| Wochend/Partytrinker, Gelegenheitstrinker • Saufdruck |
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Freund Gast
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Verfasst am: 18.07.2006, 22:12 Titel: Re: veränderungen |
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Vorsicht, Vorsicht ... Yorkie !
du schreibst als Ratschlag:
Du wirst sehen, wie plötzlich nüchtern sich die Welt verändert. Das ergibt sich von allein.
... aber nicht der Weg dahin !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gruß, Freund. |
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| Freund hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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maria44 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 2106 Alter: 48
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Verfasst am: 19.07.2006, 06:28 Titel: Re: veränderungen |
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Hallo,
die erste Zeit habe ich mich so darauf konzentriert alles ändern zu wollen, alles auf dem Kopf stellen zu wollen das ist kurz vor dem Rückfall stand, weil ich viele Sachen nicht umsetzen konnte Familie….. aber ich wollte nachmachen.
Jetzt bin ich frei davon ich nehme aus dem Forum nur das mit was für MICH akzeptabel ist um trocken zu leben mehr nicht. Ich gehe mein Weg und für mich ist der Weg gut, es gibt unterschiedliche Wege, wie Menschen unterschiedlich sind, und ich muss nicht alles nachmachen oder nachplappern, Kopfsache??? Einstellung????
Viele Grüße
Maria
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Achte auf Deine Gedanken! Sie sind der Anfang Deiner Taten.
Chinesische Weisheit |
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| maria44 hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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chiara neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2006 Beiträge: 362 Wohnort: UK
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Verfasst am: 19.07.2006, 06:58 Titel: Re: veränderungen |
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Hallo Isadora,
meiner Erfahrung nach ergiebt sich, auch durch die Trockenheit, gar nichts von alleine.
Es ist ein Kampf mit einem Feind, den ich auch oft unterschätzt habe.
Ich musste , um meine Trockenheit zu halten zum Beispiel , den Geburtstag (80!) meiner Omi absagen.
Ich muss Treffen mit lieben Freunden (die aber gerne trinken) absagen.
Das tut total weh. Ich fühle mich dabei immer noch ein bisschen "schuldig", kann ich nicht einfach stark genug sein?
Nein. Die Erfahrung, meine und die vieler Anderer hat mich gelehrt, dass man mit Stärke nicht gegen meinen Feind ankommt. In den ersten Jahren bedeutet das für mich, wo "im Vordergrund" trinken ist, gehe ich nicht hin.
Das bringt Verluste mit sich. Meine Eltern haben sich völlig von mir distanziert, weil NICHT auf Grossmutters Geburtstag erschienen, meine Freunde nehmen es zum Grossteil auch nicht einfach freudig hin. "Ach, mal ein Gläschen...", " aber ein Bier geht doch...", es macht mich zwischenzeitlich oft wütend wie auf meine NULL ALKOHOL-Einstellung reagiert wird. Aber es ist eben so. Mit Lebensumstellung ist auch (unter vielen anderen Dingen) gemeint, dass man sich das teufelszeug nicht ins Haus holt und, falls notwendig, ihm einfach ausweicht. ERSTMAL! Lange Trockene können zum teil damit umgehen auch fröhlich in einer trinkenden Runde zu sitzen. Ich noch lange nicht. Und die Freunde und Familienmitglieder, die das lächerlich und kindisch finden muss ich mir erst mal abschminken.
Immerhin muss ich einsehen, dass sie nicht daran erkrankt sind und gar nicht verstehen, was es für mich bedeuten würde das "kleine schlückchen Sekt" zu trinken.
Es gibt viel zuwenig Menschen, die Einsicht in Alkoholkrankheit haben. Meist sind es die Betroffenen selbst; daher auch die Wichtigkeit von Foren wie diesem.
Dass sich das ganze Leben ändern muss stimmt, aber feste Regeln gibt es dafür nur individuell. Alkoholabhängigkeit formt meiner Erfahrung nach das Leben. Wenn der Alkohol als formendes Element wegfällt muss man selbst neu gestalten. Das kann durchaus spannend sein.
Gute 24
chiara |
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| chiara hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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Freund Gast
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Verfasst am: 19.07.2006, 07:15 Titel: Re: veränderungen |
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Moin Chiara,
das Empfinden mit Verlusten habe ich persönlich nur in der Zeit erlebt, als mein ganzes Denken noch am Alkohol geklammert war.
Heute denke ich nur noch in Gewinnen. -
Das Unverständnis deiner Abstinenz gegenüber von Familienangehörigen und Freunden etc. kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Sind diese denn gesund oder auch teils alkoholkrank?
Meine Erfahrung ist dahin gehend, dass eigentlich nur die Alkoholkranken, die es sich selbst nicht eingestehen, meinem Weg mürrisch gegenüber standen. Bestimmt auch ein Deut von Neid.
