| Und los geht's • Mein vater trinkt zuviel, hiiilfee |
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tabaluga8a neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 08.08.2006 Beiträge: 7
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Verfasst am: 08.08.2006, 22:04 Titel: Umfrage |
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Hallo,
ich bin neu hier und eine Co-Abhängige.
Habe ein bisschen in euren Beiträgen gestöbert und festgestellt, dass sich eure Gedanken beim Entzug und der Zeit danach richtig gut anhören.
Da ich das schon 7 Mal mit meinem Stiefvater erlebt habe, würde mich mal interessieren wie oft ihr rückfällig geworden seid und wie euch die Familie/Kinder (ich bin übrigens 27 und wohne zum Glück seit 1 Jahr woanders).
Wäre schön wenn ich von euch einen Tipp bekommen könnte...
Viele Grüsse und weiter so  |
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black-billy2006 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.06.2006 Beiträge: 1050 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 09.08.2006, 07:20 Titel: Re: Umfrage |
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Guten morgen,
also ich bin 2 mal rückfällig geworden und habe 2 klinische Entzüge gemacht und den 3. habe ich kalt entzogen,was man eigentlich nicht machen sollte,da es sehr gefährlich sein kann.Nicht nur gefährlich,sondern auch Lebensbedrohlich!
Meinen 2 Rückfall,hatte ich vor 8 Wochen,weil mein Vater ganz plötzlich ohne einer Krankheit oder ähnlichem verstorbe ist.Ich habe dann 2 Wochen wieder exessiv getrunken,habe aber Gott sei Dank dann schnell noch die Kurve bekommen und bin jetzt über 6 Wochen wieder trocken.Dank diesem Forum mit den lieben Menschen hier,habe ich es geschafft und mir geht es soweit gut!
Meine Familie unterstützt mich nach wie vor und das macht es mir auch leichter durchzuhalten!
Dir viel Kraft und liebe Grüße Billy |
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tabaluga8a neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 08.08.2006 Beiträge: 7
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Verfasst am: 09.08.2006, 16:48 Titel: Körper |
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Danke für die Antwort.
Und wielange kann ein Körper so etwas ab. Irgendwann dreht der doch mal ab, oder?!
Oder kann man etwa mit ca. 3-6 Entgiftungen im Jahr alt werden?
Ist echt schwierig für mich das nachzuvollziehen. Kriegt man beim ersten Schluck nicht wieder die Panik und Angst wie es immer vor dem Entzug ist? Oder kann man das in diesem Moment abstellen?
Drücke Dir weiterhin die Daumen , dass Du stark bleibst! Das tust Du nicht nur für Dich, sondern für alle Menschen die hinter Dir stehen!
LG |
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black-billy2006 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.06.2006 Beiträge: 1050 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 10.08.2006, 06:46 Titel: Re: Umfrage |
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Hallo Tabaluga8a,
also wie lange das ein Lörper ab kann,´das kann ich dir nicht beantworten.Als ich in der Klinik war,gab es da jemanden,der es sich anscheinend zum Volkssport gemacht hat,klinische Entzüge zu machen.Er hatte mir damals gesagt es wären schon über 30 gewesen.Ob das nun stimmte,das weiß ich nicht!
Als er dann entlassen wurde,ist er vom Krankenhaus,gleich in die nächste Kneipe und hat schon wieder getrunken.Er war privat Patient.Ich weiß bis heute nicht,warum er einen Entzug macht,und dann gelich wieder trinken geht.Er hat das doch schon vorher geplant.
Es nützt kein Entzug wenn der jenige es selber nicht will.Er muß zur einsicht kommen,aber diese Einsicht muß von ihm alleine kommen.
Ich denke mal,das dein Siefvater es bis heute nicht geschafft hat sich seine Alkoholkrankheit einzugestehen und deshalb eiert er vielleicht so rum.Vielleicht sollte er mal zur LangzeitTherapie.Habt ihr denn mit ihm darüber schon gesprochen?Was sagt er denn selber dazu,das er es nicht schaftt?Will er es überhaupt schaffen oder macht er das nur weil ihr es so wollt?Was sind seine Gründe,das er ständig rückfällig wird?
Das ist bei jedem unterschiedlich,was man empfindet beim 1. Schluck.
Bei mir war es aus verzweiflung und es hat mir im 1.Moment gut getan.Da es aber bei einem Schluck nicht geblieben ist,war bei mir danach schon wieder die Angst und das schlechte Gewissen da.Leider blieb es auch nicht bei einem mal sondern es geht ganz schnell,das man wieder auf dem selben Level ist,wie zum Anfang.Dann wieder den Absprung finden,das ist sehr schwer.Jeder Neuanfang zur Trockenheit,wird immer schwerer.Die Entzugserscheinungen werden auch immer härter.Bei meinem 1.Entzug hatte ich gar keine Entzugerscheinungen,das sah aber bei meinem 2 Entzug schon ganz anders aus.Ich mußte am Anfang erst einmal Distra nehmen,damit ich vom Alk langsam runter kam.Beim 3. den ich allerdings kalt gemacht habe,hatte ich Entzugerscheinungen wo es mir richtig schlecht ging.Normalerweise,hätte ich ihn die Klinik gehen müssen.Gott sei Dank habe ich es daan doch noch so geschafft.
Wie gesagt,bei meinem 1. Schluck habe ich gar nicht mehr darüber nachgedacht.
