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Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig

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Bin ich Co-Alkoholiker?   •    Wie kann ich damit umgehen?  
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Maggyxxx
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.09.2011
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 10:29    Titel: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ich bin neu hier.
heut ist mir bewusst geworden, dass ich Co-abhängig bin.
Mit meinem Partner kam ich vor 1 Jahr zusammen (ehem. Arbeitskollege). Ich war noch nie so verliebt gewesen.Bevor wir zusammen kamen, haben wir 3 jahre lang zusammen gearbeitet. Vor 1,5 Jahren hatte er sich von seiner Ex getrennt (1 unehelichen 10jährigen Sohn, 13 Jahre Beziehung). Ich hatte davor eine 7 jährige Beziehung.
Wir waren somit beide Single und ich fand plötzlich seine charmante Art so anziehend. Auf einer Party haben wir uns geküsst. Er teilte mir von Anfang an mit, dass er keine Beziehung wollte. Ich jedoch habe um diesen Mann gekämpf und ihn auch bekommen.....leider.....er ist eine Beziehung mit mir eingegangen und wir hatten beide die schönste Zeit unseres Lebens....haben beide noch nie solche Gefühle erlebt.

Im April wurde ich arbeitslos....er war in dieser Firma so überfordert, dass er sich hat kündigen lassen und wurde 3 Monate später ebenfalls arbeitslos.

Am Anfang waren wir so verliebt und er hat auch schon immer ganz gut getrunken und verträgt auch viel. Ich sah alles durch eine rosarote Brille und habe es nicht so wahr genommen, da mir dieser Mann alles bedeutete...ich habe ihm seine Wohnung geputzt, Wäsche gewaschen, Bier gekauft, Zigaretten spendiert, Urlaub spendiert, Geld gegeben etc....

Er hat einen Saufkumpanen (der keine Kinder hat und der Anlaufpunkt für alle ist, die mal einen trinken wollen - wie eine Kneipe), der ihn immer wieder zu sich in die Wohnung holt und ihn bis morgens "fest hält" zum trinken. Die anderen Männer in der Runde haben Kinder und Familie, somit ist mein Partner der einzige, der in dem Sinne - und jetzt auch noch durch die Arbeitslosigkeit bedingt - "Frei" ist. Und da mein Partner momentan kein Geld hat, kommt ihm der Kumpel sehr gelegen, der ihn mit allem versorgt.

Um seinen Sohn kümmert er sich nicht und es interessiert ihn auch wenig.

Wir haben die letzten Monate zu sehr aufeinander gegluggt und letzte Woche ist er komplett ausgerastet. Ich bin durch ein Burn-Out und durch die Belastungen depressiv und nehme seit 1 Woche Anti-Depressiva (eine Kur ist beantragt).

Ich war in größter Not und rief ihn an, als er bei seinem Sauf-kumpel war und er schrie mich an, dass er sich verfolgt fühlt und kontrolliert fühlt....ich wollte nur mit ihm reden, da ich heftig auf die Tabletten reagiert habe.

Nach diesem Streit hat er 6 Tage lang durchgesoffen und bei seinem Kumpel gehaust. (Wir haben getrennte Wohnungen)
Sonntag waren wir verabredet und er hat mich versetzt und nicht mal abgesagt, obwohl er wusste, dass ich dringend ein Gespräch brauche.

Ich bin vorgestern einfach zu ihm gefahren, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe und er hatte einen Kater.....zeigte Reue....ihm war es zu eng geworden und deshalb der "übertriebene" Ausbruch. Er ist selbst sehr labil und sensibel...im nüchternen Zustand sehr charmant und freundlich und ein sogenannter "Symphatieträger", der überall gut ankommt.

Wir wollen es noch einmal versuchen....

Es ist soviel kaputt gegangen...mir wurde von einem Tag auf den anderen die rosarote Brille kaputt gemacht und ich habe Angst, dass er wieder zu seinem Kumpel geht und wieder trinkt.....oder dass noch einmal so eine 6-tägige "Phase" anfängt. Er hat auch schon öfters aufgehört...paar Tage....er nimmt dazu noch starke Tabletten gegen hohen Blutdruch und lag auch schon 4 Wochem im Krankenhaus wg. dem Bluthochdruck.

Wenn er eine Butdruckentgleisung hat, dann hört er wieder paar Tage auf...bis es geht, dann fängt er wieder an, "Party" zu machen.

