| Grundbaustein Nr. 1 • @ stille Co-Kerle |
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Jane.B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 28.11.2011, 21:22 Titel: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Als ich ging, schlief er neben mir, total besoffen. Zuvor hatte er mal wieder die Beziehung, von einer Minute zur anderen beendet, weil ich es gewagt hatte auch einmal über meine persönlichen Probleme zu sprechen.
Ich würde ihn „runter ziehen“ war sein Argument. Der ironische Kommentar eines Freundes dazu: Jetzt hat er sich gerade so schön einen genehmigt, alles ist friedlich, alles ist schön und dann kommst du Spaßbremse…
Das er Alkoholiker ist, war mir im Grunde schon zu Anfang der Beziehung klar. Doch ich war der Meinung, dass dies nicht mein Problem sei, sondern seins. Schließlich war er immer sehr lieb, anlehnungsbedürftig und lustig. Er trank nicht versteckt und ich kontrollierte seine Trinkmengen nicht, da ich immer darüber informiert war. Hin und wieder trank ich ein Gläschen mit, obwohl ich im Grunde genommen vor dieser Beziehung, gar keinen Alkohol trank. Ich kaufte manchmal sogar für ihn die eine oder andere Flasche, weil mir der angetrunkene Freund liebevoller erschien, als der nüchterne.
Für mich hört sich das, während ich dies schreibe, krank an. Ich frage mich, was mich dazu gebracht hat. Vielleicht liegt der Grund darin begründet, dass er mich von Anbeginn der Beziehung immer im Unklaren ließ, wie er zu mir steht. Nur wenn ich ihn verließ, dann war er es, der immer wieder anbandelte. Mit der Zeit bemerkte ich, dass ich, wenn ich bei ihm war, nur noch über „unverfängliche“ Themen sprach und nur fürsorglich und lieb war. Die Kluft, zwischen dem was ich sprach und dem was ich wirklich dachte, wurde immer größer. Ich erkannte mich selber nicht mehr wieder. Diese ganze Geschichte verwirrt mich sehr. Mir hat mal jemand gesagt: Kranke Menschen machen andere krank. Scheint was dran zu sein.
Vielleicht sollte ich auch nicht mehr darüber nachdenken und ihn vergessen, denn getrennt sind wir ja sowieso schon. |
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| Jane.B. hat zum Thema: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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ronjaangel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2011 Beiträge: 22 Alter: 51
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Verfasst am: 29.11.2011, 15:30 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Hallo,
wenn ich das lese, kann ich mich sehr gut wiedererkennen.
Ich mache das gleiche schon seit längerer Zeit mit. Ich habe lange gebraucht bis ich begriffen habe, daß ich Co bin. Er wird sich nicht ändern, weil er es nicht muß. Sein leben ist für ihn in Ordnung und du hast immer alles getan um es ihm auch so schön zu erhalten.
Ich denke die Trennung ist für dich das Beste, es kann dann nur noch besser werden.
Ich habe diesen schritt noch vor mir, aber ich weiß das es das einzig richtige ist. |
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| ronjaangel hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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Jane.B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 29.11.2011, 22:39 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Danke für deine Antwort Ronja.
Ich habe Schwierigkeiten mit der Trennung, denn da ist zum Einen immer wieder der Zweifel, ob er wirklich Alkoholiker ist. Obwohl die Anzeichen unübersehbar sind. Selbst er hat mich schon gefragt, ob ich der Meinung sei, ob er Alkoholiker ist. Meine Antwort darauf war stets: Diese Frage kannst nur du alleine beantworten. Ich dachte durch dieses distanzierte Verhalten könnte ich nicht in die Co-Falle laufen. Falsch gedacht. Ich habe nicht einkalkuliert, dass Alkohol das Wesen verändert und enthemmt.
Ich sprach mit meinen alkoholisierten Freund stets so, als sei er wie jeder andere nüchterne Partner. Seine Antworten und Meinungen irritierten mich manchmal, aber ich blendete dies aus. Ich blendete auch aus, dass er versuchte mein Selbstwertgefühl herunter zu ziehen. Mal war ich zu alt, mal war ich zu dick (ich bin sehr schlank), mal zu ernst usw. Er gab mir das Gefühl nur zweite Wahl zu sein. Es wurden keine Zukunftspläne gemacht, wir gingen selten aus, denn Geld war nie vorhanden. Und da war stets die Angst von einem Moment zum anderen verlassen zu werden. Und was tat ich? Ich kam stets zurück, denn er war ja so lieb...wie blöd kann man sein? Ich entsorgte seine leeren Flaschen, schrieb Briefe, baute ihn auf wenn er Probleme hatte, versuchte ihn zu bemuttern (ich war noch nie so) und was bekam ich zurück? Nichts. Ganz im Gegenteil. Ich glaube zum Ende der Beziehung gab es sogar schon einige andere Damen auf seiner Liste.
