| Alkoholabhängige Mutter • Übertreibe ich? |
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Speranza aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.09.2011 Beiträge: 597 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 03.02.2012, 22:33 Titel: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit |
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Hallo Hartmut!
| Zitat: | Ich kann es - Kann es der CO auch oder ist das mit ein Teil der Krankheit bei dir?
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Ich kann es und baue mir gerade ein eigenes Leben auf, ich würde auch sagen ich habe aus meinen Fehlern gelernt.
Was die Zukunft bringt weiss ich natürlich nicht aber soweit ich in der Lage bin es selber positiv für mich zu beeinflussen mache ich das auch.
Mich interessieren einfach andere Sichtweisen ich gucke vorsichtig über meinen Tellerrand. Genau wie du Fragen stellst mache ich das auch darin sehe ich kein Zeichen einer Co-Abhängigkeit.
Vielleicht war die Frage etwas unglücklich und zu pauschal gestellt.
Liebe Grüsse
Speranza |
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| Speranza hat zum Thema: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit geschrieben
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Speranza aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.09.2011 Beiträge: 597 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 13.02.2012, 23:32 Titel: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit |
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Hallo zusammen!
Manchmal bin ich hier im Forum etwas ratlos und verunsichert. Es ist mir durchaus klar dass ich in erster Linie hier bin weil es um meine Co-Abhängigkeit geht.
Aber ist es ein Fehler wenn ich über Dinge diskutiere oder in verschiedenen Threads antworte die mich selber zwar nicht betreffen aber mich trotzdem interessieren und zu denen ich auch Erfahrungswerte besitze?
Es gibt halt nicht immer über mich etwas zu berichten, ich komme momentan gut zurecht und über Kleinigkeiten tausche ich mich nicht aus.
Aber ich lese und schreibe gerne hier und äussere meine Meinung zu verschiedenen Themen.
Bleibe ich dann nicht mehr bei mir? Warum eigentlich? Es geht doch beides oder liege ich da falsch?
Sollte ich jetzt mit Scheuklappen durch die Gegend laufen, nicht nach links oder rechts gucken und jede Handlung die ich mache hinterfragen?
Das würde mich persönlich total verunsichern und hemmen.
Ich habe gelernt auf mein Bauchgefühl zu hören und auch danach zu handeln und stelle fest dass ich damit sehr gut fahre.
Was meint ihr dazu?
Liebe Grüsse
Speranza |
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| Speranza hat zum Thema: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit geschrieben
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Rhein neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.07.2011 Beiträge: 139
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Verfasst am: 14.02.2012, 00:01 Titel: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit |
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hallo Speranza,
kürzlich hatte eine Moderatorin ein Mitglied dazu angeregt, einen eigenen Thread zu eröffnen. Die Anregung geschah, da das neue Mitglied noch keinen eigenen Thread hatte und ausschließlich in den Threads der anderen schrieb. Die Moderatin gab als Begründung an, daß man als Co Ab eben auch lernen sollte sich selber dazustellen, sich um sich selber zu kümmern. Das könnte in diesem Forum bedeuten, eben einen eigenen Thread aufzumachen. Das Mitglied machte dann einen eigenen Thread auf und ich glaube, daß war eine gute Sache.
Es gibt Mitglieder, die schreiben vielleicht nur in ihren eigenen Threads. Es gibt Mitglieder, die schreiben ihren eigenen Thread und schreiben aber auch in anderen Threads, bringen sich dort mit ihren eigenen Erfahrungen ein, also eine Mischform.
Ich stellte zu mir auchmal fest, daß ich eine zeitlang nicht in meinem Thread schrieb, mehr bei anderen. Und ich glaube das hing schon damit zusammen, daß ich mich nicht so wichtig nehmen wollte, micht nicht wichtig fand. Daß ich dann wieder in meinem eigenen thread schrieb und das auch in nunmehr etwas kürzeren Abständen hat mir gut getan, ich darf mich darstellen, ich werde gelesen, ich kann es aushalten, wenn niemand darauf reagiert. Ich schreibe auch bei anderen weiter, so wie hier bei Dir.