Ich befinde mich seit 4 Jahren in Therapie und habe nicht gedacht, dass ich mich nochmal so verlieben werde. Und jetzt das....den Mann, den ich liebe, ist Alkoholiker.

Er hat auch schon zugegeben, dass er Alkoholiker ist....ich habe nur die Liebe gesehn und ihn unterstützt und habe alles nicht so schlimm gesehen....bis letzte Woche.

Jetzt "darf" ich mich nicht mehr so oft melden, sonst ist er wieder genervt und ich verliere ihn...ich habe geklammert...ich weiß....aber ihn hatte es bis vor paar Wochen nicht gestört...habe fast bei ihm gewohnt und jetzt habe ich meine Sachen wieder mitgenommen und werde jedenfalls nicht mehr putzen und Wäsche waschen, Auto leihen etc....

Es tut so schrecklich weh und ich weiß, ich kann ihm nicht helfen....diese Hilflosigkeit ist für mich unerträglich!!!

Duch den 6-Tage-Suff-Marathon hat er sich komplett verändert....meldet sich nur selten....alles kommt von mir aus. Er fehlt mir und ich vermisse ihn so schrecklich.

Gibt es auch Beziehungen mit Alkoholikern, die es geschafft haben oder ist alles zum Scheitern verurteilt?

Ich bin verunsichert und weiss nicht, wie ich mich verhalten soll....ihm gegenüber.....ich kann nicht so tun, als ob nix ist. Er hat mich sehr verletzt und es ist einiges kaputt gegangen, aber ich kann mich (noch) nicht trennen.

Davon abgesehen bin ich sehr einsam und alleine, habe keine Geschwister und keine Familie...nur eine Mutter, die selbst Alkoholikerin ist und dazu noch eine Schizophrenie hat. Den Kontakt habe ich abgebrochen, als mein Vater vor 6 Jahren starb, da ich es nicht mehr ausgehalten habe.

Ich denke, deshalb habe ich schlimme Verlustängste und klammer dann auch so.

Bitte helft mir....

Liebe Grüße Maggy
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Maggyxxx hat zum Thema: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig geschrieben
Wundervoll
Gast






BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 12:07    Titel: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Maggy, ich habe gerade deinen Text gelesen.

Er hat mich sehr berührt und ich kann es nachempfinden wie es dir geht.

Ich hoffe heute Abend genug Muse zu haben dir zu antworten bzw. etwas von mir zu schreiben.

Es wird dir geholfen werden, wenn du um Hilfe bittest.

Hier im Forum stehen viele Anworten auf Fragen die uns Co-Abhängige
lese einfach ganz viel und schreibe wenn dir danach ist.

Du bist nicht alleine, es geht vielen Menschen so wie dir, auch mir ging es schon oft sehr sehr schlecht, bis zu Selbstmordversuchen.

Aber auch mir wurde geholfen und heute stehe ich da mit einem ruhigeren Herz und vielen guten Gedanken, auch wenn es mal schwierig ist.

Marion
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Wundervoll hat zum Thema: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig geschrieben
desperateS
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 403

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 12:09    Titel: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Maggy!

Was Du schreibst, haben hier viele so oder so ähnlich erlebt.
Im Augenblick bist Du traurig und verzweifelt.

Aber jetzt kommt die gute Nachricht:
Du kannst SELBST dafür sorgen, dass es Dir wieder gutgeht!

Dafür wünsche ich Dir alles Gute, viel Kraft und Verstand.
Hier im Forum bist Du auf alle Fälle gut aufgehoben.

Lies Dich mal hier durch und nutze die Werkzeuge, die man Dir in die Hand gibt.
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desperateS hat zum Thema: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig geschrieben
Maggyxxx
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.09.2011
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 12:52    Titel: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank Euch!!!

Das schlimme ist, dass ich dazu noch arbeitslos bin. Auch wenn ich Arbeit hätte, ich könnte momentan in meinem Zustand gar nicht arbeiten gehen.

Ich habe nächte Woche ein Vorstellungsgespräch und ich hoffe, dass bis dahin die Anti-Depressiva ihre Wirkung entfalten.

Wenn man zu Hause sitzt, alle Freunde sind arbeiten, dann kann mich sich den ganzen Tag ganz viele Gedanken machen...

Es fällt mir schwer, mich abzulenken oder den Hintern hoch zu heben.

Ich starre die ganze Zeit auf mein Handy und hoffe, dass er anruft/ schreibt....

