| Für meinen guten Freund... • Janny |
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Amine Schnee neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.07.2006 Beiträge: 45
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Verfasst am: 23.07.2006, 12:20 Titel: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns |
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Hallo,
mein Vater ist seit dem denken kann starker Alkoholiker.
Er war mal für 4 Jahre trocken, leider hat er vor 3 Jahren wieder angefangen zu trinken.
Leider wird es immer schlimmer und man weiss sich nicht mehr zu helfen, denn er will sich nicht helfen lassen und er sieht nicht ein das er krank ist.
Er geht jeden Tag trinken und letztens meinte er das er auch noch kiffen würde mit seinen Freunden. Ich weiss nicht ob er das immer noch macht oder ob er das nur so gesagt hat.
Wenn er dann nach Hause kommt ist er nicht mehr ruhig zu stellen, man kann Ihn nicht mehr ruhig stellen.
Nachts kann man nicht mehr schlafen, zur Ruhe kommt man nicht mehr, er pickelt uns die Möbel voll oder auf den guten Teppich. Er redet im Schlaf oder randaliert, proviziert meinen Bruder und meine Mutter.
Das zehrt so sehr an den Nerven, so dass wir meine Mutter dazu gebracht haben das sie sich scheiden lässt.
Das Trennungsjahr ist jetzt seit 2 Monaten rum und die Scheidungspapiere kommen jetzt in 3 Monaten.
Meine Eltern haben ein gemeinsames Haus, das Haus wurde letzte Woche geschätzt, auf 189.500 €.
Meinem Vater steht die hälfte zu, die soll er ja auch bekommen und dann sofort das Haus verlassen.
Leider kann meine Mutter ihm nur 40.000 € auf einmal zahlen und den Rest auf 14 Jahre mit 300 € Monatlich zahlen.
Nur besteht auf das komplette Geld, nur meine Mutter ist schon 59 Jahre alt und bekommt nicht mehr so einen Hohen Kredit.
Jetzt droht er Ihr ständig wenn er das Geld nicht sofort bekommt dann macht er Ihr das Leben zur Hölle.
Wir sind so verzweifelt, wir wissen uns nicht mehr zu helfen.
Das Deutsche Rechtssystem ist nicht fair und macht nichts.
Wir haben im Winter die Polizei angerufen, weil er nicht ruhig zu stellen ist und er die Keller Treppen runter gefallen ist und sich den Kopf aufgeschlagen hat. Doch die Polizei macht da nichts gegen.
Meine Mutter möchte morgen in der Apotheke Schlaftabletten kaufen, damit Sie mal Nachts durchschlafen kann, denn sie ist sowas von fertig.
Das halte ich für keine gute Idee, denn wenn er irgendwann zum Arzt muss oder ins Krankenhaus und die stellen das fest, dann hat meine Mutter ein Problem und davor möchte ich Sie gerne bewahren.
Ich habe das gestern meiner Freundin erzählt, sie sagte auch das wäre nicht gut.
Wir sollten lieber wenn er abends so betrunken nach Hause kommt, den Notarzt anrufen und sagen das er starker Alkohliker ist und so betrunken ist und das wir Ihn nicht ruhig stellen können, wir hätten angst vor Ihm.
Oder wenn wir das wirklich mit den Schlaftabletten vorhaben, das wir dann Ihm eine Tablette geben und aus der Packung 10 oder 15 raus nehmen und die in Müll schmeissen.
Wir sollen dann sagen das er starker Alkohliker und will sich das Leben nehmen, das hätte er uns grade gesagt. Dann käme er auf die Geschlossene und kommt da erst mal nicht so schnell raus.
Meine Frage ist jetzt, was kann man in so einer Situation machen, wo man uns hilft.
Können wir die erste Varitante sagen und das reicht aus oder sollten wir das wirklich mit den Schlaftabletten sagen.
Wir wissen uns einfach nicht mehr zu helfen und haben nicht mehr viel Kraft um das noch lange aus zu halten.
Um meinem Bruder mache ich mir große Sorgen, der er wird schon ganz agressiv durch die Situation und hat meinen Vater schon geschupst und am Kragen gepackt und geschülltelt.
