| Dr. Jekyll und Mr. Hyde ... • Bin ich Co-Alkoholiker? |
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Rhein neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.07.2011 Beiträge: 139
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Verfasst am: 26.10.2011, 22:47 Titel: Re: S**ät Co-Abhänigige und ihre Partner |
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Wenn ich die bisherigen Beiträge richtige verstanden habe, dann gab es zwar Einschränkungen beim S** mit dem alkoholabhängigen Partner,doch diese Einschränkungen waren entweder 1.) physich beim Partner bedingt 2.) hat der Co Ab den S** abgebrochen weil äußere Umstände dem Co Ab nicht gefallen haben.
Zu 2.): wenn dem so ist könnte man sagen, daß beim S** mit dem alkoholabhängigen Partner Abgrenzungsfähigkeit des Co Ab, die - so verstehe ich das - sonst im Alltag nicht selten vernachlässigt wird, gegeben ist.
Ich dachte es könnte so sein, daß man als Co Ab immer wieder alles schön haben will und sich notfalls alles schön denkt, damit man in der Illusion lebt, eine normale Beziehung zu haben und dadurch die eigenen Ansprüche herunterschraubt (wie man was warum wann mit wem machen möchte). Das ist ja doch ein gutes Zeichen bei euch.
Bei mir wars einfach so, daß er im allgemeinen antriebsschwach ist (so meine Meinung) was durch en Alkohol verstärkt wird. Um mit ihm S** haben zu können mußte ich einfach aktiv werden, das war dann mitunter auf eine gewissen Art einseitig, was mir so nicht entsprochen hat und auch nicht mein Selbstverständnis war. D.h. um den Preis mein Bedürfnis zu befriedigen und zu verschmelzen, die Illusion von ihm geliebt zu werden irgendwie, habe ich manchmal seine S**. Antriebslosigkeit nicht mehr ausgehalten und dabei manchmal meine Grenzen überschritten. Das ist es, was ich bei mir bemängele (oder so).
Übrigens hat er nicht nach Alkohol gestunken, lag vielleicht daran, daß sein Konsum von Alk zwar regelmäßig und mittelviel war er aber viel Wert auf Körperpflege gelegt hat.
Er sagte mir mal, ich könnte auch "woanders" wenn ich wollte, was ich verletztend fand; ich bin der Meinung er war mir treu (daher gab es mir nicht den Aspekt ihn über S** zu binden), aber eben antriebslos in dem Bereich. |
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| Rhein hat zum Thema: Re: S**ät Co-Abhänigige und ihre Partner geschrieben
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Lindi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.04.2011 Beiträge: 184 Alter: 47
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Verfasst am: 27.10.2011, 02:30 Titel: Re: S**ät Co-Abhänigige und ihre Partner |
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Rhein, ich weiss nicht, ob Du da nicht ein bisschen "verkopft" ans Thema gehst, evtl.?
Ist mein Eindruck, aber manche Menschen koennen halt so besser mit sich ins R(h)eine kommen. Tschuldigung fuer den Kalauer.
Was Dir hier einige geschrieben haben, der Ekel vor dem Partner .... ich glaub so weit "runter" wars bei euch nicht, Dir sind (so wie Du schreibst) viel "Aktionen" erspart geblieben. Es ist ja nicht nur die "Fahne" in diesem Augenblick, es ist die Erinnerung an vollgesch.... U-Hosen (die normalerweise die Ehefrau dann waescht), in die Spuele in der Kueche pinkeln (weils naeher ist) oder den Kleiderschrank.....wie soll man den dann am naechsten Tag oder am uebernaechsten vor Begehren schmelzen?
Mir scheint aber dass Dein Problem ein Anderes ist. Du machst Dir nach wie vor Gedanken, warum Dein Partner Dich nicht in dem Masse begehrte, wie Du das gerne gehabt haettest und ueberlegst nun, lags an Dir, lags an der Co-Abhaengigkeit, lags an ....
Dazu vielleicht ein Hinweis, mangelnde Libido ist unter anderem EIN Diagnosekriterium (unter vielen anderen) einer Depression. Und Depri geht oft gekoppelt mit Alk einher. Entweder als Ursache, oder als Folge.
Und dass Alkohol zwar "enthemmt" aber Gleichzeitig die "Performance" schwaecht oder verhindert, ich glaub das ist auch nicht Neu. Bei uns Frauen faellt das halt nicht so auf, aehm, ich nehme an, Du weisst was ich meine.
Lindi |
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| Lindi hat zum Thema: Re: S**ät Co-Abhänigige und ihre Partner geschrieben
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Orlando neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.11.2008 Beiträge: 150 Alter: 49
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Verfasst am: 27.10.2011, 08:12 Titel: Re: S**ät Co-Abhänigige und ihre Partner |
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| Rhein hat Folgendes geschrieben: |
Ich dachte es könnte so sein, daß man als Co Ab immer wieder alles schön haben will und sich notfalls alles schön denkt, damit man in der Illusion lebt, eine normale Beziehung zu haben und dadurch die eigenen Ansprüche herunterschraubt (wie man was warum wann mit wem machen möchte). Das ist ja doch ein gutes Zeichen bei euch.
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Guten Morgen Rhein,
sicherlich mag dies ein "Symptom" für Co-Ab sein, dass in unterschiedlicher Ausprägung und in den verschiedenen Beziehungsbereichen erscheinen kann. Sich etwas schön denken und Illusionen hingeben kommt auch in "gesunden" Beziehungen vor.
