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Rückfall und die Frage warum

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Autor Nachricht
Nicole165
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 25.05.2011
Beiträge: 12
Alter: 32

BeitragVerfasst am: 01.11.2011, 17:13    Titel: Rückfall und die Frage warum Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo alle zusammen,

ich war lange nicht mehr in diesem Forum, weil ich gedacht habe, dass mein Mann seinen Alkoholkonsum im Griff hat und vielleicht gar nicht abhängig ist, aber in letzter Zeit treten wieder Dinge auf, die ich so nicht akzeptieren kann.

Vor einem Monat ungefähr hat er von Samstag nachmittag bis Sonntag abend eine ganze Kiste Weizenbier getrunken. Wir hatte riesigen Stress deswegen. Und er hat entgegen unserer Abmachung tagsüber Bier getrunken (alleine im Abstellraum)! Ich habe mit ihm darüber geredet, aber er spielt es alles immer nur runter.

An diesem Wochenende war mein vierjähriger Sohn mit meinem Mann Getränke einkaufen. Ich habe den Kleinen gefragt: "Wieviel Bier habt ihr denn eingekauft?" Und er sagte: "Nur zwei Kisten." Ja toll. Zwei Kisten für eine Woche für eine Person alleine? Und das Schlimmste an der Sache kommt ja erst noch. Er hat nur eine Kiste mit ins Haus gebracht.
Abends als er ins Bett gegangen war, habe ich (durch mein Mißtrauen) mal in seinem Kofferraum nachgesehen. Und was musste ich da finden? Zwei Kisten Bier. Eine Kiste fast leer und eine volle neue Kiste! Wieso versteckt er Bier vor mir? Wieso trinkt er heimlich im Abstellraum, wenn er doch nicht abhängig ist (angeblich)?

Und das größte Warum ist: Warum spricht er nicht mit mir darüber? Warum redet er nicht über seine Probleme?
Vor vier Monaten ungefähr hätte ich mich fast von ihm getrennt und er hat mich angefleht zu bleiben, weil ich das Wichtigste in seinem Leben bin... bla bla! Ich habs geglaubt und bin geblieben! Erst gings auch alles und er hat es tageweise sogar geschafft keinen Alkohol zu trinken! Aber jetzt wird es stetig mehr! Ich weiss nicht, was ich tun kann um ihm zu helfen. Soll ich ihm erzählen, dass ich ihm nachspioniert habe? Oder macht es das noch schlimmer? Soll ich mit einem Arzt über das Problem reden? Was kann der denn tun, wenn mein Mann nicht mitzieht? Ich habe solche Angst, dass unsere (immerhin fünfköpfige) Familie daran zerbricht!

Nicole
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Nicole165 hat zum Thema: Rückfall und die Frage warum geschrieben
Leopold79
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 09.09.2011
Beiträge: 106
Alter: 32

BeitragVerfasst am: 01.11.2011, 18:09    Titel: Re: Rückfall und die Frage warum Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Nicole!

Ich schreibe dir aus der Sicht des Alkoholikers!

Das Einzige, was sich bei euch meiner Meinung nach getan hat ist, dass dein
Mann eine Trinkpause gemacht hat.. mehr aber auch nicht!

Ich denke (ich bin aber kein Arzt) dein Mann ist Alkoholiker! Man muss nicht zwingend
körperlich Abhängig sein...
Was spricht dafür?
Er trinkt heimlich... er sucht Ausreden... er trinkt viel!

Nicole165 hat Folgendes geschrieben:
Wieso versteckt er Bier vor mir? Wieso trinkt er heimlich im Abstellraum, wenn er doch nicht abhängig ist (angeblich)?

Typisches Verhalten eines Alkoholikers

Nicole165 hat Folgendes geschrieben:
Und das größte Warum ist: Warum spricht er nicht mit mir darüber? Warum redet er nicht über seine Probleme?.....

Weil er nicht will!

Nicole165 hat Folgendes geschrieben:
Erst gings auch alles und er hat es tageweise sogar geschafft keinen Alkohol zu trinken!

Tageweise nicht trinken finde ich ist immernoch ein unnormales Trinkverhalten

Nicole165 hat Folgendes geschrieben:
Ich weiss nicht, was ich tun kann um ihm zu helfen. ...
Soll ich mit einem Arzt über das Problem reden? ...
Was kann der denn tun, wenn mein Mann nicht mitzieht?

Du, liebe Nicole, kannst gar nichts tun!
Auch wenn es verdammt hart klingt... NIEMAND kann was für ihn tun, solange er
nicht selber will!

