| Der 2.te Rückfall. Rat & Hilflosigkeit • Hilft mir mal jemand auf den Weg? |
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LebenOhneLeben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.01.2012 Beiträge: 15 Alter: 50
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Verfasst am: 30.01.2012, 15:56 Titel: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Hi, ich bin neu hier.
Ich habe dieses Forum zufaellig entdeckt, weil mir in den letzten Wochen Schlimmes mit meiner Wut passiert ist und ich jetzt denke: so gehts nicht weiter. Das ist also ein erster kleiner Schritt...
Wahrscheinlich hole ich mir noch den privateren Zugang, weil ich so offen im Netz nicht lesbar sein moechte. Aber da der Leidensdruck so gross, schreib ich ein bisschen...:
Ich bin ein EKA, kannte diesen Begriff vorher nicht. Es war ca. 12 jahre sehr schlimm. Ich war sehr erstaunt, als ich hier Erfahrungen las, dass nicht nur ich die oldies verlassen habe... Manchmal hab ich schuldgefuehle, aber in der Summe konnte ich nicht mehr, also war es fuer mich richtig und wichtig, wegzugehen, trotz der vorwuerfe Und der trauer, noch patenzettel zu bekommen.
Aber ich bin dennoch nicht heil davongekommen, eher erscheint mir mein ganzes leben verbogen, schief, aus der Bahn. Ich bin irgendwie ein Fass ohne Boden. Ich ertrage es kaum allein zu sein und rutsche mehr und mehr aus. Ich fuehle mich leer, ausgepumpt, energielos. Außerdem ist mein Beruf sehr stressig, ich habe Schlafprobleme und ...
Obendrein hab ich eine irre Wut, weil ich das Gefühl habe, dass mein leben kaputt gemacht wurde, dass ich seit jeher geschaedigt, weil ich zwar als kind sehr hell und ehrgeizig, kreativ war, aber mich dann verlor (mit 12 beschloss ich absichtlich, vergessen zu lernen, das ist mir sehr gut gelungen...), dass niemand geholfen hat, dass alle weggeschaut haben, dass es keine wiedergutmachung gibt und man für immer irre Defizite hat. Und jetzt mach ich bei dem ganzen obendrein auch noch selbst mit?
Dabei habe ich einen sehr lieben Partner, dem ich nicht weh tun möchte.
Ich darf nicht so enden wie meine Oldies.
Therapieversuche gab es schon, sinnlos. Ich kann mit diesem Blabla nichts anfangen. Daher habe ich mir jetzt mal eine Energetikerin gesucht, als zweiten Schritt neben dem Forum. Ich meine, als erstes brauche ich mehr kraft, damit ich ueberhaupt die Troubles angehen kann.
Danke fürs zuhören. |
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LebenOhneLeben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.01.2012 Beiträge: 15 Alter: 50
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Verfasst am: 30.01.2012, 19:40 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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| ... Hab mir jetzt doch ein Erstgespräch Therapie gecheckt, gleich für übermorgen. Ich trau mir nicht ganz, dass ich das alles alleine bewaeltige. Also warum nicht doch noch mal ein versuch, sich Hilfe von außen zu holen... Auch wenn wir nie geheilt werden koennen...? |
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14433 Alter: 46
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Verfasst am: 30.01.2012, 20:42 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Hallo Leben,
herzlich Willkommen hier im EK-Bereich.
Einiges kommt mir bekannt vor, was du schreibst. Das mit dem erweiterten Forenzugang für den geschützten Bereich ist eine gute Idee. Im Tagebuchbereich kann man "ans Eingemachte" gehen, ohne daß das www mitlesen kann.
Du hast an anderer Stelle geschrieben, daß du Konflikte teils Jahre voraussagen kannst. Das kenne ich so ungefähr. Wie ein Schachspieler kann ich Entwicklungen und deren mögliche Alternativen über x Ecken vorhersehen. Ich habe als Kind in einem Alkoholikerhaushalt eine Über-Wachheit für mein Umfeld entwickelt, einfach um da mittendrin irgendwie durchzukommen. Als Erwachsene kam und komme ich mir manchmal vor, wie wenn mein "Standgas" zu hoch justiert wäre. Immer wach, immer alles wahrnehmen, rasend schnell Schlüsse ziehen, schnell reagieren... das ist auch sehr anstrengend und heute, wo ich ja Abstand habe, ist die alte Überlebensstrategie z. T. überflüssig.
Warum nicht sich eine Wegstrecke lang therapeutisch begleiten lassen? Ist doch o.k. Und begleiten lassen ist ja nicht gleichbedeutend, daß du Blabla zu hören bekommst. Du redest ja selber und kannst da DEIN Ding draus machen.
Ich würde mich freuen, wenn du in den geschützten kommst.
LG, Linde (EK) |
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LebenOhneLeben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.01.2012 Beiträge: 15 Alter: 50
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Verfasst am: 30.01.2012, 21:03 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Lieber Linde,
Ich danke sehr für deine Antwort, ich bin grad sehr beduerftig und durstig nach Feedback.
Ich bin fast erleichtert, dass ich schon an Mi eine erste Sitzung habe. Vielleicht ist es auch die erste echte Chance einer Therapie, bin ich doch nun seit 8 Jahren in einer guten Beziehung. Davor waren therapieversuche meist überlagert mit ganz anderen stories (beziehungshorror oder so). Diesmal mach ich es, weil ich mein, das geht so nicht weiter...