Gestern Abend habe ich ihm eine Gute-Nacht-sms geschickt und es kam von ihm: Ja danke - dir auch, schlaf gut

Ich nehme diese sms auseinander und bin enttäuscht, dass er nix lieberes geschrieben hat.

Ich muss mich heut extrem zusammenreissen, dass ich mich nicht melde.. Wir sind am Freitag verabredet und ich würde am liebsten heute schon hin, um zu sehen, wie meine Gefühle sind....wo sie stehen....dieses nix-tun und abwarten macht mich WAHNSINNIG!!!!

Ich muss immer Aktionen machen.... habe schon früh gelernt, zu kämpfen und ich mache es heute immernoch....kämpfen ohne zu ruhen!!!!

Mein kopf sagt, das es gut ist, etwas Abstand zu gewinnen, aber mein herz vermisst ihn, er fehlt mir....die Nähe fehlt mir.....

Wie kann ich ihn Freitag ansprechen auf sein Problem mit dem Alkohol bzw. dass er eine Therapie macht?

Wie habt ihr den Anfang eines Gesprächs gemacht?

Ich danke euch und bin sehr froh, dass ich dieses Forum gefunden habe..

Liebe Grüße
Maggy
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Maggyxxx hat zum Thema: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig geschrieben
desperateS
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 24.03.2009
Beiträge: 403

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 17:18    Titel: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Maggy,

ich kann Dich so unglaublich gut verstehen.
Deine Ängste, die Verzweiflung, das alles habe ich mit meinem Ex auch durchmachen müssen.

Ich habe Dir eine Menge zu erzählen. so viel, dass ich befürchte, gar nicht alles in ein Posting zu bekommen.
Vielleicht schreibe ich auch ein bißchen durcheinander. Ich hoffe, das stört Dich nicht.

Ich fasse mal kurz zusammen, wie es bei mir damals war:
Ich habe diesen Mann kennengelernt in einer psychiatrischen Tagesklinik. Ich war dort wegen einer Depression, er wegen Panikattacken. Es war keine Liebe auf den ersten Blick, sondern kam eher schleichend, dann aber mit allergrößter Wucht.
Ich war der glücklichste Mensch der Welt! So unglaublich verliebt wie noch nie. Und ihm schien es ebenso zu gehen.
Schon am tag unseres Kennenlernens habe ich herausgehört, dass er ein Alkoholproblem hatte. Aber das Ausmaß des Ganzen war mir nicht bewusst, weil er zu der Zeit gerade eine Trinpause eingelegt hatte.
Nach 2 Monaten bin ich bei ihm eingezogen. Der größte Fehler meines Lebens, wie sich schon 1 Woche später herausstellte. Zwei Tage nach meinem Einzug habe ich das allererste Gespräch über Alkohol mit ihm geführt.
Damals habe ich ihm gesagt: Wenn Du jeden Tag säufst, bin ich wieder weg.
Er hat mir versichert, dass es niemals dazu kommen werde. Vielleicht hat er es damals selbst geglaubt.
1,5 Jahre habe ich bei ihm gewohnt. Was dann geschah in Stichworten:
Jedes Wochenende Totalabstürze mit anschließender Reue, 1000 Diskussionen über Alkoholismus, 1000 mal das Versprechen, JETZT wäre aber Schluss mit der Sauferei, 1000 mal der Versuch, "kontrolliert" zu trinken, was dann doch wieder in einem Absturz endete.
Von meinem Standpunkt aus die immerwährende Angst vor dem nächsten Absturz (zumal diese immer öfter auch mit körperlicher Gewalt mir gegenüber endeten), vor seiner Untreue (nach dem 1. offiziellen Mal bin ich dann ausgezogen, konnte die Beziehung aber noch nicht endgültig beenden), vor dem finanziellen Ruin.

Ich war immer in dem Irrglauben, ihm helfen zu können und zu müssen. Er war doch der tollste Mann der Welt! Aber nur wenn er nüchtern war, was immer seltener der Fall war.
Ich habe mich im Kreis gedreht, bis ich ihn an meinem Geburtstag das zweite Jahr in Folge morgens völlig besoffen vorgefunden habe, ohne Geschenk, ohne auch nur seine Bude ein wenig aufgeräumt zu haben, kein liebes Wort für mich, aber eine Pulle Bier in der Hand.