Heute habe ich meine ganze Denkweise umgestellt und ich habe kapituliert.Vor allem ICH WILL keinen Alk mehr trinken.Er ist eh stärker als ich.Ich habe aufgegeben gegen den Alk zu kämpfen,dafür kämpfe ich heute für meine Trockenheit.Es geht mir jetzt gut obwohl nicht alles gut ist!Wie gesagt,das ist mein fester Wille,nicht mehr zu trinken und das ist das A und O!Letzten endlich sucht sich jeder für sich seinen eigenen Weg um trocken zu bleiben!
Du kannst ja gerne mal in meinen Threads lesen wie ich damit umgehe.
Ansonsten wünsche ich dir natürlich auch viel Kraft und alles Gute.
Liebe Grüße Billy |
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tabaluga8a neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 08.08.2006 Beiträge: 7
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Verfasst am: 10.08.2006, 19:32 Titel: Du bist wohl viel stärker.. |
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...und für Tipps in ein besseres Leben zugänglich.
Leider ist das bei ihm anders.
Er schämt sich auch enorm für die Sauferei (vor allem vor mir), psychisch ist er total neben der Spur. Beim letzten Mal hat er sich wohl vor lauter Depressionen sogar Haare rausgerissen. Er tut mir wirklich soooo leid, aber Du hast recht: Langzeittherapie und er muss das selbst wollen!!! Und die durchziehen!
Aber er scheint wohl auch langsam den Lebensmut oder Motivation zu verlieren. Er fühlt sich als Loser der Familie und überspielt jegliche Unsicherheit mit Arroganz und Coolness (so lange es ihm gut geht).
Zur Entgiftung geht er erst wenn er körperlich am Ende ist, keine feste Nahrung mehr zu sich nimmt, nur noch säuft und kotzt! Dann die paar Tage Klinik, wieder raus mit dem Leben konfrontiert und völlig überfordert.
Er soll sich seit langer Zeit ne eigene Wohnung nehmen (demnächst ist Schluss mit Asyl bei meiner Mum), sie sucht ihm sogar ein schönes Plätzchen, er hätte nur unterschreiben müssen...Auch das ist für ihn viel zu viel. Dann kommt dazu, dass er seit Frühjahr arbeitslos ist und auch die Anträge beim Amt etc nicht schafft. Kurzum: Er ist mit jeder Situation überfordert und meine Mum ist damit völlig am Ende. Sie hat eine schlimme Magen/Darmkrankheit davon getragen.
Alles in allem eine verfahrene Situation und es tut gut, mich mit jemandem auszutauschen der mich versteht. Es gibt zwar viele Alkoholiker, aber solche Themen sind für die Gesellschaft nicht "tragbar" oder es gehört sich wohl nicht...
Vielen Dank an Dich black-billy2006 |
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| tabaluga8a hat zum Thema: Du bist wohl viel stärker.. geschrieben
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black-billy2006 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.06.2006 Beiträge: 1050 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 11.08.2006, 07:07 Titel: Re: Umfrage |
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Hallo Tabaluga8a,
diese Scham kenne ich zu genüge und nicht nur ich kenne diese Scham.Ich denke du kannst hier jeden im Forum fragen,sie haben sich alle dafür geschämt!
Wenn ich arbeiten gegangen bin,habe ich auch alles überspielt,es sollte ja keiner mitbekommen.Letztenendlich haben es die Leute mitbekommen,sie haben bloß nichts gesagt!
Weißt du,Mitleid braucht er nicht.Es ist schwer jemanden zu helfen,der sich nicht helfen lassen will.
Nur eine Entgiftung wrd ihm nicht helfen.Er bräuchte im Anschluß gleich eine Therapie.Es gibt auch ambulante Therapien wenn er nicht zur Langzeittherapie möchte.Es reicht nicht nur mit dem trinken aufzuhören.Wenn der Körper entgiftet hat,geht eigentlich die Arbeit an sich selbst richtig los.Du kannst mir glauben,das ist nicht enfach,aber es funktioniert.Er muß es aber selber wollen und ihr könnt ihn dabei unterstützen.Helfen kann er sich nur alleine.Rede mit ihm und zwar ganz ernsthaft.Vielleicht zeigst du ihn mal,.dieses Forum,so dass er selber mal liest,was es alles für Möglichkeiten für ihn gibt!
Vielleicht ist es wirklich besser,ihn einmal vor vollendeten Tatsachen zu stellen und ihm sagen,bis hier hin und jetzt ist Schluß.Entweder er packt jetzt sein Problem an oder er muß gehen.Das hat manche schon wach gerüttelt!
Geh mit ihm zusammen zum Arzt und laßt euch beraten,wie es nach der Entgiftung weitergehen soll.
Die Anträge schafft er nicht,weil er trinkt,ich habe auch immer alles vor mich hingeschoben.Ich glaube beim Bürgeramt,kann er sich helfen lassen um sie auszufüllen.Sie sind wirklich nicht einfach auszufüllen!
Stellt ihn vor die Wahl,entweder er macht jetzt was gegen seine Sucht und dann bekommt er seine Unterstützung von euch,oder aber er muß raus und dann muß er zu sehen,wie er weiterkommt.
Denke an deine Mutter,sie ist jetzt schon krank geworden.Sie muß an sich denken,bevor bei ihr noch alles schlimmer wird!Ihr müßt an euch denken,das ist wichtig.Ich kann dir da nichts anderes raten.
Weißt du,ich habe mich selber geritzt (Borderline).Hört auf ihn zu bemitleiden,ihr müßt jetzt stark sein und Nägel mit Köpfen machen,bevor hr beide daran zu Grunde geht!
Viel Kraft und Mut wünsche ich euch.
Liebe Grüße Billy |
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