| Der 20. Tag • Ob er es dieses Mal schafft? |
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4502 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 09.11.2011, 19:02 Titel: Re: Erkrankung oder Willensschwäche |
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glück auf karsten
ich denk, wollen allein is zu wenig (wie oft wollte ich ...), es is n großes maß "zwang" ("persönlicher tiefpunkt") erforderlich, um trocken werden zu können.
auch zum trockenbleiben is nur wollen zu wenig, hier brauchts ne menge info (z.b. die "grundbausteine" oder so), um überhaupt zur "krankheitseinsicht" zu kommen (wobei die "krankheitseinsicht" schon beim trocken werden wollen passieren kann). und hilfe, z.b. von ner shg, is gut und erleichtert vieles.
allerdings: wo ein wille is ... .
schöne zeit
matthias
diejenige, die immer von "willensschwäche" schwafeln, reden ganz anders, wenn s sie selber oder n familenmitglied erwischt. |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Erkrankung oder Willensschwäche geschrieben
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Penta sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.06.2010 Beiträge: 3106 Alter: 41
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Verfasst am: 10.11.2011, 06:25 Titel: Re: Erkrankung oder Willensschwäche |
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Hallo,
Teil meiner meiner Krankheit ist ja, dass ich erhebliche Probleme habe mit der Realität. Ich kann die Genesung einleiten, wenn ich mich der wirksamsten Medizin bediene, die es dafür gibt. Das bin ich selbst. Ich bin Medizin und Patient gleichzeitig.
Solange der Patient aber nicht sehen kann oder will(!), was ihm wirklich Hilfe verschaffen kann, ist der Weg zur Genesung wohl noch nicht mal ansatzweise in Sicht und die Abstinenz wirklich nur ne Frage der Zeit.
Auf der anderen Seite hält das Argument "Krankheit" für mein Empfinden zu oft für Aussitzen, Nichtstun, Inkonsequenz und den Rückfall her. Aber selbst das ist ja schon wieder Teil der Krankheit. Für mich ein ganz wesentlicher. Indem jemand aufhört zu trinken, sieht er auf der anderen Seite eben nicht auch gleichzeitig sein wirkliches Problem und eventuelle Möglichkeiten zur Lösung.
Gruß Penta |
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| Penta hat zum Thema: Re: Erkrankung oder Willensschwäche geschrieben
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s.z. aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.09.2011 Beiträge: 710 Alter: 31
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Verfasst am: 10.11.2011, 07:29 Titel: Re: Erkrankung oder Willensschwäche |
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Moin!
Ich denke schon das welche die nach dem Motto Willenskraft aggieren die Krankheit auch als Krankheit sehen, aber wahrscheinlich keine wie Penta gerade beschrieb andere Medizin, Strategien, dagegen gelehrnt haben, oder gar Angst davor haben, bleibt nur noch das Vertrauen in die Willenskraft, welche ja in anderen Bereichen des Lebens enorm zu funktionieren vermag....
Ich für meinen Teil habe das abgelegt, zu viele Tiefschläge nach diesem Motto, für mich fängt das im kleinsten schon an, bei der Wortwahl, nicht "ich will nichts mehr trinken" sondern "ich bin frei" , "ich werde trocken bleiben".....
Greets Sven... |
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| s.z. hat zum Thema: Re: Erkrankung oder Willensschwäche geschrieben
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HansHa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.06.2009 Beiträge: 476 Alter: 50 Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005
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Verfasst am: 10.11.2011, 10:35 Titel: Re: Erkrankung oder Willensschwäche |
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Hallo,
natürlich brauche ich "Willen". Am Anfang habe ich den "Willen" gebraucht, nicht zu trinken und mich entgiften zu lassen. Danach brauchte ich den "Willen" mich mit meiner Sucht zu beschäftigen und den "Willen" demütig genug zu sein, Erfahrungen anderer anzunehmen und umzusetzen. Ich brauche auch heute noch den "Willen" jede Woche in die SHG zu gehen und mich weiter mit meiner Krankheit zu beschäftigen. Das könnte ich so fortsetzen.
Was ich nicht brauche ist "nur der Willen" nicht zu trinken. Das ist dann ein Kampf, den ich am Ende immer verlieren werde.
Schönen Tag |
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| HansHa hat zum Thema: Re: Erkrankung oder Willensschwäche geschrieben
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carolinefeifer neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.09.2011 Beiträge: 182 Alter: 55 Wohnort: Berlin- trocken seit dem 21.05.2008
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Verfasst am: 10.11.2011, 18:27 Titel: Re: Erkrankung oder Willensschwäche |
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Hallo,
ich brauchte zum Anfang den Willen nicht mehr trinken zu wollen.
Aber zum abstinent leben, reichte es nicht aus.
Ich habe so die Erfahrung und selbst das Gefühl, dass es mit dem Alkoholkonsum mehr wird und damit auch die Grenzen verschwimmen, was Alkohol bewirkt.
