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Kaina
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 13.02.2017
Beiträge: 8
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 13.02.2017, 17:07    Titel: Nicht zurück "auf Anfang" Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo!

Ich hatte schon im Vorstellungsthread geschrieben.Mir war nicht klar,daß dort nicht jeder lesen kann und ich erst freigeschaltet werden muß.Bin ich nun - danke.
Ich kopiere den geschriebenen Text jetzt einfach noch einmal hierher:

Hallo zusammen.
Ich lese hier seit einer Woche kreuz und quer.Ich wollte mich ablenken,mir Mut zusprechen indem ich eure Beiträge lese.Habe mich nun entschlossen,mich hier anzumelden,obwohl ich vor einiger Zeit nicht mal entfernt daran dachte mir im Internet Hilfe zu suchen.
Ich bin vor ca. 15 Jahren von einer anderen Abhängigkeit in den Alkoholstrudel geraten.Langsam immer weiter reingerutscht,kennen vermutlich einige hier.
Vor vier Jahren beschloss ich von jetzt auf gleich (nach einem extremen Tiefpunkt) den Alkohol aus meinem Leben zu verbannen.Nennt man wohl kalten Entzug,der,wie ich erst jetzt hier erfahren habe nicht gerade ungefährlich ist.
Glücklicherweise ist es aber gutgegangen.Zwei Jahre war ich abstinent und es ging mir gut/besser.Dann kam ein Tiefschlag,bei meinem Vater wurde eine tödliche Erkrankung diagnostiziert.Ich habe die folgenden (fast) zwei Jahre nur noch funktioniert.War jedes Wochenende bei ihm (er lebte in einer anderen Stadt) und mit ihm und anderen Familienangehörigen und ein paar Freunden durch Höhen und Tiefen gestrauchelt.Der Gedanke an Alkohol kam mir so gut wie nie,mußte ja voll wach und da sein.
Dann war er da,der Tag an dem mein Vater starb.In mir ist alles zusammengeklappt.
Ich war krankgeschrieben und habe alles mit Hilfe von Verwandten "erledigt"
Dann kam der Tag an dem ich allein zuhause war und dann war der Gedanke da.Einfach ruhig werden,entspannen,nicht mehr denken,nicht mehr funktionieren.
Ich bin dann,es war Sonntagabend, zum Bahnhof gefahren und habe mir zwei Flaschen Wein gekauft.Das Zeug hat mich umgehauen,aber noch bin ich nicht aufgewacht und habe die Notbremse gezogen.Statt dessen bin ich abends einkaufen gegangen.Könnt ihr euch ja vorstellen was.Es folgte ein fünftägiger Exzess.Ich kann mich kaum an die Tage erinnern,wußte nicht ob es Tag oder Nacht war.Habe im Internet gesurft,meine Wohnung auf den Kopf gestellt und immer wenn ich klarer wurde habe ich nachgekippt.
Bin dann irgendwann völlig fertig morgens aufgewacht und dachte,heulend,daß es so nicht geht.
Restlichen Alkohol weggeschüttet und versucht den Tag zu überstehen.
Ist jetzt zwei Wochen her.Ich kämpfe wieder jeden Tag.Heute nicht!
So erging es mir am Anfang,vor vier Jahren.Ich will das nicht wieder.Ich will nicht wieder,daß meine Gedanken um Alkohol kreisen oder um andere "Painkiller".
Ich weine.Um meinen Vater und um mich .Ich will nicht wieder zurück.

Das hier zu tippen hilft gerade ein bißchen.
Falls mir jemand antworten möchte: bitte,bitte keine Vorwürfe.Mache ich mir selber genug.
Liebe Grüße,
Kaina
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Kaina hat zum Thema: Nicht zurück "auf Anfang" geschrieben
Motek
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 11.02.2016
Beiträge: 344
Alter: 35
Wohnort: Tag 1: 11.02.2016

BeitragVerfasst am: 13.02.2017, 18:25    Titel: Re: Nicht zurück "auf Anfang" Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kaina,

richte dich ein, nimm dir Zeit, willkommen!

