| alkohol in der zahnpasta • Will ich gerettet werden?.... |
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 11.12.2011, 12:57 Titel: Re: Kann man von Schuld sprechen? |
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Hallo Leo,
was man kann, weiß ich nicht.
Ich kann aber von mir sagen, dass meine Rückfälle gewollt waren.
Ich habe das bewusst vernachlässigt, was wir hier immer und immer wieder schreiben.
Sich um sich kümmern, sich bekannt machen und über die Hinweise ( warum denkst du jetzt so? ) achten, damit man über sich am Anfang nachdenken kann, wenn es zu Verhaltsnsveränderungen kommt.
Bin ich schon auf dem Weg des Rückfalls, kann mich kaum noch jemand davon abhalten zu trinken.
Ich habe vor meinen Rückfällen Menschen gescheut, die mich eventuell vom trinken abhalten könnten.
Schlussfolgerung daraus für mich. Wenn ich mich aus einen Erfahrungsaustausch zurückziehe, nicht mehr aktiv an der Gruppe teilnehme, kann ich mich nur noch auf meine eigenen Gedanken und Wahrmehmungen verlassen.
Die Chance, dass andere trockene Alkoholiker meine Verhaltensveränderungen erkennen, nehme ich mir dann.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Kann man von Schuld sprechen? geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 38
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Verfasst am: 11.12.2011, 13:25 Titel: Re: Kann man von Schuld sprechen? |
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| Zitat: | | Um für etwas "bestraft" zu werden muss man ja erstmal ein schuldhaftes Verhalten an den Tag legen. |
Mag ja sein, aber doch nicht bei der Bundeswehr. Ich bitte Dich. Meine Güte, beim Bund bestrafen nasse Alkoholiker trockene für'n Rückfall weil sie 'n höhreren Rang haben. Du kannst bei dem Laden nicht die Messlatte des gesunden Menschenverstandes oder des Rechtsstaates anlegen. BW und Verstand sind wie Teufel und Weihwasser
Du kannst natürlich ewig weiter streiten, ob ein Rückfall nun in der Verantwortung des Alkoholikers liegt oder nicht, was er tut, aber das wird nichts daran ändern, daß die Bundeswehr machen kann was sie will und beim Bund sind nasse Alkoholiker die Regel die ihre Krankheit verheimlichen und trockene die aufgeflogen sind und deswegen trocken sein müssen oder sich selbst geoutet haben sind eben die Dummen. Das ist aber nichts Neues. Den Kram haste irgendwann mal unterschrieben. |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Kann man von Schuld sprechen? geschrieben
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ratzefatz neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.11.2011 Beiträge: 29 Alter: 45
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Verfasst am: 11.12.2011, 13:32 Titel: Re: Kann man von Schuld sprechen? |
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Hallo Leopold,
also BW und Dienstvorschrift und Mensch, das ist eine ganz eigene Sache! Die kannst und darfst du nicht für das "normale" Leben heranziehen, da hier ganz klar das Dienen und Gesunderhaltung des Körpers zum dienen und unabdingbarer Gehorsam im Vordergrund steht! Da unterschreibst du ganz klar die Doktrinen der BW. Nicht umsonst hieß es früher: Hirn an der Wache bei Dienstbeginn abgeben und am Schluß wieder abholen! Deswegen heisst es ja auch: Dienst nach Vorschrift und nicht Dienst nach Verstand! Also hake die BW bei der Betrachtung der Frage lieber ab!
Zur Frage der Schuld:
Schuld ist ein rein emotionaler Begriff, den jeder anders deutet! Da wirst du immer etwas anderes hören und immer eine eigene Gegen- Meinung dazu haben können!
Jeder entscheidet für sich, mit dem Trinken anzufangen, akzeptiert damit bei langem Konsum die "Begleiterscheinungen wie Sucht etc." (und die wird jedem irgendwann einmal klar) und entscheidet sich dann für das Trocken sein!
Damit entscheidet er sich gegen die Sucht und wird Ihr jeden Tag neu begegnen - mal mehr, mal wieder!
So und jetzt Sucht oder Schuld, beim ersten Glas:
Wer sagt denn und jetzt saufen? Jeder für sich!
Wer trinkt dann? Die Hand wird von jedem selbst gesteuert!
So und jetzt kommt die Frage nach dem warum!Jeder, der für sich und wegen sich selbst aufhört, dem stellt sich die Frage nach der Schuld wegen Rückfall gar nicht. Denn ich weiß, wo ich losgelaufen will und wo ich dann wieder anfangen muß! Und da interessiert mich die Frage wer, was, warum überhaupt nicht, denn ich brauche keine Ausrede und keinen Richter!!!
