| Grundbaustein Nr. 1 • @ stille Co-Kerle |
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Jane.B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 08.12.2011, 22:09 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Danke für eure Antworten und Ermutigungen.
Gerade hatte ich einen Beitrag geschrieben - eine falsche Taste gedrückt und alles war weg.
Ich habe bis heute nichts mehr von ihm gehört und ich habe auch keine Anstrengungen unternommen, um ihn zu kontaktieren. Doch es fühlt sich nicht gut an. Ich habe das Gefühl, dass ich wie ein dreckiger Lappen einfach entsorgt worden bin. Nicht einmal wert genug, dass er sich nur ein einziges Mal erkundigt wie es mir wohl geht.
Ich bin beruflich zur Zeit sehr viel unterwegs und habe nicht immer die Zeit über die jetzige Situation nach zu denken, aber dann kommen die Abende, die Nächte und die schier endlosen Wochenenden.
Ich schlafe schlecht, werde immer wieder wach oder stehe sehr früh auf. Dann gehe ich wieder arbeiten.
Nicht ich habe ihn verlassen, er hat mich entsorgt. Das tut weh.
Dazu kommt, dass mein Leben sehr schwierig ist und ich jeden Monat bange, ob ich es wieder schaffe über die Runden zu kommen.
Mit ihm zusammen konnte ich abschalten, trank ein wenig mit, hörte Musik, kam mal aus dem Haus - alles vorbei. Das ist schwer.
Vor ein paar Wochen kaufte ich mir eine Flasche Alkohol, schließlich habe ich doch gesehen, dass man damit seinen Problemen für eine gewisse Zeit entfliehen kann. Ich habe sie noch nicht angebrochen.
Ich bin so müde. |
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| Jane.B. hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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Jane.B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 30.12.2011, 23:17 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Die Flasche habe ich nicht angebrochen, da ich weiß, das Probleme gute Schwimmer sind und zudem war und bin ich dem Alkohol noch nie sehr zugetan.
Mir hat vor zwei Jahren eine alte Frau, die mit einem Alkoholiker verheiratet war, einmal gesagt: Es gibt nur zwei Möglichkeiten wenn man mit einem Alkoholiker zusammen ist. Mit saufen oder untergehen...Ich konnte diesen Satz nicht vergessen, obwohl ich mich damals nicht angesprochen fühlte. Aber mein Unterbewusstsein hat wohl schon zu diesem Zeitpunkt Alarm geschrien.
Ich habe bis zum heutigen Tage nichts mehr von ihm gehört - nur eine kurze, nichts sagende SMS.
Das zu verkraften fällt mir nicht leicht und ich frage mich immer wieder: Warum?
Ich habe mit meiner Tochter über diese ganze Angelegenheit gesprochen und ihr erzählt, dass ich, sobald ich mit meinem Freund zusammen war, immer das Gefühl hatte, ein anderer Mensch zu sein. Zu meinem Erstaunen sagte sie mir, dass das so war und sie es nicht mochte, wenn ich so war. Das hat mir zu denken gegeben...
Ich, die im "normalen" Leben eine eigene Meinung hat, die auch selbstbewusst ist, verwandelte sich, sobald der Geliebte da war, in einen komplett anderen Menschen. Das Alles, aus der Angst heraus, von der einen zur anderen Minute verlassen zu werden wenn ich meine eigenen Probleme ansprach, wenn ich mich gestresst vom Alltag fühlte und einfach darüber sprechen wollte oder auch mal ein kritisches Wort über ihn äußerte. Ich zog ihn damit herunter, ich tat ihm nicht gut und Schluss...aus...jetzt...sofort.
Dabei erzählte ich ihm nicht, dass ich gesundheitlich große Probleme und tiefe Sorgen hatte. Meine rechte Hand fing stark zu zittern an sobald ich sie drehte und mein Neurologe war und ist bis heute der Meinung, dass es Parkinson sein könnte. Meine gesamte Familie wusste davon, meine Freunde, nur er nicht. Ihm mochte ich es nicht sagen, vor lauter Angst, er könnte mich mal wieder verlassen, weil ich Probleme habe.
Ich denke, meine teilweise dramatische finanzielle Lage, obwohl ich arbeite und mich einschränke, wo immer es geht, aber der Verdienst einfach zu gering ist, die alltäglichen großen und kleinen Sorgen, viel Stress im Beruf, der oft psychisch anstrengend ist und mich an meine Grenzen führt - all das hat vielleicht dazu geführt, dass ich einfach nicht von diesem "Freund" lassen wollte, da ich nicht noch mehr verkraften konnte oder wollte.
