Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5776 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 31.01.2012, 08:32 Titel: Re: Als Co-Mann ein Exot? |
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Hallo Frank,
ich verstehe deine Partnerin schon, denn sie hat sich doch ganz klar ausgedrückt:
| Zitat: | | Sie meinte letztens, sie kann sich ihrer Beraterin nicht öffnen und wäre auch noch nicht so weit, weitergehende Schritte gegen dden Alkohol zu unternehmen |
Das heißt doch, sie will weiter trinken... Egal, ob du das verstehen kannst oder nicht.
Ich konnte das bei meinem Exmann auch nie verstehen. Meiner Meinung nach war doch alles toll, wir hatten keine Sorgen, genug Geld zum Leben, mit den Kindern lief alles gut. Warum also soff er? Und warum wollte er meine Ratschläge nicht annehmen, die ich ihm machte, über Wege, wie er aufhören könnte. Welche Therapien es da gäbe, die für ihn gut wären.
Ich habe meine Erahrungen gemacht und was gelernt, was angenommen, was einfach so ist. Das
| Zitat: | | Ja, ich suche Tipps, meine Partnerin "trocken zu legen" bzw. legen zu lassen. |
kannst du vergessen! Es gibt keine Tipps dafür, den Partner vom Alkohol weg zu bekommen. Das geht nur, wenn derjenige das auch will! Nur wenn derjenige selbst sieht, so geht das nicht weiter, dann kann er aufhören. Nicht eine Sekunde eher! Du kannst dich da kopfstellen oder drohen oder sonstwas, das wird nichts nützen. Das ist so...
Als mir das klar wurde, tat das weh, denn ich sah mich als gescheitert an. Ich hatte es nicht geschafft, ihn zu verändern, ihn so hinzudrehen, dass es mir passte, dass er nicht mehr trank. Und die Konsequenz daraus ist klar.
Du kannst deine Partnerin nicht ändern, du kannst sie nicht vom Alkohol wegbringen, wenn sie selbst nicht die 100%ige Einsicht und den Willen hat. Aber du kannst was für dich tun, wenn du dieses Leben so nicht mehr magst. Du kannst Sachen für dich machen, ohne deine Partnerin, wenn sie betrunken ist. Du kannst sie links liegen lassen, sie trinken lassen, und dir selbst einen schönen Tag machen, z.B. Und du kannst dir überlegen, wie weit du das akzeptieren willst, was sie tut. Du kannst dir überlegen, ob das die Option ist, wie du dir dein Leben vorstellst.
Viele Grüße
Aurora |
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Spes neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2009 Beiträge: 100 Alter: 57 Wohnort: Bayern, trocken seit dem 2.12.2009
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Verfasst am: 03.05.2012, 23:47 Titel: Re: Als Co-Mann ein Exot? |
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Hallo Frank,
ich weiß nicht , ob Du hier noch liest. Aber von mir folgendes. Ich bin Alkoholikerin ( gut 2 Jahre trocken ) .
Mein Mann hat zu meinem Alkoholkonsum kaum jemals etwas gesagt, bis auf einmal : "Es wird Zeit, dass Du was gegen Dein Alkoholproblem unternimmst". Auch wenn er wohl Recht hatte, empfand ich es damals wie eine Riesenohrfeige. Ich weiß, dass ich mir sehr gewünscht habe, mit ihm darüber zu reden zu können, auch über unsere Beziehung, habe den Alkohol auch als gemeinsames Problem gesehen. Vielleicht wären wir zusammen eher dahin gekommen, was ich tun könnte ( von Entgiftung und Therapie wusste ich damals gar nichts ), fühlte mich nur elend allein gelassen.
Ob es etwas genützt hätte, weiß ich nicht. Ich habe 2007 meinen Mann verlassen ( bin selbst ausgezogen ) und habe mich dann 2009 vom Alk trennen können.
Gruß
Bettina |
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