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Was ist mein Problem??

 
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Yzerman
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.06.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 19.06.2006, 09:43    Titel: Was ist mein Problem?? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen
ich habe mich heute hier im Forum angemeldet in der Hoffnung zu erfahren was mit mir los sein könnte.
Zu meiner Person:
Ich bin 27 Jahre alt verh. 1 Tochter 11 jahre
Beruflich bin ich Leitender Angestellter.

Mein Problem das ich schon seit mindestens 10 Jahren mit mir ertrage ist,das ich jedes Wochenende trinke,an einem guten Wochenende mindestens 30 Flaschen Bier ohne den Schnaps zu erwähnen.Ich kann in den 10 Jahren wo ich mal nichts getrunken habe an 2 händen abzählen.Dagegen trinke ich unter der Woche rein gar nichts.Mein größtes Problem wenn ich betrunken bin ist das vor mir selber jegliche Hemmung verliere und meinen Mitmenschen sehr weh tu,sei es als Beleidigung oder Agressives verhalten an den Tag lege.Ich bin nur noch müde unter der Woche habe zu nichts Lust und alles erscheint als zuviel wenn mich meine Frau oder meine Tochter um etwas bitten.
Meine Kompletten Freunde haben sich zurück gezogen ohne ein Wort zu verlieren.Ich habe immer Feste zuhause gemacht und Leute eingeladen nur um in Gesellschaft was trinken zu können.Ausreden hatte ich immer zu genüge, z.B stress in der Arbeit,Geldsorgen(wobei ich mehr als gut verdiene), Kumpels,Geburtstag,und sonstige Grillabende etc.
Die Art wie ich nun auf den Trichter gekommen bin das ich ein Problem habe ist seltsam, meine Schwiegermutter normal die Ruhe in Person und total unscheinbar hatte mich gestern zur rede gestellt nachdem ich am Wochenende mal wieder Grundlos in meinem Rausch ausgeflippt bin.Sie forderte mich auf zu einer Suchtberatung zu gehen,meiner Frau riet Sie mich aus der Wohnung zu werfen.
Ich konnte Ihr nicht einmal in den 15 Minuten wiedersprechen weil ich nur da sass und heulte,es spielte sich danach in mir eine art Film ab in dem alles wieder hoch kam wem ich alles in all den Jahren seelisch so zugesetzt habe.Heute ein Tag danach schäme ich mich nur noch,könnte die ganze Zeit nur noch Heulen aber nicht wegen Selbstmitleid sondern weil meine Schwíegermutter Recht hat.All die Jahre kamen Ratschläge von meiner Frau,meinen Eltern etc. ich solle doch zur Suchtberatung als Antwort gabs von mir immer ich habe keine Problem die Leute sollen doch lieber selber dorthin gehen.
Nun habe ich heute ein Termin bekommen für nächsten Montag über den ich sehr froh bin.

Ich habe das alles hier in der Hoffnung geschrieben um vielleicht ein paar Antworten zu erhalten für die ich mich jetzt schon mal bedanken möchte.

Liebe Grüße
Yzerman
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Yzerman hat zum Thema: Was ist mein Problem?? geschrieben
Karsten
Administrator
Administrator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.11.2004
Beiträge: 32810
Alter: 49
Wohnort: Eberswalde

BeitragVerfasst am: 19.06.2006, 09:58    Titel: Re: Was ist mein Problem?? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo und Willkommen Yzerman.

der Betroffene merkt seine Sucht meist als letzter.
Das Umfeld, wie bei Dir Deine Familie sehen das schon lange vorher, sagen aber auch meist sehr spät etwas, weil sie sich nicht sicher sind.

Ich habe auf solche "Vorwürfe" auch immer mit Ablehnung reagiert, selbst als ich mir manchmal schon selbst Gedanken über meinen Alkoholkonsum gemacht habe.

Gerade Menschen, die sozial noch integriert sind, Famile und Arbeit haben, wollen es nicht wahrhaben, dass sie eine Alkoholproblem haben.

Auch wenn Du erst am nächsten Montag einen Termin hast, kannst Du jetzt schon an Dir arbeiten.
Eine Suchtberatungsstelle wird Dir ähnliche oder die gleichen Worte sagen, wie sie hier im Forum stehen.
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Karsten hat zum Thema: Re: Was ist mein Problem?? geschrieben
Annika
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 05.12.2005
Beiträge: 3847
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 19.06.2006, 11:38    Titel: Hallo Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Yzerman,

ich begrüße dich hier bei uns im Forum.

Ich wünsche Dir, dass du genau jetzt deinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hast und jetzt tatsächlich deinen Weg in ein trockenes Leben gehst.

Wenn du deine Frau, deine Tochter, deine Arbeit nicht verlieren willst und wenn du Freunde zurück bekommen möchtest, ist es deine einzige Chance dein Leben neu zu beginnen.

Die Suchtberatung wird dir alle Möglichkeiten der Hilfe aufzählen.

Das erste Glas stehen lassen, das mußt Du.