Jetzt hat er von mir gelassen...
Pragmatisch gesehen, habe ich jetzt ein Problem weniger...wenn es bloß nicht so schmerzen würde. |
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| Jane.B. hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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Jane.B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 01.01.2012, 18:50 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Ich zaudere mit mir. Soll ich den Kontakt wieder zu ihm aufnehmen? Ist er vielleicht doch kein Alkoholiker? Habe ich mich getäuscht? Habe ich alles nur missverstanden? Und wenn er Alkoholiker ist, sollte ich ihm die Konsequenzen aufzeigen, wenn er weiter trinkt?
Ich frage mich: Warum kann ich nicht aufhören an ihn zu denken? Vielleicht hatte der Alkohol gar nichts mit unseren Beziehungsproblemen zu tun.
Mein Kopf sagt mir etwas anderes:
1. Auch wenn wir nie darüber gesprochen haben, der Alkohol und andere Rauschmittel waren immer präsent. Also ist es unwahrscheinlich, dass mein Freund voll und ganz bei mir war.
Ganz im Gegenteil, ich störte manchmal und hatte keine Ahnung vom Leben, da ich nach seiner Aussage, zu kopflastig war.
2. Ich habe einige Totalabstürze und Kontrollverluste miterlebt oder er erzählte mir davon.
Ich pflegte ihn, wenn er sich dabei verletzt hatte.
3. Ich registrierte, dass er gegen Abend hastig einen hochprozentigen Flachmann in sich hinein kippte und dann anschließend zum "gemütlichen" Teil überging.
Angetrunken war er mir manchmal lieber. Hey, wie krank ist das denn?
4. "Das habe ich mir verdient", war stets sein Argument wenn er anfing zu trinken.
Hatte ich einen Freund verdient, der oft scheintot neben mir einschlief und des Nachts wie verrückt schwitzte? |
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| Jane.B. hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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Leonore_3124 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.09.2011 Beiträge: 185 Alter: 35
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Verfasst am: 01.01.2012, 22:02 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Hallo Jane
| Jane.B. hat Folgendes geschrieben: | | Ich frage mich: Warum kann ich nicht aufhören an ihn zu denken? |
Wenn du nicht Co-Abhängig wärst, müsstest du dich das nicht fragen
Er war und ist immer noch dein Suchtmittel. Du hast alles für ihn getan, nur damit er sich wohl fühlt.
Versuch alles was du erlebt hast als Erfahrung abzuhaken, wie schnell man mit abrutscht. Gewinne inneren Abstand, betrachte Erinnerungen, oder auch Situationen sollte es noch mal zu Konfrontationen mit ihm kommen, mit Distanz... auf sachlicher Ebene. Wenn man die Emotionen ausschaltet sieht man klarer.
Und laß den Kontakt liegen... nimm ihn nicht wieder auf... es wird dir nachher nur schlechter gehn.
Grüße Leo |
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| Leonore_3124 hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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lottemotte neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.01.2011 Beiträge: 149 Alter: 31
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Verfasst am: 01.01.2012, 22:39 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Hallo Jane,
dieses hin und her nach einer Trennung kenne ich selbst sehr gut aus eigener Erfahrung. Und ja du hast recht dieser Mann hat Dich nicht verdient. Er ist nicht respektvoll mit Dir und kann es vielleicht auch nicht. Die Frage ist welcher Teil in Dir sehnt sich nach ihm zurück, so dass Du immer noch zweifelst und hoffst, dass alles nur Einbildung war. Für mich persönlich war es die wahnsinnige Emotionaliät meines Exfreundes und sein Kämpfen um mich, was mich immer wieder zurück gehen lies. Wonach sehnst Du Dich? Im Grunde Deines Herzens weißt Du, dass er Dir die Sehnsucht nach Liebe nicht geben kann. Welche Leere hat er in Dir ausgefüllt, dass Du Dich auf ihn eingelassen hast? Dies sind Fragen, die Du Dir stellen kannst.
LotteMotte |
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| lottemotte hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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Rhein neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.07.2011 Beiträge: 139
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Verfasst am: 01.01.2012, 22:53 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Liebe Jane,
Du kannst das tun, von dem Du meinst, daß es Dir gut tut. Zu wissen was Dir gut tut kannst nur Du selber.
