| Übertreibe ich? • Wie haltet Ihr das aus ? |
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topas neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2011 Beiträge: 61
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Verfasst am: 03.02.2012, 12:46 Titel: Re: Eine Zukunft für mich? |
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danke für diesen tip
werde sofort damit anfangen. Typisch für mich ist das ich negative erlebnisse mit ihm schnell verdränge und mich immer an die wenigen netten klammere. Wenn es einiger maßen ruhig ist bin ich schon zufrieden gestellt. Dabei fühle ich mich selber sehr erbärmlich!!.
Es schwer für mich einfach an mich zu denken. Denn dann kommen sofort negative gefühle in mir hoch.
Langsam lerne ich auch nein zu ihm zu sagen halt mit einen unguten gefühl aber ja zu allen ja zu sagen um ruhe vor ihm zu haben macht mich auch unruhig und krank.
LG
Topas |
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inga neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.06.2009 Beiträge: 197 Alter: 44 Wohnort: Sachsen-Anhalt
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Verfasst am: 03.02.2012, 21:19 Titel: Re: Eine Zukunft für mich? |
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Hallo topas,
nein sagen und sich danach schlecht fühlen, oh ja. Nein sagen ich? Wenn jemand etwas wollte, ich war immer zur Stelle und habe ja gesagt. Folge? Ich hatte viele (vermeintliche) Freunde und war beliebt. Beliebt nicht wegen meiner Person an sich, sondern weil ich immer das tat, was andere wollten, ganz egal ob Beziehung, beruflich, Familie oder Freunde und Bekannte. Brauchte ich mal Hilfe stand ich bis auf wenige Ausnahmen allein da - von den meisten, denen ich immer geholfen hatte, kam dann nur keine Zeit, jetzt nicht, vielleicht später.
Nein sagen und sich danach schlecht fühlen, war für mich gestern. Heute sage ich nein und fühle mich gut dabei, das hat aber gedauert und ging nicht von heute auf morgen. Wenn ich nein sage, hat das für mich Gründe und ich nenne diese Gründe auch. Wenn es meinem Gegenüber nicht paßt, ist es sein Problem. Das was auf mein Nein hin passiert ist: es haben sich Leute von mir zurückgezogen, weil ich nicht mehr so funktioniere wie sie wollten und ich habe Zeit für mich, weil der selbst verursachte Streß wegfiel.
Die, die mir mein Neinsagen nicht übel genommen haben, sind die Menschen, auf die ich in der Not zählen kann (also echte Freunde). Ich helfe anderen immer noch gerne, aber ich kann für mich persönlich heute ganz genau herausfiltern, ob diese Hilfe mir gut tut oder nicht, sowohl im seelischen als auch im körperlichen Bereich.
lg inga |
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topas neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2011 Beiträge: 61
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Verfasst am: 04.02.2012, 16:49 Titel: Re: Eine Zukunft für mich? |
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hi
ich habe nach 10 jahren mit ihm nur noch null freunde... bin gerade dabei soziale kontakte zu schließen...
hatte gestern nacht heftige auseinandersetzung mit ihm.
ich habe hallozinationen und bilde mir das nur ein...
laut xy. habe mich zurückgehalten. diskussionen bringen nichts und trotzdem zweifle ich mal wieder an mir.
konnte den rest der nacht nicht schlafen und war fix und fertig...
und xy tut heute morgen so, als wenn nichts vorgefallen wäre. so weg war dabei gestern nicht.
er würde mich so sehr lieben und verstehen gar nicht warum ich so kalt bin.
gut das ich heute arbeite...
ich ertrage ihn nicht mehr und seine durchschaubaren manipulierungeversuche auch nicht.
trotzdem habe ich angst vor meiner eigenen courage endlich schluß zu machen...
LG
Topas |
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 391
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Verfasst am: 04.02.2012, 19:12 Titel: Re: Eine Zukunft für mich? |
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Irgendwie zeigt mir die Geschichte und auch meine eigene, dass iwr Coabhängige auch einen Tiefpunkt erreichen müssen, um uns aus unserer Sucht zu befreien.
Ich hatte auch ne zeit lang Flaschen gesucht, nicht lange. Für mich war es eher eine Suche nach der Bestätigung dessen, was ich erahnt hatte. Mein Mann ist alkoholabhängig. Dann , als ich anfing hier zu lesen habe ich aufgehört nach Flaschen zu suchen. Es war mir so klar, dass er süchtig war. Somit brauchte ich nicht ständig eine Bestätigung dafür.
Ich hörte auf, mir wurde es auch imemr mehr egal, dass er trinkt. Je mehr ich verstand, dass ich eh nichts machen konnte desto egaler wurde es mir. eine Art Selbstschutz?