Viele Grüße
Motek
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Motek hat zum Thema: Re: Nicht zurück "auf Anfang" geschrieben
Thalia1913
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.06.2014
Beiträge: 3377
Alter: 47

BeitragVerfasst am: 13.02.2017, 21:56    Titel: Re: Nicht zurück "auf Anfang" Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kaina,

herzlich willkommen, herzliches Beileid zum Tod deines Vaters, und aber auch ganz herzlichen Glückwunsch zur begonnenen Abstinenz!

Was hältst du davon, deine Trockenheit diesmal auch suchttherapeutisch zu unterstützen?

Dass du hier bist, um dich auszutauschen, ist ja schon mal gut! Mir hat das sehr geholfen in den letzten Jahren. Hier wirst du keine Vorwürfe zu hören bekommen, wir wissen hier alle, wie Sucht funktioniert und verstehen dich. Es ist Zeit, die Schuldgefühle loszulassen.

Schau dich in Ruhe um, und bring dich ein, frag, wenn du Fragen hast.

Viele Grüße
Thalia
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Thalia1913 hat zum Thema: Re: Nicht zurück "auf Anfang" geschrieben
Calida78
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.07.2015
Beiträge: 1637
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 14.02.2017, 16:45    Titel: Re: Nicht zurück "auf Anfang" Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kaina!
Willkommen hier!
Es tut mir leid, dass Dein Vater gestorben ist.
Ich kann verstehen, was in dir vorging und vorgeht. Die Trauer und der Schmerz, die so stark sind, dass man glaubt, sie nicht ertragen zu können. Aber sie können sich nur wandeln, wenn Du sie zulässt - so meine Erfahrung.
Was Du schreibst, dass Du lange nur funktioniert hst, kommt mir bekannt vor. Ich habe nie gelernt, für mich zu sorgen, meine Bedürfnisse überhaupt wahrzunehmen. Alkohol war für mich auch ein Fluchtort - zu kippen und dann eben nicht funktionieren zu müssen. Inzwischen hab ich gelernt, wie es anders möglich ist - so langsam - nach und nach.
Wie geht es Dir denn heute? Hast Du eine Idee, wie du jetzt weitermachen möchtest?
Viele Grüße
Calida
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Calida78 hat zum Thema: Re: Nicht zurück "auf Anfang" geschrieben
Kaina
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 13.02.2017
Beiträge: 8
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 14.02.2017, 22:58    Titel: Re: Nicht zurück "auf Anfang" Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo und vielen Dank für die Willkommensgrüße.