Die spannende Frage, die ich mir selber stellte, ist vielleicht auch für Dich weiterführend: Was hattest und hast Du davon, neben diesem antriebsschwachen Lebensgefährten, Dich Deinen Illusionen hingebend und Dich verletzen lassend, auszuharren. Wie leidensfähig und leidensbereit bist Du für diese Beziehung und der Illusion von diesem Partner geliebt zu werden. Und schlussendlich was in dieser Beziehung ist es eigentlich, dass bisher diesen Leidensdruck so erfolgreich kompensieren konnte? Auf mich wirkst Du, mit Blick auf die Beziehungsveränderung, ähnlich träge und antriebsschwach, wie Dein Partner.
| Rhein hat Folgendes geschrieben: | | Er sagte mir mal, ich könnte auch "woanders" wenn ich wollte, was ich verletztend fand; |
Und hast Du mit ihm darüber gesprochen oder lieber an Deinem Verständnis dieser Aussage und der damit verbundenen Verletzung festgehalten? In einer intakten Beziehung spricht man darüber, um sich gegenseitig verstehen zu lernen und ggf. tragbare Kompromisse zu finden.
In der Beziehung mit meinem Ex-Partner, der alkoholkrank war, hatte sich unsere S**ät durch die Gespräche während der Trinkpausen für uns beide sehr positiv verbessert. Wir konnten uns bei den Themen Nähe und Distanz - Bedürfnis bzw. Zweisamkeit nur schlecht aufeinander abstimmen und hatten einen völlig verschiedenen Humor, mit dem wir uns gegenseitig dann prima verletzen lassen konnten. Ohne Alkohol und Co-Tendenzen hatten wir schon viel Beziehungsarbeit zu leisten. Rückblickend denke ich, war der Alkohol einerseits ein von uns beiden dankbar angenommener Vorwand uns unseren tatsächlichen Beziehungsproblemen nicht stellen zu müssen. Andererseit machte der Alkohol tatsächlich jede von uns ernsthaft gestartete Problemlösung schnell wieder zu nichte. |
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| Orlando hat zum Thema: Re: S**ät Co-Abhänigige und ihre Partner geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 27.10.2011, 08:19 Titel: Re: S**ät Co-Abhänigige und ihre Partner |
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hallo rhein,
du bist ein mann. schreibst hier von er und von ihm. ich kann daraus entnehmen das du in einer gleichgeschlechtlichen beziehung lebst. ds wär jetzt für mich die frage an dich. ist das so?
unter gleichgeschlechtlichen gerade männer beziehungen besteht ja auch ne ganz andere ebene, die dir hier glaube ich kaum jemand , der in einen homobeziehung lebt beantworten kann.
nun medizinisch betrachtet ist es so, alkohol steigert wohl diese ungehemmtheit ist gleichzeitig allerdings verantwortlich das die standhaftigkeit beim mann eben nicht mehr gegeben ist. das kann dann wieder dahin führen zu glauben mann ist nicht "gut" genug und dazu führen das die eigene S**ät und dann sich selbst in frage gestellt wird.
ich gebe auch lini da recht, der ekel entwickelte sich eben durch diese erleben, im laufe der zeit. wie sie so bildlich beschreibt war ds dann auch in meiner ehe so, das gerade in dem bereich, wenn er besoffen war und solche handlungen betrieben wurden dann der ekel immer grösser wurde.es ging nicht um banale körperpflege, die allerdings im laufe der jahre auch immer mehr vernachläsigt wurde. anfangs war er ein sehr gepflegter mann, der auf haare, bart, duschen morgens wert legte. ich bewunderte die schönen weissen zähne die er hatte und immer mit zahnseide extra darauf achtete das die so schön blieben. leider wurde das nach 7 jahren eben nicht mehr getan von ihm und die mangelnde selbstwahrnehmung die er duch den alkohol hatte es ihm glaub ich immer weniger wichtig wurde.da war der stoff wichtig, der nächste rausch, das halten des spiegels. er stand morgens zitternd in der küche und brauchte ein glas wein um dieses zittern weg zu bekommen.heute 10 jahre nach der trennung also 19 jahre nach dem kennen lernen steht ein mann vor mir, dessen zähne heute schwarz sind. gut er scheint sich heute wieder etwas mehr beachtung zu schenken (ichhab ihn das letzte mal an ostern gesehen).teilweise lief er rum wie ein penner.da geht nichts mehr, das find ich hat meine grenze weit überschritten dann noch nähe zulassen zu können. ich versteh die lindi da sehr und kann es nachvollziehen.
das hat nichts mehr mit coverhalten zu tun oder machtausübunng wenns dan mal soweit kommt ist das purer selbstschutz wie speranza so schön beschrieb.
was dich betrifft stellst du dich als mann in frage, wenn deine standhaftigkeit nicht so funktioniert wie du es dir wünscht?
beschwert sich dein partner darüber das du in dem bereich einfach nachgelassen hast? oder hat er nachgelassen?
S** und liebe gehören irgendwie zusammen. aber auch da finde ich sollte die trennung zwischen S** und liebe dann auch gesehen werden.
liebe ist ein tiefes inneres gefühl das nicht unbedingt S**ät vorraussetzt. keiner sollte S**ät und die qualität dessen dafon abhängig machen wie sehr er geliebt wird.natürlich ist es wunderschön wenn dieses tiefe gefühl der liebe dann noch im S** miteinander ausgelebt werden kann und das dann auch was ist, wo es total schön ist.
nur wenn da eben etwas körperlich bedingtes(ich denke an die tatsache das alkohol eben diesen bereich beeinträchtigt) oder auch seelisch bedingtes (lustlosigkeit durch depressive verstimmung) das bedürfniss nach S** verhindert bedeutet das nicht gleich das die liebe zu dem menschen sofort erloschen ist.
gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: S**ät Co-Abhänigige und ihre Partner geschrieben
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