Ich sage Ihm immer das er doch gar nicht Wert und mit dem darfst Du gar reden, du musst den ignorieren.
Aber das ist schwer sich in so einer Situation zu beherrschen, mir geht manchmal nicht anders.
Doch dafür seine Zukunft aufs Spiel zu setzen ist dieser Mensch nicht wert und unser Leben zu Wertvoll.
Sagt mir was wir machen können.
Liebe Grüße
Amine  |
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| Amine Schnee hat zum Thema: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
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chiara neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2006 Beiträge: 362 Wohnort: UK
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Verfasst am: 23.07.2006, 12:40 Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns |
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Hallo Amine,
die Situation ist schrecklich. Das mit den Schlaftabletten aber keine gute Idee. Weder sollte man einem Abhängigen ohne dass er es von seinem eigenen Hausarzt verschrieben bekommen hat Schlaftabletten geben, noch irgend jemanden anlügen...von wegen er hätte die genommen um sich umzubringen. Ehrlichkeit ist der einzige Weg.
Seit Ihr , jemand von Euch, in einer Selbsthilfegruppe für Angehörige eines Alkoholikers?
Ich weiss meine Antwort ist erstmal nicht ""befriedigend"", aber ich mache mir grosse Sorgen wegen der erwähnten Tabletten.
Bitte weiterschreiben
chiara |
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| chiara hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 23.07.2006, 12:47 Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns |
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Hallo Amine
das mit den Tabletten ist nicht nur "keine gute Idee", sondern eine strafbare Handlung.
Man darf niemanden Medikamente ohne sein Wissen geben, egal um was es da geht.
Das Lügen vom angeblichen Selbstmord ist dem Gleichzusetzen. Da werden Hilfsmaßnahmen eingeleitet, die nicht notwendig sind, weil er ja keine oder nur eine Tablette genommen hat.
Hinzu kommt, dass er auch daran sterben kann, wenn er sich wegen den Medikamenten oder aus einem anderen Grund erbricht und daran erstickt.
So sehr ich Eure Situation auch verstehe, aber mit strafbaren Handlungen kommt ihr da nicht weiter.
Wenn er für Deine Mutter oder Euch eine Gefahr darstellt, könnt Ihr auch eine einsweilige Verfügung bei der Polizei beantragen oder eine Anzeige aufgeben.
Nur weil jemand das Haus auch gehört oder halb gehört, hat er noch lange keinen Anspruch darauf, da drin auch wohnen zu dürfen.
Gruß
Karsten
______________
Mal einige Gedanken zu Schlafstörungen |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
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Amine Schnee neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 23.07.2006 Beiträge: 45
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Verfasst am: 23.07.2006, 13:12 Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns |
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Danke für Eure schnellen Antworten! )
Ich bin ja selber von der Idee mit den Schlaftabletten nicht begeistert.
Nur die Polizei war ja schon bei uns, die sagen das ist Prviat Sache damit hat die Polizei nichts zu tun.
Das ist doch nicht fair, er darf trinken und Nachts randalieren und keiner kann uns von Aussen helfen.
Irgendwer muss uns doch helfen können, man kann doch nicht zu lassen das immer so weiter geht und das wir daran Zerbrechen!
Ich sage ja das Deutsche Rechtssystem ist nicht gut und müsste umgeschrieben werden, mein Vater tut uns zwar Körperliche keine Gewalt an aber dafür Seelisch, das finde ich fast genau so schlimm.
Im Deutschen Gesetzbuch unter Ehe und Familie steht:
1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung.
4) Jede Mutter hat Anspruch auf den Schutz und die Fürsorge der Gemeinschaft
Wo ist der Schutz? Wer beschützt meine Mutter geschweige denn, wer hilft Ihr?
Niemand interessiert es von aussen und keiner unternimmt was gegen diese schreckliche Situation.
Ich bin so verzweifelt, so kann und darf es nicht mehr weiter gehen.