Bis heute habe ich nichts mehr von ihm gehört und ich frage mich manchmal, wie ich wohl reagieren werde, falls er sich wieder meldet. Sollte ich überhaupt noch mit ihm reden? Sollte ich ihm mal meine Meinung sagen? Sollte ich ihm mal sagen er sei das größte, besoffene Schwei... das mir jemals über den Weg gelaufen ist? |
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| Jane.B. hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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ronjaangel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2011 Beiträge: 22 Alter: 51
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Verfasst am: 29.11.2011, 22:56 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Hallo Jane,
sei froh, dass du keinen Kontakt hast.
Es kommt sowieso nicht an. Ich habe das alles auch für ihn getan und er verlangt immer noch mehr. Es ist nie genug, sondern immer zu wenig. Er schafft es mein mühevoll aufgebautes Selbstwertgefühl binnen Sekunden zu zerstören.
Dein Freund würde sich nicht ändern, wenn du es noch mal versuchst. Es ist für ihn nur eine Genugtuung und es würde für dich nur schlimmer.
Er ist weg. Belass es einfach dabei und schau nach vorne. Es gibt viele Männer, du musst dich nicht an einen Alkoholiker hängen.
LG ronjaangel |
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| ronjaangel hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4502 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 30.11.2011, 09:34 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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glück auf jane
| Jane.B. hat Folgendes geschrieben: | | Vielleicht sollte ich auch nicht mehr darüber nachdenken und ihn vergessen, denn getrennt sind wir ja sowieso schon. | das halt ich für ne sehr gute idee.
schöne zeit
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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Jane.B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.11.2011 Beiträge: 18
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Verfasst am: 30.11.2011, 14:34 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Danke für eure Nachrichten: Silberkralle und Ronja.
Loslassen ist nicht einfach, vor allen Dingen, wenn man die Gründe nicht versteht.
Mich ärgert Zeit, die ich mit ihm verplempert habe.
Die ganzen Hoffnungen, die ich nun begraben muss.
Die ganze vergeudete Energie die ich investiert habe.
Die Liebe die ich verschenkt habe, ohne etwas dafür zurück bekommen zu haben.
Tja, es bleibt nur ein Scherbenhaufen - schon bitter. |
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| Jane.B. hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4502 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 30.11.2011, 14:51 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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| Jane.B. hat Folgendes geschrieben: | Mich ärgert Zeit, die ich mit ihm verplempert habe.
Die ganzen Hoffnungen, die ich nun begraben muss.
Die ganze vergeudete Energie die ich investiert habe.
Die Liebe die ich verschenkt habe, ohne etwas dafür zurück bekommen zu haben. | alles vergangenheit - ich hab meine vergangenheit aufgeschrieben und abgelegt.
was tust du heute für dich, damit du dich irgendwann in naher oder auch ferner zukunft über deine vergangenheit freuen kannst?
sorge dafür, dass es dir gut geht!
glück auf
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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Speranza aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.09.2011 Beiträge: 597 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 30.11.2011, 15:16 Titel: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? |
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Hallo Jane!
| Zitat: | | Loslassen ist nicht einfach, vor allen Dingen, wenn man die Gründe nicht versteht. |
Es ist sogar sehr schwer aber bei einem nassen Alkoholiker ist jeder Gedanke darüber sinnlos. Ich konnte es auch lange nicht verstehen dass die Sucht so gross ist dass sie alles andere in den Schatten stellt.
Leider ist es so und ich habe es eingesehen und jegliche Hoffnung verloren was unsere Beziehung anging. Ich hatte aber auch die Lust verloren mein Engagement in so eine aussichtlose Sache zu investieren.
Du musst dich nicht ärgern, Fehler sind menschlich und du hast aus deiner Sicht das Beste gewollt. Sei froh dass der Albtraum vorbei ist und versuche dein Leben neu zu planen mit Dingen die dir Freude machen.
Liebe Grüsse
Speranza |
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| Speranza hat zum Thema: Re: Co...bin ich es oder bin ich es nicht? geschrieben
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