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(Alb)Träume von Alkohol

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Martina02
Gast






BeitragVerfasst am: 06.02.2017, 18:03    Titel: Re: (Alb)Träume von Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo liebe Calida

Lag Deinem Rückzug mit dem Alkohol eigentlich auch eine (oder mehrere) Enttäuschungen zugrunde? Ich finde bei mir hat das die Gefahr vom Griff zum Alkohol oft verstärkt.

Was machen denn für Dich jetzt gesunde Beziehungen aus?
Das Du direkt eine Grenze ziehst oder einen gewissen Abstand bewahrst, damit niemand "in Deinem "Seelenleben" wüten kann,
oder meinst Du physisch gesunde Beziehungen, das nicht geraucht und getrunken wird und zusammen etwas für die Gesundheit getan wird.

Find ich ja alles wieder sehr interessant. Lachen

Ja Du hast recht, wenn das Gegenüber auf Alkoholkonsum beim kennenlernen besteht, käme für mich ein Treffen eh nicht in Frage und höchstwahrscheinlich hat derjenige dann selbst schon ein Problem mit dem Alkohol.
Ich bin daher sowieso sehr, sehr zurückhaltend was ein mögliches Kennenlernen und den Kontakt überhaupt betrifft.

Ist ja halb so wild.
Ich bin lieber allein, als das ich mir durch ungünstige Bekanntschaften einen Rückfall baue.
Ich finde schwierig das ich bei jeder eventuellen Kontaktaufnahme so aufpassen muss.

Rückblickend hab ich übrigens die Befürchtung, das mir von ein paar anderen mehr Stabilität in ihrem Leben vorgegaukelt wurde, als tatsächlich vorhanden war - und ich dann noch zusätzlich als Anker diente Geschockt

Das kommt davon, wenn man die Fehler immer nur bei sich selbst sucht,wa? Winken

Schönen Nachmittag
Ich hoffe Du bist besserer Stimmung als ich, mir fehlt die Sonne..

Lg
Martina
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Martina02 hat zum Thema: Re: (Alb)Träume von Alkohol geschrieben
Martina02
Gast






BeitragVerfasst am: 06.02.2017, 19:09    Titel: Re: (Alb)Träume von Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Andreas,

Ja - wenn es "nur" der Alkohol wäre, der sich wie ein Abbruchhammer im Leben zelebriert...(schön formuliert übrigens).

Wenn ausschließlich der Alkohol bei Dir der ausschlaggebende Knackpunkt für Hindernisse und Schwierigleiten in Deinem Leben ist, Du diesen eliminiert hast und keine zerstörerischen Tendenzen im Denken, der Persönlichkeit und daraus resultierendem weiteren Verhalten hast, hast Du wirklich viel bewerkstelligt!

Am Rande: irgendeinen Unterschied wird es zwischen den süchtig werdenden zu den nicht süchtig werdenden Menschen schon geben.
Ja Restauration ist super, ich Drück Dir die Däumchen für Dich und Deine Familie Smilie

Ich hab es etwas anders gemeint
Und zwar jene Menschen die mit dem Fingerzeig auf andere von sich selbst ablenken und damit ihre eigenen Schwächen und Fehler überspielen. Narzissten eben.

Ich lese Deine Worte etwas widersprüchlich.
Zum einen schreibst du von (Mit)Schuld von Menschen, das sie sich nicht einmischen und den (nicht immer zuvor ersichtlichen) Übeltätern Einhalt gebieten - und zum anderen plädierst Du dafür etwas ad acta zulegen, weil der andere eine Grenze zieht und sich nicht damit auseinander setzen möchte.
Du hast das nicht 1:1 imselben Zusammenhang geschrieben ,ist aber dasselbe Prinzip.

Und - etwas ad acta mit einem Anderen zu bringen , setzt zumindest voraus, daß der weiß worum es geht und zu einer Übereinstimmung dieses Beschlusses befragt wurde.
Voraussetzen lässt sich da gar nichts, denn niemand denkt die eigenen Gedanken.

