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Am Anfang eines langen Weges

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Calida78
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.07.2015
Beiträge: 1853
Alter: 39

BeitragVerfasst am: 11.01.2017, 17:27    Titel: Re: Am Anfang eines langen Weges Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Marie,
vielleicht ist es gerade dann, wenn es Dir nicht so gut geht, gut, Dich um Dich zu kümmern in dem Sinne, dass Du Dir ein bisschen Zeit freischaufelst und hier schreibst.
Alkoholismus ist eine Krankheit, die mit Isolation zu tun hat. Wenn mir plötzlich danach ist, mich zurückzuziehen oder ich für ne Weile abtauche, dann ist das für mich ein Alarmsignal. Wenn ich nichts tue, könnte das zu einem Rückfall führen.
Viele Grüße
Calida
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Calida78 hat zum Thema: Re: Am Anfang eines langen Weges geschrieben
Marie86
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.12.2016
Beiträge: 44

BeitragVerfasst am: 15.01.2017, 20:29    Titel: Re: Am Anfang eines langen Weges Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank für Eure Worte, Ihr Lieben!

Ich mache es kurz, ich hatte einen Rückfall und das ist auch der Grund, warum ich nicht eher geschrieben habe.

Es war schlimm und mit Pauken und Trompeten. Heute ist mein dritter abstinenter Tag und ich habe es nicht eher (emotional) geschafft, mich auch schriftlich damit auseinanderzusetzen.

Morgen früh bin ich gleich bei meiner Therapeutin und Dienstag ist SHG, ich bin also diesbezüglich, als wieder Frischling gut aufgehoben.

Mir setzt es sehr zu, dass meine Beziehung keine mehr ist. Es ist schon längere Zeit so.
Er hat zwei Kinder von seiner Exfrau, die in einer anderen Stadt leben (bei seiner Ex). Weil wir eine Woche lang knallhart nebeneinander hergelebt haben, hab ich ihm nun empfohlen, doch mal für eine Weile zu seiner Mutter (sie lebt in der gleichen Stadt wie seine Kinder) zu fahren und sich Gedanken zu machen.

Ich ertrage diesen Zusand nicht. Ihm geht es seit einer Woche kontinuierlich beschi***n und er spricht nicht mit mir. Durch seine Zockerei kommt ihm sein kompletter Rhythmus abhanden.
Der Rückfall bei mir bahnte sich an, ich habe die Warnsignale ignoriert und wollte es in diesem Augenblick unbedingt. Dass ich für meinen Freund gerade quasi Luft bin (ohne zu wissen, warum, aus meinem Rückfall bin ich wieder raus), kränkt mich sehr.

Ich habe wirklich alles versucht. Heute war ich bei einer sehr guten Freundin, weil er den ganzen Tag geschlafen hat (hat bis morgens um 9 gezockt und mich ausgelacht, weil ich mich darüber geärgert habe), musste ich einfach raus.

Weil ich selbst zu Depressionen neige (nehm ja was dagegen), habe ich ein großes Verständnis für die "Rolladen-runter-lass-mich-in-Ruhe" Phase. Aber er redet einfach gar nicht und seine Welt ist mir verschlossen.
Ich glaube langsam wirklich, es war für ihn einfacher, als ich "einfacher" (und betrunken) war.

Hier ist ein Suchtforum, und kein Kummerkasten, entschuldigt bitte.

Dies alles als kleine Erklärung, weshalb ich mich nicht eher gemeldet habe.

Nun geht es für mich darum, wieder die ersten (kleinen) Stufen der Abstinenztreppe hochzugehen.

Die dritte habe ich geschafft!

Ich danke für Euer Verständnis und für Euer Zuhören.

(Und bitte keine Verurteilungen, ich habe wirklich lange gebraucht, um mir darüber klarzuwerden, ob ich mich offenbaren soll. Schlussendlich habe ich mich dafür entschieden und werde es auch meiner Thera+SHG sagen.
Es war ein blöder Rückfall, der mich daran erinnert, demütig zu sein.)

Auf gute 24 h Smilie

Liebe Grüße
Marie
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Marie86 hat zum Thema: Re: Am Anfang eines langen Weges geschrieben
Hartmut
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 16739
Alter: 54

BeitragVerfasst am: 15.01.2017, 22:06    Titel: Re: Am Anfang eines langen Weges Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Marie,

willkommen auch von mir im Forum. Du schreibst das sich dein "Rückfall" angebahnt hatte. Wie meinst du das und warum hast du dich nicht vorher hier gemeldet ? Woher hattest du den Alkohol ? Wie sieht denn dein alkoholfreies Umfeld aus?

Nun ist es gut das du wieder aufgestanden bist und einen neuen Anfang startest .

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Am Anfang eines langen Weges geschrieben
Martin
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 23.01.2007
Beiträge: 18674
Alter: 52
Wohnort: Hier im Vorstellungsbereich

BeitragVerfasst am: 15.01.2017, 22:31    Titel: Re: Am Anfang eines langen Weges Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Marie,

Hartmut fragte ja schon aber ich tu es trotzdem auch,

weshalb hast du dich nicht vorher hier gemeldet ?

