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Lin Gast
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Verfasst am: 01.08.2006, 17:44 Titel: Re: keine ahnung |
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Hallo Mücke....
erst mal herzlich willkommen. Auch ich erkenne mich in dem was Du schreibst in vielerlei Hinsicht wieder. Vor allem was Du über Dich selbst schreibst.
Wirklich raten kann ich Dir leider auch nicht viel. Du schreibst es schon selbst. Du kannst nichts machen, außer ihm zur Seite zu stehen, wenn er den Weg in ein trockenes Leben von sich aus gehen will. Das ist das einzige, was auch ich mitlerweile hier verstanden habe.
Ich hab mal eine allgemeine Frage: Kann es sein, dass sich Alkoholiker als Partner gerade solche suchen, die eine starke Persönlichkeit haben bzw. evtl auch umgekehrt?
Wenn ich mir meine jetztige aber auch meine vergangenen Beziehungen ansehe, muss ich schon feststellen, dass alle nicht all zu starke Persönlichkeiten waren. Sie hatten zwar nicht unbedingt ein Alkoholproblem aber dafür dann andere Probleme.
Falls ich damit zu weit vom eigentlichen Thema des Threads abweiche, dann verschiebt meinen Beitrag bitte.
Gruss, Lin |
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| Lin hat zum Thema: Re: keine ahnung geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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| Karsten hat zum Thema: Re: keine ahnung geschrieben
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Amine Schnee neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.07.2006 Beiträge: 45
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Verfasst am: 01.08.2006, 19:55 Titel: Re: keine ahnung |
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Hallo Mücke und Herzlich Willkommen,
ob Du hier richtig bist?
Ja, das bist nur wenn Du mit der Wahrheit weißt umzugehen und der Realität ins Auge sehen kannst.
Ich habe vor einigen Jahren selber noch so gedacht wie Du und fest daran geglaubt das wir es schaffen können.
Ich kann mich Karsten nur anschließen!
Was er geschrieben hat trifft das ganze auf den Punkt, er war sehr ehrlich zu Dir und hat Dich sehr genau aufgeklärt.
Da Du anscheinend die Situation total unterschätzt, das sind keine normalen Probleme wie Du Sie vielleicht kennst, hier handelt es sich um einen Menschen der mal Drogenabhängig war und jetzt ganz klar Alkoholiker ist.
Der nicht für Dich bereit ist damit aufzuhören.
Ich weiss das klingt jetzt alles sehr Hart, doch so soll es nicht bei Dir rüber kommen, wir wollen Dir helfen, darum bist Du ja hier, oder?
Mein Vater ist schon seit dem er 20 ist Alkoholiker, heute ist er 61!
Er hat meine Mutter und uns Kindern immer gesagt er kann jeder Zeit mit dem Alkohol aufhören und hat es bis heute nicht geschafft trocken zu werden.
Er war mal für 4 Jahre trocken und dann kam wieder Rückfall.
Ich bin jetzt 25 und ich sehe es nicht mehr ein mich von Ihm so kaputt machen zu lassen, denn er will nicht aufhören, weil er nicht erkennt das er krank ist.
Dafür bin ich mir zu schade und ich investiere lieber meine Kraft wo ich was wieder bekomme und meine Hilfe geschätzt wird.
Das ist für mich zu anstrengend und ich sehe darin keinen Sinn mehr.
Meine Eltern lassen sich jetzt scheiden und wir sind noch lange nicht am Ziel angekommen.
Wir müssen weiterhin stark bleiben und weiter kämpfen, damit wir wieder glücklich leben können und einen Neuanfang machen können.
Das ist so ein Beispiel wo Karsten von geschrieben hat, nur wenige schaffen es.
Wenn Sie trocken sind, dauert es auch Jahre bis Sie wirklich wieder eine Beziehung führen können.
Frag Dich selbst, wieviel bist Du Dir selber Wert?
Willst Du wirklich so einen harten und sehr langen Weg gehen?
Wenn meine Familie und ich jetzt zurück blicken, fragen wir uns oft, was hat es uns gebracht das wir so lange um meinen Vater gekämpft haben?
Viel Kraft, viele Nerven, viele Tränen, große Verzweifelung und Wut gegen diesen Menschen.
Wir würden diesen Weg nicht noch mal gehen, denn keiner kann uns die verlorenen Jahre zurück gebe.
Ich wünsche Dir viel Glück bei Deiner Entscheidung und den Weg den Du gehst.