Übrigens kann ich mir vorstellen, das manches Übel sich entwickelt und sowohl von der einen als auch von der anderen Seite nicht von vorne herein geplant, geschweige denn ersichtlich war.
Da wird dann im Nachhinein viel reingepuzzelt.

Verarmung reduziert einen möglichen Widerstand von vornherein da die Kraft bereits auf jene Problembewältigung ausgerichtet ist.
Bzw.lässt sich Heruntergewirtschafteten leichter eine Ideologie aufhalsen nachdem Gleichgültigkeit erzeugt wurde.
Wobei große Zufriedenheit nicht gerade zum Denken anregt, aber nach "mehr" verlangt.

Nee Beschimpfungen und Herabwürdigungen sind sicher kein guter Weg und zeigen viel von einem selbst .
Ich maule aber lieber selbst rum, wenn ich schlecht behandelt werde als das ich einen auf "Stille Wasser sind tief" mache.

Schützenswerte Werte verteidigen (diese erstmal zu definieren) mit der halb geöffneten Tür zur Verwahrlosung ist ja gar nicht einfach.

Daher ist es so eine Sache mit der Toleranz, die zwar rechtlich abgesichert scheint, aber dennoch abnormal ( nicht als Be- oder Abwertung gemeint,sondern Fakt) ist. Drängt in eine Abwärts Spirale - oder meinste nicht ?

Es können ja auch jene, die mit Ihrem nicht der Norm entsprechendem Verhalten toleriert werden wollen , die Nichttoleranz anderer tolerieren.
Deswegen muss man ja nicht ausfallend werden.

Alles klar? Geschockt Geschockt Geschockt

Lachen

Fröstelnde Grüße
Martina
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Martina02 hat zum Thema: Re: (Alb)Träume von Alkohol geschrieben
Martina02
Gast






BeitragVerfasst am: 06.02.2017, 19:25    Titel: Re: (Alb)Träume von Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Crossie!

Es freut mich für Dich, das Du Dein Glück gefunden und seit 15 Jahren eine erfolgreiche Partnerschaft führst.

Ich schrieb nicht von einem Kennenlernproblem. Ich beschrieb das Problem vom Alkohol beim weiteren Kennenlernen. (der dieses möglicher Weise auch verfälscht und die Bekanntschaft von vornherein falsch prägt, rückblickend)

Ich finde es unangenehm mit jemandem noch Fremden die Frage nach eventuellem Alkoholverzehr bei einem Treffen zu klären.
Daher lasse ich es.(Das Teffen)

Gruß
Martina
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Martina02 hat zum Thema: Re: (Alb)Träume von Alkohol geschrieben
Calida78
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.07.2015
Beiträge: 1812
Alter: 39

BeitragVerfasst am: 07.02.2017, 19:51    Titel: Re: (Alb)Träume von Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Martina!
Zitat:
Lag Deinem Rückzug mit dem Alkohol eigentlich auch eine (oder mehrere) Enttäuschungen zugrunde? Ich finde bei mir hat das die Gefahr vom Griff zum Alkohol oft verstärkt.

Was machen denn für Dich jetzt gesunde Beziehungen aus?
Das Du direkt eine Grenze ziehst oder einen gewissen Abstand bewahrst, damit niemand "in Deinem "Seelenleben" wüten kann,
oder meinst Du physisch gesunde Beziehungen, das nicht geraucht und getrunken wird und zusammen etwas für die Gesundheit getan wird.


Ich weiß nicht, wie das mit enttäuschten Beziehungen war. Ja, ich würde sehr enttäuscht, wurde von meiner Großmutter verlassen. Es könnte schon sein, dass mich das für Alkohol empfänglich gemacht hat. Aber hinterher lass ich diesen Grund nicht gelten. Ich hab mich irgendwann nur enttäuscht und als Opfer gefühlt und mich in meinem Selbstmitleid getränkt mit Alkohol gewälzt.
Aber ich hätte ja nicht saufen müssen, insofern waren die Enttäuschungen vorgeschobene Gründe.