Die Frage ob der Partner ein Alkoholproblem (hier gibt es ja auch diverse Abstufungen) hat oder nicht, ob die eigene Wahrnehmung evtl. täuscht und ob man vielleicht den falschen Rückschluß zieht hatte mich damals auch beschäftigt. Ich war mir dann sicher, daß er ein Problem hatte, habe meine Beobachtungen dann einer Psychologing der Suchberatungsstelle der Diakonie geschildert und sie sagte mir dann, wenn es so ist wie ich es schilderte dann hätte er ein Alkoholproblem - ohne es weiter auszudifferenzieren. Das war für mich ein sehr wichtiger Moment, daß eine Externe Fachkraft mir eine Einschätzung abgab, quasi mit Siegel und Unterschrift. Das gab mir dann die Kraft mich mit gutem Gewissen aus der Beziehung zu lösen.
Kannst Du Dir vorstellen, Deine Beobachtungen auch in einer Beratungsstelle mit jemandem zu besprechen? Ich würde mich da an eine Fachkraft wenden, die Du auch respektierst und der Du vertraust. Wir sind hier im Cyber, eine Beratungsstelle ist doch nochmal wirklicher.
Warum solltest Du Dich in Deiner Wahrnehmung und Deinen Beobachtungen zu ihm und seinem Alkoholkonsum getäuscht haben?
Jede Beziehung hat Beziehungsprobleme aber nicht in jeder Beziehung hat ein Partner ein Alkoholproblem. Ich stellte mir damals auch die Fäge HÄTTE ich schon eher dies und jenes getan, gesagt, gemacht dann wäre dies und jenes dann evtl. anders gekommen. Vielleicht, aber dafür war ich damals nicht achtsam, problembewußt genug und ich hätte früher oder später vielleicht dann doch erkennen müssen, daß das Alkoholproblem meines Partners (und die Gründe die hinter diesem Alkoholproblem stehen) mich komplett überfordert hätten - früher oder später.
welche konsequenzen würdest Du denn ziehen wollen? Kontaktsperre, räumliche Trennung, Trennung? Warum solltest Du es ihm nicht sagen, alles andere wäre in einer Beziehung nicht fair, oder? Jeder muß wissen, wenn der Bogen überspannt ist und daher würde ich es ihm sagen, Du mußt für Dich dann entscheiden, ob Du es ihm einmal klar und deutlich sagst und dann bei Nicht Einhaltung dann aber auch die Konsequenz ziehst.
Ich hatte meinem Partner klar gesagt: "ich will keinen Partner mit einem Alkoholproblem" und als ich soweit war das zu sagen war ich ein paar Wochen vor dem Tiefpunkt. Im Nachhinein ist es für mich persönlich wichtig ihm das so klar mitgeteilt zu haben.
viel kraft
Rhein |
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| Rhein hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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Jane.B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 01.01.2012, 23:22 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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| Leonore_3124 hat Folgendes geschrieben: |
Und laß den Kontakt liegen... nimm ihn nicht wieder auf... es wird dir nachher nur schlechter gehn.
Grüße Leo |
Die Befürchtung habe ich auch. |
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| Jane.B. hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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Jane.B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 01.01.2012, 23:28 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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| lottemotte hat Folgendes geschrieben: | Hallo Jane,
dieses hin und her nach einer Trennung kenne ich selbst sehr gut aus eigener Erfahrung. Und ja du hast recht dieser Mann hat Dich nicht verdient. Er ist nicht respektvoll mit Dir und kann es vielleicht auch nicht. Die Frage ist welcher Teil in Dir sehnt sich nach ihm zurück, so dass Du immer noch zweifelst und hoffst, dass alles nur Einbildung war. Für mich persönlich war es die wahnsinnige Emotionaliät meines Exfreundes und sein Kämpfen um mich, was mich immer wieder zurück gehen lies. Wonach sehnst Du Dich? Im Grunde Deines Herzens weißt Du, dass er Dir die Sehnsucht nach Liebe nicht geben kann. Welche Leere hat er in Dir ausgefüllt, dass Du Dich auf ihn eingelassen hast? Dies sind Fragen, die Du Dir stellen kannst.
LotteMotte |
Liebe LotteMotte
Genau das ist es. Früher hat er wenigstens noch um mich gekämpft und zugegeben, dass sein Verhalten blöd war und ich habe mich immer wieder breit schlagen lassen. Geschmerzt hat es trotzdem.
Jetzt kämpft er nicht mal um mich, noch hat er sich für sein Verhalten entschuldigt.
Und auch für mich ist es die wahnsinnige Emotionalität meines Exfreundes und die Angst einen solchen Menschen nie mehr wieder finden zu können, die mir zu schaffen macht. |
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| Jane.B. hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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