| Rückfall von meinem Vater (Er hatte schon zwei Entzüge) • ich steuer drauf zu und finde die Bremse nicht |
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Sathanasia neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 03.06.2006 Beiträge: 3 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 03.06.2006, 23:48 Titel: Ein Freund: In wie fern ist er schon abhängig ? |
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Hi,
aaaaalso es geht um einen 16 Jährigen Jungen, der meiner Meinung nach ein seltsames und übertriebenes Verhältnis zu Alkohol hat - da dachte ich mir, dass hier Profis sitzen und mir vielleicht helfen können ihm zu helfen.
Was ich über seinen Alkoholkonsum weiß:
Er freut sich jede Woche auf Freitag, weil da Sauftag ist und er sich mit "Freunden" nur deswegen trifft um sich zulaufen zu lassen. Unter der Woche trinkt er nicht. Wenn er trinkt, dann mindestens 10 Bier, 5-7 Klopfer, Whiskey und noch so Alcopopkram (Tut mir Leid, aber ich kenn mich bei so Getränken gar nicht aus ). Er liegt danach am Boden, übergibt sich ab nicht, oder nur sehr selten. Er verträgt also unheimlich viel (finde ich ). Er sagt, dass er nur aus Spaß trinkt und nicht um seine Probleme zu verdrängen (was ich ihm vorwerfe), er findet es toll wenn die Hemmungen fallen und alles lockerer wird (finde ich sehr gefährlich, was für Hemmungen muss er denn dann haben ?). Er denkt auch, dass man auf einer Party, die keine Kinderparty ist, man unbedingt Alk braucht und es ohne nicht lustig ist. All seine "Freunde" sind ähnlich, bzw. noch schlimmer, noch mehr Gesaufe, kiffen, alle Raucher, er auch ziemlich stark.Er redet gerne und oft über Alkohol und über seinen Konsum, ohne Bier langweilt er sich glaub ich. Seit 2 Wochen hat er nichts mehr getrunken, er meint also er hätte das unter Kontrolle, aber ich halte es nur für eine kleine Pause (Muss kurz zu mir sagen, dass ich auch in gewisser Weise Erfahrungen mit einer Sucht habe: Selbstverletzendes Verhalten, auf gut Deutsch auch Arme aufschneiden genannt, bin aber seit 4 Monaten clean .
Derzeit befindet er sich mit seiner Saufgemeinschaft auf Rock am Ring, dort gibt es für jeden 25l Bier und Whiskey (schreibt man den so ?) = 50 Flaschen für 3 Tage.
Ich mach mir ernsthaft sorgen um ihn, ich weiß, dass es "klick" machen muss und er da selbst raus kommen muss, aber wenn er begriffen hat was er tut, dann möchte ich am Weg stehen und ihn mitziehen. Falls er anfangen sollte auch vor der Schule zu trinken, dann schlepp ich ihn sofort zur Suchtberatung und red mit seinen Eltern Klartext (Sehr wohlhabende Familie, nett .... aber die bemerken kaum was ).
Dummerweise ist er in der Schule saufaul, ist schon hocken geblieben und kämpft momentan wieder sehr. Kaum Zukunft momentan.
Es ist bestimmt schwer übers Internet sowas zu beurteilen, aber bitte helft mir, auch wenn er es nicht wahr haben will.
PS: Hab den Alkoholtest für ihn gemacht soweit ich konnte, 7-11 Antworten mit ja = gefährdet.
Danke schonmal,
Fiona |
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| Sathanasia hat zum Thema: Ein Freund: In wie fern ist er schon abhängig ? geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 04.06.2006, 02:07 Titel: Re: Ein Freund: In wie fern ist er schon abhängig ? |
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Hallo Fiona
Die Situation deines Freundes (ich nenne ihn der Einfachheit halber so) glaube ich, hast du ganz gut analysiert. Wenn er viel verträgt, ist das ein Zeichen dafür, dass seine Alkoholtoleranz bereits erhöht ist, heißt, er hat sich bereits an den Alkohol gewöhnt und brauch schon mehr als anfangs, um die gleiche Wirkung zu erzielen. Ob er bereits abhängig ist lässt sich nicht sagen, aber er ist sicher auf dem besten Weg dazu.