In einer gesunden Beziehung gehts mir darum, dass ich mich öffne. Ich gebe viel von mir preis und bin gleichzeitig offen für alles, was von meinem Gegenüber kommt. Ich zeige mich verletzlich und erlebe in Freundschaften alle denkbaren Gefühle und lasse sie zu. Grenzen halte ich für ungesund. Ich muss keine Grenze ziehen bei einem Freund, den ich mir selbst ausgesucht habe. Klar, wenn er unfair oder so werden sollte, sage ich, was Sache ist. Aber ich brauche keine künstlich gesteckte Grenze, hinter der ich mich verstecke. Genau das hatte ich ja mit Alkohol. Und das hab ich überwunden. Ich darf jetzt lieben und mich verletzlich zeigen. Und genau das lässt eine Beziehung leben, finde ich.

Wie siehts bei Dir aus? Was sind Deine Erfahrungen?

Liebe Grüße
Calida
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Calida78 hat zum Thema: Re: (Alb)Träume von Alkohol geschrieben
Martina02
Gast






BeitragVerfasst am: 09.02.2017, 00:29    Titel: Re: (Alb)Träume von Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Calida,

wie meinst Du das, das Du von Deiner Großmutter enttäuscht wurdest?

Ich denke, wenn der Alkoholmissbrauch in die Alkoholsucht gleitet, ist es schon so, daß dann Alkohol getrunken werden "muss".

Ich war mit 12 oder 13 Jahren so verzweifelt, das ich vor der Schule eine Sektflasche am Hals hatte. Ich dachte dann "Das kann es aber auch nicht sein" und entsorgte diese angewidert.
Erschreckend, das ich diese einfach so kaufen konnte, ich erinner mich nicht mehr an den Kauf.

Ich war nicht im Stande Entscheidungen von "muss " oder "nicht muss"
- Sucht und Folgen zu treffen und zu erahnen.

Genauso wenig war ich imstande wie gewünscht die Entscheidung für meine Mutter zu treffen, das sie sich vom Vater trennt und wir ausziehen"wenn es denn für mich alles so schlimm wäre" usw.
Aber schön, jetzt bin ich in einem Alter, wo ich alle Entscheidungen der Welt für mich treffen kann, wenn ich könnte.

Für mich ist es sehr wichtig Grenzen zu ziehen, da diese von Kleinauf überschritten wurden und ich das sehr schmerzhaft fand.

Ich verstehe Grenzen nicht als mangelnde Offenheit - eher als Einschränkung nicht überrannt zu werden.
Wie Du es geschrieben hast:
" Ich kann ja nicht mit jedem befreundet sein"

Wenn ich jemandem begegne, der mir unsympathisch ist, besteht meine Offenheit darin, daß ich ihm keine falsche Freundlichkeit vorspiele.
Wobei meine Freundlichkeit auch nach Stimmung variiert.

Ja doch, ich denk mit Enttäuschungen kenne ich mich aus Winken

Liebe Grüße
Martina
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Martina02 hat zum Thema: Re: (Alb)Träume von Alkohol geschrieben
Martina02
Gast






BeitragVerfasst am: 09.02.2017, 00:49    Titel: Re: (Alb)Träume von Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

....Und da war er wieder...

der Albtraum vom Alkohol

Irgendwer bot mir ein Glas Wein an....
"Ach naja, ein Glas kannste ja" dachte ich und in der Karaffe war dann auch nicht so viel...

Dann wollte ich doch noch eine Flasche Wein kaufen gehen - eine hatte ich plötzlich schon vorrätig.
Für mich stand fest :" Hier im Forum sag ich da aber nichts von, die merken das gar nicht."
Ich dachte nach dem anfänglichen Wein "Schon blöd, die 4 Monate Abstinenz sind hin (leise Verzweiflung machte sich spürbar) kannste auch weitertrinken" und brauste mit meiner Begleitung kurz vor Mitternacht in den nächsten Supermarkt....
Zwei mir sehr Nahestehende Menschen haben sich über die Rückfälligkeit arg gefreut.
Geschockt
Und dann kam Sunshine mit den Worten :" Ich hab es irgendwie im Gefühl gehabt"....