Ich wollte abwarten bis er seinen Tiefpunkt erreicht. Bis dahin wollte ich mich mit meiner eigenen Coabhängigkeit beschäftigen und ihn als einen kranken Menschen an meiner Seite akzeptieren. Für einen Moment schien es mir die ideale Lösung zu sein. Doch zu dem Zeitpunkt war mir nicht bewußt, dass die Alkoholkrankheit immer schlimmer wurde und auch Begleiterscheinungen hatte, die ich nciht mehr ertrtagen konnte. Beleidigungen, Unzuverlässigkeit, Geldsorgen. auch wenn mir klar war, dass es zu dieser Krankheit gehörte... ich konnte es nich tmehr trennen. Ich konnte diese Beschimpfungen nicht an mir abprallen lassen als sei nichts. mehr und mehr ekelte mich dieser Mann an.
Ich kann und konnte es nicht mehr trennen. Ich müßteihm jeden Tag verzeihen für das was er mir angetan hat. Denn e r kann ja nichts dafür. Irgendwie ging das nicht mehr. Ich versuchte mehr und mehr zu vermeiden, dass er mich verletzte, indem ich ihm aus dem Weg ging. In ein naderes Zimmer, oder ich ging zur Freundin. Aber da waren ja auch nach meine Kinder. Und ich konnte und wollte nicht ständig wie auf der flucht leben. Seine Krankheit hatte mich eingenommen. Mein Leben. Ich fühlte mich nicht mehr frei.
Und mir wurde langsam klar, dass es ja nicht meine Krankheit ist, ich konnte es mir doch freiwillig aussuchen, ob ich 'mitleiden' würde oder nicht. Ich wollte es ncih tmehr, auch nicht aus Liebe. War es überhaupt noch Liebe? Diese Auseindersetzung bracht emich dazu den Thread zu eröffnen , nachlesbar unter Sonstiges. Das waren glube ich die Gedanken, die mir die Augen öffneten. Die mich auch an meinen gewissen Tiefpunkt brachten und glaube ich auch hier im Forum für einige Ahaerlebnisse sorgte.
Was mir jetzt auch klar wird, ist dass es auch parallelen im werdegang der Coabhängigen gibt. Dieses Verharren in der Hilflosigkeit, diese sich nicht mehr fühlen und dann irgendwann den Anstoß zu bekommen wieder etwas für sich selbst zu tun. Das war mir nei so bewußt. aber jetzt find eich mich im nachhinein darin auch wieder. Angefangen in eine andere Richtung zu gehne, sich selbst wieder zu finden, eigene Ziele zu definieren, Träume zu leben, sein Leben wieder Ernst zu nehmen... diese Schritte haben mir aus der Abhängigkeit geholfen. Oder ich sage mal lieber, dass es mir die Kraft gegeben hat mich uas dieser abhängigen Bezeihugn zu lösen. Denn ich sehe es so, dass ich die Tendenz habe mich abhängig zu machen. Und die Loslösung aus dieser Beziehung ist nur ein Teil des ganzen Dramas. So wie der Alkoholabhängige auch ständig auf der Hut sein muß, muß auch ich sehen, dass ich bei mir bleibe. Und das ist nicht mal so einfach. Da fühle ich mich gerade, als ob ich noch in den kinderschuhen stehe. Viele hier schildern ihre Situation so, als ob sie mit der Trennung ihre Abhängigkeit besiegt haben. Aber für mich kann ich sagen, dass es nciht so ist. Das ist man gerade vergleichbar mit einer Entgiftung. Die eigentliche Auseinadersetzung fängt jetzt erst an. |
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Speranza aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.09.2011 Beiträge: 597 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 04.02.2012, 19:50 Titel: Re: Eine Zukunft für mich? |
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Hallo topas!
Ein nasser Alkoholiker versucht ständig zu manipulieren ich kenne das auch zu Genüge.
Mein Ex sagte immer:
Du übertreibst
du gönnst mir nichts
so schlimm war es doch gar nicht
du liebst mich nicht
du bist so kalt
ich habe nichts getrunken
du siehst ja Gespenster
du spinnst
Lange Zeit liess ich mich einlullen und zweifelte an mir selbst.
Eines Tages habe ich ihm ein Ultimatum gestellt und gesagt es ist mir egal was er von mir denken würde denn:
Ich kann das Leben an seiner Seite nicht mehr ertragen
Es ist mir egal ob er trinkt oder nicht aber ohne mich
Was ich schlimm finde oder nicht ist meine Sache und nicht seine
ich habe keine Lust einen ständig betrunkenen Ehemann zu ertragen
der mir den Spass am Leben nimmt
Was er denken würde wäre seine Sache und was ich denken ist meine Sache
er bräuchte meinetwegen nicht aufhören zu trinken aber ich will mir das nicht ständig ansehen und gehen
wenn er der Meinung wäre er müsse sich zu Tode trinken wäre es sein gutes Recht aber ohne mich
ich bin es nicht schuld dass er trinkt das wäre seine Entscheidung
usw.
Ich habe mir richtig Luft gemacht aber bin ganz ruhig geblieben. Er hat sich für den Alkohol entschieden, ich für die Trennung. Es gibt nichts auf der Welt was mich davon abhalten könnte meinen Entschluss rückgängig zu machen.