Ich denke, die Mischung machts, je nach Bedarf. Ich für mich denke, will nicht mehr als ca. 2 Beiträge pro Tag in anderer Leute Threads schreiben um zu verhindern, daß ich nicht mehr bei mir bleibe. Ich kann aber durch das Schreiben in anderen Threads auch manches verarbeiten, wenn ich es in Worte fasse. Ich verbringe pro Tag ca. 45-60 min im Forum, das seit einigen Monaten, es ist im Moment ein fester Bestandteil meines Alltags.
ja, es geht beides, wie Du schreibst. Als co Ab achte ich darauf, daß es geht, aber nichts einseitig wird.
im seinem thread kann man über vieles Schreiben, über die neue Wohnung, Angst vorm Alleinsein, keines und großes.
wenn Du Deinem Bauchgefühl vertrauen kannst, deinen Bauch spürst, wahrnimmst, vertraust, das ist doch wunderbar.
Rhein |
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| Rhein hat zum Thema: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit geschrieben
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Speranza aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.09.2011 Beiträge: 597 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 14.02.2012, 11:24 Titel: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit |
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Hallo Rhein!
| Zitat: | | Das könnte in diesem Forum bedeuten, eben einen eigenen Thread aufzumachen. |
Das habe ich als allererstes gemacht um mich vorzustellen und meine Lage zu schildern.
Momentan geht es mir eher so dass ich mehr in anderen Threads schreibe als in meinem.
| Zitat: | | Ich kann aber durch das Schreiben in anderen Threads auch manches verarbeiten, wenn ich es in Worte fasse |
Das geht mir genauso ich merke dadurch auch wo ich stehe und dass ich meinen eigenen Weg schon ein gutes Stück gegangen bin.
Liebe Grüsse
Speranza |
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| Speranza hat zum Thema: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 14.02.2012, 11:56 Titel: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit |
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hallo speranza,
ich hab als ich hier angekommen bin viel in anderen treads meinen "senf" dazu geheben. nur irgendwann war ich soweit zu erkennen das ich hier im grunde selbst noch nicht so weit bin anderen so "tolle" sachen zu schreiben, weil ichs im eigenen leben nicht mal anseitsweise schaffte das was ich hier so "klug" schrieb um zu setzen (ich hab ja die ausbildung und berief mich da auf gelerntes wissen aus fachbüchern).
dann begann für mich ne zeit wo ich ausschliesslich in meinem tread schrieb. ich über mich von mir. es gab zeiten da meldete sich keiner bei mir, ich schreib weiter. wochen vergingen. ich habe hier gelesen und bei mir geschrieben. mein leben veränderte sich weil ich anfing das was ich schreibe auch um zu setzen. dadurch bekam ich neue erfahrungen die ich aufschrieb und weitergeben konnte.
irgendwann erst viel später was ich in der situation aus meinen eigenen erfahrungen heraus zu erzählen und zu berichten. ich habe vieles gelesen und kann das inzwischen auch anwenden. das ist mir wichtig.es sollte sich ja verbinden miteinander. gelesenes verstehen UND umsetzen können im eigenen leben das ist dann erfahrungsaustausch für mich.
gruß
melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit geschrieben
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Speranza aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.09.2011 Beiträge: 597 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 14.02.2012, 12:40 Titel: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit |
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Hallo Melanie!
Als ich hier ankam hatte ich schon vieles für mich umgesetzt und viele eigene Erfahrungen gemacht sei es beruflich als auch am eigenen Leib.
Ich habe begriffen dass ich ihm nicht helfen kann sondern nur mir selbst.
Ich habe begriffen dass ich selber für mein Wohlbefinden verantwortlich bin und kein anderer Mensch.
Dieser Prozess hat schon viel früher stattgefunden, ich habe schon vieles für mich erkannt bevor ich mich hier angemeldet habe.