Der wahrscheinlich einzige Ablauf, wie er da raus kommmt, ist eine Entgiftung
unter ärztlicher Obhut... anschließend eine Therapie und/oder nen Therapeuten
und begleitend eine Selbsthilfegruppe oder ähnliches!

Jetzt hab ich soviel zu deinem Mann geschrieben... jetzt komm ich mal zu dir...

Du musst begreifen, dass du nichts.. aber wirklich nichts tun kannst, solange er
nicht will... und damit meine ich nicht, dass er sagt.. ja ja.. ich mache und trinkt
einfach ein paar Tage nicht.

Ich glaube ich kann sagen, dass in diesem Forum dir jeder Alkoholiker sagen wird,
dass die einzige Möglichkeit diese Krankheit lebend zu überstehen die Abstinez
ist.. kein kontrolliertes Trinken.. keine Trinkpause.. so endet er unter erbärmlichen
Schmerzen im Grab!

Du solltest jetzt überlegen, was du für dich und deine Kinder tun willst..

LG Leo[/quote]
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Leopold79 hat zum Thema: Re: Rückfall und die Frage warum geschrieben
Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 5012
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 01.11.2011, 18:14    Titel: Re: Rückfall und die Frage warum Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

liebe nicole,

auf die frage warum gibt es eine ganz knappe erklärung:

ER IST ALKOHOLIKER ! er ist suchtkrank und ein suchtkranker wird alles tun, auch lügen um seine sucht leben zu können. du siehst ja, er schafft es kurze zeit sich unter kontrolle zu halten. das geht bei den meissten alkoholikern sich kurzfristig mal am riemen zu reissen. doch sie brauchen den alkohol, sie sind süchtig nach alkohol und nichts in dieser welt hällt sie ab dafon. nur sie selbst mit ihren ganz eigenen tiefpunkt den sie erleben müssen.

gruß melanie
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Melinak hat zum Thema: Re: Rückfall und die Frage warum geschrieben
Aurora
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beiträge: 5776
Alter: 53
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 01.11.2011, 18:14    Titel: Re: Rückfall und die Frage warum Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Nicole,

willkommen zurück! Schön, dass du wieder hergefunden hast.

Du fragst
Zitat:
Ich weiss nicht, was ich tun kann um ihm zu helfen.

Leider kannst du da garnichts machen. Es ist so. Du kannst nur was für dich machen.

Er verheimlicht seinen Konsum, streitet ab. Das kenne ich zur Genüge von meinem Exmann. Es hat mir meine Wahrnehmungen damals ganz schön verdreht, ich wusste garnicht mehr zum Schluss, ob ich spinne oder er. Ich hab dann mal vorsichtshalber geglaubt, dass ich spinne... Ich hatte kein Vertrauen mehr in meine eigenen Wahrnehmungen und Gefühle.

Du hast ihm gedroht, dich zu trennen und er hat erstmal aufgehört zu trinken. Auch das kenne ich zur Genüge. Es ist einfach so. Er legt eine Trinkpause ein, um dich wieder zu beruhigen. Um dich wieder funktionstüchtig für sich zu machen. Und es hat ja auch geklappt, oder? Du hast deine Pläne fallen gelassen und hoffnungsvoll auf eine bessere Zukunft gehofft.

Für deinen Mann wirst du nichts machen können, auch nicht über seinen Arzt. Wenn er trinken will, wird er trinken. Er wird dafür lügen und sonstwas. Leugnen, bis zum Umfallen. Und du verbrauchst deine kostbare Energie dabei. Um ihn zu retten vor etwas, wovor er garnicht gerettet werden will. Von niemandem.

Es ist an der Zeit für dich, zu überlegen, wie dein Lebensweg aussehen soll. Denn das ist das, was du beeinflussen kannst. Dein Leben, das auch verwoben ist mit dem Leben deiner Kinder. Denn du bist verantwortlich für sie. Für dich und für die Kinder.

Was meinst du, was kannst du machen, um dich erstmal besser fühlen zu können? Was meinst du, was ein Schritt sein kann für dich? Informationen sammeln, zum Beispiel. Informationen geben Sicherheit. Informationen über Möglichkeiten, welche Rechte du hast für dich und deine Kinder. Falls du dich nun doch trennen möchtest. Du kannst Dinge tun, die dir gut tun. Freunde treffen, mit den Kindern was unternehmen. Es gibt viele Möglichkeiten.

Was hast du vor, ich bin gespannt.