Wenn mir heute Menschen ihre Mißbilligung zum Ausdruck bringen würden, dass ich keinen Alkohol trinke (und sie selbst), wäre das ein Grund für mich, an deren Verstand zu zweifeln und ich sähe keinen weiteren Grund, mich mit solchen kranken und intoleranten Menschen abzugeben. Ich lasse ja auch jeden trinken, was er will.
Gruß, Freund. |
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| Freund hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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chiara neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2006 Beiträge: 362 Wohnort: UK
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Verfasst am: 19.07.2006, 07:26 Titel: Re: veränderungen |
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Lieber Freund,
es ist auch für einen trockenen Menschen ein tiefer Verlust, seine Eltern nicht mehr zu haben. Ich bin in einer Situation in der ich nicht verstehe warum mir diese mir doch lieben Menschen nicht beistehen können oder wollen. Ob sie selbst mit Alkohol Probleme haben? Hm.
Meine Familie ist und war immer schon sehr trinkfreudig; mehr kann ich nicht beurteilen.
Ich nehme aber Deinen lieben Rat gerne an. Von Menschen die mir hier nicht mehr folgen wollen, weil ich nicht trinke und Trinkgelage nicht mehr besuche nehme ich Abstand. Muss ich ja. Weh tut es dennoch.Danke und gute 24 auch nochmal an Isadora Thanks!!, gibt mir viel zu denken
chiara |
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| chiara hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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sophia Gast
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Verfasst am: 19.07.2006, 10:05 Titel: Re: veränderungen |
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...ich habe auch Menschen die ich liebe, z.b. meine Mutter und sie hört zwar was ich sage aber verstehen KANN sie es nicht.
Es ist an mir zu ihr zu gehen, wenn ich fühle, ich bin stark genug oder den Kontakt anders aufrecht erhalten.
Niemals würde ich mich von Menschen, nur weil sie mich nicht verstehen oder in meiner Gegenwart etwas trinken - ich meine meine Familie -
trennen. Es ist auch an mir, dieses zur Kenntnis zu nehmen . Auch darin besteht meine Stärke der Nüchternheit.
Jeder kann nur die Hilfe geben, die er kann - verantwortlich ist man für sich allein. Die Menschen, die ich liebte bis zu diesem Zeitpunkt meiner Abstinenz, liebe ich auch weiterhin - nur passe ich mehr auf und wäge die Tage ab.
Außerdem gebe ich nicht auf zu glauben, daß sie es eines Tages vollkommen versteht. Es ist an mir, ihr zu zeigen, daß ich es ernst meine.
Sophia |
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| sophia hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 19.07.2006, 10:21 Titel: Re: veränderungen |
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Hallo Sophia,
es liegt immer daran, welchen Stellenwert der Alkohol für andere Menschen, einschließlich der Familie, hat.
Wenn mein Schwager mal beim Gesellschaftsspiel in meiner Gegenwart ein Bier trinkt, habe ich damit auch kein Problem, außer es wäre in meiner Wohnung.
Es ist schon richtig, dass ich für meine Nüchternheit selbst verantwortlich bin, meine Umwelt nicht zur Abstinenz erziehem kann, aber wenn sich ein Familienmitglied nicht zusammenreißen kann und auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichten kann, wenn ich dabei bin, würde ich auch diesen Kontakt abbrechen.
Was heißt würde? Ich habe es sogar gemacht.
| Zitat: | Niemals würde ich mich von Menschen, nur weil sie mich nicht verstehen oder in meiner Gegenwart etwas trinken - ich meine meine Familie -
trennen. Es ist auch an mir, dieses zur Kenntnis zu nehmen . Auch darin besteht meine Stärke der Nüchternheit. |
Die Stärke zur Nüchternheit besteht darin, dass man alle Risiken minimiert, die einen zum Rückfall treiben können.
Ich kann niemanden in meinem Umfeld zur Abstinenz zwingen, aber ich kann mich schützen. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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sophia Gast
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Verfasst am: 19.07.2006, 10:27 Titel: Re: veränderungen |
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Karsten,
Du hast etwas wichtiges angefügt,
| Zitat: | | ´Der Stellenwert des Alkohols für diesen Menschen ist wichtig!!!! |
| Zitat: | | Und bei mir zu Hause gibt es keinen Alkohol!!! |
Ich habe das Glück auf Menschen getroffen zu sein, die keinen übermäßigen Alkohol in meiner Gegenwart konsumieren, so daß ich auch nicht vor diesem Problem stehe.
Doch wenn ich ich es hätte, würde ich eine Lösung finden. Telefonischen Kontakt, brieflichen oder ein Treffen in der Natur... aufgeben würde ich
einen geliebten Menschen nie... aber distanz würde auch ich halten. |
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| sophia hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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