Ich hatte bereits viele Dinge für mich umgesetzt und tue es immer noch, es ist mir klar dass es ein lebenslanger Prozess sein wird.
Im Forum habe ich viel gelesen und auch Neues für mich erfahren das war mir sehr hilfreich.
Ich möchte mich nicht mehr zurückziehen und nur über mich nachdenken oder mich selbst reflektieren sondern mich mit anderen austauschen.
Was ich hier schreibe sind nicht nur kluge Ratschläge sondern ich handle in meinem Realleben auch danach. Ich gebe nur das weiter was ich für mich gelöst habe.
Anderen Leuten Ratschläge geben und selber nichts umzusetzen wäre für mich unglaubwürdig und ich könnte mich selber nicht mehr ernst nehmen.
Liebe Grüsse
Speranza |
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| Speranza hat zum Thema: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 14.02.2012, 13:15 Titel: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit |
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liebe speranza,
ja genau und wenn das so ist wie du es schreibst dann, so geht es mir, treffen mich kritiken in der hinsicht auch nicht mehr. ich schreib wie ich schreibe. so wie ich es für mich als richtig und gut empfinde. da steh ich dazu. also sei dir deiner sicher und lass dich doch dafon nicht aus dem konzept bringen, wenn da mal wieder solche kritik kommen sollte. du bist bei dir und ich bin es auch. ich seh die kritik dann berechtigt wenn das nicht so wäre.
gruß
melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit geschrieben
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gipfel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.06.2011 Beiträge: 129
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Verfasst am: 14.02.2012, 17:30 Titel: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit |
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Hallo Speranza,
aus meiner Sicht und meiner eigenen Erfahrung hat die "Co-Abhängigkeit" nur bedingt etwas mit stofflicher Sucht eines erkrankten Partner zu tun.
Die Bezeichnung "Beziehungssucht" bringt es aus meiner Sicht eher auf den Punkt. Auch der Begriff "Harmoniesucht" ist passend dazu.
In dem Moment, an dem ich meinen erkrankten Partner in den Mittelpunkt meines Lebens stelle (ihn retten will), geht es nicht mehr um Alk oder Drogen, sondern es geht um mich selbst.
Ich war es, der den erkrankten aus seinem "Dornröschenschlaf" erwecken wollte, obwohl der das überhaupt nicht will, weil er mit seinem Leben ja eigentlich zufrieden ist.
Es spielt überhaupt keine Rolle ob ich den nassen Alk "retten" will oder einen (aus meiner Sicht) psychisch gestörten Menschen.
Die Symptome sind identisch.
Ich wollte eine Harmonie vermitteln, die aus meiner Sicht gut und richtig ist, weil ich sie als gut und richtig gelebt habe.
Eine Partnerin, die ein völlig anderes Leben gelebt hat, empfindet naturgemäß auch völlig anders (ebenso, wie der Alkholiker seinen Missbrauch völlig anders sieht als der "Helfende").
In dem Moment, in dem ich versuche eine helfende Kompetenzrolle zu übernehmen, muß ich mir ein klares und deutliches STOP setzen.
Für mich hat eine Suchtverlagerung stattgefunden, mit der ich nach etlichen Jahren der Trockenheit nie gerechnet hätte.
Ich nenne es "trockener Rückfall", weil mir im Nachhinein bewußt wurde, daß es völlig egal ist, mit welchem "Mittel" ich ich "abschieße" - ob mit Alkohol oder mit einem Suchtmittel, das sich "Beziehung" nennt.
Es nützt nicht viel lediglich zu wissen, daß ich einem nassen Alkoholiker nicht dazu bringen kann, nicht zu trinken.
Ebenso muß ich mir eingestehen, daß jegliche Hilfe sobald sie das von mir gesetzte Maß, übersteigt ein eindeutiger Rückfall ist.
lg
gipfel |
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| gipfel hat zum Thema: Re: Gedanken zur Co-Abhängigkeit geschrieben
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