Wir beissen doch nicht und evtl. hättest du dann doch nicht getrunken.

LG Martin
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Martin hat zum Thema: Re: Am Anfang eines langen Weges geschrieben
Correns
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 09.01.2010
Beiträge: 2367
Alter: 61
Wohnort: Großraum Stuttgart

BeitragVerfasst am: 15.01.2017, 22:44    Titel: Re: Am Anfang eines langen Weges Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Marie,

ich zolle Dir größten Respekt,
dass Du so ehrlich bist.
Beim neuen Anlauf wünsche ich Dir viel Erfolg.
Nach dem Hinfallen wieder aufzustehen ist genau richtig.
An der Vergangenheit kannst Du nichts mehr ändern.
An der Zukunft umso mehr.
Falls Du noch irgendwelche "Alkoholnester" zuhause hast,
miste diese aus und wirf alles weg.

Viele Grüße
Correns
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Correns hat zum Thema: Re: Am Anfang eines langen Weges geschrieben
lalu14
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.05.2016
Beiträge: 544
Alter: 51

BeitragVerfasst am: 15.01.2017, 23:28    Titel: Re: Am Anfang eines langen Weges Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Marie,

es ist gut, dass du hier über deinen Rückfall schreibst, ja schreiben kannst.
Du hast meinen vollen Respekt. Gerade weil ich weiß, dass es Überwindung kostet, sich hier mitzuteilen.

Jetzt heißt es genau hinzuschauen, was anders gelaufen ist. Und wo du zukünftig die Risikominimierung noch besser machen kannst. Ganz zu erst sollte immer das alkoholfreie Zuhause stehen.

Ich wünsche dir morgen einen nüchtern Tag.
Bleib dran, bleib hier.

Lg lalu
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lalu14 hat zum Thema: Re: Am Anfang eines langen Weges geschrieben
Sunshine_33
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.07.2013
Beiträge: 3400
Alter: 56
Wohnort: Trocken seit 2001

BeitragVerfasst am: 16.01.2017, 02:28    Titel: Re: Am Anfang eines langen Weges Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe marie,

ich schreibs einfach mal so frei heraus... ich hab mir das schon beinahe so gedacht, das Du rückfällig geworden bist.
Das sagte mir mein Bauchgefühl, was ich in all den Jahren hier wohl diesbezüglich ausgebildet habe.
Wenn sich jemand so plötzlich zurückzieht und nix mehr von sich hören lässt, spricht das für mich oft Bände.
Und so überrascht mich Dein Rückfall auch nicht besonders.

Eins möchte ich auch gleich nochmals anmerken, was gerade in Deinem Fall wieder mal sehr deutlich wird:
Sucht hat mit Verstand und Logik und auch mit Intelligenz nichts zu tun.
Denn es war recht deutlich zu merken, das Du eine sehr intelligente Frau bist, was aber offentsichtlich im Akutfall auch nicht weiter half.
Von daher kann ich nur nochmals auf die Wichtigkeit der Risikominimierung hinweisen, die einen gewissen Schutz bieten kann.
Man sollte sich alle Hilfe holen, die man braucht.
Und die Hilfe durch Risikominimierung kann man ganz aktiv selbst herbeiführen, ohne jemand anderen dafür zu brauchen.

Ich stelle natürlich die gleichen Fragen wie die anderen:
Warum hast Du Dich hier nicht gemeldet?
Siehst Du das hier nicht als Deine SHG?
Woher hattest Du den Alk?
Nochwas Zuhause gehabt, weil man "damit ja umgehen lernen muß" ?
Oder was besorgt?
Hast Du einen "Notfallkoffer" gepackt gehabt und griffen die Maßnahmen nicht und wenn ja, warum nicht?

marie ich möchte Dir eigentlich gern nochmals den "Eerweiterten Bereich" nahe legen, weil ich denke, das Du intensivere Begleitung brauchst.
Und die findet nun mal im Erweiterten Bereich statt und leider nicht hier im Offenen.
Ich rede nicht gern drum herum, ich sehe den offenen Bereich eher wie ne Art Eintrittskarte, die "richtige" SHG ist allerdings im Erweiterten Bereich.
Dort hätte es außerdem für den Akut-Fall einen Notruf-Button gegeben und es wäre ungehend jemand in den Chat gekommen, wenn Du das so gewünscht hättest.
Das kann auch sehr hilfreich sein.

Liebe marie, ich sehe auch noch eine weitere große Baustelle, und das ist Deine Beziehung.
Ich erwähnte bereits, das Beziehungen oftmals nicht mehr funktionieren, wenn einer aus der Sucht aussteigt.
Und in Deinem Fall sind es ja auch noch gleich 2 Süchtige, denn so übermäßiges Zocken kann ja auch eine Sucht sein.
Nicht jeder Angehörige ist auch immer ein CO... sondern wie in diesem Fall evtl. selbst süchtig.
(Wobei die CO-Abhängigkeit ja auch ne Art Sucht ist, aber darum geht es hier wohl nicht)
Und Dein Freund will an seiner evtl. eigenen Sucht wohl nichts ändern, nicht aufhören.

