| Weihnachtsvorbereitungen... • Co Ausreden |
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Alex123 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.10.2011 Beiträge: 4 Alter: 41
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Verfasst am: 10.10.2011, 20:06 Titel: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... |
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Hallo allerseits,
ich habe mal ein ein wenig ungewoehnliches Thema: Alkohol und kuenstlerische Berufe.
Was mir auffaellt ist, dass gerade viele Kuenstler in der Vergangenheit wie Gegenwart am Alkohol zugrunde gegangen sind -edit - Namen entfernt - edit ..auch Kuenstler also sind nicht gefeit von den Gefahren dieses Teufelszeugs, im Gegenteil: vielleicht sind sie noch anfaelliger deshalb, weil sie denken, dass ihnen mit dem Alkohol irgendwelche neuen Horizonte offen stehen. Ist natuerlich UNSINN - langfristig endet alles wie bei jedem "normalen" Alkoholiker...Sucht, Zerstoerung, im schlimmsten Falle Tod.
Die Juhnke-Geschichte ist ja (einige moegen dies vielleicht wissen) besonders tragisch in dem Punkt, dass er, als es so schien, er waere trocken, ihm diese Rolle in der Verfilmung von Falladas "Der Trinker" angeboten wurde, Juhnke nahm an, gewann mit der Rolle zwar diverse bedeutende Fernseh- und Schauspielpreise, wurde aber rueckfaellig und fing wieder an zu trinken. Eigentlich unverantwortlich von seinem Management und dem Produzenten, ihn ueberhaupt zu solchen Dingen zu ueberreden, jeder Arzt haette sicherlich klar davon abgeraten...
Noch ein Punkt zum Thema Trockenheit: Ich habe hier im Forum einige Meinungen gelesen nach dem Motto: "man kann ja, nach einer gewissen Zeit, auch wieder kontrolliert trinken". Einen groesseren Unsinn, Idiotie, voelligen Schwachsinn habe ich selten gehoert! Wir wissen, dass Alkohol Gift gleichkommt, und wuerde jemand von denen, die diese Meinung haben, auch "kontrolliert" Zyankali oder Heroin konsumieren??? Natuerlich nicht. Und ebenso muessen wir alle mit dem Alkohol umgehen. Was er mit uns frueher, bevor wie zum Glueck einsichtig wurden, gemacht hat, sollte uns immer als WARNUNG im Gedaechtnis bleiben, und die Tatsache, diesem Gift und Zerstoerer abgeschworen und sich fuer immer mit ihm verabschiedet zu haben, sollten wir anerkennen als eine unserer groessten, wenn nicht sogar DIE groesste Leistung in unserem Leben! Und nie vergessen, dass wir nie von diesem goldenen Sockel der Abstinenz, der Trockenheit, ja der Missachtung und Hass gegenueber des Alkohols fallen duerfen...!!!...
Genug philosophiert fuer heute...einen schoenen Abend Euch allen noch!!!
Alex |
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| Alex123 hat zum Thema: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14433 Alter: 46
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Verfasst am: 10.10.2011, 20:52 Titel: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... |
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| Zitat: | | Ich habe hier im Forum einige Meinungen gelesen nach dem Motto: "man kann ja, nach einer gewissen Zeit, auch wieder kontrolliert trinken" |
Hallo Alex,
wann immer wir hier im Vorstellungsbereich bzw. im Forum so etwas lesen, versuchen wir die Menschen aufzuklären, daß es für einen Alkoholiker niemals wieder ein kontrolliertes Trinken geben kann.
Gruß, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... geschrieben
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Gela10 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 18.05.2011 Beiträge: 330 Alter: 33
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Verfasst am: 10.10.2011, 22:12 Titel: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... |
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...tja und Fallada war ein begnadeter Schriftsteller. Lese gerade sein "Jeder stirbt für sich allein". Nach 3 Seiten muss ich jeweils fast das Buch weglesen, weil die Gänsehaut überhand nimmt...Aber vielleicht bin ich da einfach auch ganz schön empfindlich.
Ich frage mich seit ner Weile, inwieweit Hochsensibilität und Alkoholismus was miteinander zu tun haben und inwieweit Künstler Künstler werden, weil sie eben hochsensibel sind...
Schönen Abend
Gela |
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| Gela10 hat zum Thema: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... geschrieben
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oldie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.11.2009 Beiträge: 345 Alter: 65
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Verfasst am: 10.10.2011, 22:33 Titel: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... |
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| Jack London mit dem Klassiker der Suchtliteratur "König Alkohol" |
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| oldie hat zum Thema: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... geschrieben
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Alex123 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.10.2011 Beiträge: 4 Alter: 41
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Verfasst am: 11.10.2011, 22:30 Titel: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... |
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Hallo an alle...