Ich wünsche dir alle Kraft dazu,

Gruß Annika, fast 7 Monate trocken
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Annika hat zum Thema: Hallo geschrieben
Kimberly
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 11.06.2006
Beiträge: 8
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 19.06.2006, 14:54    Titel: Re: Was ist mein Problem?? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Yzerman,

ich denke es ist sehr gut das du hier gelandet bist. Ich habe oder hatte das selbe Problem wie du, ich habe auch nur am Wochenende getrunken und das dann sehr exzessiv. Danach hatte ich auch furchtbare Schuldgefühle und habe mich so geschämt.

Letztes Wochenende habe ich nichts getrunken. Ich habe es geschafft und ich habe einen felsenfesten Willen das weiter durchzuziehen!

Ich hatte davor schon geahnt das mit mir was nicht stimmt, dachte allerdings immer ich bin keine Alkoholikerin da ich nur am Wochenende und in Gesellschaft getrunken habe. Ich ´habe alles mögliche versucht, z.B. weniger trinken oder habe das Bier oder den Wein mit Sprudel gemischt, das ist alles fehlgeschlagen. Ein bis zwei Wochenenden gings gut und dann lag ich wieder unter dem Tisch. Meine beste Freundin die ich seit dem Kindergarten kenne habe ich verloren durch meinen Suff. Meine Kinder haben mich gesehen wie ich von der Kneipentur kam und im Treppenhaus lag, usw... die Liste könnte ich unendlich weiterführen.

Ich habe hier schon sehr viel gelesen, dadurch ist mir klar geworden das ich eine Alkoholikerin bin, ohne wenn und aber! Und diese Erkenntnis half mir ungemein beim Aufhören.

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem weiteren Weg in ein besseres Leben, den richtige Richtung hast du schon eingeschlagen...

LG Kimberly
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Kimberly hat zum Thema: Re: Was ist mein Problem?? geschrieben
Felicitas
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 04.01.2006
Beiträge: 31
Wohnort: Hessisch-Sibirien

BeitragVerfasst am: 26.06.2006, 21:07    Titel: Re: Was ist mein Problem?? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Yzerman,

sei ganz herzlich willkommen im Forum – der 1. Schritt auf dem Weg in die Abstinenz!

Bezeichnend ist der Titel Deines Beitrags: „Was ist mein Problem?“
Du weißt es eigentlich schon seit 10 Jahren, dass Dein Trinkverhalten nicht „normal“ ist.
Weil Du aber unter der Woche nicht trinkst, ist es Dir so schwer gefallen, zu glauben, dass Du Alkoholiker bist.
Eigentlich bist Du so etwas wie ein „Quartals-Säufer“ oder „Epsilon-Trinker“: Du kannst die Sauferei zeitlich steuern. Wenn Du aber trinkst, dann hast Du den Kontrollverlust – d.h. Du säufst bis zum Umfallen.
Genau das habe ich auch durchgezogen: Komatös Wodka in mich hineingeschüttet, wenn ich glaubte, es werde niemand bemerken. Das ging eine Weile gut, bis der Kontrollverlust mich völlig aus der Bahn warf und ich schließlich von meinem Sohn (ausgerechnet !) volltrunken angetroffen wurde.
Sei froh, dass Du rechtzeitig die Notbremse ziehst, nämlich bevor Du eines montags plötzlich ohne Alkohol nicht mehr aufstehen kannst.

Was ist Dein Problem? Und was wird in der Beratungsstelle auf Dich zukommen?
Ich denke schon, dass Du Dich mit dem Gedanken anfreunden solltest, eine stationäre Langzeittherapie zu machen.

Du brauchst Abstand von der Arbeit, von der Familie und von Deinem Alltag, um Dich in Ruhe mit Dir selber auseinandersetzen zu können.
Du wirst Dich mit Deiner Vergangenheit – vor allem aber mit Deinen emotionalen Erinnerungen - auseinandersetzen müssen und Deine Mitpatienten werden Dich dabei unterstützen.

Mir fällt bei Dir ganz stark auf, dass Du mit 27 Jahren bereits eine 11 Jahre alte Tochter hast.
Mit 27 bist Du bereits leitender Angestellter.
Du hast verdammt früh sehr viel Verantwortung übernommen.
Wer so viel Last auf seinen Schultern trägt, sucht sich den Ausgleich – möglichst mal ohne Verantwortung und ohne Stress. Wie kommt man am bequemsten da dran? Mit dem Alkohol, unser aller Gesellschafts – Muß – Droge No.1
Auf dem Weg in die Unabhängigkeit von dieser Droge wirst Du lernen, mit Deiner Familie und auch mit Deiner Firma zusammen (so hoffe ich für Dich) Wege aus der Überforderung zu finden.

Das – die körperliche und seelische Unabhängigkeit vom Teufel Alkohol – und eine Zukunft mit einer gesunden und stressarmen Lebensführung – wünsche ich Dir von Herzen!

Felix,
13 Jahre trocken
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Felicitas hat zum Thema: Re: Was ist mein Problem?? geschrieben

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