| Wie gehe ich mit einem Alkoholkranken Menschen um? • Freund nach schwerer Krankheit jetzt trocken- ich in Sorge |
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jennyli neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.04.2011 Beiträge: 33
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Verfasst am: 21.09.2011, 12:48 Titel: da bin ich wieder |
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hallo ihr lieben*
hier bin ich wieder! hatte mich im mai diesen jahres angemeldet, mich vorgestellt und auch ein thema eröffnet. seitdem habe ich dann jedoch "nur" noch gelesen, möchte jetzt aber wieder aktiver sein und auch selbst schrieben.
hier noch mal mein vorstellungstext:
meine aktuelle situation:
nach meinem letzten beitrag im mai ist mein partner für 2 wochen ins kkh gegangen und anschließend für 8 wochen stationär in einer suchtrehabilitations-klinik aufgenommen worden. dem folgten 6 wochen tagesklinik. während des stationären aufenthalts ging es ihm ziemlich gut, auch die ersten wochen in der tagesklinik waren gut. er hatte einen geregelten tagesablauf und arbeitete wirklich hart an sich. auch ich habe die zeit genutzt, den abstand genossen und mich wieder lebendig gefühlt. leider verschlechterte sich sein psychischer zustand in den letzten zwei wochen der tagesklinik extrem und er wurde rückfällig, welchen er seinen ärzten auch gestand. leider akzeptierte er die konsequenz sich direkt wieder ins kkh einweisen zu lassen erst am darauf folgenden tag, von der therapie wurde er mit sofortiger wirkung ausgeschlossen. nun ist die ambulante nachsorge in gefahr da die RV bei einer abgebrochenen therapie wohl nicht mehr zahlt. nun muss er endlich mal mit der konsequenz seines handelns umgehen...
tja...so sieht es aus...
mir geht es entsprechend schlecht, das auf und ab hat erneut begonnen ich weiß daß es an mir liegt eben dieses für mich zu beenden. die letzten monate habe mir jedoch gezeigt daß er es auch anders kann und wirklich an sich arbeitet. die erkenntnisse der letzten monate sind nicht verloren, er hat erkannt warum er süchtig ist, besucht regelmäßig SH gruppen. seit dem rückfall hat er nicht mehr getrunken, aber er ist nach eigener ansage psychisch nicht stabil genug. ich habe einen termin für mich bei einem psychotherapeuten gemacht...
was kann ich für MICH tun? ich versuche euren ratschlägen zu folgen, mich NUR um mich und um unser kind zu kümmern, ihm NICHT hinterher zu telefonieren, NICHT zu kontrollieren... es ist ein schwerer weg, ich ziehe meinen hut vor all denjenigen die es geschafft haben in einer solch verfahrenen situation die richtigen entscheidungen getroffen zu haben.
liebe grüsse, jenny |
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| jennyli hat zum Thema: da bin ich wieder geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 23.09.2011, 10:38 Titel: Re: da bin ich wieder |
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hallo jenny,
ich reagier jetzt mal auf den post den du bei joanne hinterlassen hast. danke dafür hat mich gefreut.
du frägst wie du dahin kommst, das du von dieser kontrolle weg kommst?
einfach ist das ganze nicht. denn erstmal ist es doch so, ich für mich habe festgestellt, ich bin coabhängige. damit hab ich mich ausseinandergesetzt. dadurch sind mir einige dinge aufgefallen die ich lebte aus überzäugung heraus, wele allerdings sehr ungesund für mich waren. dann begriff ich langsam,, das es wesendlich tiefer sitzt in mir ich daran arbeiten musste um diese tiefer sitzenden gefühle die ich hatte, die mich handeln liessen zu erkennen, zu spüren, wahrzunehmen. ist echt schwierig dahinter zu kommen.
versuch mal zu verstehen was dahinter steht, warum du kontrollieren musst?
gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: da bin ich wieder geschrieben
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jennyli neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.04.2011 Beiträge: 33
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Verfasst am: 23.09.2011, 11:09 Titel: Re: da bin ich wieder |
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Hallo Melanie,
danke für Deine Rückmeldung!
Ich glaube ich habe Verlustängste, Angst einer neuen Situation ausgesetzt zu sein, mein Leben neu sortieren zu müssen. Ich komme aus einer heilen Welt, meine Kindheit war wunderschön, meine Eltern lieben sich noch heute und sind glücklich miteinander. Vielleicht möchte ich all dies auch, zumindest nach außen hin, darstellen...daß das in meinem Fall verlogen ist ist mir klar. Aber ich halte mich an jedem Lichtblick fest, an jedem guten Gespräch welches wir ja doch noch immer hin und wieder führen. Ich halte auch daran fest, daß er mich NICHT für seine Sucht verantwortlich macht, gelernt hat woher dieses Verhalten kommt, sich trotz allem mit seiner Tochter beschäftigt... Dennoch ist die traurige Billanz in diesem Jahr die in der letzten Woche durch einen Rückfall beendete Langzeittherapie...