Liebe Grüße
Aurora
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Aurora hat zum Thema: Re: Rückfall und die Frage warum geschrieben
drybabe
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.04.2010
Beiträge: 2600
Alter: 39
Wohnort: Hamburg trocken seit 18.08.2009

BeitragVerfasst am: 01.11.2011, 22:08    Titel: Re: Rückfall und die Frage warum Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Nicole!
Ich bin selber trockene Alkoholikerin und ich kann mich meinen Vorschreiben nur anschließen: Du kannst für ihn nichts tun. Du kannst nur für Dich etwas tun.
Wer saufen will, der wird saufen. Das ist hart, aber es ist die Realität.
Versuch für Dich heraus zu finden, was Dir gut tut. Du kannst zu einem Therapeuten gehen oder zu einer Beratungsstelle, für Dich, nicht für ihn. Damit es Dir besser geht.
Dein Mann muß selber an dem Punkt angelangt sein, an dem er einsieht, dass der Alkohol stärker ist als er und er nur überleben kann, wenn er nicht mehr gegen den Alkohol kämpft, sondern vor ihm kapituliert und den Alkohol aus seinem Leben streicht. Am besten mit Therapie nach einer absolut notwendigen Entgiftung.

Ich wünsche Dir viel Kraft!
Gruß
drybabe
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drybabe hat zum Thema: Re: Rückfall und die Frage warum geschrieben
Speranza
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.09.2011
Beiträge: 597
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 01.11.2011, 22:45    Titel: Re: Rückfall und die Frage warum Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Nicole!

Zitat:
Erst gings auch alles und er hat es tageweise sogar geschafft keinen Alkohol zu trinken!


Das meiste ist ja schon geschrieben worden und ich kann es nur unterstreichen. Aber zu diesem Satz wollte ich noch Stellung nehmen, wenn jemand nicht alkoholabhängig ist macht er sich gar keine Gedanken ob er tage- oder wochenlang nichts trinkt.

Er käme erst gar nicht auf die Idee so etwas überhaupt zu sagen, das ist typisch suchtkrank, die Gedanken kreisen um den Alkohol. Dein Mann ist krank und kann nicht einfach aufhören. Er will dich auch nicht extra ärgern er ist süchtig.

Er will einfach beides und trinkt heimlich um dich nicht zu verlieren. Mein Mann hat in den letzten Jahren auch heimlich getrunken und dann fest behauptet er hätte nichts getrunken obwohl er schon nicht mehr richtig reden konnte.

Der Arzt kann nichts für ihn tun aber du kannst dich beraten lassen was du für dich tun kannst.

Alles Gute und liebe Grüsse
Speranza
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Speranza hat zum Thema: Re: Rückfall und die Frage warum geschrieben
Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 5012
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 01.11.2011, 23:36    Titel: Re: Rückfall und die Frage warum Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

halo nicole,

mein erleben war damals drei monate keinen alkohol. ich dachte echt er schafft es weil er will. doch ich hab ihm das ultimatum gegeben wenn er das nicht packt ist er alkoholiker. er natürlich "nein ich bins nicht" schon das ist verdächtig. die drei monate waren die schlimmste zeit überhaupt. tägliches "jetzt hätt ich gern mein bier" oder "du verbietest mir das ich trinken, ich in doch kein alki" vorwürfe konnt ich mir anhören en masse.ich meinte zu ihm ich verbiete ihm nichts, er darf machen was er will ich zwing ich zu nichts. doch er hielt durch. drei montate mit einem einzigen rückfall an einem fest. doch beim auszug damals als ich aus dem haus raus bin fand ich die leeren kisten bier die versteckt unter spielsachen und decken seine monate hatte durchziehen lassen. er trank heimlich nachts. heut weiss ich allerdings wie gefährlich sowas ist zu verlangen. drybaby hat es ja schon geschrieben denn entgiftung muss sein klater entzug ist tötlich.eigendlich bin ich sogar froh das er sich da einen vorrat besorget hatte. das hätte ich nicht erleben wollen wenn ers tatsächlich durchgezogen hätte und diese entzugserscheinungen gehabt hätte!!!!

gruß melanie
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Melinak hat zum Thema: Re: Rückfall und die Frage warum geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 10682
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 02.11.2011, 00:25    Titel: Re: Rückfall und die Frage warum Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo

ich bin ganz wirr deswegen frage ich mal direkter nach .

Um was geht es in dem Thread? Um die CO Abhängigkeit oder um den Alkoholiker? Um hypothetische Ferndiagnosen zu stellen , wer Alkoholiker ist oder was einem Alkoholiker alles widerfahren kann wenn er aufhört, weiter sauft oder um die Trinkmenge ?

Nicole siehst du dich denn als CO Abhängig und willst dich davon lösen ?

Er darf doch soviel saufen wie er will . Ist ja nicht verboten .

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Rückfall und die Frage warum geschrieben

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