Liebe Grüße
Amine |
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lavendel sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.05.2006 Beiträge: 2869
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Verfasst am: 01.08.2006, 22:43 Titel: Re: keine ahnung |
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hallo mücke,
mir gehts ganz ähnlich wie dir, stecke in einer beziehung, weiß theoretisch, was richtig we: ultimatum: "ich oder die flasche" und bei "die flasche" dann auch wirklich gehen. tue mich auch schwer damit, aber merke, dass es so nicht ewig weitergehen kann, man selbst geht vor die hunde dabei. soviel nur ganz kurz.
zu deiner frage nach einer shg: ich gehe seit ein paar wochen als angehörige in eine kreuzbundgruppe. steht katholisch drauf, merkt man aber in den gesprächen nicht, es geht da um alltag, und nicht um religion. mir gefällt es da sehr gut, die gespräche sind völlig "normal", wie mit anderen menschen auch, nicht esoterisch, nicht weltanschaulich, kann ich nur empfehlen. unter www.kreuzbund.de findest du die webseite und kannst auch nach plz suchen, wo es was bei dir in der nähe gibt. so "gerne" und viel ich hier im forum lese, das treffen mit "lebendigen" menschen von angesicht zu angesicht einmal in der woche hilft mir und bestärkt mich einerseits, meinen partner besser zu verstehen (nicht im sinne von "verständnis haben", sondern im im sinne von kapieren, was er warum macht), zum anderen gibt sie mir rückhalt, dass ich nicht spinne, ich kann offen reden und bekomme tipps von leuten, die mich verstehen. und ich beschäftige mich immer wieder mit dem thema und gerate so nicht so leicht in gefahr, das ganze zu beschönigen oder zu verdrängen. und ich kenne jetzt gesichter, geschichten, das finde ich gut. probier´s, ich kann´s nur empfehlen.
liebe grüße
lavendel |
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| lavendel hat zum Thema: Re: keine ahnung geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 02.08.2006, 20:40 Titel: Re: keine ahnung |
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Hallo mücke
Zitat: eigentlich will ich nur wissen, ob verlassen die einzige möglichkeit ist oder ob es irgendjemand auf dieser welt schon geschafft hat, zusammen mit seinem partner das zu bewältigen.
Wenn du mit ihm durch die Hölle gehst, ja. Du merkst, wie weit er jetzt schon ist, leiht sich Geld von deinen Freunden, verspricht dir heute nicht mehr zu trinken, denkt aber nicht daran, dieses Versprechen auch zu halten. Nicht nur finanziell, sondern auch gesundheitlich wird es bergab gehen. Er wird keine Freunde mehr haben, weil sich alle von ihm distanzieren werden, somit wirst auch du deine Freunde verlieren und ihr werdet alleine für euch sein. Wenn er dann an seinem Tiefpunkt angelangt ist, kann es sein, dass er sich anders besinnt. Ob du das aber so lange durchhältst, ist die andere Frage, denn nicht nur er, sondern auch du wirst immer näher an deinen Tiefpunkt kommen, an dem du dann nicht mehr kannst.
Solange er sich auf dich verlassen kann, hat er keinen Grund mit trinken aufzuhören. Warum soll er auf etwas verzichten, wenn er alles haben kann? Er hat auch kein Problem mit seinem trinken, ihm geht es doch gut, sondern nur du hast das Problem, weil du dir Gedanken machst. Überlege dir also, ob deine Hilfe ihm tatsächlich etwas nützt, oder sein Trinken sogar noch fördert.
Was Lavendel zum Kreuzbund geschrieben hat, kann ich nur bestätigen. Bei uns gibt es zusätzlich zu den Gruppenabenden einmal im Monat ein Frauentreffen. Ich denke, das gibt es zumindest überall dort, wo es keine besonderen Gruppen für Angehörige gibt, das nur als Zusatz-Info.
Wünsche dir, dass du die richtige Entscheidung für euch triffst
Lieben Gruß
Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: keine ahnung geschrieben
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mücke neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 01.08.2006 Beiträge: 6 Wohnort: Rhein-Neckar-Dreieck
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Verfasst am: 04.08.2006, 15:03 Titel: Re: keine ahnung |
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ein herzliches hallo an alle, die geantwortet haben.
ich finde es wirklich toll, dass ich antworten und erfahrungen bekomme. das hilft mir schon ein bißchen, auch wenn es an der situation nichts ändert. ich danke euch ganz herzlich und werd das alles erstmal versuchen zu verdauen.
liebe grüße
mücke |
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| mücke hat zum Thema: Re: keine ahnung geschrieben
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