| Einsichten eines Alkoholikers • und nochmal von vorn... |
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AW1976 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.02.2012 Beiträge: 17 Alter: 35
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Verfasst am: 09.02.2012, 14:44 Titel: "Hallo erstmal..." :) |
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Hallo allerseits!
Da ich eben erfahren habe, dass die Postings im Vorstellungsbereich nicht öffentlich zugänglich sind, hier eine Kopie meiner Vorstellung:
Als "Neuer" und neuer trockener Alkohilker möchte ich mich kurz vorstellen und Euch meine - bisher recht kurze - Geschichte erzählen:
Ich bin 25 Jahre alt und wohne in Süddeutschland.
Seit Ende September ich jetzt, dass auch ich ein ernsthaftes Problem mit Alkohol habe.
Mir war schon jahrelang bewusst, dass ich viel mehr trinke, als für mich gut wäre und dass ich das Zeug weniger wegen des Geschmacks, als vielmehr wegen der Wirkung trank.
Ende 2010 stellten sich bei mir urplötzlich seltsame Schlafstörungen ein. Ich konnte sehr schlecht einschlafen und schlief dann - unruhig - immer nur phasenweise. Mein alter "Trick", dem monotonen und sich immer wiederholenden Programm eines Nachrichtenradiosenders zu lauschen, brachte leider auch nichts. So lag ich also und wälzte mich stundenlang hin und her. Ein paar dieser Nächte später ging es mir logischerweise immer schlechter und ich erhöhte den abendlichen Alkoholkonsum. In dieser Zeit litt ich oft unter allen möglichen Erkrankungen. In erster Linie Magen/Darm-Geschichten, aber auch eine Gürtelrose "durfte" ich erleben. Kurz vor Weihnachten 2010, ich lag mal wieder schlaflos im Bett, erinnerte ich mich daran, dass meine Großmutter immer einen Schnaps trank, wenn sie nicht einschlafen konnte. Bis dahin hatte ich - obwohl insgesamt viel zu viel - noch nie zu anderen Zeiten als Abends getrunken. Also nachts um 2 oder drei einen Cognac getrunken (4-5 Bier hatte ich sowieso schon am Abend konsumiert). Da er nichts halt, trank ich halt noch einen. Ein paar (3 oder 4) Schnäpse später konnte ich dann auch wirklich einschlafen. Ich war zwar morgens alles andere als fit, musste mich auch oft übergeben und Galle spucken, aber immerhin hatte ich einen Weg gefunden, etwas Schlaf zu bekommen. Ein häufiges Problem war die Uhrzeit. Morgens um 2 oder 3 Schnaps zu trinken "geht ja noch", redete ich mir ein; in der Früh um 5 oder 6 sieht die Sache allerdings schon anders aus. Benebelt durch den abendlichen Bier- und nächtlichen Schnapskonsum war's dann irgendwann soweit, dass ich auch (um endlich endlich einschlafen zu können) auch noch morgens um 6 Schnaps trank. Mit Aufstehen und Arbeiten war's dann natürlich nichts mehr. Da ich selbstständig bin, fiel das auch niemanden besonders auf. Überhaupt habe ich mich nach aussen hin immer recht gut verkauft. Alle wussten zwar, dass ich zuviel trank; wie es wirklich um mich stand, wusste aber wohl niemand.
Mit ging es immer schlechter und schlechter.
Tagsüber trank ich jetzt quasi nur noch Bier, nachts Schnaps und Bier. In besagter Zeit, kurz vor Weihnachten 2010, lag ich dann irgendwann nur noch im Bett. Trank, dämmerte vor mich hin, trank, dämmerte... Tag und Nacht vermischten sich langsam.
Eine Bekannte von mir, Heilpraktikerin, empfahl mir Johanniskraut. Ich besorgte mir entsprechende Tabletten und es wurde auch etwas besser. Allerdings nur für ein,zwei Tage, in denen ich meinen Konsum etwas(!) herunterschrauben konnte.
