| keine ahnung • sehe keinen Ausweg |
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Sunas neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.08.2006 Beiträge: 92 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 04.08.2006, 14:45 Titel: Re: bin neu hier |
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Hallo Amine,
danke für Deine Antwort. Siehst Du, bei Dir ist es auch der Papa. Da kannst Du Dich bestimmt etwas in meine Tochter reinversetzen. Sie liebt ihren Papa sehr, wie wohl viele Mädchen sehr am Papa hängen. Aber das alkoholisierte, volltrunkene "Monster" kann sie fast nicht mehr ertragen. Aber auch wenn ich von Trennung (trotz Liebe) spreche, wird sie traurig.
Und so geht es mir ja auch. Man kann nicht mehr mit ihm (wenn er trinkt). Man will aber auch nicht ohne ihn ( wenn er nicht oder wenig trinkt).
Aber Deinen Rat mit der Beratungsstelle fand ich gut. Gibt ja hier in Berlin genug. Vielleicht kommt er ja mit, sonst kann ich ja auch allein hingehen.
Hallo Diandra,
wie war Euer Weg in die Langzeittherapie? Leider ist es so, daß mein Mann bis jetzt jede Form von Therapie ablehnt. So nach dem Motto: "Ich will ja, aber ich kann nicht." Dass das Quatsch ist wissen wahrscheinlich alle, bloß ihm selbst ist das nicht klar.
Habe jedesmal Angst vor einem erneuten Krampfanfall.
Könnte man als Ehefrau den Alkoholiker eigentlich auch zwangseinweisen lassen? Denn solche Entzugserscheinungen können ja auch tödlich sein.
Wünsche allen ein schönes Wochenende
sunas |
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| Sunas hat zum Thema: Re: bin neu hier geschrieben
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Diandra sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.03.2006 Beiträge: 2177 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: 04.08.2006, 17:41 Titel: Re: bin neu hier |
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| Sunas hat Folgendes geschrieben: |
Hallo Diandra,
wie war Euer Weg in die Langzeittherapie? Leider ist es so, daß mein Mann bis jetzt jede Form von Therapie ablehnt. So nach dem Motto: "Ich will ja, aber ich kann nicht." Dass das Quatsch ist wissen wahrscheinlich alle, bloß ihm selbst ist das nicht klar.
Habe jedesmal Angst vor einem erneuten Krampfanfall.
Könnte man als Ehefrau den Alkoholiker eigentlich auch zwangseinweisen lassen? Denn solche Entzugserscheinungen können ja auch tödlich sein.
Wünsche allen ein schönes Wochenende
sunas |
Hallo Sunas,
das war ein langer Weg - fing Dez. 2004 an mit dem 2. Entzug, danach lebte er für ca. 11 Monate in einer kleinen MännerWG mit Betreuung durch die Diakonie. Im Jan. 2006 zog er wieder bei uns ein und dann hatte er 3 Abstürze. Beim dritten Rückfall habe ich dann rigeros gesagt, dass ich keinen einzigen Tag mehr so weiterleben werde. Daraufhin ist er wieder in den Entzug gegangen und kam danach direkt in die Langzeittherapie. Dort kann er bis zu 18 Monaten bleiben - je nachdem wie er und die Therapeuten entscheiden. 4 Monate müssen aber mindestens sein.
Dein Mann wird wohl erst können, wenn Du jegliches Kümmern um ihn einstellen wirst. Erst wenn er ganz allein auf sich gestellt ist wird er merken, dass er damit nicht zurechtkommt und Hilfe braucht.
Macht er seinen Entzug selber zu Hause oder warum hast Du Angst vor Krampfanfällen ?
Finde es übrigens superklasse, dass Du aufgehört hast zu trinken.
Nee zwangseinweisen geht nicht - Dein Mann ist ja nicht entmündigt. Würde auch sicherlich nicht besonders helfen, weil er es dann ja nicht aus eigenem Antrieb in die Wege geleitet hat.
Wünsche Dir auch ein wunderschönes Wochenende.
LG
Diandra |
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| Diandra hat zum Thema: Re: bin neu hier geschrieben
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Amine Schnee neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.07.2006 Beiträge: 45
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Verfasst am: 04.08.2006, 18:56 Titel: Re: bin neu hier |
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Hallo Sunas,
es freut mich das wir Dir schon mal ein bisschen helfen konnten.
Das sind die ersten Schritte die Du machst um Deinen Mann zu helfen und nicht zu vergessen Deiner Tochter.
Es schön zu lesen, das es Deine Tochter Ihren Papa noch lieb hat, das ist nicht immer so.
Das ist für Dich auch wichtig das es weißt, wäre es anders, dann wäre es schon sehr schlimm.
So habt Ihr alle noch eine Chance, was zu ändern und Eurer gemeinsames Leben wieder zu genießen.
Bei mir sind solche Gefühle nicht mehr vorhanden, das liegt aber auch daran, das ich schon Erwachsen bin und seine Sucht mit anderen Augen sehe.
Wo ich in dem Alter Deiner Tochter war, fand ich es auch nicht gut wenn mein Vater fast jeden Tag betrunken nach Hause kam, da hatte ich Ihn auch nicht so lieb.
Ich hoffe ich habe folgendes richtig verstanden:
Man kann nicht mehr mit ihm (wenn er trinkt). Man will aber auch nicht ohne ihn ( wenn er nicht oder wenig trinkt).
Ein wenig trinken darfst Du nicht erlauben, entweder ganz oder gar nicht.
Ein dazwischen gibt es nicht, das ist genauso wenn Du mit den Rauchen aufhörst, da rauchst Du auch keine mehr wenn Du aufhören willst.
Ein Alkoholiker darf noch nicht mals irgendwelche Süßigkeiten essen wo Alkohol drin ist.
Das kann schnell dazu führen, das er wieder auf den Geschmack kommt.
Das habe ich auch schon mit erlebt und drum bin ich in solchen Dingen auch ganz konsequent.
In den Punkt mit der Beratungsstelle, da rate ich Dir, geht am besten zusammen dort hin.
Nur vorher muss Deinem Mann klar sein, das es Dir ernst ist und das er auch selber einsieht das er Alkoholiker ist und das ein kalter Entzug zu Hause nichts bringt.
Wenn er wirklich aufhören möchte, dann sieht er das auch ein.
Mach Ihm das bewußt und zeige Ihm alle Punkte auf, warum Du aufgehört hast und das es sich für Seine Familie, die ihn liebt lohnt zu kämpfen.
Ich wünsche Dir alles alles Liebe und das Ihr wieder eine glückliche Familie werdet.
Liebe Grüße
Amine |
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