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Alkoholiker

Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden

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FuzziJones
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 29.08.2017
Beiträge: 38
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 31.08.2017, 23:22    Titel: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo alle miteinander,

ich bin neu hier und ihr könnt mich Fuzzi (gesprochen Futzi) nennen.

Ich bin Alkoholiker!

Das zu schreiben oder auszusprechen habe ich erst kürzlich gelernt.
Und allein dieser Lernprozess hat sich über 6 Monate hingezogen.

Gemäß meiner heutigen Definition und Sichtweise war ich schon locker vor 12 Jahren ein Alki.
Bis dahin war ich allenfalls ein kleiner Suffkopp, ein Opfer der Gesellschaft, einer der gern mal über Durst trinkt, etc. pp. zuletzt hatte ich den Begriff Alkoholmissbrauch(er) zugelassen.
Alles, alle Umschreibungen, aber nur nicht den Begriff: Alkoholiker!

Ein Bier allein gab es schon lange nicht mehr und danach hieß es frei nach dem Motto:
Halb besoffen ist rausgeschmissenes Geld.

Der Grund warum ich mich hier angemeldet habe ist einfach:
Ich benötige Hilfe!
Ich befinde mich irgendwo auf der Reise zwischen meinem ersten Bier und dem Endstadium des Alkoholkonsums: den Tod.
Diese Reise möchte ich gern stoppen.
Im April diesen Jahres habe ich aufgehört zu trinken und ich war fest davon überzeugt, dass ich dass zunächst für 12 Monate durchhalten kann. Danach wollte ich die Situation neu bewerten. Pustekuchen!

Ich bin jetzt wieder bei Tag 3.

Noch habe ich mein Leben gefühlt im Griff, auch wenn es bereits Anzeichen gibt, dass mir das eine oder andere durch den Alkohol aus der Hand gleitet.

Darüber möchte ich mich gern in diesem Fred austauschen und mein Werdegang dokumentieren.
Ich freue mich über jeden Kontakt, Tipp, Hinweis und den ein oder anderen erhobenen Zeigefinger.

An der Stelle auch ein herzlichen Dankeschön an die Forumbetreiber für diese Plattform und Freischaltung. Ich habe schon viel stöbern können.
Ihr macht hier einen ganz tollen Job.

Auf später dann
Fuzzi
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FuzziJones hat zum Thema: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden geschrieben
Correns
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 09.01.2010
Beiträge: 2450
Alter: 61
Wohnort: Großraum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 01.09.2017, 06:27    Titel: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen Fuzzi,

einen erhobenen Zeigefinger kannst Du von mir nicht bekommen.
Das machen andere im Forum bereits recht gut.
Ich halte es für sehr gut und wichtig,
dass Du wieder aufgestanden bist.
Glückwunsch!

Du stehst jetzt bei Tag 3.
Aber Du hast schon Erfahrung gesammelt.
Vielleicht kannst Du die Gründe,
warum Du beim letzten Mal umgefallen bist, finden.
Schreib diese Gründe auf!
Meist sind dies die ersten wertvollen Hinweis,
die genau zu Dir passen. Und vielleicht weißt Du dann,
was es bei Deinem neuen Versuch zu beachten gibt.

Du kannst hier im Forum sehr viele Tipps bekommen.
Aber die richtig passenden Tipps "kennst" Du schon.
Ich wünsche Dir einen guten Weg.
Viel Erfolg.

Viele Grüße
Correns
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Correns hat zum Thema: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden geschrieben
Thalia1913
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.06.2014
Beiträge: 3854
Alter: 48

BeitragVerfasst am: 01.09.2017, 08:54    Titel: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Fuzzi und herzlich Willkommen.

Schön, dass du dich hier mit uns austauschen willst. Mir ist der Austausch mit anderen Menschen und das dadurch angeregte und angereicherte Nachdenken über mich selbst sehr wichtig geworden, um auf mich zu achten und dadurch auch meine Trockenheit wichtig zu nehmen.


Wie ist es zum Rückfall gekommen? Ich schließ mich da Correns' Gedanken an.

Hattest du im April eine Entwöhnungstherapie oder so etwas gemacht?

Grüsse
Thalia
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Thalia1913 hat zum Thema: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden geschrieben
FuzziJones
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 29.08.2017
Beiträge: 38
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 01.09.2017, 11:42    Titel: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen,

Tag 4. Smilie .

Correns, Danke für deinen Zuspruch.
Das tut gut und bestätigt mich in meinem Vorgehen, mich hier angemeldet zu haben.
Ich verfolge auch deinen Fred, bin aber noch nicht durch.