So, wenn ich jetzt aber wegen anderen aufhöre, wen soll ich dann fragen wenn ich wieder rückfällig werden sollte! Richtig, die anderen. Denn wegen denen habe ich doch aufgehört-nicht wegen mir, und hier wird die Schuldfrage meiner Meinung nach immer elementar bleiben!
Die muß man sich doch schon viel früher stellen! Wenn man aufhört, für wen tut man es. Und dann brauche ich auch niemanden, der die Schuldfrage klärt!
Andersherum ist es doch bedeutend einfacher und ein super Alibi das man sich geben kann, wenn man sagt:
Die Sucht ist schuld, deswegen auch der Rückfall! Dann hat man aber den Sinn der Abstinenz nicht verstanden.
Das ist meine pers.Meinung. Und ich freue mich jeden Tag, an dem ich nichts trinke!
Gruss,chi |
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| ratzefatz hat zum Thema: Re: Kann man von Schuld sprechen? geschrieben
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Spedi sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.12.2010 Beiträge: 1089
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Verfasst am: 11.12.2011, 14:14 Titel: Re: Kann man von Schuld sprechen? |
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Servus Leopold79,
| Zitat: | ist es so? Entscheiden sich ca. 80% aller Alkoholiker aus freien Stücken nach
Beginn der Abstinenz wieder zu saufen? Kann man bei einer Sucht davon
sprechen, dass man aus freien Stücken entscheiden kann? |
Ja, so ist es - völlig unabhängig von irgendwelchen Prozentwerten und Statistiken.
Und ja, "man" kann auch als Suchtkranker über (s)eine zum Stillstand gebrachte Suchtkrankheit aus freien Stücken entscheiden. Wenn "man" das möchte.
Wäre das nicht möglich, gäbe es keine trockenen Alkoholiker - gar keine.
Auch Sucht ist manchmal ganz einfach...
LG
Spedi
(P.S.: "Stillstand" der Krankheit bitte nicht mit "Heilung" gleichsetzen) |
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| Spedi hat zum Thema: Re: Kann man von Schuld sprechen? geschrieben
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BlueCloud aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.07.2011 Beiträge: 737
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Verfasst am: 12.12.2011, 11:17 Titel: Re: Kann man von Schuld sprechen? |
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Hallo Leo,
naja - andererseits ist für mich logisch nachvollziehbar, dass es in bestimmten Berufen einfach Vorraussetzung ist, dass man nicht säuft bzw. die Gefahr nicht bestehen darf, dass jemand z. B. besoffen Passagierflugzeuge fliegt.
Heißt jetzt nicht, dass es nicht sowieso täglich passiert - aber da sagen sich die Arbeitgeber auch: Gefahr erkannt, Gefahr gebannt.
Ich weiß ja nicht, was Du beim Bund so machst - aber da gibt es ja auch einiges an Maschinen und Waffen, mit denen man viele Unglücke anrichten kann.
Wenn ich an einem BW-Stützpunkt wohnen würde und ein besoffener Panzerfahrer würde mal eben samt Panzer durch den Zaun preschen und mich umnieten, würde ich mich im Himmel auch fragen, ob es nicht bekannt war, dass dieser Mensch ein Alkoholiker war, der gerade einen Rückfall hat und warum die BW diesen Menschen überhaupt in einen Panzer gesetzt hat.
Gibt immer zwei Seiten.....
Gruß
BC |
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| BlueCloud hat zum Thema: Re: Kann man von Schuld sprechen? geschrieben
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Trocken Bleiben aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.12.2011 Beiträge: 511 Alter: 56
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Verfasst am: 26.12.2011, 11:14 Titel: Re: Kann man von Schuld sprechen? |
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Hallo Leopold
Zu deiner Frage Schuld oder nicht Schuld...
Wir leben in einer Gesellschaft,und die hat vorgaben,ob immer richtig oder Falsch,das sei hier dahingestellt.
Wenn ich aber weis ich kann mit etwas nicht umgehen,liegt es doch nicht an der Gesellschaft,sondern an mir,mich so zu verhalten,oder so zu ändern,das ich wieder in die Gesellschaft integriert werden kann.
Schöne Feiertage noch
LG Hans |
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| Trocken Bleiben hat zum Thema: Re: Kann man von Schuld sprechen? geschrieben
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