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hätt ich nie gedacht....

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Was mache ich mit dieser Angst....   •    trinkender Sohn  
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Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
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Beiträge: 5012
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BeitragVerfasst am: 07.12.2011, 08:18    Titel: Re: hätt ich nie gedacht.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

lieber rhein,

bleibt nur die frage warum du immernoch den kontakt suchst obwohl du weisst was auf dich zu kommt. wills du dir eine bestätigung holen im erleben das du dich distancieren kannst? beschäftigen tust du dich ja dennoch mit ihm auch hier im schreiben.

ein für mich ganz wichtiger satze den ich mir immer wieder vor augen halte: muss ich mir das antun? muss ich beggegnungen zulassen, die mich bewegen und dazu führen könnten das ich wieder ins co rutsche? in denen ich mich beweisen muss, das ichs mich distancienen ja auch kann, als selbstbestätigung?

da kannst ja mal hinschauen ob sichs überhaupt in zukunft noch lohnt ihn zu besuchen. zumahl du dich ja in dem fall auch wieder im bereich abhängigkeit begeben könntest, wenn du ihn brauchst um dich selbst zu bestätigen!

ein gedankenanstoss für dich.
ich erlebe schlussenlich rein zufällig solche begegnungen und weiss darum das ichs mich von ihnen distancieren kann. dafür muss ich mich nicht auf diese menschen noch zubewegen.

gruß melanie
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Melinak hat zum Thema: Re: hätt ich nie gedacht.... geschrieben
Rhein
neuer Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 28.07.2011
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BeitragVerfasst am: 14.12.2011, 12:15    Titel: Re: hätt ich nie gedacht.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Melanie,
vielen Dank für Deine Wörter. Du siehst das genau richtig, genau an dem Punkt stehe ich zur Zeit: warum kann ich trotz meiner Erkenntnisse um sein Alk Prob, mein Co Ab, daß es mir nach vier Monaten des Abstand um einiges besser geht als vorher nicht den Kontakt komplett kappen? Bin ich so süchtig nach ihm?

Ich glaube: ich bin sauer auf ihn und auch auf mich, ich fühle mich betrogen um eine gute Zeit und Partnerschaft die ich hätte haben können, hätte er kein Alk Prob bzw. hätte ich um mein Co Ab vorher gewußt ich diese Partnerschaft vielleicht nieht eingegangen wäre. Ich weiß, wir müssen Fehler machen im Leben um daraus zu lernen. Trotzdem bin ich sauer, weil mich das ganze zu einem Tiefpunkt gebracht hat, den ich vorher noch nie erlebt hatte, noch immer arbeite ich daran meine Batterie aufzufüllen, zu verstehen usw..

Ich bin manchmal immer noch ungläubig, daß das alles passiert ist und bin immer noch auf dem Weg der Erkenntnis. Und
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Rhein hat zum Thema: Re: hätt ich nie gedacht.... geschrieben
Rhein
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 28.07.2011
Beiträge: 139

BeitragVerfasst am: 14.12.2011, 12:37    Titel: Re: hätt ich nie gedacht.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

....ups...jetzt ging der Beitrag schon ab...also, Fortsetzung:
...und daher gibt es da noch Kontakt, wenn auch selten. Ich will das, was ich mittlerweile über Alk Probls und Co Abs weiß an meinem konkreten (Ex)Partner abgleichen, überprüfen. Ich gebe zu, letztlich checke ich damit auch, ob es noch irgendwo eine kleine Chance auf Fortsetzung der Partnerschaft gibt. Ich entferne mich immer mehr von ihm, ich weiß daß eine 'Fortsetzung der Partnerschaft nicht in Frage kommt, aber ich kann noch immer nicht zugeben, daß die gemeinsamen Träume hinweg, also zerplatzt sind und illusorisch waren und somit eine Trennung aussprechen.

Und ja, ich will bei diesen Begegnungen mich auch beobachten, ob, wann, wie mein co Ab anspringt, wie mich sein Verhalten triggert, wie schnell ich mich abgrenzen kann. Das ist für mich auch eine emotionale Aufarbeitung, ein Teil der Entwöhnung von ihm, es müssen noch die letzten Illusions Luftballons oder Projektions Ballons zum platzen gebracht werden, und das geschieht dann, wenn ich sein Alk Verhalten mittlerweile klar erkenne - was ich damals eben nicht erkannt hatte. Wenn ich sein Alk Verhalten erkenne, dann untermauert daß meinen Weg dahin mich komplett von ihm zu trennen, ich scheue mich davor daß konsequent zu tun. Andererseits, wenn ich mir vorstelle, wenn ich mich jetzt und heute von ihm trennen würde und das auch klar sagen würde, dann würde das Stärke und Entschiedenheit bedeuten. Leider bin ich manchmal entscheidungsschwach. So ist das.