Dir wird nichts anders übrig bleiben, als zu akzeptieren, das Dein Freund selbst über sein Leben entscheidet!
Und wenn er das zockend vorm Rechner verbringen will, ist das auch SEINE ENTSCHEIDUNG !
Du bist weder seine Mutter noch seine Erziehungsbrechtigte, Du hörst Dich aber so an Winken
Seit wann hat man über seinen Partner zu bestimmen, was gut für ihn ist (oder für DICH, denn darum geht es ja meist, nicht wahr Winken ) und was nicht?
Und ich frage mich überhaupt, was es denn für eine Beziehung ist, in der 2 Menschen im Grunde hauptsächlich ihren Süchten nachgehen/nachgingen?
Du der Sauferei und Dein Freund der Zockerei...
Bleibt da überhaupt noch was für eine liebevolle und intensive Beziehung?
Oder war das nicht auch schon lange ein "nebeneinander herleben"?
Du musst sowas hier nicht beantworten und ich würde auch davon abraten, über so persönliche Dinge überhaupt im net zu schreiben, wo jeder mitlesen kann!
Auch diese Problematik wäre eher was für den Erweiterten Bereich.
Aber Du kannst Dir ja mal diese Fragen selbst beantworten Winken ... nur so für Dich.

Zitat:

Ich glaube langsam wirklich, es war für ihn einfacher, als ich "einfacher" (und betrunken) war.

Das ist anzunehmen.
Da wußte er wenigstens, woran er ist und Du unternahmst keine verspäteten Erziehungsversuche.
Jeder ging seiner Sucht nach... tja und nun fällst Du komplett aus Deiner Rolle, wie ärgerlich ! Winken
Da kann einem schon daran gelegen sein, den anderen wieder in die alte Rolle zu drängen, weil man sonst selbst was verändern müßte.... igitt... wie unbequem !
Nö, bequemer isses doch, das der andere endlich wieder säuft und alles ist wieder wie gehabt.
Und da man den Partner meist auch nicht erst seit gestern kennt, weiß man auch, wie man ihn durch entsprechendes eigenes Verhalten dazu bekommt, evtl. wieder zu saufen.
Scheint ja auch funktioniert zu haben...
Zitat:
Dass ich für meinen Freund gerade quasi Luft bin

Auch Liebensentzug kann fatale Folgen haben... aber vielleicht bist Du ihm auch einfach nur egal?
Warst bisher ne nette Begleitung, aber nun, wo Du unbequem wirst...mh.

marie, es ist DEIN LEBEN, was nur DU DIR zufriedenstellend gestalten kannst.
Da ist Dein zockender Freund nicht für verantwortlich, das es DIR gut geht.
Schieb diese Sache nicht auf ihn ab, es liegt in DEINER Verantwortung.
Deine Trockenheit übrigens auch !

LG Sunshine
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Sunshine_33 hat zum Thema: Re: Am Anfang eines langen Weges geschrieben
Carpenter
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 09.12.2012
Beiträge: 1834
Alter: 47
Wohnort: Franken (nicht zu verwechseln mit Bayern

BeitragVerfasst am: 16.01.2017, 08:11    Titel: Re: Am Anfang eines langen Weges Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Moin Marie,


ich bin etwas baff, geb ich zu...

Sunshine hat aus meiner Sicht alle wichtigen Dinge schon gut zusammengefasst.

Trotzdem meine Frage:

Mädel, warum hast Du denn nicht hier im Forum Alarm geschlagen ? Dafür sind wir doch schließlich auch da !

Es funktioniert nicht immer, jemanden per Post vom Rückfall abzuhalten, aber in vielen Fällen hat der ein oder andere User dann doch die Finger vom Glas gelassen.

Deine Entscheidung, Dich nach Deinem Rückfall wieder zu melden, ist eine der besten Entscheidungen, die Du je getroffen hast.

Jetzt geht die Arbeit zwar erst richtig los, denn Du hast selber gesehen, daß es nicht reicht, einfach nur den Alkohol wegzulassen. Aber Du bist beiliebe nicht die Erste und mit Sicherheit auch nicht die Letzte, die nach einer gewissen Abstinenzzeit mal hinfällt...im Gegensatz zu manch anderen bist Du allerdings wieder aufgestanden und exakt an diesem Punkt geht es jetzt weiter für Dich.

Und wir helfen Dir dabei so gut es geht, darauf kannst Du wetten...

Also, Kopf hoch, weitermachen - niemals aufgeben...Smilie

Schönen Gruß und schöne Zeit

Andreas
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Carpenter hat zum Thema: Re: Am Anfang eines langen Weges geschrieben

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