Liebe Grüsse
Speranza |
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topas neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2011 Beiträge: 61
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Verfasst am: 06.02.2012, 12:42 Titel: Re: Eine Zukunft für mich? |
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hi speranza
genau so manipuliert er mich auch und jedesmal falle ich darauf rein und frage mich habe ich es falsch interpretiert. Überreagiere ich bin ich jetzt verrückt. Lange fragte ich mich ob ich verrückt bin.
Ich versuche nicht immer wieder darauf anzuspringen.
Dann kocht wieder die wut hoch. Und ich las mich auf diskussionen ein, die ich nicht will wiel sie mir so viel energie rauben.
Ich will auch nicht an den netten charmanten mann denken, der er sein könnte...
Schade das das leben nicht leichter ist. ( bemitleide mich gerade ein bißchen)
LG
Topas |
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Speranza aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.09.2011 Beiträge: 597 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 06.02.2012, 16:48 Titel: Re: Eine Zukunft für mich? |
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Hallo topas!
Wir sind weder verrückt noch nehmen wir die Sucht falsch wahr aber wir sind oft Meister im Schönreden.
Also ich habe mir nicht eingebildet dass das ganze Zimmer nach Alkohol stank,
dass er mir alle 5 Minuten den selben Unsinn erzählt hat,
dass er nachts durchs Haus geisterte und die Toilette suchte und ich nicht schlafen konnte,
dass er mich total blöd angeredet oder beleidigt hat,
dass ich unter der Situation leide,
dass er nichts macht um die Situation zu ändern,
dass ihm der Alkohol wichtiger ist als ich
dass er mit lallender Sprache gesagt hat er würde nichts trinken
dass er mir die Schuld an allem gibt was schiefläuft
Wir lassen es uns einreden und versuchen Dinge zu ändern bis wir merken wir leiden immer mehr. Es ist unser Empfinden dass wir uns zu wenig wahrnehmen und an uns zweifeln.
Er versucht uns einzureden wie glücklich wir doch sein könnten so einen tollen Mann zu haben wo wir doch so fehlerhaft sind. Das bisschen Alkohol wäre doch völlig belanglos wie wir uns doch so anstellen könnten.
Vertraue aus das was du empfindest und versuche es so zu ändern dass es dir besser geht.
Liebe Grüsse
Speranza |
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Mrs. Pickwick neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.01.2012 Beiträge: 28 Alter: 48
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Verfasst am: 06.02.2012, 22:51 Titel: Re: Eine Zukunft für mich? |
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Hallo topas,
du bist schon auf dem richtigen Weg und weißt auch, was du willst. Das ist gut so. Lass dich auf gar keinen Fall mehr umstimmen. Du kannst gegen den Alk nicht gewinnen, also verschwende keine weitere Zeit!
Nach über 10 Jahren mit einem "Spiegeltrinker", oder auch "Alkoholiker vom Typ Delta", kenne ich diese ganzen dummen Spiele in- und auswendig. Die gleichen sich aber immer, fast bis ins kleinste Detail.
Es macht müde, sich immer die gleichen Sprüche anzuhören. Wenn der xy sich in die Enge gedrängt fühlt, vielleicht aber auch nur ein schlechtes Gewissen wegen seiner Trinkerei hat, geht er gleich in die Offensive und greift sein böses Umfeld an. Dabei sollte man dankbar sein... blaaah, blaaah, blaah..!
Das mit der Wohnung ist eine sehr gute Maßnahme, sich aus dem Umfeld zu befreien. Ich nehme an, dass du deinen xy gut genug kennst, um ihn nicht lange vorher schon mit den Tatsachen konfrontieren zu wollen. Du gehst auf Nummer Sicher - und hast garantiert einen sehr guten Grund dafür, das so zu machen! Auch gut.
Ich sehe, du hast echt genug und du willst und wirst auch gehen. Nur vor dem Endszenario hast du noch etwas Bammel, stimmt's?
Du kannst dir schon lebhaft ausmalen, wie er ausflippen wird... Bestimmt unterstellt er dir dann auch noch ein Verhältnis, denn er ist ja wieder mal absolut unschuldig! Da muss einfach ein anderer Kerl dahinter stecken! (Na ja, bei mir war das so und ich habe gelesen, dass das eigentlich schon ein Klassiker ist.)
Hey! Halt die Ohren steif! Du hast jahrelang genug Energie aufgebracht, dich zusätzlich zu deiner Arbeit und dem Haushalt auch noch um deinen xy zu kümmern, dann packst du es ohne den ganzen unnötigen Ballast erst recht! Dann musst du nämlich nur deine eigenen Sachen regeln und deine eigenen Socken waschen...
Stell dir vor, du kommst heim - und keiner hat die Bude verwüstet!
Zehn Jahre reichen.
Jetzt ist DEINE Zeit!
LG
Mrs. P. |
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