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Alk und Depressionen

 
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Wie seid ihr zum alkohol gekommen?   •    wichtige frage zu entgiftung  
Autor Nachricht
Leila
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 05.08.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 07.08.2006, 11:34    Titel: Alk und Depressionen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Eigentlich kann ich mich nicht daran erinnern über längere Zeit in meinem Leben ohne Depressionen gelebt zu haben z. Zt. mal wieder ganz akut und ich frage mich ob ich nicht das weiterlebe, was mir meine Eltern vorgelebt haben.

Mein Vater war Alkoholiker, außerdem beruflich viel auf Montage. Meine Muter, die sozusagen allein erziehend mit mir und meiner Schwester war, litt solange ich denken kann an Depressionen und tut es bis heute.

Ich will das ein für alle mal loswerden, z. Zt. bekomme ich wieder mal Tabletten gegen die Depris, die aber nicht wirken, im Gegenteil hab ich den Eindruck, dass sie es eher noch verschlimmern. Natürlich hab ich getrunken um gegen die Depris anzugehen, das hat auch zumindest eine Zeitlang gut geklappt.

Jeden Morgen kostet es mich Überwindung überhaupt aufzustehen, an Aktivitäten ist kaum zu denken, viel zu viel bleibt liegen arbeits- und haushaltsmäßig.

Wie habt ihr es geschafft eure Depris zu bekämpfen?
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Leila hat zum Thema: Alk und Depressionen geschrieben
Annika
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 3847
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07.08.2006, 11:44    Titel: Hallo Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Leila,

da du seit 25 Jahren trinkst, hast du dich wahrscheinlich in diese Depression hinein getrunken.

Es handelt sich um eine Stoffwechselkrankheit des Gehirns, welche nur mit Tabletten behandelt werden kann.

Nun ist es ja so, dass es unzählige Präparate gibt. Warst du schon einmal im Krankenhaus um medikamentös richtig eingestellt zu werden ?

Ich selbst habe zwei sehr depressive Elternteile und kenne mich mit dieser Krankheit aus.

Wenn die Tabletten nach 2 Wochen keine Wirkung zeigen sind sie nicht die richtigen.

Ging es dir schon irgendwann einmal besser und wenn, warum wurden die Tabletten seinerzeit abgesetzt ??

Wie auch immer, diese Krankheit kannst du nur nüchtern besiegen.
Die Trockenheit muß an erster Stelle stehen.

Hast du aufgehört zu trinken ?

Gruß Annika
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Annika hat zum Thema: Hallo geschrieben
Leila
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 05.08.2006
Beiträge: 9

BeitragVerfasst am: 07.08.2006, 11:59    Titel: Re: Alk und Depressionen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Annika,

danke für deine schnelle Antwort. Ja es wird was dran sein an dem was du sagt mit dem "Hineintrinken"

Im Moment bin ich gerade dabei in diesem Forum was über eine ambulante Entgiftung in Erfahrung zu bringen. Da hier einige wichtige Dinge in der Schwebe sind, kann ich mich z. Zt. nicht einfach so "ausklinken". Termin beim Hausarzt hab ich für morgen vereinbart, hoffe dass wir eine Möglichkeit finden das auf ambulantem Weg machen zu können.

Nein im Krankenhaus war ich wg. Medikamenteneinstellung noch nie.

Gruß
Leila
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Leila hat zum Thema: Re: Alk und Depressionen geschrieben
Annika
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 3847
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 07.08.2006, 12:15    Titel: Hallo Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Leila,

gut dass du zu deinem Hausarzt gehst. Ich wünsche dir, dass er sich die Zeit nimmt dich richtig zu informieren und dir zu helfen und dir auch bezüglich deiner Depressionen einen Weg vorschlagen kann.

Ich bin auch selbständig und kenne das mit dem NICHT AUSKLINKEN können.

Fakt ist aber, dass du, wenn du nüchtern und trocken leben wirst, alles wieder aufarbeiten kannst. Du könntest z.B. von Samstag bis Sonntags stationär entziehen, dann fehlen dir nur 5 Arbeitstage. 9 Tage dürften ausreichend sein, wenn du deine spezielle Lage schilderst.

Im übrigen, wenn du nichts unternimmst, das müßte dir klar sein, wird deine Selbständigkeit irgendwann auch den Bach herunter gehen.

Ich hoffe du findest einen Weg für dich, denn wenn du es wirklich willst, kannst du es schaffen ohne Alkohol zufrieden zu leben.

Viel Kraft dafür wünscht Annika
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Annika hat zum Thema: Hallo geschrieben
rose1412
Gast






BeitragVerfasst am: 07.08.2006, 13:23    Titel: Re.: Alk und Depressionen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Leila,

ich "leide" auch an Depressionen seit ich denken kann. Bei mir liegt es in der Famile, mütterlicherseits. Durch den Alkohol aber, hatten sich meine Depressionen noch verstärkt, ich habe mich auch tatsächlich da "hineingetrunken", und, Antidepressiva UND Alkohol, geht garnicht, sie verschlimmern die Depressionen ganz massiv.

Ich bin dann in einer Psychosomatischen Klinik medikamentös "eingestellt" worden.

Heute, ohne Alkohol, ist es auch mit den Depressionen erheblich ! besser geworden, ich lebe mit ihnen, sie beherrschen mich aber nicht mehr.

Liebe Leila, immer Step bei Step, erstmal muß der Sehr böse Alkohol aus deinem Leben, Du wirst sehen, wieviel sich dadurch schon positiv verändert.

Liebe Grüße, rose
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rose1412 hat zum Thema: Re.: Alk und Depressionen geschrieben
Michael1969
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 17.09.2006
Beiträge: 133

BeitragVerfasst am: 27.09.2006, 08:17    Titel: Re: Alk und Depressionen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Leila,

um Depressionen zu behandeln ist es zuerst wichtig den richtigen Arzt zu finden. Bevor ich den richtigen Arzt gefunden habe war ich bei 2 Neurologen die mich zusammen genommen ca. 4 Monate mit den "alten" Antidepressiva behandelt haben. Ich habe davon lediglich zugenommen (5-8 kg in 2 Wochen) und stand völlig neben mir. Zu den Depris kamen dann durch diese Medikamente noch Angstzustände die ich bis dahin gar nicht kannte. Eine Verschlimmerung der Symptome ist aber in den ersten Tagen normal. So steht es in fast jeder Packungsbeilage bei Antidepressiva.

Durch einen Bekannten bin ich dann bei einem Neurolgen gelandet der mich innerhalb kürzester Zeit auf SSRI (Fluoxetin) eingestellt hat. Nach ca. 3-4 Wochen habe ich dann eine absolute Verbesserung festgestellt. Ich war morgens wieder aktiver und konnte nachts gut schlafen. Nach 14 Monaten habe ich dann die SSRI in einem Zeitraum von fast 3 Monaten "ausgeschlichen".

Heute bin ich Depressions- und Medikamentenfrei.

Hast du schon mal über die Behandlung in einer Tagesklinik nachgedacht?

Und wie Annika schon geschrieben hat, nass ist die Behandlung der Depris so gut wie unmöglich.

Ich wünsche dir alles gute und hoffe das sich die dunklen Wolken bald auflösen Winken
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Michael1969 hat zum Thema: Re: Alk und Depressionen geschrieben

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