Was kann ich tun und wie kann ich meine Mutter und meinen Bruder beschützen?  |
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| Amine Schnee hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 23.07.2006, 13:31 Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns |
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Hallo Amine und herzlich willkommen
Ihm Schlaftabletten geben? Die Gedanken kann ich nachvollziehen, aber lasst nur ja die Finger davon. Schlaftabletten im Zusammenhang mit Alkohol können eine nicht vorhersehbare Wirkung haben. Schlimmstenfalls habt ihr einen Toten in eurer Wohnung und dann? Selbst wenn nichts passiert, könnte man euch trotzdem strafrechtlich belangen. Macht die Sache nicht noch schlimmer als sie bereits jetzt ist. Ihr habt es jahrelang mit ihm ausgehalten, da muss es bis zu seinem Auszug auch noch gehen.
An und für sich sollte er mit der Teilung des Hauses 40.000 € sofort und monatl. 300 € einverstanden sein. Aus gekränktem Stolz oder aus welchem Grund auch immer, wird er grundsätzlich gegen alles sein. Die Frage stellt sich nun, ob diese Zahlungsweise so bei der Scheidung vereinbart wurde oder ob das jetzt nur ein Vorschlag war. Trotzdem verstehe ich nicht, warum deine Mutter keinen Kredit in der Höhe bekommen soll, denn als Sicherheit ist doch das Haus mit einem wesentlich höheren Wert vorhanden. Auskunft darüber könntet ihr eventuell bei der Schuldnerberatung bekommen. Wenn er weiterhin die Möbel und die Einrichtung so ruiniert, ist das ein Grund, die Zahlung zu vermindern. Wenn er also nicht mit der Zahlungsweise einverstanden ist, dann kündigt ihm an, die Summe um den Schaden, den er anrichtet zu kürzen.
Zum Umgang mit ihm kann ich dir nur beistimmen. Ignorieren, er ist es nicht wert, dass ihr euch die letzte Zeit noch wegen ihm krank macht.
Wünsche euch für die letzten Monate viel Kraft und Nervenstärke.
Und bitte, bitte nichts mit Tabletten machen
Lieben Gruß
Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
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chiara neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2006 Beiträge: 362 Wohnort: UK
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Verfasst am: 23.07.2006, 14:16 Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns |
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Ich bin ja selber von der Idee mit den Schlaftabletten nicht begeistert.??????
Da bin ich aber froh, ich finde solche Ideen in einem forum wie diesem höchst gefährlich. Bitte höre auf Alle die bisher geschrieben haben. Keine "heimlichen" Tabletten.Was ist wenn er daran stirbt? Solche Gedanken ins Internet zu stellen ist gefährlich! So sehr ich versuche zu verstehen, mir macht das Angst.
chiara |
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| chiara hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
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sophia Gast
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Verfasst am: 23.07.2006, 17:15 Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns |
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...das erste Mal bin ich hier im forum geschockt
| Zitat: | | Ihm Schlaftabletten geben? Die Gedanken kann ich nachvollziehen, aber lasst nur ja die Finger davon. Schlaftabletten im Zusammenhang mit Alkohol können eine nicht vorhersehbare Wirkung haben. Schlimmstenfalls habt ihr einen Toten in eurer Wohnung |
schrieb henri
Alles materielle ist nicht so wichtig, wie ein Menschenleben... wenn ich es nicht mehr aushalten, würde ICH gehen - egal wohin,,, nur weg!
Sophia |
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| sophia hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
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sophia Gast
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Verfasst am: 23.07.2006, 17:31 Titel: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns |
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...geschockt über die Beitrage der Forenmitglieder...
Karsten hat es vollkommen richtig gesagt: es ist eine strafbare Handlung.
Es als "keine gute Idee" hinzustellen finde ich veantwortungslos und verharmlosend.
Wo sind wir hingekommen? Ein Menschenleben ist mit nichts zu ersetzen und diesen gedanken, ein Menschenleben zu riskieren macht mich unendlich wütend und traurig.
Sophia |
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| sophia hat zum Thema: Re: Es ist kein Ausweg in Sicht, bitte helft uns geschrieben
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