Wieder wirkte der Traum sehr real.

Als ich aufwachte hatte ich plötzlich ein Grundschulerlebnis in Erinnerung, wo mit auf dem einsamen Gang zur Toilette ein Mann begegnete und eine Klassenkameradin zuvor beim verlassen der Klasse sagte, man könne blind werden wenn man sich zu viel in den Augen reibt...

...Also irgendetwas arbeitet da....

Gruß von Martina
mit der Mega Erkältung Geschockt
(kann ich irgendwo ein paar Sonnenstrahlen bestellen oder ausborgen?)
Nach oben
Martina02 hat zum Thema: Re: (Alb)Träume von Alkohol geschrieben
chriscross
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 10.01.2017
Beiträge: 48

BeitragVerfasst am: 09.02.2017, 10:34    Titel: Re: (Alb)Träume von Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Martina,

wenn ich so Dinge Träume sind immer ganz konkrete Dinge dabei wo ich weis dass da Gefahren lauern. Das mit den nahestenden Menschen die sich über deine Rückfall gefreut haben z.B. würde ich mal näher überdenken.

Bin auch bei 4 Monaten und innerhalb des ersten Jahres ist wohl alles noch etwas schwerer und deshalb müssen wir uns wohl von Tag zu Tag und von Woche zu Woche durchschleifen bis wir dann stabiler sind.

Gute Besserung, ich geb dir gerne ein paar Sonnenstrahlen von hier ab und immer schön dran bleiben

Liebe Grüße
Christian
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chriscross hat zum Thema: Re: (Alb)Träume von Alkohol geschrieben
Calida78
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.07.2015
Beiträge: 1812
Alter: 39

BeitragVerfasst am: 09.02.2017, 17:00    Titel: Re: (Alb)Träume von Alkohol Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Martina!

Zitat:
wie meinst Du das, das Du von Deiner Großmutter enttäuscht wurdest?


Sie hat mich verlassen. Es ging um einen Geldstreit. Geld war mehr wert als ich. Das ist tief in meinem inneren hängengeblieben. Da war ich Ende 13. Bald darauf habe ich die ersten Erfahrungen mit Alkohol gesammelt.



Zitat:
Für mich ist es sehr wichtig Grenzen zu ziehen, da diese von Kleinauf überschritten wurden und ich das sehr schmerzhaft fand.

Ich verstehe Grenzen nicht als mangelnde Offenheit - eher als Einschränkung nicht überrannt zu werden.
Wie Du es geschrieben hast:
" Ich kann ja nicht mit jedem befreundet sein"

Wenn ich jemandem begegne, der mir unsympathisch ist, besteht meine Offenheit darin, daß ich ihm keine falsche Freundlichkeit vorspiele.
Wobei meine Freundlichkeit auch nach Stimmung variiert.


Klar - ich meinte nicht, dass ich für jeden immer offen bin. Aber für die und denen gegenüber, die ich als Freund zugelassen habe. Ich konnte das bis vor zwei Jahren überhaupt nicht. Ich habe nie sagen können, wenn mich etwas bedrückt oder mir Sorge macht. Ich habe bspweise eine alte Freundin zum Essen getroffen, ein bisschen blabla geredet - aber mich nie gezeigt, wie ich wirklich bin. Ich konnte das offenbar überhaupt nicht. Und das wurde mir erst bewusst, als ich aufgehört habe zu trinken und dann einige Wochen und Monate nüchtern war.

Wie machst Du das denn, wenn Du jemanden magst? Wie sehen Deine Grenzen da aus?

Liebe Grüße
Calida
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Calida78 hat zum Thema: Re: (Alb)Träume von Alkohol geschrieben

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