| Wochend/Partytrinker, Gelegenheitstrinker • Saufdruck |
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isadora neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.07.2006 Beiträge: 19 Wohnort: in der sonnigen pfalz
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Verfasst am: 18.07.2006, 12:51 Titel: veränderungen |
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hallo, in anderen threads taucht das thema immer wieder auf und als anfängerin hier finde ich ganz oft den hinweis, dass sich im leben viel verändern muss bzw. wird, wenn man nüchtern bleiben will.
reicht es nicht, einfach nicht mehr zu saufen???
wie finde ich raus, was ich ändern muss? z.b. habe ich demnächst geburtstag und möchte den auch gerne feiern. darf ich meinen freunden keinen sekt anbieten und dabei selbst wasser trinken?
und im alltag - ist es besser, erst mal alle verfänglichen situationen zu vermeiden (da bleibt dann nicht mehr viel - nach dem sport abhauen, weil die anderen bier trinken? nicht zum elternstammtisch gehen, weil alle den uzo beim griechen trinken?). freunde einweihen, ja oder nein oder später?
soll ich alle vorräte beseitigen incl. essig und grillsoßen? ja, das werde ich tun, das habe ich schon beschlossen. aber komisch ist das schon irgendwie.
viele fragezeichen, isadora |
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| isadora hat zum Thema: veränderungen geschrieben
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marco_1974 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.07.2006 Beiträge: 82 Wohnort: Essen
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Verfasst am: 18.07.2006, 13:22 Titel: Re: veränderungen |
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Hallo,
ich möchte mich der Frage von isadora anschließen, ich fidne das auch erstmal verwirrend, dass das komplette Leben in Frage gestellt werden muss, wenn man sich so die Kommetare der anderen anschaut.
Ich meine, hat es denn nicht auch damit zu tun, wie weit man für sich schon ist auf dem Weg nach unten? Zum Beispiel habe ich doch auch viel in meinem Leben geschafft, Studium, Karriere, Freunde, Familie. Und mir gefällt mein Leben und mein Umfeld eigentlich sehr.
Was bedeutet es also sein ganzes Leben ändern zu müssen? Meint ihr damit eine innere Veränderung oder die Situationen und Umfelder, wo Alkohol konsumiert worden ist?
Ich habe phasenweise gesoffen und dann immer bis zum Exzess und Filmriss und das erste Glas war immer das falsche, aber zum Beispiel Milchschnitten, Rumaroma oder auch Gerichte, die mit Alkohol gekocht worden sind, waren für mich niemals ein Problem.
Gibt es denn bei Süchten keinerlei Abstufungen? Ich tue mich echt schwer mein komplettes Leben in die Waagschale zu werfen, weil es doch viele alkoholunabhängige Bereiche und Dinge gibt, die ich nicht verlieren will und die Vorstellung all dies radikal zu ändern, macht mich traurig.
Liebe Grüße
Marco |
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| marco_1974 hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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Freund Gast
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Verfasst am: 18.07.2006, 13:22 Titel: Re: veränderungen |
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Moin Isadora,
das grenzt an Gedankenübertragung. Gerade habe ich überlegt, dass du doch einen threat mit „Lebensveränderungen“ starten solltest, um bei allen ein gewisses brainstorming zu aktivieren.
Vielleicht kannst du dir dann ja eine Liste von „do`s“ und „don`t`s“ anfertigen.
Von großer Bedeutung ist auf jeden Fall, sich ein alkoholfreies Umfeld zu schaffen. Das fängt im Haushalt an, sämtliche Alkoholika zu entsorgen. Das geht weiter über Freunde und Bekannte.
So wie ich anfangs Geburtstagsfeiern, Feste etc. gemieden habe, um nicht mit Alkohol und der Verlockung in Berührung zu geraten, hätte ich auch selbst keine Feier mit Alkohol veranstaltet.
Das mag für dich jetzt als großes Opfer gelten, nach dem Motto: wie soll ich das meinen Freunden erklären? Entweder mit der Wahrheit unter dem neuen Feier-Motto: Lass uns fröhlich ohne Alkohol feiern ! … oder … du gibst dies Jahr keine Feier mit dem Hinweis, mit deinem Freund o.ä. privat etwas Persönliches zu unternehmen.
Wieso assoziierst du mit Sport, Elternabenden etc. immer nur Alkohol? Weil die anderen es tun und du auch deine Sucht ohne aufzufallen ausleben kannst? Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, ob nicht das Bier oder der Ouzo danach überhaupt der Anlass war, diesen Aktivitäten auch nachzugehen?
Ich kann das für mich von früher bestätigen.
Die Lebensveränderung besteht hierbei auch darin, sich auf einen Sportabend zu freuen, weil man Bewegung und Ausgleich hat, bei einem Elternabend darin, dass man über Kinder, Schule und Erziehung spricht … und ist der Sinn dieser Veranstaltungen beendet, man seinen Weg nach Hause geht. Frei von Sucht und Saufdruck.
Deine Grundeinstellung (im Kopf) zu vielen Dingen im Leben muss sich ändern.
Soweit erst einmal …
Gruß, Freund. |
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| Freund hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 18.07.2006, 13:27 Titel: Re: veränderungen |
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Hallo isadora,
nur nicht trinken reicht nicht.
Das Leben muß von Grund auf neu erlernt werden.
Dazu gehört ein alkoholfreies Zuhause, ein trockenes Umfeld und die Einstellung dazu.
In meiner Wohnung gibt es heute keinen Alkohol und ich lade mir auch keine Gäste ein, die bei mir Alkohol trinken wollen. Wer angetrunken kommt, darf sofort wieder gehen.
