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Endgültig aufhören

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chriscross
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 10.01.2017
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 11:36    Titel: Endgültig aufhören Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo liebe Forumsteilnehmer,

darf mich kurz vorstellen bin 46 Jahre, verheiratet 1 Kind und habe ein Problem mit Alkohol und Suchtstoffen allgemein.

Angefangen hat alles schon in früher Jugendzeit, wo ich wegen Problemen mit dem Elternhaus schon früh einfach so oder mit dem Verein zu Alkohol gegriffen habe.

Später hatte ich dann eine starke Suchtverlagerung zu anderen Stoffen und in den letzten Jahren war dann wieder Alkohol am Start.

Habe zwar nie wirklich so viel getrunken (paar Bier am Tag) was bei vieler meiner Mitmenschen noch zum Normalbereich gehört aber ich habe immer schon gemerkt dass die Mengen zu hoch sind und habe deshalb immer wieder die berühmten Trinkpausen eingelegt.

Ich lese auch schon seit mehreren Jahren im Forum mit, habe mich aber bis jetzt nicht angemeldet - wahrscheinlich um mit ein Hintertürchen offenzuhalten und habe auch immer wieder mit dem Trinken angefangen was mir aber wegen mir selbst und wegen meiner Familie keinen Spaß mehr macht, mir nichts mehr bringt bzw. ich einfach nicht mehr will.

Deshalb trinke ich seit ca. 3 Monaten keinen Alkohol mehr und konsumiere auch keine anderweitigen Stoffe. Diesmal ist es mir wirklich ein innerer Wunsch komplett mit allem aufzuhören und möchte deshalb ein Leben ohne Alkohol und Suchtverlagerungen erlernen.

An mir selbst ist mir aufgefallen dass ich früher so ein "Loch" in der Seele hatte was ich mir nicht erklären konnte, mittlerweile bin ich mir sicher dass das nur unterdrückte Gefühle waren die mittlerweile wieder ans Licht kommen und mich momentan über jedes (wenn auch überwiegend negative) Gefühl freue bzw. einfach froh bin wieder etwas zu spüren und nicht nur wie ein Zombie in den Tag zu leben.

Jedem in meinem Umfeld will ich eigentlich nicht alles auf die Nase binden, nicht weil ich mich schäme sondern weil ich bei den relativ geringen Trinkmengen auf wenig Verständnis stoßen werden bzw. ich mittlerweile in der Lage bin gefährliche Situationen zu meiden oder einfach "nein" zu sagen.

Meine Frau weis bescheid und mir gehts soweit gut. Allerdings ist mir bewusst dass an jeder Ecke die Gefahr lauert und ich gewisse "Freunde" in Zukunft eher meiden sollte bzw. habe da noch das Problem dass ich nicht so recht weis wie ich damit in Zukunft umgehen soll.

Problematisch finde ich auch dass ich trotz Arbeit zuviel Zeit zum Nichtstun habe bzw. Langeweile teilweise ein Thema ist und ich da auch eine gewisse Gefahr sehe..

Über jeden Gedankenaustausch bin ich dankbar, LG Christian
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chriscross hat zum Thema: Endgültig aufhören geschrieben
Martin
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 23.01.2007
Beiträge: 18340
Alter: 52
Wohnort: Hier im Vorstellungsbereich

BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 13:14    Titel: Re: Endgültig aufhören Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Christian,

gegen Langeweile gibt es Hobbys, überlege doch was du früher gerne gemacht hast, ohne Alkohol natürlich Sehr glücklich

Zitat:
ich mittlerweile in der Lage bin gefährliche Situationen zu meiden oder einfach "nein" zu sagen.


Wenn du es schafft die Situationen zu meiden in denen du nein sagen musst bist du einen Schritt weiter.

Welche Situationen sind das denn überhaupt ?

LG Martin
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Martin hat zum Thema: Re: Endgültig aufhören geschrieben
Pink-Lady
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.07.2012
Beiträge: 2128
Alter: 53

BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 14:05    Titel: Re: Endgültig aufhören Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Christian,

willkommen im Forum! Wie schön, dass Du Dich entschlossen hast, trocken zu leben.

Zitat:
Allerdings ist mir bewusst dass an jeder Ecke die Gefahr lauert und ich gewisse "Freunde" in Zukunft eher meiden sollte bzw. habe da noch das Problem dass ich nicht so recht weis wie ich damit in Zukunft umgehen soll.


also ich habe das durchgezogen. Mein Mann musste sog. "Trinkfreunde" alleine besuchen und auch Feierlichkeiten etc. Er fand das schon komisch, aber er hat eben dadurch gemerkt, wie ernst es mir war.