Die Wirkung wurde wieder schwächer, ich auch, aber ich schluckte weiterhin die Tabletten und trank und trank.
Üblicherweise fahre ich über Weihnachten zu meiner Familie ins Rheinland; 2010 war dies nicht mehr möglich, so dass ich - zum ersten Mal in meinem Leben - Weihnachten alleine und im Bett verbrachte. Dieser Zustand zog sich dann bis Januar 2011 hin. Anscheinend fiel meinem Umfeld so langsam aber sicher doch etwas auf, jedenfalls bewegte mich mein Großvater Mitte Januar dazu, ins Krankenhaus zu gehen. "Was soll ich denn da?" Er meinte, ich sollte ein paar Sachen einpacken, er würde mich dann hinfahren. Kopfschüttelnd packte ich also ein, sicher glaubend, dass die mich nie im Krankenhaus behalten würden, mir fehlte ja eigentlich nichts - bis auf Schlaf. Nach den Aufnahmeuntersuchungen mit so komischen Fragen wie "sind Ihre Zähne noch fest?" (ich bin 35!!) nahm mich der Neurologe bei der Hand. Ich fragte, ob ich jetzt wieder nach Hause gehen könne, er meinte, dies hienge von der Blutalkoholkonzentration ab und fragte mich, wieviel Promille ich denn meiner Meinung nach hätte. Ich fühlte mich nicht sonderlich betrunken und schätze so 1-1,5. Da Ergebnis brachte dann 2,3 ans Tageslicht. Erschrocken über mich selbst willigte ich dem stationären Aufenthalt ein und trottete mit meinem Infusionsständer hinter der Schwester Richtung innere Station. Insgesamt blieb ich 3 oder 4 Tage im KKH; die ersten waren ziemlich übel. Seltsamerweise konnte ich kaum laufen und ansonsten ging's mir auch nicht gerade blendend.
Mit wurde dann - verabreicht, das ich anschliessend etwa 5 Wochen einnahm. Meine Schlafstörungen vergingen, wenn auch sehr langsam. Ich war sicher: das war ein heilsamer Schock! Nie wieder Suff!!
Naja, hätte das geklappt, würde ich hier nicht schreiben
Insgesamt war ich 2011 4x im Krankenhaus.
Ende September war es dann irgendwann (endlich, sage ich jetzt rückblickend) mal wieder so weit, dass der "finale" Absturz kam. Ich hatte Freitags mal wieder zu tief ins Glas geschaut und Samstag morgen ging es mir dermassen miserabel, dass ich gleich morgens mit Schnaps weitermachte um den Zustand etwas abzumildern. Ich hatte schon seit Wochen wider meine Schlafstörungen und trank immer mehr und immer öfters, um diese zu bekämpfen. Genutzt hat es nichts (heute weiss ich, dass die Schlafstörungen vom Alkohol kamen). Ich trank dann 10-14 Tage durch, also rund um die Uhr. Ab und zu fiel ich (unabhängig von der Tageszeit) in einen Dämmerzustand; Schlaf fand ich allerdings nie wirklich.
Im Laufe der Zeit wurden sämtliche Alltäglichkeiten immer schwieriger. Ich verliess das Haus eigentlich nur noch um neuen Alkohol zu kaufen, gegessen habe ich kaum noch. Am Schluss begrenzte sich meine Welt auf mein Bett, meinen Eimer (in den alles reinkam, was so aus mir rauskam - Stuhlgang hatte ich ja wegen des Nicht-Essens so gut wie nicht), meine Zigaretten und den Wein. Normalerweise mache ich mir nichts aus Wein, aber Bier wollte nicht mehr drinbleiben (zu sauer!) und Schnaps wollte ich nicht trinken. Um wenigstens etwas Flüssigkeit zu bekommen und trotzdem eine gewisse Wirkung zu haben war der Wein ganz recht.