Vielleicht will ich ihm ja mit den Treffen auch immer noch den Spiegel vorhalten, das würde weiterhin von meinem Co Ab zeugen.

Letzten Samstag hatten wir uns auf sein Bitten getroffen, Spaziergang. Ums kurz zu machen: sein Verhalten könnte aus einem "Alk Probls Erkennungs Lehrbuch" stammen. Die Fakten liegen auf der Hand. Ich hatte das Treffen auch dazu genutzt zu versuchen Verletzungen aus der Vergangenheit aufzuarbeiten. Obwohl er bei dem Treffen zeigte, daß er nicht bereit ist aufzuhören zu trinken, er nur trinken würde wegen eines Problems auf der Arbeit (seit 2,5 Jahren...) und wenn das Problem nicht wäre würde er aufhören zu trinken, das 'Therapieangebot der Suchtberatung würde ihn nicht ansprechen, er würde kontrolliert trinken usw. usf, bla bla bla durchblicke ich ja. Und in diesen Momenten bleibe ich zwar ungläubig, weil ich das schlichtweg fast nicht glauben kann, wie man sich sowas vormachen kann, und wenn ich dann so ungläubig staune und seine Selbstbetrügereien begreife, dann entfernt er sich immer weiter mir oder ich von ihm und die Entscheidung sich zu trennen (was wir ja eigentlich faktisch schon sind da wir uns in den letzten 4,5 Monaten nur drei Mal gesehen haben), das auszusprechen, rückt immer näher.

Muß das überhaupt ausgesprochen werden? Man kann sich auch trennen ohne es auszusprechen. #

ja, ich brauche diese Treffen um mich selber zu bestätigen, das hast du auf den Punkt genau erkannt. Ich glaube, das wird nachlassen.
Welchen teil meines Co Abs spricht das jetzt alles noch an? denn das letzte 'Treffen mit ihm beeinträchtigt meine Gefühlswelt noch immer. Ich will die Kontrolle zurückgewinnen, ich will ihm zeigen, daß ich mich von ihm distanzieren kann. Und ja, das ist vielleicht noch immer co ab.

deshalb bin ich ja auch hier.

vielen Dank nochmal für Dein Posting.
Rhein
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Rhein hat zum Thema: Re: hätt ich nie gedacht.... geschrieben
Melinak
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.12.2008
Beiträge: 5012
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 15.12.2011, 20:53    Titel: Re: hätt ich nie gedacht.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

lieber rhein,

Zitat:
Ich will die Kontrolle zurückgewinnen, ich will ihm zeigen, daß ich mich von ihm distanzieren kann. Und ja, das ist vielleicht noch immer co ab.


du bist keinem menschen dieser welt rechenschaft schuldig für das was du tust. dir selbst solltest du so viel wert sein das du nimanden etwas beweisen musst nur dir selbst. in diesem moment, wo du das erkannt hast und leben kannst bist du frei. dann wird es dir nicht mehr wichtig sein ihm noch zu begegnen. solange deine gedanken immer noch bei ihm sind und sei es nur der ihm etwas beweisen zu müssen, das es auch ohne ihn geht machst du es wieder abhängig von ihm!

es sind manchmal auch die unausgesprochenen dinge die einem die entgültigkeit eben nicht möglich macht. ich finde inzwischen KLARE worte auf den punkt gebracht angenehmer als dieses rumgeeier.

du hast vor einigen wochen bei mir gelesen das ich diese auch fordere, ich WISSEN will was los ist um ENTSCHEIDUNGSFÄHIG zu sein. es ist für mich besser zu wissen woran ich bin um abschliessen zu können. dann bin ich auch fähig klar und deutlich zu sagen wie ich weiter mache. da werd ich dann sehr direkt und unmissverständlich wenn es darum geht einen abschluss zu finden.das ist ein lernprozess. doch irgendwann musste ich ja auch damit anfangen es zu tun und ich bin froh darüber das ich inzwischen sehr viel gelernt habe. ich hänge heute keinem mehr nach, selbst wenn es weh getan hat kann ich heute sehr schnell wieder zu mir finden und weiter auf mich acht geben.es tut weh, auf jeden fall ist eine trennung immer mit schmerzen verbunden. doch nach der trauer kommt wieder die phase im leben wo es lebendig wird. ein vor sich herschieben aus angst vor entgültigkeit ist ein hinheben und das ist auf dauer sehr hinderlich nach vorne zu gehen.die meissten schieben gern mal was vor sich her aus angst dafor das es zu sehr weh tut.