Nach einem Jahr ist mir dann klar geworden, dass ich diese Trinkfreunde gar nicht mehr brauche und sie mich nur eingeladen haben, um eine Flasche auf den Tisch zu stellen. Also mein Freundeskreis hat sich gewandelt und das gefällt mir gut.
Zitat:

Problematisch finde ich auch dass ich trotz Arbeit zuviel Zeit zum Nichtstun habe bzw. Langeweile teilweise ein Thema ist und ich da auch eine gewisse Gefahr sehe..


Zum Anfang meiner Trockenheit habe ich mir viel Gedanken gemacht, wie ich nun diese leere Zeit ausfüllen soll. Ich habe dann wieder vermehrt Sachen gemacht, die mir Freude machen. Manchmal muss man da etwas überlegen, aber irgendein Hobby wird einem schon einfallen.

Einen schönen trockenen Tag

Pink-Lady
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Pink-Lady hat zum Thema: Re: Endgültig aufhören geschrieben
chriscross
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 10.01.2017
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 16:27    Titel: Re: Endgültig aufhören Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Also ich habe ein paar Freunde wo immer gern und gut konsumiert wird, allerdings wird jetzt keiner genötigt oder es dreht sich auch nicht alles nur um Alkohol. Aber wenn ich erhlich bin, weis ich dass falls ein Treffen zustande kommt ich ganz flott wieder eine Bierflasche in der Hand halte.

Dann gibts noch einen Kumpel bei dem sich eigentlich so gut wie alles ums Trinken dreht, ohne Bier geht da gar nix also wohl besser meiden.
Sehr gut ist dass ein sehr guter Freund garnichts trinkt und Alkohol absolut nicht mag und an ihm werde ich mich wohl eher mal halten in nächster Zeit.

Wegen Hobbys habe ich jede Menge und ich merke dass ich langsam wieder überhaupt in der Lage bin mich drauf einzulassen das war leider eine lange Zeit garnicht mehr möglich. Am liebsten würde ich mal wieder mit Musik anfangen weil das eigentlich mein Ding ist und zum Sport muss ich mich noch eher zwingen. Hatte irgendwie überhaupt keine Geduld mehr oder die Muse mich mal wieder in was einzudenken oder einzuarbeiten.

Sorry wenn ich mich etwas abgestumpft anhöre, aber bin momentan noch sehr mit mir selbst beschäftigt versuche mich selber und die Vergangenheit etwas zu reflektieren und möchte vor allem für mein Kind da sein und mich mit ihm freuen und etwas unternehmen.

Glaube ich darf nicht gleich mit dem Kopf durch die Wand rennen sondern muss mir wohl selber auch Zeit geben (ohne Alk natürlich) und zu verstehen dass alles wohl etwas Zeit braucht und nicht von heute auf morgen wieder alles super ist.
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chriscross hat zum Thema: Re: Endgültig aufhören geschrieben
lalu14
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.05.2016
Beiträge: 540
Alter: 50

BeitragVerfasst am: 10.01.2017, 21:46    Titel: Re: Endgültig aufhören Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Gratulation zu drei Monaten, das ist doch schon ein guter Anfang.
Ich kann dir sagen, es lohnt sich dranzubleiben. Es geht von Woche zu Woche besser. Die Abstände, die es schwierig machen, werden größer. Es kehrt so etwas wie Alltag ein. Plötzlich ist der erste Tag da, an dem du nicht an Alkohol gedacht hast. Mir ging es nach ein paar Monaten tatsächlich so. War komisch, aber auch so etwas wie eine Etappe.

Meine Erfahrung ist, dass es ganz wichtig ist, sich ein alkoholfreies Umfeld zu schaffen. Es ist einfacher und sicherer, wenn der Saufdruck kommt. Und der kommt so sicher, wie das Amen in der Kirche. Es gibt nur ganz seltene Ausnahmen, die davon berichten, nie einen solchen Druck gespürt zu haben.