Irgendwann (so genau weiss ich das alles nicht mehr, die Tage verschwimmen in meiner Erinnerung zu einem milchigen Brei) rief ich dann in meinem Elend bei der Telefonseelsorge an und die brachten mich - Gott sei Dank - so weit, den Notarzt zu holen. Ich kam also ins Krankenhaus, wo man einen Blutalkoholwert von 3(!)Promille feststellte. Die Entgiftung dort dauerte 8 Tage; die ersten Tage waren wirklich schlimm. "Dank" meines allgemeinen körperlichen Zustands und des - edit, Medikamentenname entfernt, Linde - , das sie mir gaben, schaffte ich es am Anfang nur mit Müh und Not die paar Meter auf die Toilette; ich hangelte mich an der Wand entlang, zog meinen Infusionsständer hinter mir her und kam mir vor wie ein Junkie aus einem Film (und eigentlich war ich ja auch so etwas ähnliches)...
Nach 4-5 Tagen konnte ich dann wieder, unsicher und staksig, laufen und ich brachte auch etwas feste Nahrung herunter. Im Anschluss auf den Krankenhausaufenthalt ging ich für 3,5 Wochen in ein entsprechendes Sanatorium. Im Nachhinein war das die wichtigste Zeit in den letzten 10 Jahren meines Lebens und ich hätte diesen Schritt schon viel früher gehen sollen. Ich wollte jahrelang einfach nicht eingestehen, dass ich nicht nur "etwas mehr trinke", sondern konsequent und intensiv am Aufbau meines Alkoholproblems "arbeitete".
Die 3,5 Wochen waren jedenfalls sehr schön und sehr sehr hilfreich. Der Kontakt zu anderen "Betroffenen" hat mir auch ungeheuer gut getan - einfach mal frei von der Leber weg erzählen zu können, wie es so war; das Gesaufe bringt ja jede Menge unschöne und zum Teil recht unappetitliche Dinge mit sich, die man "normalen" Leuten nie auf die Nase binden würde. Interessanterweise ähneln sich die Erzählungen sehr oft; die Krankheit scheint also recht vorhersehbar verlaufen zu können.
Ich wurde Ende Oktober entlassen und bin seitdem trocken.
Die Rückfallquoten sind ja bekanntlich enorm und uns allen wurde dringlich empfohlen, Selbsthilfegruppen zu besuchen. Während des Klinikaufenthalts mussten/durften wir 3x die Wochen zu besagten Gruppen, die sich und ihr Konzept vorstellten. Richtig gefallen hat mir keine; am meisten zugesagt hat mir noch der "Kreuzbund", zu dem ich jetzt auch 2x gegangen bin. Allerdings muss ich zugeben, dass dies nur sehr widerwillig geschah und ich mir schon wieder einrede, dass ich das doch eigentlich gar nicht nötig hätte, "ich schaff' das auch ohne SHG!"
Als Alternative zur "echten" SHG versuche ich es jetzt einfach mal mit Euch, Erfahrung mit dem Thema gibt's hier ja genug  |
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| AW1976 hat zum Thema: "Hallo erstmal..." :) geschrieben
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AW1976 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.02.2012 Beiträge: 17 Alter: 35
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Verfasst am: 09.02.2012, 15:02 Titel: Re: "Hallo erstmal..." :) |
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ääähmm.
Da man ja hier nichts editieren kann:
Ich bin 35 und nicht 25... macht aber nicht so viel Unterschied  |
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| AW1976 hat zum Thema: Re: "Hallo erstmal..." :) geschrieben
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Old Flatterhand neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.08.2011 Beiträge: 275 Alter: 55
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Verfasst am: 09.02.2012, 15:35 Titel: Re: "Hallo erstmal..." :) |
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Hallo AW1976
Willkommen im Forum und Danke für deinen Eingangsbeitrag !