einen liebeskummer zu verarbeiten ist dennoch meiner erfahrung nach wesendlich einfacher und leichter als sich jahrelang mit vor sich herschiebenden sich eben im kreis sich drehenden co abhängigenverältnis zu verbleiben. daraus befreit sich keiner, wenn er nicht den mut hat den abschluss, ein ende zu finden. nur dann ist auch kein ende der coabhängigkeit in sicht und auch keine freiheit, kein selbstbestimmtes leben. es liegt an dir ob du den mut hast dieses entgültige auszusprechen und damit einen punkt setzt unter deine abhängigkeit oder nicht.kein andere kann das für dich tun. werde da aktiv und orientiere dich nach ende deiner beziehung dann in eine andere richtung indem du dann das machst was für dich angenehm ist und begegne menschen die dir gut tun.

gruß melanie
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Melinak hat zum Thema: Re: hätt ich nie gedacht.... geschrieben
Rhein
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 28.07.2011
Beiträge: 139

BeitragVerfasst am: 28.01.2012, 20:47    Titel: Re: hätt ich nie gedacht.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

einige Zeit nach meiner Kontaktsperre fühlte ich mich etwas als Opfer meines Partners, der mit seinem Alk Prob, seinem Verhalten mit dazu beigetragen hat, daß ich den Tiefpunkt erreicht hatte, daß ich davor und danach Monate der persönlichen Krise hatte, der mir schöne Lebenszeit (und eine schöne BZ) vermasselt hat. Ich weiß, es geht nicht um Schuld usw.. und ich habe ja meine eigene Anteile an dem Ganzen usw. Seit ein paar Wochen nun habe ich das leichte Opfergefühl nicht mehr und das ist gut. Ich sehe ich kann mein Leben wieder in die Hand nehmen, bin in der Lage beruflichen und persönlichen Veränderungen tapfer entgegenzusehen, Vorbereitungen zu treffen ohne ohnmächtig den Kopf unter die Bettdecke zu stecken.

mein Partner war/ist ein socalled "lieber" Alkoholiker. Ein lieber Alkoholiker ist nicht weniger Alkoholiker als ein tyrannischer, schlagender, nicht mehr für sich selbst sorgen könnender Alkoholiker. Wäre mein Partner ein tyrannischer, schlagender, nicht mehr für sich selbst sorgender, stinkender Alkoholiker gewesen wäre ich viel schneller aus der BZ ausgestiegen, wahrscheinlich wäre die nie zustande gekommen. Gerade das "liebe"Alkoholiker Dasein hat das alles schwerer gemacht, die Erkenntnis als solche und auch, beim Spiegeltrinken, war er nicht (anfänglich) ach so süß, als er leicht beschwipptst war?
D.h.: weil er ein "lieber" Alkoholiker war sprach mein Co Ab an - denn, so glaube ich - bei einem nicht-lieben Alkoholiker wäre die BZ sofort zuende gewesen. Dh. für mich: bei mir sind die "lieben" Alkoholiker diejenige, bei denen ich in Zukunft aufpassen werde. Die "bösen" Alkoholiker machen mir keine Sorge in Bezug auf mich.

"lieb" ist natürlich auch relativ, denke ich an Provokationen, destruktive Attituden, Ansätze von Beleidigungen und Hähme.

Und ja: wenn er trink ist er im Zentrum des Geschehens, für sich, er sitzt (saß) da und wars zufrieden, es dreht sich um ihn, die Welt drumherum. Was das für den Partner bedeutet, ob das Trinken so "normal" ist usw. .- who cares, da pfeifen wir drauf.

ich habe mich nach wie vor immer noch nicht "offiziell" getrennt, auch wenn wir faktisch keine BZ mehr führen. Kürzliche Telefonate, bei denen er meiner Meinung nach betrunken war, führen für mich dazu, daß ich Telefonate nur noch zur Möglichkeit einer Verabredungsvereinbarung annehme aber nicht um sonstige INhalte zu besprechen. Ich will mich nicht mehr ärgern nach TElefonaten . Ärgern, weil ich noch immer nicht schnell genug an meine Gefühle andocken und reagieren kann, wenn er Sachen sagt, die mich verletzen. D.h. ich fahre den Kontakt noch weiter zurück. Ich weiß, hätte ich vor sechs Monaten nach dem Teifpunkt den Kontakt komplett abgebrochen wäre der Liebeskummer jetzt vorbei. Tja, so ist es, kann net loslassen, diesen und jenen "Grund" dafür.

