| ich bin nass, er ist trocken=Problem • Seit Montag kein Schluck mehr! |
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Teufelchen Gast
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Verfasst am: 07.07.2006, 17:58 Titel: Re: Alkoholproblem? |
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Hallo Chris,
warum tust Du Dir denn das an? Muss ja wahnsinnig anstrengend sein, so runterzurechnen und runterzutrinken. Mich schüttelst ja richtig bei dem Gedanken, wenn ich das damals hätte machen sollen. So eine Kraftanstrenung! Ehrlich, verstehe ich nicht, aber jedem seinen Weg in die Trockenheit.
Also ich bin ja für die einfachen Wege. Entzug in der Klinik und raus ist das Gift. Die freigewordene Energie lieber in den Aufbau eines trockenen Lebens stecken.
Wünsche Dir viel Mut und Kraft!
lg
Teufelchen |
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| Teufelchen hat zum Thema: Re: Alkoholproblem? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 07.07.2006, 18:03 Titel: Re: Alkoholproblem? |
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Hallo,
jeden seinen Willen.
Ich möchte Dich nur bitten, hier in dem offenen Bereichen nicht jeden Tag darüber zu berichten, wie Du trinkst.
Wenn es über den Willen zu schaffen wäre, gäbe es keine Süchtigen.
Andere könnten Hoffnungen schöpfen und dann durch diesen Versuch ihre Sucht nur verlängern. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Alkoholproblem? geschrieben
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Chris35 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 06.07.2006 Beiträge: 6 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 07.07.2006, 18:45 Titel: Re: Alkoholproblem? |
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Hallo Teufelchen und Karsten,
ich will hier niemandem Hoffnung schöpfen, einen Tropfen trinken zu dürfen. Erst recht keinem Trockenen. Aber ich dachte, es könnte ein vor allem für "Neue" wie mich interessanter Thread sein, wie man als Alternative arbeiten könnte. Es heißt immer nur: "Alkoholkrank, ab auf Station". Aber aus meiner Sicht sollte dem immer eine individuelle therapeutische bzw. ärztliche Beratung vorausgehen. Da ich medizinisch wenig bewandert bin, erlaube ich mir die Einschätzung, dass nicht alle Alkoholkranken über einen Kamm geschert werden können. Und was ist dabei, wenn ein Arzt einem ernsthaft (!) Willigen die Möglichkeit zumindest in Aussicht (!) stellt, zu versuchen, sich binnen 5 Wochen auf null herunterzutrinken, während er wöchentliche psychotherapuetische Sitzungen einhält? Wenn es dann nicht klappt: Keine Frage. Dann sollte die - reine - Schulmedizin ran. Und dann ist - oft - immer noch Zeit für die Station.
Auch will ich hier nicht jeden meiner 35 Tage berichten, wie ich (von Tag zu Tag weniger) trinke. Aber ich glaube, das Forum ist ja nicht nur "von Trockenen für Trockene" gedacht, auch nicht für "Nasse für Trockene", sondern eher für "Hilfesuchende für Betroffene". Und dazu zähle ich mich (zu den Hilfesuchenden).
Um es klar zu sagen: Ich beneide jeden, der nüchtern ist und vor allem trocken bleibt. Ich möchte zu euch Trockenen. Und nur das. Und es hilft mir, hier über meinen Weg dahin zu sprechen.
Ich habe großen Respekt vor Euch!
Danke, dass es Euch gibt!
Chris |
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| Chris35 hat zum Thema: Re: Alkoholproblem? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 07.07.2006, 19:07 Titel: Re: Alkoholproblem? |
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Hallo,
| Zitat: | | Die Ärztin sagte mir, jeder "klassische Suchtmediziner" empfiehlt: ab in den stationären Entzug. Sie hörte mir aber zu und sagte, "Sie könnten mit ihrem Willen und ihrem Ansatz aber auch ohne Sofortentzug Erfolg haben, binnen 4 bis 6 Wochen". |
Der Anfang des Satzes sagt es aus.
Ich höre hier auch oft zu, wie eben auch Dir und denke mir meinen Teil, weil ich nicht gerne rede, was der andere nicht hören will.
Der Alkoholkonsum hindert Dich daran, nüchtern und klar zu denken.
Du trinkst weiter, ob nun mehr oder weniger spielt keine Rolle.
Auch wen Du es nicht willst, werden es viele lesen und es nachmachen wollen, weil sie die Hoffnung haben, man könne eben weniger trinken, wenn man sich zusammenreißt. Das ist aber für einen Süchtigen nicht möglich. Alkoholismus ist keine Willensschwäche, sondern eine Suchterkrankung.
Daran ändert auch Dein Versuch nichts, über Deinen Willen den Alkohol reduzieren zu wollen.
Das Forum ist für Hilfesuchende geschaffen worden, die nicht mehr trinken wollen und ein nüchternes Leben erlernen wollen.