Nicht ganz ohne.
Das viele Handlungen nur sehr widerwillig geschehen ist in der Natur der Dinge begründet,
Das eine innere Stimme (nasse Gedanken?) dir wieder einredet, dass du das doch eigentlich
gar nicht nötig hättest, "du schaffst das auch ohne SHG!" ist normal. Hör nicht auf auf das
"Männchen" auf deiner Schulter.
Viele die ich kenne haben erstmal zugehört in den SHG`s und dann erst entschieden
was das nüchterne Leben für sie bereit hält. Dir entgeht nichts.
Wie du selbst anmerkst. Die Rückfallquote ist enorm.
Ich hatte aufgegeben.
Ich konnte nicht mehr.
Das Spiel war aus.
Der Eiertanz vorbei.
Die Mauern eingestürzt.
Ich ... Alkoholiker...
Machtlos...hilflos...ratlos !
Seitdem habe ich nichts mehr getrunken.
Grüsse
Old Flatterhand |
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Dennis79 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 03.08.2011 Beiträge: 79 Alter: 32
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Verfasst am: 09.02.2012, 15:47 Titel: Re: "Hallo erstmal..." :) |
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Hallo.
Ganz ohne Hilfe schaffen es nur die Wenigsten. Ich habe auch eine ganze Zeit lang gezögert Schritte zu unternehmen. Hab immer gedacht, ich schaff das schon alleine. Dem war nicht so...
Ich habe mich jetzt dazu entschlossen Nägel mit Köpfen zu machen und für 3 Monate eine Tagesklinik zu besuchen. Am 21.02 gehts los!
Wenn ich dir einen Rat geben darf, es reicht nicht sich ab und an hier im Forum zu melden. Versuch alles an Hilfen wahrzunehmen was du kriegen kannst!
LG Dennis |
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| Dennis79 hat zum Thema: Re: "Hallo erstmal..." :) geschrieben
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garcia neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.01.2012 Beiträge: 57 Alter: 48 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 09.02.2012, 16:31 Titel: Re: "Hallo erstmal..." :) |
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| Hallo schön daß du hier bist. Mir kommt Vieles sehr bekannt vor was du schreibst. Ich hatte und hab auch meine Schwierigkeit mit SHGs. Auch wenns nötig ist. Ich hab für mich gemerkt daß ich mehr brauch daher gehts inne Langzeittherapie. Du hast geschrieben daß dir der Entzug sehr gutgetan hat, v.a. der Kontakt mit andren Betroffenen. Hast mal über LZT nachgedacht? Schreib weiter einstweilen |
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| garcia hat zum Thema: Re: "Hallo erstmal..." :) geschrieben
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judecca neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.06.2010 Beiträge: 261 Alter: 32
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Verfasst am: 10.02.2012, 00:15 Titel: Re: "Hallo erstmal..." :) |
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Hallo Aw,
und herzlich willkommen hier im Forum.
Also mit den SHG`s ist es nicht immer einfach, ich musste auch bissel suchen bis ich eine für mich fand, die passte.Aber gerade der regelmäßige Austausch für uns, ist sehr wichtig..."Ich mach das mit mir allein aus"...geht viel zu oft in die Hose.
LG
Sascha |
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| judecca hat zum Thema: Re: "Hallo erstmal..." :) geschrieben
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Trocken Bleiben aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.12.2011 Beiträge: 511 Alter: 56
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Verfasst am: 10.02.2012, 18:02 Titel: Re: "Hallo erstmal..." :) |
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Hallo Aw
Also zu den Shg kann man nur Empfehlen,schaue sie dir der Reihe nach an,
Jede ist anders,du musst dich Wohlfühlen.
Es hat keinen Zweck etwas mit wiederwillen zu tun,das bingt nichts.
Diese Empfehlungen sind gewachsen,was soviel heißt,das dieser
Austausch für den Weiteren Verlauf nur Positiv sein Kann.