Der Umgang mit Alkohol hat sich verschoben. Da wird es für Jugendliche zum ausklinken (von was auch immer) benutzt und wer schafft es am schnellsten ins Koma. Dann kommen diejenigen, die es besser wissen müssten, die es als Entspannungs-und Ausgelassenheitsdroge verwenden, die dann auch davon überzeugt sind, dass Bier (wegen des Reinheitsgebotes) keinen schädlichen Alkohol enthält und die Meinung vertreten, dass Alkohol die Lebensqualität unterstütze und Abhängigkeit mit Schwäche zu tun hat.
Trocken zu bleiben, mit reiner Willenskraft funktionierte bei mir nicht und ich bin davon überzeugt, bei Anderen auch nicht.
Ich muss verstehen, was mit mir und meinen Körper passiert, wenn ich Alkohol konsumiere und dann entscheiden, ob ich das möchte oder es lebenswert ist, dies alles auch ohne Alkohol zu erleben und zu leben.
Dazu gehört nicht der Wille sondern das Verstehen und ein Umdenken und nicht in der Masse treiben sondern meinen eigenen Weg gehen.
Ich bin heute Willensstark und morgen nicht. Wenn es z.B. um Schokolade geht, dann kann ich mal schwach sein, beim Alkohol nicht. Das kann zum Tode führen. Die Massen begleiten mich, aber den letzten Weg gehe ich immer allein.
Um diese Pausen nicht immer zu erleben, brauche ich mehr als Willensstärke.
Jeder der mir heute erzählt, er könne morgen aufhören, den glaube ich es, aber die Frage ist doch nicht ob ich es schaffe sondern wie lange.
Dies geht nicht mit Willensstärke allein, dann kämpfe ich jeden Tag gegen meinen Verlust und empfinde den neuen Weg nur als Last und nicht als ein erfolgreichen abstinentes Leben.
Mich erkennen, mich erleben und wissen was ich will, wohin ich will und mit wem, dazu gehört mehr als Willenskraft.
Zu Beginn auch die Frage; will ich den Weg der Massen gehen abhängig sein oder meinen eigenen Weg suchen und finden.
Nicht einfach.......aber machbar.....der Wille ist nur der Anfang. Meine Meinung.
lg
carolinefeifer |
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| carolinefeifer hat zum Thema: Re: Erkrankung oder Willensschwäche geschrieben
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carolinefeifer neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.09.2011 Beiträge: 182 Alter: 55 Wohnort: Berlin- trocken seit dem 21.05.2008
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Verfasst am: 10.11.2011, 18:50 Titel: Re: Erkrankung oder Willensschwäche |
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irgendwie bin ich wohl am Thema vorbei.....Willensschwäche oder Erkrankung...irgendwie nicht zusammen passend.
Es ist eine anerkannte Krankheit, wenn den Alkoholkonsum zur sucht und körperlichen Beschwerde-Gebrechen und Einschränkungen des Lebens führt.....so ungefähr wird es im Ärzte Bereich beschrieben, was eine Krankheit ist.
Vielleicht ist es eine Willensschwäche, welche dazu führt nicht aufhören zu wollen, weil es dadurch einfacher erscheint......meines Erachtens aber nur bis zu einen Gewissen Punkt.....dann ist es nicht mehr kontrollierbar und führt zur Abhängigkeit und macht Krank.
Erkrankung oder Willensschwäche ist irgendwie für mich nicht vergleichbar.
lg
carolinefeifer |
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| carolinefeifer hat zum Thema: Re: Erkrankung oder Willensschwäche geschrieben
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K.U.D.68 Gast
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Verfasst am: 10.11.2011, 19:10 Titel: Re: Erkrankung oder Willensschwäche |
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Hallo Forum
Nee, paßt nicht richtig zusammen.Ob anerkannt oder nicht anerkannt.Es ist eine Krankheit,weil es als Betroffener einfach unmöglich ist kontrolliert zu trinken,ohne sich selber zu besch......
Gruß Kay |
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| K.U.D.68 hat zum Thema: Re: Erkrankung oder Willensschwäche geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 10.11.2011, 19:30 Titel: Re: Erkrankung oder Willensschwäche |
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Hallo,
ich möchte mal nochmal auf meine Fragestellung kommen.
Mir ging es nicht darum, ob es als Krankheit anerkannt ist, sondern um die Gedanken von Betroffenen selbst.
Es gibt ja Betroffene, die ihre Nüchternheit auf den Willen aufbauen.
Zum Beispiel eben in eine Kneipe gehen und weil sie ja nicht trinken wollen, überzeugt sind, dass es eben ungefährlich ist.
Daraus resultierte das Telefongespräch, wo eben die Fragestellung aufkam, ob diese Betroffenen, die nur durch den Willen nicht trinken, vielleicht ihr Trinkverhalten nicht als Krankheit ansehen???
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Erkrankung oder Willensschwäche geschrieben
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