Das heißt, dass sie eine Entgiftung, gegen die mehrhaltige Meinung hier, auch machmal einen kalten Entzug und dann mit klaren Kopf aus den Erfahrungen der anderen Forenteilnehmer ein nüchternes Leben erlernen wollen.
Die Erfahrung zeigt auch, dass es wenig Sinn macht, einen Süchtigen, der noch Suchtstoffe konsumiert, vom Gegenteil überzeugen zu wollen, solange er nicht konsequent was gegen seine Sucht unternehmen möchte.
Du trinkst Alkohol und Alkohol ist ein bewußtseinveränderndes Suchtmittel. Wie willst Du da mit klarem Kopf denken wollen und vor allem einschätzen können, was für Dich gut ist?
Daher möchte ich nicht, dass Du hier über Deinen Versuch berichtest. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Alkoholproblem? geschrieben
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chiara neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2006 Beiträge: 362 Wohnort: UK
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Verfasst am: 07.07.2006, 19:22 Titel: Re: Alkoholproblem? |
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Lieber Chris,
mir wird ganz schlecht. Ich habe das mit dem "runtertrinken" früher auch (übrigens auch auf ärztlichen Rat hin) versucht. Das ist Wahnsinn! (Bitte entschuldige meine scharfe Ausdrucksweise). Du fügst Dir das Gift ja weiterhin zu. Es ist, trotz all Deiner Berechnungen nämlich völlig egal ob es soundsoviele milliliter oder eine Flasche Schnaps ist. Zu gut erinnere ich mich an meine eigenen qualvollen Selbstexperimente in dieser Richtung. ich hatte ja auch mal einen grausamen Rückfall auf eine Rumpraline und da war sicher nur ein tropfen drin und ich wusste nicht mal warum es mir am nächsten Tag so nach Trinken und so elendiglich zumute war.
Warum nicht gleich in die Klinik? Ihr in Deutschland habt doch diese fantastische Möglichkeit.
Ich müsste hier in den UK Monate lang betteln und zu Ärzten und Ämtern rennen und auch dann hatte man mir nur einen ambulanten Entzug ermöglicht,Du hast diese tolle Möglichkeit gleich!
Warum sie denn nicht warnehmen...dieses Spiel mit ein bisschen weniger jeden Tag ist, verzeihe mir bitte, UNSINN!
Es ist dumm. (Wiederum, nicht persönlich nehmen, aber es ist eben eine völlig absurde Idee!)
Nur wenn Du wirklich gar keine andere Möglichkeit hättest würde ich versuchen Dich zu verstehen, weil ein kalter Entzug wirklich so gefährlich ist. Aber ist das denn bei Dir so?
Und denkst Du denn auch an Deine Leber? Deine Nervenenden, die Du Dir jeden Tag ruinierst? Deine Gehirnzellen?
Ich wünsche Dir trotz meines "kleinen Anflugs von Wut"
alles alles Liebe
chiara |
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| chiara hat zum Thema: Re: Alkoholproblem? geschrieben
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Chris35 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 06.07.2006 Beiträge: 6 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 07.07.2006, 19:30 Titel: Re: Alkoholproblem? |
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Hallo Karsten,
nur weil ich wiedergebe, was die Ärztin - nicht ich - sage, muss längst nicht alles alkoholbeduselt sein, was ich zitiere.
Ich will den Alkoholismus nicht über den Willen - dauerhaft - bezwingen. Sondern nur den Entzug mit Willen meistern zu versuchen. Die Zeit danach ist was völlig anderes.
Ich will im Ergebnis nicht mehr trinken und nüchtern bleiben.
Daher gibt es hier und heute nichts, um mich von irgendeinem Gegenteil zu überzeugen. Überzeugter kann man in solch einem (frühen) Stadium (der Erkenntnis) nicht sein.
Ich kritisiere nur die Haltung: "Alkoholiker = stationärer Entzug ist 100%-muss". Heute.
Auf Deinen Wunsch schreibe ich zu diesem Thread aber ab sofort nichts mehr.
Gruß
Chris |
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| Chris35 hat zum Thema: Re: Alkoholproblem? geschrieben
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chiara neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2006 Beiträge: 362 Wohnort: UK
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Verfasst am: 07.07.2006, 19:38 Titel: Re: Alkoholproblem? |
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Also ich hätte schon noch gerne eine Antwort, immerhin habe ich mir ja auch die Zeit genommen über Deine Worte nachzudenken.
chiara |
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| chiara hat zum Thema: Re: Alkoholproblem? geschrieben
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hiippi Gast
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Verfasst am: 07.07.2006, 21:56 Titel: Re: Alkoholproblem? |
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Hallo Chris35,
Du verlängerst unnötig Dein Leiden, und Du wirst bittere Erfahrungen machen.
Derartige Ignoranz ist nicht zu toppen.
Sebastian |
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| hiippi hat zum Thema: Re: Alkoholproblem? geschrieben
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