eveline aktiver Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 04.08.2006 Beiträge: 543
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Verfasst am: 28.08.2006, 14:07 Titel: Re: verdammter alkohol |
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Hallo Jessie,
herzlich Willkommmen bei Uns.
Es ist ein guter Anfang hier zu schreiben.
Alkoholismus ist eine Krankheit, gegen die der Kranke etwas tun kann. Nicht mehr trinken.
Sprich mit Deinen Angehörigen über Dein Problem.
Nimm Deinen Mut zusammen und rede. Dir wirds danach besser gehen.
Sprich auch mit Deinem Arzt. Entzug ohne Arzt kann lebengefährlich werden.
Es gibt viele Hilfen für Dich, wenn Du sie annimmst.
Ich wünsche Dir, dass Du den einzig richtigen Weg gehst, weg von dem Feind Alkohol.
Viel Kraft und Mut wünsche ich Dir.
Alles Liebe
Eveline |
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Torsten neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.09.2006 Beiträge: 22 Wohnort: Dortmund
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Verfasst am: 03.09.2006, 16:53 Titel: Re: verdammter alkohol |
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| jessie29 hat Folgendes geschrieben: | hallo teufelchen,
...bekommt man da dann tabletten? was passiert körperlich, beim entzug?...
lg jessie |
Hallo jessie,
zumindest bist Du schon mal auf dem besten Wege abstinent zu werden. Einen Schritt hast du ja schon gemacht.
Um Dir Deine Frage zu beantworten:
Du bekommst Tabletten, die Dir die körperlichen Entzugserscheinungen lindern.
Welche Du bekommst ist von der Klinik abhängig in der Du entgiftest.
Wohl am verbreitetsten ist
DistraNeurin.
Dieses Medikament stellt Dich ruhig, macht schläfrig und ziemlich benommen. Im Normalfalle bzw.nach Entzugserscheinungen wirst Du am Anfang der Entgiftung ca. alle 2 Stunden zwei Tabletten (evtl.auch als Saft) bekommen. Wenn das Medikament anfängt zu wirken verspürst Du ein kribbeln in der Nase.
Wenn du zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Bett liegen solltest, wäre es dann jetzt allerhöchste Zeit. Das Zeug zieht Dir die Socken aus. Im laufe der meißt 2 Wöchigen Entgiftungsphase wird die Dosis so nach und nach auf 0 Reduziert um die Absetzterscheinungen auf ein Minimum zu reduzieren.
Weniger bekannt (zumindest zu meiner Zeit) ist die Behandlung mit
Rivutil
Dieses Medikament habe ich bei meinen letzten beiden Entgiftungen bekommen. Die Tablette ist "nur" so groß wie eine Süßstoffpille, und haut Dich nicht von den Socken. Im Gegensatz zu Distra bleibst Du völlig klar im Kopf. Außerdem bekommst Du davon nur 3 mal täglich eine Tablette. Und das ist auch völlig ausreichend. Bei Bedarf wird aber auch eine oder mehrere Zusatzmedikationen verabreicht. Kommt auf die Entzugssymptomatik an.
Im Enddefekt ist es aber egal, mit was Entgiftet wird, denn viel wichtiger ist, das die Entgiftung unter Aufsicht in einer Klinik erfolgt. Das Risiko von Herz-Kreislauf Versagen und/oder Krampfanfällen ist zu hoch um es einzugehen.
Spreche mit Deinem Arzt und erkundige Dich auch in Krankenhäusern oder speziellen Entgiftungskliniken. Bei letzteren ist aber meißtens eine Wartezeit von ca. 3 Wochen, in denen Du dich auch regelmäßig melden musst um ein Bett zu bekommen.
Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft auf Deinem Weg in ein trockenes Leben. Es wird nicht immer leicht sein, aber es lohnt sich dafür zu kämpfen. Egal wie beschi***n Dir das Schiksal auch mitspielt, es gibt immer ein Mogen für das es sich lohnt Trocken zu bleiben.
Gruß
Torsten |
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