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Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns

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Amine Schnee
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 26.07.2006, 22:00    Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Zusammen,

ich habe noch etwas zu sagen, denn schließlich ist der Beitrag von mir und habe auch für den Aufruh hier gesorgt.
Gestern war ich kurz davor mich hier abzumelden, mich hat davon hier jemand aus dem Forum abgehalten und meine beste Freundin heute, die hat das alles hier gelesen und fand es traurig. Die Gründe werde ich gleich mitteilen, doch erst will ich Danke sagen.

Erst einmal möchte ich den Leuten hier im Forum danken, die am Anfang geschrieben haben und die mich anscheinend doch verstanden haben und die den Beitrag auch richtig verstanden haben.
Habt vielen Dank, durch Euch ging es mir nach kurzer Zeit wieder besser und habe schnell eingesehen, das es auch einen anderen Weg, es gibt immer einen Ausweg aus so einer Situation.
Einige Ratschläge sind jetzt schon am laufen, wie Einstweillige Verfügung.

Genau aus diesem Grunde habe ich mich hier angemeldet, weil ich auf der Suche nach Hilfe bin und mit meiner Familie weiter kämpfen will, auf ehrliche Art und Weise.

Doch dann, habe ich mich gefühlt wie der Unmensch auf Erden.
Alle haben was geschrieben und anscheind nur den ersten Beitrag von mir gelesen und was ich danach geschrieben habe, wohl nicht.
Denn sonst hätte man mich nicht mehr so verurteilt und es wäre auch nicht dazu gekommen, das hier Zwei Personen diskutieren.
Das hilft keinem Co-Abhängigen.

Ich habe auch versucht jemand zu schildern wie lange meine Familie und ich darunter leiden und wie man sich nach so vielen Jahren, Versuchen dem Alkoholiker zu helfen, fühlt.
Das hätte ich besser hier mal reingeschrieben.

Meine Mutter hat vor über 35 Jahren Ihre Heimat und Ihre Familie in Spanien verlassen und hat einen Alkoholiker geheiratet, was sie damals nicht wusste.
Sie wollte hier ein schönes Leben beginnen und irgendwann wieder zurück.
Dann hat sie nach einem Jahr meinen Vater geheiratet und 3 Jahre später kam mein Bruder zur Welt, da fing es mit dem Alkohol an.
Mein Vater hat schon immer getrunken, aber meine Mutter davon überzeugt, das er das im Griff hat.

Vier Jahre später kam ich zur Welt und meine Eltern kauften sich ein Haus, da wir eine nun endlich komplette Familie waren.
Die erste Zeit als ich da war, ging es noch einigermaßen gut, dann nicht mehr.
Seine Sucht wurde immer schlimmer.

Vielleicht kennt Ihr das, als Kind versteht man noch nicht wieso sein Papa trinkt und seine kleine 5 Jahre alte Tochter erklärt, wenn Du trinkst mag Dich keiner von uns, bitte trinke nicht mehr, das ist nicht gesund.
Doch das half alles nicht, meine Mutter hat es im Ruhig nüchtern versucht und mit schimpfen.
Sie war damals fest davon überzeugt das Sie ihm helfen kann und das man gemeinsam stark ist.
Sie wollte Ihren Ehemann nicht aufgeben und uns nicht den Vater wegnehmen, der leider nie einer war.
Sie hat ihn zu sämtlichen Ärzten begleitet.

Irgendwann hilft das auch nicht, dann hatte er 4 Jahre nicht getrunken, wir waren sehr stolz und haben uns mit Ihm gefreut. Wir waren zum ersten mal eine richtige glückliche Familie.
Dann der unerwartete Rückfall, keiner weiss warum?
Er hat komplett dicht gemacht und leugnet es heute noch das er nicht krank ist.

Nach 24 Jahren kam von mir aus die Entscheidung, ich kann Ihm nicht helfen, wenn er es nicht zulässt und konnte auch nicht mehr Mitleid haben.
Meine Familie besteht nur noch aus Mutter und meinem älteren Bruder, die mich groß gezogen haben, die mich in die Arme schlossen, wenn ich weinte und angst vor meinem Vater hatte.
Denn wenn er trank und wir Kinder haben ein kleinigkeit falsch gemacht, hat er uns 2 mal verhauen.
Tolle Erziehung, sage ich dazu!

