| Der 2.te Rückfall. Rat & Hilflosigkeit • Hilft mir mal jemand auf den Weg? |
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LebenOhneLeben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.01.2012 Beiträge: 15 Alter: 50
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Verfasst am: 02.02.2012, 01:45 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Ich glaub, mit meine Nick hab ich alle abgeschreckt?
Bin wieder viel besser drauf, es ist nur interessant, dass man weite Strecken des Lebens auf das EKA-Sein vergisst und irgendwann macht es dann doch wieder mal sowas wie "Peng".
Jedenfalls bin ich wieder besser drauf!
Erste therapiesitzung heute war so wie immer: ich glaub, ich ueberfordere jeden immer mit meiner analytischen, belesenen Art. Die wusste sicher nicht so genau wie ich, wovon ich redete, als ich EKA sagte... Habs dann erklaert. Mich hat genervt, dass ich wie immer keine Arbeitsaufgabe mit nach Hause genommen hab. Uhrblick, Zahlungsmodalitäten, Geld... Ob es besser wird, kann sie nicht sagen... Hängt davon ab, was der Klient an gewohnheiten ändert... Na gut, das hatte ich alles schon. Ich hab aber noch 5 Tage zeit, um mich neu zu orientieren.
Hab mir inzwischen noch ein Seminar für heilsamen Schlaf organisiert und bin auf der suche nach konkreten Methoden (Energetikerin oder so).
Ausserdem hab ich grad sehr interessante Menschen und ihre lebensgeschichten nach traumatischem Verlust von Ehemann, Kids durch Unfall oder so angehört und da kam irre viel Energie und kraft rüber.
Ich glaub, wir EKAs müssen besser lernen, auch mal was positives in unser leben zu bringen, Spaß haben und so...
Hab mich heut mal ein bisschen durch den Echt-Alki-Teil gelesen und vermisse da eigentlich ein ganz großes Thema: Gewalt. Mein Vater ist verantwortlich für x-Verletzungen meiner Mutter. Gibt es so wenige Alkis/Cos, die das thematisieren? Ist es ein Tabu immer noch?
Und noch was zum Schluss: war gestern mit einem uralt-Freund bis 02:00. Ich blieb nach einigem protest eiskalt bei einer Flasche cola, die man mir am Ende der echt langen Diskussion, ob man ein Steak ohne Rotwein essen darf, er Trank in ... 7 ? Stunden ca. 2 flaschen weiß, irgendwann rot, dazwischen Whiskey. Also meine conclusio: wer sich als Alki outet und das bewusst erfasst, ist ja fast schon ein Held? Wenn ich jetzt beginne, noch mehr zu beobachten und bewusst Tee, Cola etc. zu verlangen... Was bleibt mir dann im bekannten/kollegenkreis über? Mein Partner... Was für ein Glück ich hab...
Jedenfalls im Vergleich infam nun dieses anti-Tabak-Gebrummel allerorts. alk ist viel gefaehrlicher.
Lg
GarNichtSoOhneLeben |
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| LebenOhneLeben hat zum Thema: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben geschrieben
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schnuffig neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.07.2011 Beiträge: 211 Alter: 35
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Verfasst am: 02.02.2012, 11:23 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Hallo LebenohneLeben!
Zeit meines Lebens habe ich mich dagegen gewehrt, wenn man mich in eine Schublade stecken wollte.
Und wenn du jetzt deinen Satz mit Wir EKAs müssen besser lernen....beginnst, mache ich es wieder.
Denn du weißt gar nicht, wieviel Spaß ich in meinem Leben habe. Und was ich noch alles lernen soll, muss, will, auch nicht.
Es ist viel sinnvoller, da von dir zu schreiben, als von allen.
Meine Erfahrungen mit Therapie gehen dahin, dass es mir nichts nutzt, belesen und analytisch zu sein, weil es nicht hauptsächlich mein Kopf war, der all das Leid erfahren hat.
Also kann er mir auch nur sehr bedingt dabei helfen, die erfahrenen Schmerzen aufzulösen.
DU kannst hier über die körperliche Gewalt reden, die du erlebt hast und mitansehen musstest.
Es ist kein Tabu.
Fühl dich frei, das zu tun, was dir deiner Meinung nach hilft.
Es freut mich übrigens, dass es dir besser geht! |
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| schnuffig hat zum Thema: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben geschrieben
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Immergrün neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.03.2011 Beiträge: 145 Alter: 28
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Verfasst am: 02.02.2012, 13:45 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Hallo LebenOhneLeben,
du hast bestimmt immer alles im Griff? Beziehungsweise du versuchst alles im Griff zu haben. Das hört sich jetzt für mich so an. Ich kenne das ja von mir. Mein Kopf weiß immer alles besser als mein Bauch.
Ich wollte mich am Anfang dahinter verstecken, dass mein Vater Alkoholiker ist. Ich bin das Opfer. Das wollte ich eine Zeit ständig laut sagen. Bis ich mich dabei selbst genervt habe. Auch wenn ich das Opfer bin, es kommt mich leider keiner retten.