Ich habe zur Zeit keinen Plan wie ich weitermachen will,also natürlich ohne Alkohol und auch ohne andere "Painkiller".
Muß vielleicht etwas erklären und wäre froh wenn sich jemand die Mühe macht das alles zu lesen.
Ich weiß,daß ich mit Sicherheit ein erhebliches Problem mit Alkohol habe.Ich komme aber eines langen Weges.Ich würde mich nicht unbedingt allein als alkoholsüchtig beschreiben,sondern als eine grundsätzlich süchtige Person.
Ich bin als Teenager in die Magersucht geraten,habe mich "geheilt" indem ich bulimisch wurde und gleichzeitig/später nur habe ich Tabletten genommen.Auch davon wollte ich mich selber heilen und fand dann Alkohol ganz beruhigend.Bis sich mein Leben irgendwann so um den Alkohol drehte wie früher um das Essen und meine Waage.
Ich habe es irgendwie alleine geschafft,irgendwann ohne diese Süchte auszukommen.Habe es auch sehr genossen,endlich wieder etwas mehr Energie und vor allem mehr Zeit zu haben.War da auch echt ziemlich stolz auf mich......
Tja,und dann kam alles anders.Zum Zeitpunkt der Erkrankung meines Vaters empfand ich mich als stabil,rückblickend war das wohl nicht der Fall.Sonst wäre der Einbruch nicht so drastisch gewesen.
Thalia,was suchttherapeutische Hilfe anbelangt bin ich sehr zwiegespalten.
Ich habe Psychiater/Psychologen aufgesucht.Anfang zwanzig war ich sehr verzweifelt und bin zu einem Psychologen und habe gleichzeitig um eine Therapie gebeten.Die Wartezeit war lang und als mir endlich ein Platz angeboten wurde war ich aus dem extremen Tief heraus und habe abgelehnt.Damals war ich Studentin und hätte die Stunden erstmal privat vorschießen müßen,das Geld hatte ich nicht (ist heute anders,bedenke bitte,daß dies fast 20 Jahre her ist).
Bei dem Psychologen selber habe ich mich unwohl gefühlt,da er 2 oder 3 mal äußerte,daß ich ein sehr interessanter Fall wäre.Das wollte ich aber nicht sein.
Die Psychologin die ich zu Beginn der Krankheit meines Vaters aufsuchte,gab mir zu verstehen,ich solle wissen was ich will,ansonsten könne es noch nicht schlimm genug sein...anderer Leute Väter sterben ja auch.
Auch das möchte ich nicht von einem Arzt hören,wenn ich ihm/ihr absolut hilflos gegenübersitze und auf Rat hoffe.
Ich tue mich aber ehrlich gesagt auch schwer,einem Fremden gegenüberzusitzen und mein Innerstes zu offenbaren.Mir fehlen da schlicht die Worte.

Von daher:mir alles zu kompliziert.Ich bin mir selber zu kompliziert,d.h. ich weiß nicht einmal ob ich mich als Außenstehender verstehen könnte.Ergibt das Sinn?

Es gibt keine einzige Person in meinem Umfeld,die mich wirklich kennt.Also dieses Gesamtproblempaket das ich bin.

Ich habe "nur" einen sehr kleinen Freundeskreis und enge Familie.Klein,aber fein.Waren immer für mich da.
Aber dieses ganze Suchtproblem und ich; komme grundsätzlich nicht klar....keine Ahnung.
Es gibt niemanden den ich damit betrauen/belasten will.Gebe auch zu,daß ich mich durchaus schäme.

Kann man mir hundertmal erzählen,daß Sucht eine Krankheit ist.Käme jemand zu mir und würde sich offenbaren: volles Verständnis.
Aber wie reagieren andere die nie damit zu tun hatten? Auf mich? Nein.Offenlegen will ich das alles nicht.Wäre noch mehr Streß und das führt zu....weiß ich nicht was.

Zur Zeit bin ich noch durcheinander.Ist mir alles zu viel.
Ich möchte eines noch sagen,auch wenn das vielleicht störend wirkt:

Essen muß man.Trinken nicht.
Ich habe gelernt ein entspanntes Verhalten zum Essen zu lernen.Kann heute genießen und essen was ich will...gucke aber immer noch schielend auf die Waage.Ganz werde ich es wohl nicht los.
Kein Plan,ob ich je wieder ein solches Verhältnis zu Alkohol haben werde? Aber das ist immerhin etwas was ich nicht haben muß.

Mir wurde gesagt,hier sei ein Forum für "Trockene"
Obwohl ich diesen derben Rückfall hatte,glaube ich okay für dieses Forum zu sein.
Wenn ihr aber der Meinung seid,ich gehöre nicht (aufgrund all der anderen Dinge)hierher:bitte sagt es mir.
Ich habe vor etlicher Zeit schon einmal in einem anderem Forum versucht zu schreiben,aber da hat mich einiges gestört.

Okay-Roman Ende
Ganz liebe Grüße
an wen immer,der dies gelesen hat Smilie
Gute Nacht,
KAINA
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Kaina hat zum Thema: Re: Nicht zurück "auf Anfang" geschrieben
dieStine
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 29.07.2013
Beiträge: 1081
Alter: 35

BeitragVerfasst am: 15.02.2017, 00:37    Titel: Re: Nicht zurück "auf Anfang" Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kaina,

herzlich willkommen hier im Forum und herzliches Beileid zum Tod Deines Vaters.

