
a) glücklich und zufrieden bin, und
b) ich (für meine Verhältnisse) viel wasser trinke

bin diesbezüglich momentan wieder am rumprobieren, aber ich kriege halt nicht genug rein, bzw wenn ich mal genügend trinke, renne ich gefühlt 100 mal zur toilette :/

bewegen tue ich mich jobtechnisch mehr als genug, nehme aber leider derzeit auch nicht wirklich ab.
stressbedingt "fresse" ich aber auch leider wieder sehr ungesund *seufz*
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Katrienchen hat zum Thema: Re: ein blinder Passagier geschrieben
sausebraus
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.10.2017
Beiträge: 8
Alter: 50
Wohnort: Urberach

BeitragVerfasst am: 12.10.2017, 18:42    Titel: Re: ein blinder Passagier Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Katrienchen, ja der verdammte Zucker führt auch zur Fettleber.
Bei mir ist es eher so, daß ich mich unter starkem Druck zu einem anderen Verhalten zwingen kann. Also zB ein schriftliches Versprechen an mehrere Leute, wenn ich am Datum x mehr wiege als heute, schulde ich den anderen zB je 1000 Euro. Das würde funktionieren aber das mache ich erst gar nicht. Da fehlt mir dann wohl das Zutrauen in die eigene Willensstärke.
Ich glaube das ist auf Dauer auch kein gangbarer Weg, um der Sucht zu entkommen.
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sausebraus hat zum Thema: Re: ein blinder Passagier geschrieben

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