Es ist leider so, dass in so einer Klicke jeder meint, dass er das meiste verträgt und es ist auch schwer, sich in so einer Gruppe auszuschließen. Sorgen machst du dir zu Recht, auch wenn er nur am Freitag trinkt, die Gedanken sind bereits in der Woche daran vorhanden und lenken ihn vom lernen ab. Es ist also kein Wunder, dass die Leistungen in der Schule nicht so doll sind.
Ich weiß nicht, ob wir dir viel helfen können, denn du hast das alles richtig erkannt. Er muss zuerst vom Alkohol wegwollen, bevor du ihm helfen kannst. Wenn es noch schlimmer wird, zweifle ich allerdings, dass du ihn zur Suchtberatung bekommst, da wird er nicht mitmachen. Du könntest aber sogar jetzt schon mit seinen Eltern reden. Wenn er aber nicht so reagiert, wie du dir das vorstellst, dann mach dir bitte keine Vorwürfe. Du bist nicht für ihn verantwortlich und es muss auch nicht sein, dass du ihm helfen kannst.
Lieben Gruß
Henri. |
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| henri hat zum Thema: Re: Ein Freund: In wie fern ist er schon abhängig ? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32810 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 04.06.2006, 08:11 Titel: Re: Ein Freund: In wie fern ist er schon abhängig ? |
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Hallo Fiona und Willkommen,
diese Geschichte Deines Freundes erinnert mich sehr a meine eigene Jugend.
Das Klickenverhalten wird selbst zu einer Art Sucht, wo man nicht mehr rauskommt, weil man glaubt, alle vor dem Kopf stoßen zu müssen.
Die steigende Alkoholmenge, die er scheinbar braucht, um immer die gleiche Wirkung zu erreichen, zeigt deutlich die ersten Abhängigkeitserscheinungen. Der Körper möchte einfach immer mehr.
Das er selbst keinen Willen hat, daran etwas zu ändern, kannst Du nur durch Gespräche beeinflussen.
Viel wichtiger aber bist Du.
Du hast in Deinen jungen Jahren schon so viel mit Abhängigkeitserkrankungen zu tungehabt, dass Du auf Dich aufpassen solltest.
Wenn jemand keine Hilfe will, sollte man ihn machen lassen, bis er selbst um Hilfe bittet. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Ein Freund: In wie fern ist er schon abhängig ? geschrieben
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Sathanasia neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 03.06.2006 Beiträge: 3 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 06.06.2006, 20:37 Titel: Re: Ein Freund: In wie fern ist er schon abhängig ? |
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Hallo ihr beide,
ich danke euch für eure Antworten.
Ja, heute ist mir klargeworden, dass ich mich um mich kümmern sollte. Er hat mir gesagt, dass er eine Freundin hat und seitdem fühle ich mich irgendwie nicht mehr so "verantwortlich" für ihn, schließlich ist ja doch jemand da. Meine Familie und Freunde haben mir auch davon abgeraten meine Energien zu verschwenden, aber ich brauchte wohl diese "klick". Ich werde ihm nochmal sagen, dass ich da bin, wenn er reden will oder Hilfe braucht, aber auf ihn zu kommen werde ich nicht mehr.
Ich wünsche jedem hier im Forum ein trockenes Leben und genug Zuversicht und liebe Menschen die euch helfen,
liebe Grüße Fio
PS: Ich hab meiner Mutter ausgerichtet, dass sie auf sich stolz sein kann, sowas baut ja immer auf  |
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| Sathanasia hat zum Thema: Re: Ein Freund: In wie fern ist er schon abhängig ? geschrieben
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