Ich weiß daß ich auch alleine mit unserem Kind ein gutes Leben führen kann, dazu fühle ich mich in der Lage - keine Frage. Aber ich denke noch immer daß es vielleicht einen anderen Weg als eine Trennung gibt!?
So naiv - stimmt´s!?
Mit dem Co-Abhängigsein beschäftige ich mich nun auch schon eine Weile, allerdings versuche ich auch hier alles mit mir selbst auszumachen, habe mich erst jetzt dazu durchgerungen einen Termin bei einem Psychotherapeuten zu machen.... wie schon gesagt, theoretisch weiß ich was zu tun ist, wie ich handeln und reagieren sollte, aber irgendwie stehe ich nicht 100% dahinter und kann es einfach nicht umsetzen
Wie hast Du denn daran gearbeitet?
Hast Du viel gelesen, oder Dich auch in eine Psychotherapie begeben?
Grüsse, Jen |
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| jennyli hat zum Thema: Re: da bin ich wieder geschrieben
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Grazia aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2007 Beiträge: 767 Alter: 46 Wohnort: By
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Verfasst am: 23.09.2011, 11:32 Titel: Re: da bin ich wieder |
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Hallo Jen
Sieh es so...So wie er Suchtkrank ist, genauso bist Du es auch.
Er will sein trinken nicht lassen, Du willst Dein Co-sein nicht lassen.
Du willst dass er was macht, damit Du Dich mit Deine Sucht nicht auseinander setzen musst.
Und so funktioniert es nicht.
Du kannst ihn nicht ändern, aber Du bist in der Lage Deine Sucht zu behandeln. Willst Du es?
Ich habe Hilfe in Anspruch genommen, Psychiatrische, Psychotherapie, ich habe Bücher gelesen.."Wenn Frauen zu sehr lieben" von Robin Norwood- das war für mich das beste AHA-Buch überhaupt.
Und nicht zuletzt-dieses Forum hier, das mich immer noch begleitet, seit - bald- 4 Jahren.
Die erste Lektion die ich gelernt habe war: geht es mir schlecht, soll ich was ändern, nicht die anderen.
Verantwortung für SICH zu tragen.
LG Grazia |
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| Grazia hat zum Thema: Re: da bin ich wieder geschrieben
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Grazia aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2007 Beiträge: 767 Alter: 46 Wohnort: By
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Verfasst am: 23.09.2011, 11:40 Titel: Re: da bin ich wieder |
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...noch was dazu
Diesen Traum von der heilen Familie habe ich auch gelebt. Ich wollte ja so sehr, 2 Jahrzente habe ich damit verbracht es allem vorzugaukeln, und vor allem mir selber, dass es nicht so schlimm ist.
verlorene Jahre. es wurde immer schlimmer. Auch mein Mann war viele Jahre "Pflegeleicht", keine Aggressionen, Schuldzuweisungen etc.
Nur...irgendwann hat sich leise der Wahnsinn bei uns eingeschlichen. Bis wir beide Wahnsinnig wurden. Die Spirale dreht sich, und zwar nach unten.
Geh da raus so schnell Du kannst.
LG Grazia |
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| Grazia hat zum Thema: Re: da bin ich wieder geschrieben
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jennyli neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.04.2011 Beiträge: 33
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Verfasst am: 23.09.2011, 11:51 Titel: Re: da bin ich wieder |
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Danke Grazia!
Ich bin mir dem Ganzen noch nicht so bewusst.
Ich glaube ich bin noch immer der tatsächlichen Meinung "ändert ER sich wird alles gut..."
Wahrscheinlich habe ich in meiner Kindheit suggeriert bekommen, daß man nur gemeinsam glücklich sein kann. Dass der Eine den Anderen braucht...
Auch, daß es solche "Abgründe" in "normalen" Familien nicht gibt...
Das Buch habe ich mir gerade bestellt!
Bin gespannt!
Danke für Eure Rückmeldungen, sie geben Kraft und schenken Mut! |
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| jennyli hat zum Thema: Re: da bin ich wieder geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 23.09.2011, 12:02 Titel: Re: da bin ich wieder |
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hallo jenny,
nun ich habe auch eine therapie gemacht. langzeittherapie zwei jahre wöchendlich eine stunde. hat mir echt geholfen.
eine suchterkrankung kann jeder mensch entwickeln. da müssen die umstände aus welchen man kommt nicht immer die üblen sein, süchtig werden können auch die, deren kindheit glücklich war und wo alles vorhanden war. wenns so einfach wäre , ists aber nicht.
was dich betrifft und deine angst kann es auch gut möglich sein das dadurch das du nie etwas anderes erfahren hast, wie das was deine eltern dir vorgelebt haben da auch eine angst entwickelt hast das zu verlieren. weil du dir das andere eben nicht vorstellen kannst zu leben. versuch das mal, das dir vorstellen und wo bei welcher vorstellung hast du denn diese angst?
