| weiss nicht was ich tun soll! • Keine Möglichkeit mich und meine Geschwister zu schützen?! |
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helpless neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 05.07.2006 Beiträge: 16
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Verfasst am: 07.07.2006, 11:38 Titel: frage an die, die auf der anderen seite stehen/standen ... |
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... ich lese hier immer von den partnern/innen die darunter leiden das der andere trinkt. bei mir ist es ja genauso. und wenn ich ihn nicht schon, auch nach so kurzer zeit so fürchterlich lieb hätte wäre es ja auchnicht so schwer.
aber meine frage:
wenn man dem alkohol verfallen ist, spielt liebe dann keine rolle? ist ihm meine liebe egal? warum wirft man alles weg?
ich verstehe ich das es nicht wichtig genug sein kann, mit einem anderen menschen glücklichzu werden, um das trinken wenigstens "versuchen" zu lassen... stattdessen, wird man weg geschickt, beschimpft und belogen.
ich werfe niemandem was vor!!!! ich weiss das es eine krankheit ist, aber ist da für liebe kein platz?
möchte nur verstehen was da vor geht.
lg helpless |
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| helpless hat zum Thema: frage an die, die auf der anderen seite stehen/standen ... geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 07.07.2006, 11:54 Titel: Re: frage an die, die auf der anderen seite stehen/standen ... |
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Hallo helpless,
während meiner nassen Zeit waren mir alle Menschen egal. Ich suchte nur Kontakte, die ich um Geld oder anderen Hilfsmitten ansprechen konnte, um meine Alkoholsucht zu finnazieren.
Wenn ich genug Geld hatte, waren mir alle egal und ich wollte von niemanden belästigt werden. Schon gar nicht von einer Frau, die mir ständig mit irgendwas in den Ohren liegt, was mein trinken beeinträchtigt hätte.
Für einen Alkoholiker gibt es nichts wichtigeres als den Alkohol. Man hält sich zwar einige Kontakte "warm", weil man sie ja mal irgendwann gebrauchen kann, wenn kein Geld mehr da ist, man mal irgendwo übernachten muß oder irgendwas anderes will, aber sonst kennt der Alkoholiker keine Gefühle. Vielleicht noch Selbstmitleid, aber das war es auch schon.
Klingt vielleicht hart, aber so war ich und sind sicher viele, wenn nicht sogar alle Alkoholiker. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: frage an die, die auf der anderen seite stehen/standen ... geschrieben
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webby neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.05.2006 Beiträge: 133 Alter: 39 Wohnort: Lüneburger Heide
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Verfasst am: 07.07.2006, 11:59 Titel: Re: frage an die, die auf der anderen seite stehen/standen . |
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| helpless......... hat Folgendes geschrieben: |
aber meine frage:
wenn man dem alkohol verfallen ist, spielt liebe dann keine rolle? ist ihm meine liebe egal? warum wirft man alles weg?
ich verstehe ich das es nicht wichtig genug sein kann, mit einem anderen menschen glücklichzu werden, um das trinken wenigstens "versuchen" zu lassen... stattdessen, wird man weg geschickt, beschimpft und belogen.
ich werfe niemandem was vor!!!! ich weiss das es eine krankheit ist, aber ist da für liebe kein platz?
möchte nur verstehen was da vor geht.
lg helpless |
liebe helpless...
es gibt sehr viele gute fachliteratur zum thema "alkoholismus" und "co"...die bücher haben mir geholfen die krankheit etwas besser zu verstehen und die handlungen meines gegenüber zuzuordnen und zu aktzeptieren als dinge die ich einfach nicht ändern kann...und mit stattdessen wieder auf mich selber zu konzentrieren, was mir ungemein dabei hilft die kränkungen "aus einem andern blickwinkel" zu sehen - es tut halt einfach nicht mehr so weh ...
bei deinem freund steht der alk nunmal an erster stelle, das muß nicht heißen das er dich nicht liebt, aber er wird seiner "wahren großen liebe" immer genug platz verschaffen, solang er sich von seiner sucht beherschen läßt....
LG Kathrin |
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| webby hat zum Thema: Re: frage an die, die auf der anderen seite stehen/standen . geschrieben
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Tabaluga aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2005 Beiträge: 947
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Verfasst am: 07.07.2006, 15:54 Titel: Re: frage an die, die auf der anderen seite stehen/standen ... |
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Hallo helpless,
für mich war der Alkohol ein "Ersatz" für die Gefühle.
Ich konnte nicht damit umgehen, wollte sie nicht haben....und je mehr ich getrunken habe desto weniger habe ich gefühlt....die Gefühle gehen im Nebel unter. Das einzige Gefühl, dass mir präsent war, ist die Scham darüber. Und die Scham hat mich noch weiter herunter gezogen, mich noch weiter isoliert und distanziert....
Und je mehr ich dieser Spirale nach unten folgte, desto mehr stand der Alkohol an erster Stelle....
Und es gab nur einen Menschen, der das ändern konnte: Ich!
Niemand sonst!
Und genau das macht die Sucht aus, es hat eben nichts mit "versuchen" oder "einfach nur wollen" zu tun.
Dir gute Gedanken und klare Grenzen!
Tabaluga |
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| Tabaluga hat zum Thema: Re: frage an die, die auf der anderen seite stehen/standen ... geschrieben
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