Seit dem die Scheidung läuft, hat sich die Situation noch verschlimmert, womit wir rechnen mussten und was uns bewusst war.

Wenn man von 365 Tagen im Jahr, 20 ruhige Tage hat, dann ist es schon viel.
Sonst ist man nur in Sorge, bricht in Wut aus, Hass und bittere Verzweifelung aus, vorallem wenn man dadurch schon krank ist.
Die Nerven liegen einem echt blank, man heult und fleht seinen Vater an, hör endlich auf zu trinken, ich halte es nicht mehr aus.

Drum bitte ich Euch, wer weiterhin über mich und meiner Familie urteilen will, soll es nicht hier tun!!!
Ich urteile auch nicht über die Menschen die nicht wirklich verstehn kann und erst recht nicht, wenn ich sie nicht kenne.
Das wollt ihr auch nicht, oder?
Also unterlasst das bitte, es kann mir jeder schreiben, der einen guten Ratschlag hat oder mir wirklich versucht durch seine eigene Erfahrung zu helfen.

In diesem Sinne, wünsche ich Euch einen schönen Abend.

Liebe Grüße

Amine
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Amine Schnee hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32810
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 26.07.2006, 22:23    Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Amine,

ich finde es sehr gut, dass Du diesen Beitrag geschrieben hast.
Zeigt er doch deutlich, wie schnell man vom eigentlichen Thema abkommt.
Wir werden dies zum Anlass nehmen, etwas genauer auf die Beiträge zu achten, auch wenn es bei der wachsenden Anzahl der Beiträge schwierig wird.

Wenn man einfach die Meinung des anderen akzeptiert und seine Antwort nicht auf den Beitrag des Vorposters aufbaut, sondern einfach bei sich bleibt, dürften gar keine Streitereien aufkommen.
Leider fangen viele Beiträge mit dem zitieren des Vorposters an, anstatt auf das eigentliche Thema zu achten und vor allem aus seinen Erfahrungen zu schreiben.
Wenn man keine eigenen Erfahrungen zu gewissen Themen hat, kann man sich auch gerne mal raushalten. Mam muß nicht überall was schreiben.

Entschuödige bitte, dass ich diesen Thread so beantworte, aber ich denke, es passt sehr gut zu Deinem Beitrag.
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Karsten hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
black-billy2006
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 1050
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 27.07.2006, 08:15    Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten morgen Armina,

wäre es nicht möglich,erst einmal einen Anwalt zu konsultieren?Ich meine eine Rechtsberatung,was man bei euren Fall machen kann?
Es gibt hier im Internet eine Seite,wo du auch rechtliche Sachen erfragen kannst!
Ich weiß nicht ob ich die email hier reinsetzen kann,aber ich mach es jetzt einfach mal.

www.wer-weiss-was.de so müßte sie heißen.Dort kannst du dich mal erkundigen,wie ihr euch Rechtlich in eurer Situation helfen lassen könnt.

Ich wünsche dir und deiner Familie ganz viel Kraft!

Liebe Grüße Billy
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black-billy2006 hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
Amine Schnee
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 23.07.2006
Beiträge: 45

BeitragVerfasst am: 27.07.2006, 21:20    Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Black-Billy, Smilie

danke für Deinen Beitrag, das ist doch mal wieder was womit mir geholfen ist! Sehr glücklich

Ich werde mir gleich mal den Link anschauen, darauf bin ich noch gar nicht gekommen, sowas online zu machen.

Einen Anwalt haben beide, nur leider ist der Anwalt von meinem Vater der Zeit im Urlaub und das warten macht mich ganz ungeduldig, heute ist es für mich wieder was schwerer als die letzten Tage.
Aber das habe ich immer, mal kann ich geduldiger sein, als an anderen Tagen.
Ich hoffe ich komme auch heute Nacht wieder zum schlafen, nach dem ich gestern diesen Beitrag geschrieben habe, fühlte ich mich besser und jetzt hoffe ich auch das es berücksichtigt wird.
Danke, noch mals das Du Dich daran gehalten hast. Smilie

Ich wünsche Dir noch einen schönen Abend.