Thalia, dir auch herzlichen Dank für dein Feedback.

Weiß ich doch nur zu gut, dass 4 Tage noch NICHTS bedeuten. Wie oft war ich da schon?

Ich möchte gern meine Erkenntnisse und Erfahrungen hier niederschreiben.
Ich glaube es wird mir helfen.
Der Versuch meine Gefühle und Gedanken niederzuschreiben fällt mir aktuell sehr schwer. Ich taste mich langsam ran.
Heute Abend geht es zu einer lokalen SHG.

Das erste Problem war, dass ich mir nie wirklich eingestanden habe, dass ich ein Alkoholiker bin.
Das hatte auch einen guten Grund, denn dann hätte ich mir auch eingestehen müssen dem größten Problem in meinem Leben gegenüber zu stehen.

War Alkohol bisher doch meine Medizin um Stress, Probleme und Alltagssorgen zu betäuben.
Normal würde ich doch das Problem Alkohol zunächst mit einem gepflegten Besäufnis und einer ordentlichen Portion Selbstmitleid begrüßen müssen!?
So habe ich es die letzten Jahre doch gelernt und den eigentlichen „normalen“ Umgang mit Sorgen verlernt.
So nichtig sie im Nachgang auch erscheinen mögen.

Nun bin ich selbsternannter Alkoholiker! Und schreibe das hier erstmals öffentlich.
Wenn ich das so lese macht mir das richtig Angst.
Habe ich doch aktuell allein Probleme meine Rechnungen zeitig zu zahlen, wie soll ich da den Brocken Alkohol bewältigen können? … und nicht zuletzt das Thema Rauchen, was ich bisher noch ausblende, aber auch noch im Hintergrund lauert, jedes Mal wenn ich gesoffen habe wurde es mit einer Schachtel Zigaretten abgerundet.

Ich habe in den letzten Jahren viele „Rückfälle“ erlebt. Immer wieder war ich davon überzeugt allein in die gute alte Zeit im Umgang mit dem Alkohol zu finden.

Was ist im März/April in diesem Jahr geschehen und wo fand ich mich im August wieder?

Kurz umschrieben, wie ich es jetzt sehe:
Schlechtes Rüstzeug und keinen Guide.
Ich habe mich alleine auf Badelatschen und einer kleinen Flasche Wasser in den Grand Canyon aufgemacht.
Tatsächlich habe ich doch noch gute 12 Wochen ausgehalten.

Dazu möchte ich gern ausholen und über mein Trinkverhalten schreiben.

Nach meiner Scheidung in 2014 habe ich mein Trinkverhalten geändert, …eigentlich wollte ich mal wieder aufhören..

Ich bin mir mittlerweile sicher, der Alkohol hat ein ordentliches Pfund zur Scheidung beigetragen.
Während meiner Ehe war ich regelmäßig mit Alkohol konfrontiert. Sicherlich auch schon vorher, an Wochenenden betrunken zu sein kannte ich schon, aber ich hatte ein neues Level erreicht.
Ich bin aufs Dorf gezogen, Hausbau, Sportverein, Feiern, meine Familie und Co. überall gehörte Alkohol zum guten Ton, auch innerhalb der Woche. Und ich war schon immer einer der zum harten Kern gehörte und zumeist mit als letzter das Feld geräumt hat. Meine Ex-Frau fand das zunächst nicht weiter schlimm, da sie selbst gern um „die Häuser“ zog.
Irgendwann habe ich angefangen allein zu trinken und mich immer mehr zurückgezogen… das war verstörend, für mich sowie für meine Ex-Frau. Ich wollte immer reduzieren, vergebens.
Ich kann mich noch gut an Wochen erinnern, die wie folgt abliefen. Montag voll, Dienstag leiden, Mittwoch voll, Donnerstag leiden, Freitag richtig voll, Samstag und Sonntag leiden.
Und ihr glaubt gar nicht, was ich für helle Momente hatte, während ich getrunken habe.
Irgendwann habe ich mal gedacht, das musst du dir das nächste Mal aufschreiben. Am nächsten Tag konnte ich mich nämlich gar nicht mehr daran erinnern, was denn so glorreich gewesen ist.
Das habe ich dann auch zweimal gemacht.
Was ein Schrott, wenn man nüchtern auf so einen Zettel schaut.

Das waren gefühlt meine Hochzeiten… mithin der Scheidung meiner Ehe.