Zu Deiner letzten Frage - natürlich gehörst du hier her, ich finde es richtig gut, dass Du hergefunden hast! Wenn ich es richtig verstehe trinkst Du seit 2 Wochen nicht, oder? Und wegen "all der anderen Dinge" - viele hier haben mit mehreren Diagnosen/Süchten/Baustellen zu kämpfen, da bist Du nicht alleine mit.

Vieles was Du von Deiner bisherigen Suchtkarriere schreibst kommt mir bekannt vor. Ich bin auch in meiner frühen Jugend in eine Magersucht gerutscht die ich immer wieder mit bulimischen Phasen versucht habe zu "heilen". Als ich dann zum Studium in meine erste eigene Wohnung gezogen bin habe ich den Alkohol als Heilmittel entdeckt, nach ein paar Schlucken Wein/Sekt/Schnaps konnte ich wenigstens einige Happen essen. Tja, die Essstörung ist dann irgendwann in den Hintergrund getreten und der Alkohol hat viele Jahre lang das Ruder übernommen. Bis zum totalen Tiefpunkt der mich dann in zwei Entgiftung en und eine stationäre Langzeittherapie geführt hat - und jetzt bin ich seit 7,5 Jahren trocken und führe endlich ein Leben das wirklich lebenswert ist.

Ich weiß nicht genau wie Du Dir ein "entspanntes Verhältnis" zum Alkohol vorstellst? Hin und wieder mal etwas trinken können wir nicht, das hast du hier sicher schon öfter gelesen. Aber es ist möglich, ein zufriedenes Leben ohne Abhängigkeit zu führen. Ich persönlich hatte jahrelang Unterstützung von einer wunderbaren Therapeutin, plus die Zeit in der Klinik in der mir vor allem die Gruppensitzungen sehr geholfen haben. Zeitweise hatte ich auch Hilfe in Form von Antidepressiva. Und ich habe eine Zeit lang hier sehr viel geschrieben.

Was ich sagen will...Bin gerade schon sehr müde und schreibe total unsortiert...Es gibt einen Weg da raus! Vielleicht findest du noch einen Therapeuten mit dem es passt, oder eine Selbsthilfegruppe...Oder Du tauscht Dich hier aus...Oder alles auf einmal. Lies Dir doch einmal die Grundbausteine durch, da ist schon sehr viel darüber zu finden, wie man sein trockenes Leben gestalten kann. Und vor allem - schäm Dich nicht! Sucht ist eine Krankheit dir jeden treffen kann - und keine Charakterschwäche!

Roman Ende Winken Ich freue mich darauf wieder von dir zu lesen und bin dann vielleicht auch etwas sortierter. Wollte Dir nur gerne sofort antworten weil mich Deine Geschichte spontan sehr berührt hat.

Liebe Grüße und eine gute Nacht
Stine
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dieStine hat zum Thema: Re: Nicht zurück "auf Anfang" geschrieben
Calida78
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.07.2015
Beiträge: 1637
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 15.02.2017, 10:09    Titel: Re: Nicht zurück "auf Anfang" Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kaina,
also - für mich bist Du hier voll okay:-)
Ich verstehe Dein Gesamtpaket. Ich habe ein ähnliches. Aber - das muss jetzt sein - Du kannst nich alle Baustellern gleichzeitig beackern. Was ist jetzt Dein Hauptproblem? Alkohol?
Bei mir war es so - und ich habe mich nur darauf konzentriert. Und mit der Zeit hatte das Auswirkungen auf mein Gesamtpaket. Ich kann Dir nur Mut machen, es anzugehen. Es gibt ganz verschiedene Wege in ein zufriedenes trockenes Leben. Ich habe auf meine Intuition gehört, weil ich ja auch nicht wusste, ob ich jetzt ne Therapie mache oder doch was anderes. Und so ging's step by step.
Habe Mut - Du kannst das!
Liebe Grüße und viel Sonne
Calida
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Calida78 hat zum Thema: Re: Nicht zurück "auf Anfang" geschrieben
Kaina
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 13.02.2017
Beiträge: 8
Alter: 38