Ich wünsche dir hier einen guten Austausch.
lalu
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lalu14 hat zum Thema: Re: Endgültig aufhören geschrieben
chriscross
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 10.01.2017
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 09:49    Titel: Re: Endgültig aufhören Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten Morgen,

vielen Dank erstmal für die Antworten ich muss mich an die Unterstützung erstmal gewöhnen, da ich sonst immer mehr Einzelkämpferisch unterwegs war und alles mit mir selber ausgemacht habe, aber hier bin ich echt froh um jede Hilfe, danke dafür Smilie.

Heute bin ich wieder besser drauf wahrscheinlich war das gestern etwas wie Abschied nehmen oder das mir bewusst wurde dass ich jetzt ohne zurück diesen Weg gehen werde und ich jede Hintertür abschließe und den Schlüssel wegwerfe.

Habe mir grad die Grundbausteine durchgelesen und habe gemerkt das ich noch am Anfang stehe aber das macht mir nichts aus, solange ich nicht vom Weg abkomme.

Komplett Alkoholfreies Zuhause hätte ich gerne, meine Frau trinkt nur sehr wenig und will sich von den Likörchen (die ich gottseidank sowieso nicht mag) nicht trennen. Trotzdem will ich schauen das mit der Zeit das ganze Zeug aus der Wohnung fliegt, allerdings wird das noch paar Wochen in Anspruch nehmen. Seltsamerweise habe ich auch nie das Zeug aus der Wohnung getrunken sondern wenn dann aus dem Geschäft geholt oder mit Freunden gebechert.

Ich glaube, den Fehler den ich bei Trinkpausen immer machte war einfach nur mit dem Trinken aufzuhören aber mein Umfeld / soziale Kontakte nicht zu ändern. Bin grade am Überlegen wie ich das verbessern könnte, vielleicht suche ich mir mal einen Verein wo trinken hoffentlich keine Rolle spielt und lerne so vielleicht auch neue Leute kennen.

Allerdings fällts mir grad nicht leicht aus dem Trott herauszukommen und wirklich eine Aktion zu machen, ich hoffe das ich in den nächsten Wochen die Motivation dazu habe und konkret was ändern kann.

Einen schönen Tag euch allen
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chriscross hat zum Thema: Re: Endgültig aufhören geschrieben
Carpenter
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 09.12.2012
Beiträge: 1834
Alter: 46
Wohnort: Franken (nicht zu verwechseln mit Bayern

BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 10:44    Titel: Re: Endgültig aufhören Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Chris,

schön, daß Du Dich entschlossen hast, aus dem Mitlesen ein Mitschreiben zu machen - das ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

Es ist oft so, daß man über Jahre sein Umfeld an die Trinkgewohnheiten anpasst, sprich: Trinkende Kumpels werden häufiger, nichttrinkende Kumpels werden vernachlässigt.

Deine Entscheidung, erstmal nur Deiner Frau von Deinen Problemen zu erzählen, kann ich irgendwo nachvollziehen - sie wird Dir das Ganze vermutlich aber nicht leichter machen. Keiner Deiner Kumpels wird Rücksicht nehmen, weil er ja nix davon weiß...Sprüche wie "ach komm, eins geht schon" werden sich so nicht vermeiden lassen.

Sehr gut ist, daß einer Deiner Kumpels gar nix trinkt...das wird Dir helfen, nicht das Gefühl zu bekommen, Du würdest plötzlich ganz alleine dastehen.

Da ich selber Musik mache, kann ich Dir nur raten, Dich da wieder einzuklinken. Mir hat meine Gitarre in der Anfangszeit über so manche schwierige Stunde hinweggeholfen.

Daß man am Anfang etwas Probleme hat, in den Tritt zu kommen, ist mMn. normal. Man muß sich erstmal orientieren, wo genau man überhaupt steht und wo man überhaupt hinwill.

Es ist ein Neustart und eine verdammt gute Chance, sein Leben in eine positive Richtung zu lenken.

Viel Glück dabei...

Schönen Gruß und schöne Zeit

Andreas
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Carpenter hat zum Thema: Re: Endgültig aufhören geschrieben
chriscross
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 10.01.2017
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 11:43    Titel: Re: Endgültig aufhören Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Andreas,

ok werde es allen Freunden sagen und eigentlich sollte es auch kein Problem darstellen bzw. wird mich deshalb jetzt sicher niemand auschließen und wenn doch dann solls nicht mein Problem sein.

Werde auch nach Jahren meine Gitarre wieder auspacken und einfach mal wieder anfangen zu üben Cool .
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chriscross hat zum Thema: Re: Endgültig aufhören geschrieben

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