Das war für mich der Wendepunkt. Mir wurde klar, dass dort für mich nichts mehr zu holen war. Ich war einer Illusion hinterhergerannt, hatte meine eigenen Prinzipien verraten, was eigentlich gar nicht meine Art ist und hatte mich komplett zum Affen gemacht in meinem Wunsch, ihm zu beweisen, dass es sich für mich und unsere Beziehung lohnt, das Saufen aufzugeben. Das alles übrigens auch mit Unterstützung dieses Forums, wie Du in meinem Thread nachlesen kannst.

Dort kannst Du auch nachlesen, wie lange ich gebraucht habe, um meinen Ex tatsächlich von meinem Leben auszuschließen, und wie furchtbar schwer es mir fiel, keinen Kontakt mehr zu ihm zu haben.

Es war hart. Wie ein Entzug, denn so fühlte es sich wirklich an. Aber es hat funktioniert.
Heute lebe ich in Freiheit und kann gar nicht glauben, dass ich jemals anders leben konnte.

Ich habe eine neue Beziehung, in der ich nicht das Gefühl habe, mehr zu geben als mein Partner.
Eine Liebe ohne Angst und Schmerz, in der ich nicht mehr den Drang habe, meinen Partner ändern zu wollen oder zu beweisen, dass ich seine Liebe verdient habe.
Ich muss mir nichts verdienen, weil er mich so liebt, wie ich bin.
Beruflich geht es bergauf. Ich habe wieder ein Hobby und baue mir mein eigenes Leben auf, für das ich mich vor niemandem mehr rechtfertigen muss, und das ich genieße.

Ich glaube, ich war noch nie glücklicher.

Du siehst also: Es gibt einen Weg aus dieser Situation.
Ich muss Dir aber leider sagen, dass Du diesen Weg mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht mit Deinem jetzigen "Partner" gehen wirst.
Alkoholismus ist eine unheilbare Krankheit, und nur sehr wenige, die daran erkranken, schaffen es, die Krankheit langfristig zu stoppen.
Wenn Du Dich hier ein bißchen umgesehen hast, wirst du sehen, dass nur ein Bruchteil der Cos mit einem trockenen Alkoholiker lebt.

Ich weiß, es klingt sehr hart, aber nach allem, was ich und andere hier erlebt haben, wird die Geschichte für Euch zusammen wahrscheinlich nicht gut ausgehen.
Aber Du, liebe Maggy, hast die Chance, dennoch glücklich zu sein, in dem Du endlich anfängst, Dich um Dich selbst zu kümmern.
Denn ganz ehrlich:
Depressionen, alkoholkranke Mutter, Arbeitslosigkeit...
Du hast selbst genug Probleme, oder?
Da brauchst Du nicht auch noch einen sogenannten Partner, der Dir das Leben unnötig schwer macht, stimmts?

Liebe Maggy,
ich drücke dir von ganzem Herzen die Daumen, dass Dein Vorstellungsgespräch erfolgreich verläuft.
Arbeitslosigkeit ist oft der Einstieg in die Depression. Ich kenne das so ähnlich vom Studium. In der vorlesungsfreien Zeit hatte ich viel zu viel Zeit zum Grübeln, und das tat mir nicht gut.

Ich denke, Du solltest Deine ganze Energie fürs erste auf die Jobsuche richten, denn das ist mal was wirklich Produktives, weil Arbeit nicht nur ablenkt, sondern auch Geld bringt, was Dich widerum unabhängiger macht. Ausserdem lernst Du so auch wieder neue Leute kennen und hast eine Aufgabe.

Liebe Maggy,
alles Gute von einer, der es mal genauso ging wie Dir.
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desperateS hat zum Thema: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig geschrieben
Wundervoll
Gast






BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 21:33    Titel: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Maggy,

das alles was desperateS geschrieben hat kann ich nur unterschreiben.

Was für dich wichtig sein muss bist DUDUDUDUDUDUDUDU !!!!!!!

Und nochmals du.

Vielleicht sind es nur kleine Schritte aber versuche sie zu gehen.

Kleinigkeiten tun für dich die dir gefallen, die du noch nie gemacht hast, oder
schon immer mal tun wolltest.

Einer Freundin von mir hat sehr geholfen, daß sie alle e-mails des werten Herrn von einer Freundin quer lesen lies.

Sie vertraute sich selbst nicht mehr.
Ihrer Wahrnehmung.

- edit, bitte keine Details über Dritte ins offene Internet schreiben. Sie könnten sich hier erkennen. Linde -

Ich wünsche dir viel Kraft der Realität ins Auge zu sehen !!!!