Es hat sich ja nichts geändert. Gut ich bin nicht Schuld. Aber, wenn ich nicht anfange, aktiv Dinge zu ändern, bin ich doch Schuld. Es ist mein Leben und wenn ich es möchte, dann kann ich es ändern. Es ist nicht einfach, alte Verhaltensmuster abzulegen. Aber wenn man aktiv damit umgeht, dann ist es möglich.
liebe Grüße
Laura |
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| Immergrün hat zum Thema: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben geschrieben
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LebenOhneLeben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.01.2012 Beiträge: 15 Alter: 50
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Verfasst am: 02.02.2012, 15:12 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Danke!
@schnuffig: ja, stimmt - man kann nichts verallgemeinern... Und ich merke auch, dass mir der analytische Zugang gar nichts viel bringt... Ich muss irgendeine andere Methode finden.
@immergrün: du hast recht, dass man selbst aktiv werden muss. Dennoch nicht einfach, Muster abzubauen. Und ganz sicher hat man nicht immer alles im griff. Genau das ist übrigens für mich ein Problem, weil die Ansprüche an "perfekt, gut, besser" so hoch sind (zumindest in Phasen wie jetzt, wo das alles wieder einmal hochkommt... Zum Glück ist man ja nicht tagein/tagaus damit befasst).
Mit der Opferrolle tue ich mir aber echt schwer. Aber irgendwie haben die Stichworte, die ihr hier gebt, wieder ein paar kleine Fensterchen geoeffnet, was diese unendliche Wut, sich im Nachteil etc. Fühlen. Hab jetzt keine guten Gedanken mehr dazu, aber mein Fokus wird diese Wut sein.
Danke!
Lg |
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| LebenOhneLeben hat zum Thema: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben geschrieben
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schnuffig neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.07.2011 Beiträge: 211 Alter: 35
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Verfasst am: 02.02.2012, 18:04 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Hallo LoL!
Es tut weh. Ich habe mir früher gedacht, ich war doch schon in der Hölle, auf keinen Fall gehe ich da nochmal hin.
Lieber erzähle ich, wenn ich von meiner Kindheit rede, alles so, dass es am Ende eine Pointe hat.
Also voller Sarkasmus, Ironie, Zynismus.
Heute könnte ich das nicht mehr. Das war eines der ersten Dinge die ich mir dann abgewöhnt habe - mein erfahrenes Leid abzuschwächen, Misshandlungen nicht als solche zu benennen.
Mir vor mir selbst einzugestehen, wie sehr ich gelitten habe.
Und auch alle Gefühle zuzulassen - aufzuhören, sie in für mich gute Gefühle wie: Freude und Liebe... und in schlechte wie: Hass und Zorn und Neid ... einzuteilen.
Allen Gefühlen ihren Raum zu lassen. Mich nicht mehr vor ihnen zu fürchten.
Und : Ich habe meinen Vater nicht geliebt. Ich habe meine Mutter nicht geliebt.
Ich weiß schon, dass "die Gesellschaft" entzückt ist, wenn Kinder ihre Eltern ehren und sie pflegen und hegen, egal was diese ihnen früher angetan haben - aber wahr ist nun mal, dass ich die zwei Menschen, die sich meine Eltern nennen, schon gehasst habe, seit ich mich vor Angst in meinem Gitterbett übergeben habe, und da war ich ein Jahr.
Mich befreit das, weil ich weder ein schlechtes Gewissen, noch Mitleid, noch Schuldgefühle habe und weil ich auch nicht dazu da bin, ihren Werdegang und ihre Geschichte zu verstehen, sondern einzig und alleine meine.
Ich versuche mich zu verstehen und soviel ich auch schon gemacht habe, ich mag mich auch und bin ganz gerne ich.
Liebe Grüße! |
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| schnuffig hat zum Thema: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben geschrieben
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LebenOhneLeben neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.01.2012 Beiträge: 15 Alter: 50
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Verfasst am: 02.02.2012, 19:20 Titel: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben |
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Danke schnuffig, das tut gut zu lesen, dass du dich magst. Das gibt hoffnung... Und freut mich für dich.
Ich hingegen Merk, dass ich jetzt wieder die ganz große Krise aufgerissen habe. Ich weiß schon, dass das auch wieder mal heilt, aber ich hab es jetzt satt. Heute hab ich schon wie ein Schlosshund geheult, und der ganze Februar ist jetzt bald zugekleistert mit diversen Terminen und unterschiedlichen Methoden. Ich hab keine zeit mehr zu verlieren. Ich bin zwar fertig und lieg am Boden wieder einmal, aber das Schau ich mir jetzt sehr genau an.
Dabei will ich mir nicht diese beiden Monster ansehen, sondern nur, wie ich besser und glücklicher leben kann. Wie kann ich mir helfen - das ist alles, was ich erreichen möchte.
Interessant ist, dass geschwister so unterschiedlich damit umgehen. Ich teile eher deinen Standpunkt, was die Eltern betrifft... Muss mir endlich den geschuetzten Bereich checken...
Danke an euch alle, bin froh, dass ich das hier gefunden hab. |
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| LebenOhneLeben hat zum Thema: Re: Vom LebenOhneLeben zum LebenMitLeben geschrieben
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