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Bin ich Co-Alkoholiker?

 
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tantalus
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 25.10.2011
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 27.10.2011, 12:15    Titel: Bin ich Co-Alkoholiker? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

meine Geschichte liest sich wahrscheinlich recht harmlos im Vergleich zu anderen hier. Aber es belastet mich wahnsinnig,ich bin gewissermaßen ratlos, so habe ich dies Forum gefunden.

Ich bin mit meiner Partnerin 15 Jahre zusammen, seit 13 J verheiratet.
Von Anfang an gab es fürchterliche Szenen u. Streits u. wenn Alk im Spiel war wurde es richtig verletzend u. irrational.
Wir sind bestimmt beide schwierige u. eigensinnige Menschen u. auch nüchtern haben wir viel Streitpotential, aber mit Alk haben wir nach meinem Empfinden keine Chance die Themen zu lösen...es verselbständigt sich, wird wie gesagt irrational.

Nicht daß ich ein Chorknabe wäre, ich habe in jungen Jahren ( jetzt bin ich48) oft u. gern u. wild gesoffen.
Aber ich bin nie abgerutscht, bzw ich hatte nie das Gefühl Alk zu brauchen. Jetzt trinke ich selbst vielleicht 1x alle 2 Monate etwas, macht aber keinen Spass mehr u. ich bereue es jedesmal. (Früher : 3 Tag gesoffen >1 Tag krank; heute: 1 Tag gesoffen > 3 Tag krank Winken )

Meine Frau hingegen ist eher der Suchttyp. Seit Jugendzeit geraucht (jetzt z.Glück weg davon) , eigentlich immer Alk u. neuerdings ( seit4 Jahren) hinzugekommen Internetforen. Smilie

In der Regel konsumiert sie täglich 3 x 0,2 l Prosecco als Einstieg, und dann im Laufe des Abends (nur abends) noch 3-6 alkohohlreduzierte ("leichte") Bier (je 0,5l). Bei Anlässen o. Ausgehen schon mal sehr viel heftiger.

Da sie eher zierlich ist , meine ich daß einfach die Alkmenge schon äusserst bedenklich ist. Wenns Ihr mal zuviel war macht sie auch mal nen Tag Pause u. trinkt dann Tee.


Nachdem ich im Alk (und zwar beiderseits) schon seit Jahren einen Feind für unsere Beziehung ausgemacht habe....probierte ich schon einiges: bitten, der Versuch ein vernünftiges Gespräch darüber zu führen...bis zu Messer auf die Brust (hör auf damit o. ich gehe).

Meine gefestigte Meinung über ihren Konsum ist: es verändert ihr Wesen, sehr zu ihrem Nachteil. Sie wird extrem überempfindlich, teilt die Dinger aus aber erträgt nicht den Hauch von Kritik.
Ich werde ungeduldig, werde verletzt, geb ihrs zurück u. sowas endet meist im totalen Drama.

Unser Freundeskreis ist stark geschrumpft, weil meine Frau besoffen schlicht unerträglich ist. Ich habe jegliche Lust verloren sie mal zu Essen auszuführen denn da gibts Alk u. ich werde unweigerlich was falsches sagen.

Sie meint sie wäre sich bewußt daß sie Alkoholiker ist , aber sie hätte es im Griff u. es ist ihre Medizin abends runterzukommen vom Stress ( u. auch ihren Ängsten, depressive Schübe hat sie auch) .


Unangenehm ist weiterhin daß sie besoffen sehr anhänglich wird u. der Männerwelt sehr zugetan ist. Meine Eifersuchtsszenen diesbezüglich hält sie für krankhaft u. ich solle zum Therapeuten.


Viele denken jetzt wohl als erstes : Paartherapie!
Naja ich eigentlich auch, wäre sogar bereit dazu ( obwohl ich sicherlich nicht der Typ dafür bin) --sie hingegen will nicht. ( es könnten ja unangenehme Dinge aufs Tablett kommen < meine Meinung)


Tja nun habe ich viel Zeug geschrieben, wohl auch unstrukturiert.
Was meint Ihr?
Was soll ich tun?
Ist Ihr Konsum bedenklich?


Nochwas: ich liebe sie!

danke
gruss
tantalus
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tantalus hat zum Thema: Bin ich Co-Alkoholiker? geschrieben
Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 5012
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 27.10.2011, 12:47    Titel: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

lieber tantalus,

du schreibst du bist in deiner geschichte eher in der situation dieses als harmloser zu sehen wie manch harte krassen geschichten die du liesst.das ist ein verharmlosen deiner situation sorry für dieses direkte ansprechen.
im grunde ist das so, jeder mensch hat eine gewisse sensibilität in sich drin. die einen lassen es weiter kommen wie die anderen. auch dadurch das deren belastungsgrenze und einstellung vielleicht weniger sensibel ist wie bei dem anderen.

wichtig ist doch hier bei dir wo ist DEINE belastungsgrenze und wie weit hällst du das noch aus?wo fängt denn dein leiden an?

derjenige der hier ankommt, also demnach noch ein herzliches willkommen, der setzt sich damit schon heftig ausseinander, er leidet. ist ja nicht mal so einfach nur interesse warum man im inet sich ne seite für alkoholiker und coabhängige aussucht und sich hier anmeldet.das thema scheint dich zu beschäftigen und wie ich hier lesen kann auch zu belasten.

nun der konsum den du ansprichst bei deiner frau ob der nun bedenklich ist oder nicht ist zweitrangig. denn es ist ihrer.

wichtig ist doch zu sehen das du damit nicht umgehen kannst oder? darum gehts doch im grunde, das du das was du mit ihr erlebst wohn nur noch schwer erträgst. schon beim ertragen fängt es an. warum erträgst du das denn? weil du sie liebst. das im ersten augenblich ja auch verständlich.

die zweite frage wär doch nochmal tiefer zu gehen. warum erträgst du das denn? muss man denn alles erdenkliche ertragen weil man den anderen liebt und sich selbst dabei vergessen und aufgeben?