Deine schmerzhaften Gefühle sind nicht umsonst da, sie wollen dich auf etwas aufmerksam machen !!!!

Marion
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Wundervoll hat zum Thema: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig geschrieben
Maggyxxx
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 27.09.2011
Beiträge: 39

BeitragVerfasst am: 28.09.2011, 23:51    Titel: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Oh ich danke euch so sehr für die netten Worte....

Ich denke auch, dass das der erste Schritt ist, an mich zu denken.

@ DesparatS:
Ich war diejenige, die zu ihm ziehen wollte....unbedingt unbedingt wollte ich das! Wir würden Miete sparen...habe ihn ständig drauf angesprochen....Jedoch hat er (wohl zu meinem Glück) ein Bindungsproblem und will seine Freiheit (zu trinken??) nicht aufgeben.
Ich war sehr traurig, dass er das nicht wollte.....ich finde, es ist schon mal ein guter Schritt von mir, einzusehen, dass mich das wohl auch irgendwo rettet?????????
Wenn ich noch mit ihm in der Wohnung wäre, würde ich wohl die Hölle erleben.
Er wollte ja sogar erst keine Beziehung eingehen und ich habs dann doch geschafft.

Fakt ist, dass er selbst sehr labil ist und zu Depressionen neigt. Jedoch ist er sehr intelligent! Er liebt seinen Sohn, kümmert sich nicht um ihn, da er mal selbst zu mir sagte, dass er ein schlechtes Vorbild ist und nicht will, dass sein Sohn einen betrunkenen Vater sieht. Das sind auch fragliche Prioritäten.

@Marion:
Ich habe meine beste Freundin, der ich sms schicke und wir speichern unsere gegenseitig und in einer schwachen Phase schicken wir uns diese zurück. Ist nicht verkehrt.


So und jetzt das:
Das Handy-anstarren hat sich gelohnt...er schrieb mir auch. Ich rief ihn an und habe ihn gefragt, ob ich vorbeikommen darf. Mir war es wichtig, nach dem Streit zu sehen, wie es sich anfühlt. Ich bin hingefahren und er war nüchtern. Er hat sich auch sehr bemüht und war liebevoll.....also er kam mir entgegen.

Ich habe ihm meine Gefühle gesagt und dass ich mit so wenig Kontakt (noch) nicht kann. Hab ihm den vergleich geliefert: Das ist so, wenn du dir sagst, du trinkst nichts. Dann musst du erst recht den ganzen Tag ans Bier denken.

Ich versuche, einen Abschied auf Raten, weil ich mich wirklich noch nicht trennen kann. Ich brauche leider noch paar Schläge auf den Hinterkopf und werde die Zeit als "Beobachter" nutzen.

Wie heisst es doch: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung!

Und ich bin froh, dass ich schon mal diese Erkenntnis habe!Letztendlich würde ich jetzt bei ihm sein und seine Bude putzen oder Wäsche waschen.
Also immer kleine Schritte gehen.

Bin heute natürlich gleich nach Hause gefahren und habe in mich reingehört. Es ist für mich sehr wichtig, mich mit der Situation zu Konfrontieren...das ist ein Prozess, der arbeitet und Zeit braucht. Es sind ja Gefühle und Emotionen im Spiel.

Ich bin sehr froh, dass ich euch gefunden habe und dass ihr mich auf diesem schweren Weg begleitet....
Ich brauche das so sehr!

Vielen Dank an alle, die sich die Mühe machen, den Text zu lesen und mir auch antworten.

Danke!!!!!

LG Maggy
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Maggyxxx hat zum Thema: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig geschrieben
Wundervoll
Gast






BeitragVerfasst am: 29.09.2011, 08:35    Titel: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Linde,

Danke für´s d´rauf aufmerksam machen.

Ich gelobe Besserung. Tut mir leid !

Liebe Maggy, dir einen schönen Tag und viel Kraft an DICH zu denken.
Überrascht)

Jeder geht sein eigenes Tempo und steht da wo er/ sie gerade stehen muss.

Ich habe gemerkt, dass es kaum möglich ist etwas zu beschleunigen
weil es der Intellekt sagt, wenn die Gefühle noch nicht so weit sind.

Du wirst deinen Weg gehen.

Schnell oder langsam, genau so wie es für dich richtig ist.

Alles Gute und lass von dir hören.

Marion
Nach oben
Wundervoll hat zum Thema: Re: Heutige Erkenntnis: Co-Abhängig geschrieben

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