Liebe Grüße

Amine
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Amine Schnee hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
lavendel
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.05.2006
Beiträge: 2869

BeitragVerfasst am: 27.07.2006, 22:22    Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo amine,

ich will dir nur sagen, dass ich dich verstehehe. ich bin auch in einem alkoholikerhaushalt groß geworden und kämpfe heute noch mit meiner verbeulten psyche. als kind, jugendliche und junge erwachsene habe ich gelitten, geheult, meine eltern gehasst für das, was sie ihren kindern angetan haben, und ihnen manchmal sogar den tod gewünscht, wenn verzweiflung, hilflosigkeit und das gefühl des ausgeliefertseins zu groß wurden. einmal, das ist noch garnicht so lange her, habe ich nachts geträumt, meine mutter windelweich zu prügeln. im traum habe ich es genossen, das weiß ich noch, und bin völlig entsetzt vor mir selber aufgewacht. ic habe noch nie im leben einem menschen auch nur eine ohrfeige gegeben, aber dieser traum hat mir gezeigt, wieviel wut da immer noch ist. unbewusst. im wachen zustand würde ich mir solche gedanken nie gestatten, käme nicht mal auf die idee.

mühsam, und nur durch jahrelange, nach außen sicher brutal scheinende abnabelung habe ich es geschafft, mit ihnen auf distanz umgehen zu können. mein vater ist mittlerweile tot, meine mutter lebt noch und ist mal trocken und mal nass. sie weiß, dass ich - wenn sie etwas getrunken hat - nicht mit ihr rede, und dass für mich das mitbekommen, dass sie wieder trinkt, erst einmal den radikalen kontaktabbruch zur folge hat. ich maße mir nicht an zu sagen, dass sie das vom trinken abhält. aber für mich ist es die einzige möglichkeit, damit zu leben. ich ginge sonst unter, wenn sie immer noch die macht über mein leben, meine gefühle hätte. ich kann dir nur raten, dich physisch und psychisch so weit wie möglich von deinem vater weg zu bewegen. du wirst sonst nie ein einigermaßen friedliches leben führen können, er wird dich immer weiter beherrschen. und welche macken du abbekommen hast - an denen wirst du sowieso dein leben lang knabbern, denke ich. ich tue es jedenfalls immer noch, obwohl ich mittlerweile seit über zwanzig jahren nicht mehr zu hause wohne.

kann dir nur eimerweise stärke wünschen.

liebe grüße

lavendel
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lavendel hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
black-billy2006
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 26.06.2006
Beiträge: 1050
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 28.07.2006, 07:07    Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Guten morgen Armine,

es ist gut das du dir mal alles von der Seele geschrieben hast und wie du gemerkt hast ging es dir auch schon etwas besser!
Vielleicht schreibst du dir hier öfters mal deine Trauer,Wut usw. mal von der Seele,das hilft dir,einen klaren Kopf zu bekommen.

Es sind viele hier die dir hier bei Seite stehen,keiner hier ist böse,sie wollen dir helfen.!

Ja geduldig sein,vor allem wenn die Nerven schon brach liegen ist nicht einfach.Versuche dich dann irgendwie abzulenken.Gehe raus und gehe spazieren und denke in aller Ruhe dann nach,wie es weiter gehen soll!

Auch für euch wird es eine Lösung geben,du wirst sehen.
Weißt du ich bin auch immer gleich in Panik verfallen,wenn es so Akkut und stressig wurde.Mein Kopf war voll und ich konnte gar nicht klar denken.Mittlerweile ist es so bei mir wenn ich Stress habe,tue ich irgend etwas (z.B.) schnappe ich mir meine Hunde laufe um den Block,oder schreibe hier im Forum und versuche die Stressituation klar zu durch denken,was und wie ich sie bewältigen kann.Ist nicht immer sehr einfach,aber man kann es lernen.

Hat denn der Anwalt keine Vertretung?Oder ist da keine Anwaltsgehilfin im Büro?
Mein Lebenspartner hat die Anwaltsgehilfin immer angerufen,wenn es Probleme mit seiner Scheidung gab und der Anwalt nicht war.Sie hat uns oft gute Ratschläge in diesem Moment gegeben.
Sie wissen auch eine ganze Menge,versuche es doch auch mal da,so lange der Anwalt im urlaub ist.

Wie schon gesagt ich wünsche euch ganz viel Kraft um die ganze Sache durchzustehen!

Liebe Grüße Billy
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black-billy2006 hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben

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