Zitat:
Viele denken jetzt wohl als erstes : Paartherapie!
Naja ich eigentlich auch, wäre sogar bereit dazu ( obwohl ich sicherlich nicht der Typ dafür bin) --sie hingegen will nicht. ( es könnten ja unangenehme Dinge aufs Tablett kommen < meine Meinung)


sie will nicht. sie muss nicht. sie hat entschieden für sich diesen weg zu gehen. jeder mensch der erwachsen ist hat ein recht darauf zu saufen.

du hast ein recht darauf ne gesunde glückliche beziehung zu leben.

nur ist das in dem fall machbar und gangbar?

lieben gruß und so viele fragen jetzt ich hoffe ich überfahr dich nicht damit.

melanie
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Melinak hat zum Thema: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? geschrieben
taila
neuer Teilnehmer


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Beiträge: 7
Alter: 29

BeitragVerfasst am: 27.10.2011, 16:25    Titel: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

in vielen Deiner Sätze finde ich mich wieder, nur dass es bei mir der Mann ist der Trinkt, der Mann, der keine Therapie möchte usw.

Ich bin mittlerweile ganz unten am Punkt angekommen, ja ich bin Co abhängig und ja ich muss mich jetzt um mich kümmern.

trotzdem kann ich ihn nicht vor die Hunde gehen lassen, ich liebe ihn.

Ne frendin hat mich neulich gefragt, was an ihm denn noch liebenswert wäre. Da fällt mir aber doch so einiges ein, solange kein Alk im spiel ist.

Denke bei dir ist es ähnlich. die toleranzgrenze ist sehr groß, aber welche chance haben wir dass sich was ändert??
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taila hat zum Thema: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2009
Beiträge: 4502
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BeitragVerfasst am: 27.10.2011, 16:27    Titel: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf tantalus

tantalus hat Folgendes geschrieben:
Paartherapie!
was is deine alternative? was willst du für dich erreichen?

schöne zeit

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? geschrieben
juergenbausf
neuer Teilnehmer


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Beiträge: 323
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BeitragVerfasst am: 27.10.2011, 16:41    Titel: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

@tantalus,

Zitat:
Ist Ihr Konsum bedenklich?


der von Dir beschriebene Konsum ist für eine zierliche Frau mehr als bedenklich.

Wenn Sie bereits einräumt, Alkoholikerin zu sein, sollte sie sich auch entsprechend behandeln lassen. Also Entzug, Abstinenz, Langzeittherapie, Selbsthilfegruppe.

LG Jürgen
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juergenbausf hat zum Thema: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? geschrieben
juergenbausf
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.04.2011
Beiträge: 323
Alter: 47

BeitragVerfasst am: 27.10.2011, 16:44    Titel: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

@tantalus,

Zitat:
Viele denken jetzt wohl als erstes : Paartherapie!


nein - ich nicht. Mit Alkohol ist jede andere Therapie sinnlos.

LG Jürgen
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juergenbausf hat zum Thema: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? geschrieben
Speranza
aktiver Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 27.09.2011
Beiträge: 597
Wohnort: NRW

BeitragVerfasst am: 27.10.2011, 21:05    Titel: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo tantalus!

Zitat:
Sie meint sie wäre sich bewußt daß sie Alkoholiker ist , aber sie hätte es im Griff u. es ist ihre Medizin abends runterzukommen vom Stress ( u. auch ihren Ängsten, depressive Schübe hat sie auch) .


Sie trinkt wenn sie Stress hat, sie trinkt wenn sie feiert, sie trinkt tagsüber, sie trinkt abends, sie wird immer einen Grund finden um zu trinken das ist die Sucht.

Im Griff hat sie es meiner Meinung überhaupt nicht denn es gibt keinen Grund um zu trinken, weder löst man so seine Probleme noch ist es auf Feiern besonders lustig.


Zitat:
Von Anfang an gab es fürchterliche Szenen u. Streits u. wenn Alk im Spiel war wurde es richtig verletzend u. irrational.


Das stimmt wenn Alkohol im Spiel ist sind Streitereien unerträglich und sinnlos. Es macht wenig Sinn eine Paartherapie zu machen wenn einer der Partner trinkt ihr würdet euch im Kreis drehen und ihr Alkoholkonsum wäre das Thema Nr. 1.
Die Frage ist wie lange hältst du dieses Leben aus, sie sagt (und meint es auch so) sie hätte alles im Griff, das heisst sie will nichts ändern.


Zitat:
Nochwas: ich liebe sie!


Natürlich liebst du sie sonst wärst du ja nicht hier und würdest unter der Situation leiden. Meine Frage wäre jetzt "WAS liebst du an ihr?". Liebst du sie so dass du so ein Leben weiterhin ertragen kannst?

Der gemeinsame Weg kann nur lauten: deine Frau muss mit allen Mitteln die ihr zur Verfügung stehen trocken werden und erst dann könnt ihr gemeinsam weitere Knackpunkte in eurer Beziehung in Angriff nehmen.

Liebe Grüsse
Speranza
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Speranza hat zum Thema: Re: Bin ich Co-Alkoholiker? geschrieben

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