Veranstaltungen, die nur dem trinken dienen, meide ich auch heute noch.
Alle Dinge, die für mich ein Risiko darstellen können, mache ich nicht.
Meine Freunde bestehen hauptsächlich aus trockenen Alkoholikern.
Ich habe natürlich auch mit Menschen zu tun, die ab und zu mal was trinken, aber nicht bei mir und nicht mit mir.
Gasstätten habe ich das erste Jaht nicht besucht.
Deinen Geburtstag könntest Du auch komplett alkoholfrei feiern. Dazu lädt man ja nur Familie und Freunde ein.
Dieser Persondenkreis weiß ja hoffentlich von Deinem Alkoholproblem und verzichtet an Deinem Geburtstag gerne auf Alkohol, weil sie sich ja für Dich freuen.
Wenn das nicht so ist bei diesem Personenkreis, solltest Du überlegen, ob er es der richtige Umgang für Dich ist.
Das sind mal die groben Dinge. Viele, sehr viele kleine kommrn noch hinzu. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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sophia Gast
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Verfasst am: 18.07.2006, 13:31 Titel: Re: veränderungen |
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Hallo,
Ich habe einfach aufgehört zu trinken und mich darauf konzentriert.
Die Soßen in meiner Küche waren mir egal. Ich benutze sie auch noch heute und auch jetzt mache ich mir keine Gedanken darüber.
Anders ist es mit Unterstützung - die hole ich mir wo ich kann - aber es jedem auf die Nase binden tue ich auch nicht. Viele Menschen benutzen diese Info auch negativ. Darum schaue ich sehr genau, wem ich es anvertraue.
Vielleicht gibt es wirklich eine Abstufung im Alkoholismus.
Ich denke, hier gibt es viele unterschiedliche Verläufe von dieser Krankheit, darum bleibe ich jetzt bewußt bei mir.
Keine Ahnung, ich komme so wie ich jetzt vorgehe sehr gut zu recht.
Sophia |
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| sophia hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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Annika sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.12.2005 Beiträge: 3847 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 18.07.2006, 13:41 Titel: Hallo |
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Hallo isadora,
Ich habe meinen ersten trockenen Geburtstag gefeiert ohne Alkohol.
Habe das auch bekannt gegeben bei der Einladung.
Die Leute, die nur mit Alkohol feiern konnten, erschienen nicht.
Ab da wußte ich dass ICH ihnen gar nichts wert war.
Diese Erkenntnis tat teilweise weh, aber da ich mich mehr liebe, als solche oberflächlichen Leute, gibt es keinen Umgang mehr mit ihnen.
| Zitat: | Hast du dir schon einmal Gedanken gemacht, ob nicht das Bier oder der Ouzo danach überhaupt der Anlass war, diesen Aktivitäten auch nachzugehen?
Ich kann das für mich von früher bestätigen.
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Ich auch.
Freund hat Recht, die Veränderungen betreffen die Grundeinstellung zum Leben.
Gruß von Annika |
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| Annika hat zum Thema: Hallo geschrieben
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isadora neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.07.2006 Beiträge: 19 Wohnort: in der sonnigen pfalz
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Verfasst am: 18.07.2006, 21:29 Titel: Re: veränderungen |
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hm, hm, danke für eure antworten. also ich habe im ganz kleinen heute angefangen: meine kaffeebohnen habe ich immer in einer wunderschönen dose aufgewahrt, in der mal eine likörflasche drin war (ich habs vor jahren nur wegen der dose gekauft - den likör musste ich natürlich trotzdem trinken). da diese dose offen in der küche steht, hat mich immer diese likörflasche angestarrt. nunja, ich habe die bohnen in eine andere dose umgefüllt. meine reste aus der hausbar und dem keller packt morgen mein freund in sein auto. soll er damit machen, was er will. also kleine anfänge, aber das mit der dose war wirklich wichtig, das habe ich gemerkt, als sie weg war.
vorhin war ich mit meiner freundin shoppen und anschließend noch was trinken. habe mir überlegt, ob ich sie einweihe und beschlossen, dass ich es später mal tue, aber heute ging es irgendwie noch nicht. sie hat einen wein getrunken und ich ne saftschorle (da ich gefahren bin, hat sie auch nicht nachgefragt). ich habe mir dieses weinglas sehr genau angesehen und es hat mich wirklich kalt gelassen. auch jetzt, zu hause, geht es mir noch gut.
bin gespannt, was sich noch alles ereignen wird. ich glaube, erst nach ein paar wochen wird sich das so richtig zeigen. jetzt ist alles noch so neu und die ganze aufmerksamkeit gilt dem wunsch, nicht zu trinken. habe von dem aa-meeting eine menge papier mitbekommen und darin zu lesen ist auch eine gute unterstützung.
würde mich interessieren, noch mehr meinungen zum thema "veränderungen" zu lesen.
liebe grüße, isadora |
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| isadora hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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Yorkie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.06.2006 Beiträge: 498
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Verfasst am: 18.07.2006, 21:44 Titel: Re: veränderungen |
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Hallo Isdora,
ich überprüfe momentan meinen Bekanntenkreis. Da, wo früher viel getrunken wurde, gehe ich nicht mehr hin. Wo ich es nicht einordnen kann, fahre ich immer mit dem Auto hin. Weil ich, wenn ich mit dem Auto fahre, generell seit 2 Jahren nichts mehr trinke.
Du wirst sehen, wie plötzlich nüchtern sich die Welt verändert. Das ergibt sich von allein.
Gruß
Yorkie |
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| Yorkie hat zum Thema: Re: veränderungen geschrieben
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