Es ist auch, dass ich meine, dass mein Partner nicht verdient, dass ihm jetzt über altes und mein fertiges Ich Schmerz zugefügt wird. Aber es geht es v.a. Für mich nicht weiter. Ich kann nicht das leben einfach erdulden, ich muss irgendwie eine andere Richtung finden, auch wenn ich jetzt schon 50.
Ich glaube, das war auch so ein Ding... Merken, jetzt ist schon so viel zeit vergangen und ich bin immer noch nicht besser drauf. Und ein guter Partner ist auch nicht die Lösung.
Ja, ich glaube, der geschützte Bereich ist wichtig... Ich werde das auch noch angehen.
Vielen Dank, dass du mir ein erstes Feedback gegeben hast.
Ich habe große Angst davor festzustellen, dass es für mein leben keine Rettung mehr gibt. |
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14433 Alter: 46
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Verfasst am: 30.01.2012, 21:14 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es besser ist, mich extern begleiten zu lassen, eben um eine Beziehung nicht mit dem Alten zu überfrachten. Für mich war es wichtig, daß ich einen Ort habe, wo ich "es" aussprechen und dortlassen kann. Das ist für mich bei der Therapeutin und vor allem hier im Forum, was ja meine Selbsthilfegruppe ist.
"Retten, schützen, bergen, löschen" steht seitlich auf den Feuerwehrautos drauf, fällt mir gerade ein. Und das geht ja immer. Wann immer es dran ist, kann man sich kümmern. Ich bin 45 und habe JETZT Themen, die vor paar Jahren unaussprechlich, unantastbar für mich waren, so schmerzhaft und aufwühlend. Jetzt schreibe ich und sortiere und lasse die alten Gefühle zu und los...
Das Leben ist ja kein Block. Sondern aneinandergereihte Minuten, Tage, Orte, Begegnungen. So gesehen wird das mit dem Retten etwas leichter machbar.
Lieber Gruß, Linde |
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LebenOhneLeben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.01.2012 Beiträge: 15 Alter: 50
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Verfasst am: 30.01.2012, 21:28 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Danke Linde.
Ich kann zum ersten mal seit vielen vielen Jahren wieder richtig weinen, Merk ich grad.
Diese ganze Lawine hat ausgelöst, dass mir meine beste Freundin kein Geschenk zum Geburtstag gemacht hat. Ich bin sie daraufhin wirr und wuetend wuest angegangen per Mail, obwohl sie sich immer gekümmert hat und das mit meiner erwartung eines Geschenks ja laecherlich. Sie hat mir aber nun die Freundschaft gekuendigt, aber auf meinen Hass hingewiesen (hat meine Schwester nach Tod der Mutter auch getan...).
Ich habe mich heute bei ihr per SMS entschuldigt, meine Mails liest sie nimma. Versteh ich auch.
Na ja... So gehts nicht weiter. Ich muss mich entscheiden, ob ich leben oder sterben will. Kann auch sein, dass das heißt, Job wechseln, viel ändern, was mit 50 nicht mehr wirklich Easy.
Keine Ahnung. Danke, Linde. Es ist ja so, dass man sich nicht leicht öffnet. Ich merke, dass ich hier unter leidensgenossinnen ... |
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14433 Alter: 46
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Verfasst am: 30.01.2012, 21:39 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Hm, aber Leidensgenossin möchte ich gar nicht sein.
Geht ja um einen Perspektivenwechsel und Schritte in Richtung Leben. |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben geschrieben
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LebenOhneLeben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.01.2012 Beiträge: 15 Alter: 50
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Verfasst am: 30.01.2012, 22:10 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Ja. Kann sein, dass Leidensgenossin nicht so der beste Ansatz,
Aber meine beste Freundin ist schamanin, kinesiologin... Ich hab mich heute entschuldigt, aber kommt ich glaub, sie nimmt es nicht an.
Auch meinen Partner muss ich beruhigen... Ich hab ihm eröffnet, dass ich in Therapie geh, ich glaub, er ahnt nur, wie es um mich steht... Er ist eher besorgt, dass ich von ihm weg gehe. Diese Angst versuche ich ihm nun zu nehmen, ist er doch nach 8 Jahren Ruhe, Stabilität, liebe vielleicht die erste Basis, von der aus ich wirklich was aendern kann.
Ich bin in meinem leben auf eines stolz: ich hab keine Kinder. Ich hab schon mit 6 Jahren sehr genau erklären können (daran kAnn ich mich echt erinnern) dass und warum ich keine will. Ich wollte und konnte niemals neues leben dieser Familienstory aussetzen. Meine Schwester schon, vielleicht geht sie besser damit um? Ich glaub's nicht. Ich hab mal ausgerechnet, dass samt vorgenerationen ca. 270 Jahre an tradiertem wissen und Erfahrungen auf jedem Menschen Lasten.
Ich weiß halt nicht so genau, wie man Perspektive aendert ob soviel konditionierung (meine Oldies waren Kids in NS-zeit, ich mein, die hatten alle einen weg...), aber du hast recht: nicht abfinden, weiter kämpfen. |
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| LebenOhneLeben hat zum Thema: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben geschrieben
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