Ich denke schon, dass Alkoholismus und Sensibilitaet einen gewissen Zusammenhang haben, gerade bei Kuenstlern...auch wenn man das wohl schwer beschreiben kann. Ich kann da eigentlich nur von mir ausgehen...diese ganze Sackgasse mit dem Alkohol bei mir begann eigentlich damit, irgendwelche kuenstlerische Grenzen auszuprobieren, auf neue "geniale" Ideen zu kommen, nach dem Motto: "Nach ein paar Glaesern Wein fallen dir ganz neue Dinge ein". Aus heutiger Sicht ein voelliger Unsinn. Im Weinrausch fielen mir zwar Dinge ein, die sich, am naechsten Morgen nuechtern betrachtet, als voelliger oberflaechlicher Unsinn entpuppten, und in keinstem Falle eine Bereicherung. Vor allem legte sich bei Alkoholkonsum eine seltsame Depression in mein kuenstlerisches Schaffen und bewirkte exakt ds Gegenteil von dem, was ich erwartet habe. Lange Zeit dachte ich, ICH sei depressiv und der Alkohol wuerde mich "heilen". Heute -nuechtern nach diesen paar Wochen- weiss ich: IM GEGENTEIL! Ich bin an sich optimitisch, weltoffen, etc., und NUR der Alkohol fuehrte zu diesen depressiven Verstimmungen. In dem Momemt (na gut, nicht sofort, aber nach ein paar Tagen), wo ich aufhoerte mit dem Alkoholkonsum, gingen die negativen Gedanken weg und die auf ewig verschuettet geglaubten positiven Dinge kamen wieder, wie ein Wunder. Das ist auch -sozusagen- der Hauptantrieb, und die Erkenntnis: Alkohol = Depression, Untergang, Negatives, Nuechternheit = Positives Denken, Zukunft, Erwartung, Offenheit, Neugier auf die Welt...
In diesem Sinne Euch allen noch einen schoenen (nuechternen) Abend!!!
Alex |
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| Alex123 hat zum Thema: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... geschrieben
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Vincente neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.07.2011 Beiträge: 23 Alter: 41 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 03.12.2011, 23:33 Titel: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... |
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Ich denke, dass im Bereich der Kunst dem Alkohol viel zu "großartige" Eigenschaften zuschrieben werden. Das ist ein Mythos, der aus der Verherrlichung des Suchtstoffes durch Süchtige entstanden ist.
Alkohol steigert ganz gewiss weder die Produktivität noch die Kreativität eines Künstlers, auch wenn sich jemand im angetrunkenen Stand dies einbildet. |
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| Vincente hat zum Thema: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... geschrieben
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n i c i sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.03.2010 Beiträge: 2287 Alter: 46
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Verfasst am: 15.12.2011, 00:36 Titel: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... |
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Ich denke auch, dass das Thema Alkohol bedingt was mit der künstlerischen Seele zu tun hat, vielmehr denke ich dass Druck der Auslöser für manch Suchtproblematik ist.
Ob es nun der Druck beim künstlerischen Schaffen ist oder so mancher Stress in der Gastronomie oder der Leistungsdruck in der Oberetage ist,
ist einerlei.
Vielleicht ist es genau die Denke, "der Stressabbauer" "der Ideeneingeber" "der Glücklichmacher" und und und , was Menschen nach dem vermeintlichem Heilmittel greifen lässt.
Und "Genie und Wahnsinn" hört sich doch gleich viel attraktiver an, wie "ein Mensch, der einfach süchtig wurde".
Sensibilität ?! oder einfach eine Person die krank wurde, nun mal egal, ob sensibel oder einfach ausgepowert und krank.
Nur das es in der Branche öfters an die Öffentlichkeit gerät.
Von einem Maler, Musiker, Schauspieler liest man dann doch mehr in der Presse, wie vom z.B. Personalchef der Firma SoundSo.
LG nici |
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| n i c i hat zum Thema: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... geschrieben
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Old Flatterhand neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.08.2011 Beiträge: 275 Alter: 55
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Verfasst am: 15.12.2011, 16:37 Titel: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... |
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Hallo zusammen
Es ist teils die Aussenseiterposition und ein fast schon
aberwitziger Schaffensehrgeiz in gemeinhin nicht
zugängliche Dimensionen vorzustossen.
In jungen Jahren ist dieser Ehrgeiz immens vorhanden.
Ich selbst (kein Künstler) arbeitete früher bis zu 300 Stunden
körperlich schwer.
Die vermeintliche Belohnung macht das möglich.
Erst später machte sich dann das bedingungslose Zuführen
des Suchtmittels bemerkbar.
edit - Namen entfernt - edit
Grüsse OF |
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| Old Flatterhand hat zum Thema: Re: Alkohol und dessen "Rolle" bei den Kuenstlern... geschrieben
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