Alles mit sich auszumachen,geht meistens in die Hose,ich habe das auch erlebt,und für mich steht mein Weg Fest.
SHG Bis zum Letzten.
LG Hans |
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pandaaaa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.02.2012 Beiträge: 7 Alter: 40 Wohnort: essen
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Verfasst am: 10.02.2012, 18:41 Titel: Re: "Hallo erstmal..." :) |
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Hallo AW
Bin auch ganz neu und frisch hier bei.Aber nur hier im Forum neu und frisch mit dem Thema alkohol habe ich seit 2,5 jahren abgeschlossen.Besuche auch regelmässig eine SHG in meiner nähe,das heisst 1 mal die woche.Möchte diese Gruppe auch nicht mehr missen,freue mich immer wieder auf das nächste mal.Man lernt viele neue Gesichter kennen die ziemlich am anfang sind und man hält sich immer wieder vor Augen,da warst Du auch mal da willst Du nie wieder hin.
Das hilft mir sehr in meiner abstinenz.Auch die erfahrungen und die Berichte der alten Hasen (20 jahre trocken und länger).Und das beste ist man kann jedes problem ansprechen,es dreht sich nicht immer nur um alkohol.Über alles was einem auf dem Herzen liegt kann man offen in einer sehr gemütlichen Runde plaudern(sind ca 15 gruppenmitglieder).Egal was man hat man bekommt immer sehr viel Feedback.
Klar gibt es auch mal Gruppenabende die nicht ganz so dolle sind die einem selber vllt nicht soviel bringen,aber sowas gibt es denke ich mal überall mal.
Ich kann eine reale SHG nur sehr empfehlen,aber die Gruppe muss auch zu einem passen,wenn man unglücklich mit der Gruppe ist dann bringt das nichts.Nur als Beispiel man ist gefrustet geht gefrustet zum Gruppenabend und man kann sich nicht öffnen oder man kommt nicht dran oder man traut sich nicht und geht noch gefrusteter nach Hause.Das ist daS schlimmste was einem passieren kann.
Die Gruppe hat mir sehr viel gegeben und mittlerweile gebe ich meine erfahrungen gerne an andere weiter.Und die Gruppe gibt mir jetzt wo mein Vater im sterben liegt auch wieder sehr viel Kraft.
Finde dieses Forum hier hat auch sehr viele Vorteile unter anderem eine gewisse anonymität und bestimmt gibt es auch viele die trocken bleiben nur mit Hilfe diesem Forums und mit willenskraft.
Aber die Gefahr die Ich jetzt auf dem ersten Blick sehe ist ganz einfach die der sozialen Kontakte.Viele die Früher getrunken habe(auch ich) hatten kein richtiges soziales Umfeld(nur die saufkumpanen aus der Kneipe).Und diese realen Kontakte finde Ich(nur meine meinung) bekomme ich eher in einer realen SHG.
Ein beispiel noch...der beliebte notfallplan(kann sicher jeder was mit anfangen) man bekommt Suchtdruck,also nicht einfach nur der Gedanke ans trinken sondern richtig Druck der Körper zittert,das Hirn schaltet sich ab....was machen...den suchtnotruf anrufen wäre dann eine alternative,aber da sitzen fremde Menschen die einem und seine Sorgen nicht kennen,kann aber trotzdem sehr hilfreich sein.Oder die Liste mit den Telefonnummern der Gruppe aus dem Firlefax nehmen,jemanden anrufen und die Person ist in 5 minuten bei einem egal um was für eine tages oder nachts zeit.
Uppps soviel wollte gar nicht tippseln naja hoffe das eine oder andere konnte hilfreich sein kann eine reale Gruppe in der nähe um kontakte zu pflegen nur wärmsten empfehlen.
Gruss Dirk |
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| pandaaaa hat zum Thema: Re: "Hallo erstmal..." :) geschrieben
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