BeitragVerfasst am: 15.02.2017, 21:16    Titel: Re: Nicht zurück "auf Anfang" Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo und herzlichen Dank!
Was für freundliche und aufbauende Worte Smilie
Stine,vielen Dank,daß du dir um diese Uhrzeit noch die Mühe geamacht hast zu antworten.
Nein,mein Ziel ist nicht,irgendwann wieder "normal" trinken zu können.Da habe ich vielleicht Raum für eine Interpretation gelassen die ich so nicht wollte.
Ich habe nur weniger Furcht wieder in die Alkoholspirale zu sinken,als ich es vor dieser "Essensgeschichte" habe.Einfach aus dem Grund,weil ich den Alkohol weglassen kann,das Essen aber nicht.
Ich habe keine Ahnung,ob es für einen Menschen der längere Zeit Alkohol als Sucht/Entspannungsmittel benutzt hat ,möglich ist ein entspanntes Verhältnis zu diesem zu haben oder wieder zu erlangen.Ich habe sehr viel früher gelegentlich mal einen Cocktail oder ein Glas Likör getrunken einfach weil es mir tatsächlich schmeckte.Der Alkohol den ich trank um zu vergessen hat NIE geschmeckt.Ich mag geschmacklich weder Wein noch andere Spirituosen,ich habe immer irgendwas gehabt was den Geschmack gleich neutralisiert.Lakritze oder schlicht Petersilie.Die Wirkung war mir wichtig.(wer hätte es gedacht? )

Mein Verhältnis zu Essen ist heute ziemlich entspannt und das hat verdammt lange gedauert.
Das ist vermutlich der Grund warum ich an diesem blöden Tag zum Bahnhof gefahren bin um mir Wein zu kaufen.Mich mit Essen vollzustopfen und es gleich wieder "loswerden" wäre leichter gewesen.Hatte genug zu Hause,wer nicht.
Mir war auch absolut klar,was ich da mache.Nur:nichts und niemand hätte mich an diesem Tag davon abbringen können.Kein Mechanismus,kein GAR NICHTS hat funktioniert.
Versuche also zur Zeit mit mir klarzukommen.Warum es soweit kam ist mir klar (halbwegs)
Das alles in letzter Zeit war eine so enorme Belastung für mich,daß irgendwas in mir,schließlich ich selbst kapituliert habe.Dieses eine Mal!Ruhe.
Nur wirbelt es mich zur Zeit umso mehr auf.Ja,ca 2 1/2 Wochen ohne Alkohol.Aber davor vier Jahre ohne und ohne andere Suchtkompensation.Wo ist das hin?
Zur Zeit fühle ich mich zwar nicht gut,vermisse die täglichen Telefonate mit meinem Vater (auch wenn sie sich gegen Ende schwerer gestalteten) aber ich fühle nicht das Verlangen nach "Rausch" (Alkohol) oder Unterdrückung (Bulimie).
Kann auch gerne in meiner Gegenwart jemand Alkohol trinken.Wenn ich nicht das Verlangen habe,habe ich es nicht.Das kommt von mir heraus,nicht von außen.(Falls das Sinn ergibt für jemanden)

Okay,ich neige zur Laberei,ist nicht meine Absicht.Ich bin im Moment leider noch zu verwirrt von all den Ereignissen.
Calida,verstehst du?
Natürlich ist mein Hauptproblem gerade der Alkohl.Meine letzte Sucht.Der Rückfall ging ja dahin.Hoffe,ich konnte erklären warum.

Calida,viel Sonne?
Ja.Danke für diesen Wunsch.Heute bin ich das erste mal von meiner Arbeit weg und es war noch nicht stockduster.Hab mich wie blöd gefreut Smilie
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Kaina hat zum Thema: Re: Nicht zurück "auf Anfang" geschrieben

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