ich kann mir vorstellen, das jemand, der noch nie allein gewohnt hat angst dafor hat, weil das neu ist. menschen haben alle angst, das gehört ja zum mensch sein dazu.da zu fragen was macht mir angst und ist diese vorstellung und meine angst tatsächlich berechtigt oder stelle ich mir was vor was unter umständen nicht so ist ist ne gute übung gewesen für mich.
ich hatte zum beispiel angst das andere schlecht reden und denken über mich. dann hat hier am ort eine mobbingwelle mich überrumpelt, daduch das ich alleinerziehend bin und mein sohnemann ein auffälliges kind war. durch diese erfahrung und mein geringes selbstwert das ich mitbrachte und dadurch auch immer weniger wurde hab ich fast schon das geglaubt was die anderen von mir sagen und ich dachte alle am ort sehen mich als schlechte mutter an. nun habe ich das sortiert gehabt, bin gedanklich von haus zu haus gegangen und habe festgestellt, alle sind es nicht. es sind einige wenige und denen kann ich aus dem weg gehen wenn ich die nicht begegnen will. inzwischen kann ich hier wieder leben ohne diese angst der üblen nachrede. denn auch das hab ich gelernt mich von dem was ich denke andere von mir reden abstand zu bekommen, weil ich von mir selbst eine immer bessere meinung gebildet habe.der fokus liegt dabei nicht auf den anderen, die können ja erzählen was sie wollen, der liegt bei mir, was ich von mir halte. darauf baust du auf. mir fällt es noch immer schwer mich auf mich selbst zu konzentrieren, ab und zu erwischt mich dieser mechanismus. nun weiss ich aber wie ich da wieder zu mir komme und da wieder raus komme. jeh öfter mir das passiert um so stabiler wird das auch, das merke ich inzwischen.das bild das ich von mir habe hat sich sehr geändert und macht es mir möglich selbstbewusst da zu stehen und nach aussen hin zu signalisieren das ich das so nicht mehr mitmache, ich von mir selbst ein gutes bild habe und die meinung anderer über mich mich nur noch teilweise erwischen. um so weniger wird der tratsch dann noch sein, ich hör ja nichts mehr.
das ist ein lernprozess in dem steck ich mitten drin. das dauert alles seine zeit. aber ich bin uversichtlich und guten mutes das es irgendwann soweit sein wird, das ich von aussen eben nicht mehr geschubbst werden kann, auch weil ich weiss ich kann mich heute wehren dagegen.
lesen ist auch ne tolle sache. ich habe einige bücher gelesen. mein bestes buch heisst JETZT die kraft der gegenwart von eckhart tolle oder auch NEIN sag nicht ja wenn du nein sagen willst von herbert fensterheim und jean baer. momentan lese ich ich lieb dich nicht wenn du mich liebst von dean c. delis und casandra phillips. nur achte ich darauf das es nicht zu viel unterschiedliche bücher sind, dann komm ich durcheinander.
das beste allerdings ist dieses forum hier. der austauch, die kopfwäschen und das ganze was ich hier erlebt habe haben mich um einiges weiter gebracht. die grundbausteine die hier stehen sind super und ich konnte diese in die therapie mit einfliessen lassen und mich darin festigen
ich wünsche dir auf jeden fall hier einen regen austausch!
gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: da bin ich wieder geschrieben
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Joanne aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.09.2010 Beiträge: 588 Alter: 44
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Verfasst am: 25.09.2011, 10:14 Titel: Re: da bin ich wieder |
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Hallo Jenny
Ich kann dich sehr gut verstehen,es ist eine Sache es zu Wissen was man tun soll und die andere es auch umzusetzen
| Zitat: | Nur...irgendwann hat sich leise der Wahnsinn bei uns eingeschlichen. Bis wir beide Wahnsinnig wurden. Die Spirale dreht sich, und zwar nach unten.
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das was dir Grazia da geschrieben hat ist die leider die Wahrheit
Man hofft und kämpft und durch das hoffen merkt man nicht das man den Kampf schon lange verloren hat
Bei deinem Mann kam der Rückfall gleich noch solange er in der Tagesklinik war,aber bei meinem Mann 7 Monate später
Ich kann nicht mehr,ich kann diesen Cirkus weder mir und schon gar nicht meiner Tochter mehr zumuten
Das ist mein Denken,und ich muss meine ersten Schritte tun,um uns alle 3 zu retten......und doch geht es mir wie dir.....eigentlich will ich ja mit allen Mitteln versuchen diese verrückte Ehe zu retten....Warum ?........
Du hast auch ein Kind
du kannst auch im Internet in einem betimmten Bücherversand,in verschiedene Bücher reinlesen,das mache ich immer mal,aber wie auch schon melanie geschrieben hat,das beste ist der Austausch hier im Forum
ich wünsche dir viel Kraft
und ein schönen ruhigen Sonntag
Joanne |
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| Joanne hat zum Thema: Re: da bin ich wieder geschrieben
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