Nach wie vor wichtig: Freunde treffen. Die zeigen einem nämlich, daß man es Wert ist normal und mit Wertschätzung behandelt zu werden; weiterhin in die therme gehen und auf Meditationsseminare. vielleicht in ein paar Wochen nochmal zu der Psychologin der Suchtberatung (Angehörigenberatung).

Was ich rausfand: meine Mutter war ein Kleinkind als Alk Probl. bei meiner Oma anfingen. Meine Mutter war in der Erziehung eher streng, sich anpassen und was leisten müssen, Gefühle im Zaume halten usw.. Mh, das macht für mich im Moment Sinn im Bezug auf mein Co Ab Erfahrung. An dem Gefühle im Zaume halten bzw. das abzulegen zu können, daran arbeite ich im Moment. Da tut es gut auch mal Wut spüren zu können, aber ich bin immer noch verzögert in der Wahrnehmung wenn mich etwas stört und adäquat z.B. sofort abrenzend und klarstellenden zu reagieren.

Wenn ich daran denke wie schlecht es mir an meinem Tiefpunkt vor sechs Monaten ging bin ich nun zufrieden, wie weit ich gekommen bin.

Rhein
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Rhein hat zum Thema: Re: hätt ich nie gedacht.... geschrieben
Rhein
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 28.07.2011
Beiträge: 139

BeitragVerfasst am: 08.02.2012, 17:43    Titel: Re: hätt ich nie gedacht.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

nach den in meinem vorangegangenem Beitrag erwähnten Telefonaten schrieb ich ihm eine klare SMS, (sinngemäß) daß ich sein xyz Verhalten nicht brauche und er sich solche Anrufe sparen kann, zumal er bei den zwei Telefonaten meiner Ansicht wieder getrunken hatte.
Nach dieser SMS fühlte ich mich befreit und ohne schlechten Gewissen, fand ich gut. Nach einer Woche kamen Gefühle, die mir deuteten, daß ich ihn mag, wieder hoch, und teilte ihm das mit. Dachte gleichzeitig: man, halt den Liebeskummer aus, irgendwann bist du drüber hinweg, werde net "schwach". Denke, Gefühle zu äußern kann doch nicht verkehrt sein, im sicheren Abstand. Zurück kam (sinngemäß), daß er derzeit aufgrund seiner schlechten psychischen Verfassung und Alkoholproblems keine BZ führen kann und sich Hiilfe holen wird.
Wie fühlte ich mich danach? Dachte: daß ich seinerzeit die BZ auf Eis gelegt hatte war also auch unter dem Aspekt richtig, daß er aus eigener Einsicht zu dem Punkt kommt sich Hilfe zu holen. Daß er nun jetzt diese Einsicht hat freut mich für ihn, aber auch für mich, daß ich ihn dazu nicht getrieben und dafür nicht meine Energie hergegeben hatte. Klitzekleinbischen fühle ich, daß sich das Band dadurch von meiner Seite aus zu ihm wieder ein ganz klein wenig verstärkt. Dadurch fühle ich mich weniger alleine (= weniger partnerlos, Freunde habe ich). ja, vielleicht betrüge ich mich damit selber etwas, im praktischen Leben ändert sich dadurch aber nichts, wir sehen uns ja nicht. und ich sehe, daß meine Aussage, als ich die BZ auf Eis legte, ich will keinen Partner mit Alkoholproblem, für mich weiterhin richtig ist. Keiner weiß ob er jemals ohne Alkoholproblem sein wird. Ich freue mich für ihn, daß er was für sich macht und frage mich, ob es ok ist, wenn ich mich durch dieses Freuen etwas besser, ihm etwas näher fühle, ein ganz wenig ein wenig Vertrauen möglich zu sein scheint.

wollte ich nur mal loswerden. ich kenne die Diskussionen, daß Absichterklärungen von Alkis dies und jenes zu tun nicht überbewertet werden dürfen. Tue ich denke ich nicht. Ich gucke mir das an, soweit er mich teilhaben läßt, kommuniziere selten mit ihm soweit ich es zulasse und es mir gut tut (was nicht imer gelingt...)
was ich mich frage ist, ob das jetzt wieder co ab ist.