Ein Tiefpunkt, der mich eigentlich aus dem Suff bringen sollte. Davon war ich überzeugt….

Fortsetzung folgt.
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FuzziJones hat zum Thema: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden geschrieben
Martin
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 22.01.2007
Beiträge: 19251
Alter: 53
Wohnort: Hier im Vorstellungsbereich

BeitragVerfasst am: 01.09.2017, 12:45    Titel: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Fuzzi,

Zitat:
Schlechtes Rüstzeug und keinen Guide.
Ich habe mich alleine auf Badelatschen und einer kleinen Flasche Wasser in den Grand Canyon aufgemacht.


das ist ein passender Vergleich für das was viele falsch machen.

Kennst du schon die Grundbausteine ?

Damit haben es schon viele Alkoholiker geschafft, warum nicht auch du ?

LG Martin

 
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Martin hat zum Thema: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden geschrieben
FuzziJones
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 29.08.2017
Beiträge: 38
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 01.09.2017, 13:38    Titel: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

…Fortsetzung.

Tatsächlich habe ich erstmal eine schöne Ausrede gehabt, mich gelegentlich volllaufen zu lassen, um meine Scheidung zur verarbeiten.
Ich musste ja mein Selbstmitleid feiern und lernen mir selbst zu verzeihen.
Klappte ja immer ganz gut mit einem ordentlichen Schluck aus der Bierpulle.

Nüchtern war die Welt zu viel.
So konnte man sich doch besser mit Alkohol mit den Themen auseinander setzen.
Betrunken zu sein, um sich die Welt ohne Alkohol besser vorstellen zu können?
Wie bescheuert das doch ist.
Ich glaube damals war es tatsächlich mein innigster Wunsch alkoholfrei leben zu können… obwohl ich im tiefsten Inneren wusste gefangen und hilflos zu sein.
Der größere Treiber war es der Welt und gar meiner Exfrau zu zeigen, dass ich auch anders kann.

Ich habe es tatsächlich geschafft massiv zu reduzieren und es „der Welt“ zu zeigen.
Seitdem zeigte im mich in der Öffentlichkeit, wenn ich denn nicht ganz verzichtete, mit 1-3 kleinen Bier.
Den „Rest“ habe ich mir dann im Nachgang allein geholt und eingetrichtert.

Seit guten 3 Jahren bin ich in einer neuen Beziehung und habe jetzt auch eine bezaubernde anderthalb Jahre alte kleine Tochter.
Meine jetzige Lebensgefährtin hat so ziemlich gar keinen Bezug zu Alkohol.

Als wir noch getrennt voneinander wohnten war es einfacher „heimlich“ zu trinken, da wir uns innerhalb der Woche kaum sahen. Am WOE war ich abstinent.
Sie erkannte aber schon schnell, dass mit mir etwas nicht stimmt.

Ich bin zum Heimlich&Alleine Trinker geworden. Was ich damals noch am WOE gemacht habe musste ich innerhalb der Woche nachholen. Was darin ausartete, dass ich am besten erst von Arbeit nach Hause gekommen bin, wenn es schon spät war und alle im Bett liegen.
Und der ein oder andere Streit rund um das Biertrinken gab auch hin und wieder den Anlass sich am WOE zu verkrümeln, …um Trinken zu gehen.
Abgesehen, dass ich es geschafft habe immer mal wieder Pausen einzulegen, war ich doch schon wieder da, wo ich schon Mal gewesen bin.

Meine Lebensgefährtin ist sehr tough, so hat sie sich schon viel früher Hilfe bei der Suchthilfe geholt, als ich überhaupt bereit war nur ansatzweise intensiv darüber nachzudenken.
Ihre Konfrontation mit all diesen Themen hat mich teilweise zur Weißglut gebracht, was wiederum das ein oder andere Besäufnis zur Folge hatte.
Ein wesentlicher Wendepunkt war der Zeitpunkt an dem meine Schwester mir ernst und mit enttäuschter Stimme sagte:
Fuzzi, du bist ein Alki!

Alle hatten recht, nur ich nicht!

Im März diesen Jahres war ich bei der Suchtberatung und diversen Ärzten.
Auch habe ich schon eine SHG besucht die mir aber nicht zusagte.

Laut meiner Hausärztin bin ich noch fit genug, um es ohne eine stationäre oder ambulante Therapie zu wuppen. Ich bräuchte psychologische Unterstützung.

Im Selbststudium bin ich dann los. Filme und Bücher gefressen.
Ganz speziell die Auswirkungen von Alkohol auf das Gehirn und den Körper.
Doch nichts über mich gelernt.