Rhein
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Rhein hat zum Thema: Re: hätt ich nie gedacht.... geschrieben
Mrs. Pickwick
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.01.2012
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Alter: 48

BeitragVerfasst am: 08.02.2012, 18:58    Titel: Re: hätt ich nie gedacht.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Rhein,

natürlich darf man sich freuen, wenn man hört, dass für einen Menschen, den man mag, so etwas wie Hoffnung besteht. Kritisch wird es erst, wenn man sich zu viel damit beschäftigt, wie es ihm wohl geht etc.

Als Co. hat man nämlich ebenfalls "trockene" und "nasse" Phasen. Es gibt tatsächlich "trockene Rückfälle", wie beim Alkoholiker auch.

- edit, bitte hier nichts aus dem Internet einkopieren, danke, Linde -

LG

Mrs. P.
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Mrs. Pickwick hat zum Thema: Re: hätt ich nie gedacht.... geschrieben
Rhein
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 28.07.2011
Beiträge: 139

BeitragVerfasst am: 11.02.2012, 01:26    Titel: Re: hätt ich nie gedacht.... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Mrs. P.,

danke! ja, das macht für mich viel Sinn: "Kritisch wird es erst wenn man sich zuviel damit beschäftigt, wie es ihm geht". Damit kann ich viel anfangen! Anteilnahme, Empathie, ja. Aber eben keine Gedanken, ständig im Kreis - denn diese Gedanken hätten keinen wirklichen Adressaten, dadurch wären sie ständig in meinem Kopf und in mir gefangen und so würde ich mit diesen Gedanken nur mich belasten, der Alk Partner würde sie nicht verstehen, die Geanken nicht annehmen und ich wäre mit diesen zuviel an ihn Gedanken allein und ständig in einem Verhalten gefangen, mit dem ich mich ständig auf ihn beziehen würde. Das war zum Schluß mit mein Co Ab Gefägnis; das ich mein Verhalten ständig auf ihn bezogen habe.

das mit den trockenen und nassen phasen des Co Ab seins muß ich mir mal genauer ansehen. klar, nach Tagesform und Stimmungslage, Selbstwertgefühl kann ich als co ab mal eher mal weniger wieder ins co ab Dasein reinkommen. Gerade denk ich, ich könnte jetzt vielleicht wieder co werden zu ihm, wenn ich dächte er BRÄUCHTE mich in seiner jetzigen Tiefpunktphase. Aber nein, ich denke es nicht so stark, ich lasse ihn da wo er ist, ich fühle mich für ihn nicht verantwortlich. Und Du hast recht: ja, ich darf mich für ihn freuen, sollte er sich (von sich aus) Hilfe holen, damits ihn besser geht.

XXXXXXXXXXXXX

zum Co Ab: habe kürzlich ein Theaterstück besucht, es war ein klassisches Stück, es ging um Liebe, Tod, geselllschaftliche Normen gepaart mit religiösen Vorschriften. Die Sprache im Stück war sehr blumig und hat mich angesprochen.

Das Stück hatte mich sehr angesprochen, gerade dies ganz oder gar nicht, Tod oder Lieben, Regeln erfüllen, sich anpassen oder um jeden Preis das zu tun, woran man jetzt in diesem Augenblick zu 1000% überzeugt ist, auch wenn es im nächsten Moment wieder anders sein kann.

Da dachte ich an meine Schulzeit, als wir diverse Klassiker lasen was ich toll fand, Stücke, in denen die Werte wie Liebe idealisierend dargestellt wurden, in einer schönen Sprache. Ich hatte damals schon einen hang mich in diese Dramatik dieser Stücke reinzufinden, das war meine Welt. Vielleicht hat mich das stark geprägt und dachte, daß diese in diesen klassischen, idealisierenden Romanen/Stücken geschilderte Lebens und Gefühlswelt wirklich realistisch sein könnte, vielleicht kommt daher meine große Loyalität zu einem Partner, auch wenn er bzw. sein Verhalten mir nicht gut tut.

Rhein
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Rhein hat zum Thema: Re: hätt ich nie gedacht.... geschrieben

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