Ich stand innerhalb der 12 Wochen Abstinenz einmal vor dem Kühlschrank in der Tanke.
Es war ca. in der 10ten Woche.
Es war ein langer nerviger Arbeitstag und musste noch das Auto tanken.
Ich habe nicht gezielt den Kühlschrank angesteuert.
Ich weiß nur noch wie ich verwundert vor dem Kühlschrank stand und reihenweise halbe Liter Dosen Bier vor mir stehen sah.
Ich war zum Teil geschockt und amüsiert. Hatte kurz überlegt und bin dann direkt zur Kasse.

Diesen Moment hätte ich wohl ernst nehmen müssen.
Ich hatte angefangen mein Vorhaben zu vergessen.

2 Wochen später reichte ein heftiger Streit um zuzugreifen.

--------------------------------------------------------------------

@Martin
Die Grundbausteine nehme ich mir als nächstes vor.
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FuzziJones hat zum Thema: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden geschrieben
Hans im Glück
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 16.10.2014
Beiträge: 2376
Alter: 57
Wohnort: Berlin, trocken seit 08.10.13

BeitragVerfasst am: 01.09.2017, 22:48    Titel: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Abend Fuzzi,


Herzlich willkommen hier im Forum.
Ich wünsche dir einen hilfreichen Austausch.
Ich glaube, es gibt bei uns Alki's immer die zwei Baustellen:

Trocken bleiben
Herausfinden, warum man gesoffen hat.

Beides nicht einfach. Erfordert Zeit und Energie und ist im Alleingang unmöglich zu bewältigen.

Viel Kraft und Mut wünsche ich dir.

Hans
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Hans im Glück hat zum Thema: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden geschrieben
FuzziJones
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 29.08.2017
Beiträge: 38
Alter: 43

BeitragVerfasst am: 02.09.2017, 11:27    Titel: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo allerseits,

Hans danke für deine Wünsvhe, das kann ich gut gebrauchen.

Dieses Forum hilft mir schon sehr deutlich meine Gedanken zu ordnen.
Der Fred von Correns allein spiegelt sehr viel von mir wieder.

Das gibt mir Mut.

Entgegen der bisherigen Versuche das Trinken sein zu lassen verspüre ich aktuell eine Art von Demut oder Niedergeschlagenheit, ich bin nahezu schon melancholisch. Ist doch ein ganz schöner Brocken.

Sonst war ich immer mit einer gehörigen Portion an Motivation gestartet.

Vielleicht ist das dieses Mal ja ein gutes Zeichen.

Ich verspürte in den letzten Tagen auch kein Verlangen zu Trinken.
Gestern Nachmittag auf Arbeit kaum es wirklich nur kurzzeitig wie ein Welle über mich.
Das könnte ich erstaunlich gut mit einem "Hallo? Nacher ist SHG Treffen, Tzetze." Wie mit einer Wand abblocken.

Freitag, nervige Arbeitswoche, eigentlich schon zu viel Kaffee getrunken, wenig gegessen, kurz vor Feierabend.
Beste Voraussetzungen für mein Suchtgedächtnis. Vorletzte Woche ist die Situation mehrfach ausgeartet.
Meinen Suchtgedächtnis scheint es vollkommen egal zu sein, wie schwach ich mich körperlich auch fühle. Hauptsache Rausch. Einsicht werde ich da wohl nicht erwarten können.

Der Besuch bei der hiesigen SHG hat mir gefallen. Da werde ich nächste Woche wiederhin. Endlich mal eine vernünftiges Feedback und kein religiöses Protokoll (so etwas liegt mir nicht)

@Hans
Ich glaube ich werde nie rausfinden warum ich getrunken habe. Wenn ich gnädig mit mir bin, werde ich vielleicht die Antwort haben.
"Weil ich behämmert bin und verlernt habe mich anderweitig zu entspannen."

Vielmehr werde ich für mich wohl Antworten verinnerlichen müssen, warum ich nicht trinken möchte.
Das vergaß ich nämlich immer wieder.
Mein Notfallkoffer, so scheint es mir, muss in mein morgendliches Programm integriert werden.

Aktuell drehen sich alle meine Gedanken rund um Alkohol.. Ich merke gerade wie ich die Gedanken liebend gerne reduzieren möchte.

In dem Sinne auf später
Fuzzi
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FuzziJones hat zum Thema: Re: Fuzzi auf ausgetrampelten Pfaden geschrieben

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